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Probleme, die die Welt nicht braucht...

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  1. Probleme, die die Welt nicht braucht...

    Autor: Matthias_1983 12.07.07 - 08:57

    Dass man eine Meinung/Wertung über die "Qualität" (sozial/fachlich) eines Lehrers bildet bzw. hat ist sicherlich nur legitim.
    Wenn man aber mit bestimmten Leistungen eines Lehrers nicht einverstanden ist, sollte man direkt mit dem betreffenden Lehrer oder einem Vertrauenslehrer sprechen und sich nicht anonym vor (theoretisch) 6,3 Milliarden Menschen darüber äußern können.

    Wenn bei den Bewertungssystemen wenigstens kein Name sondern nur eine Schule und ein Fach gewählt werden könnten sowie evtl. noch das Geschlecht wäre die Privatsphäre und eine gewisse Anonymität für die Lehrer gewährleistet.

    Sollten sich Schullteier durch solche Systeme beeinflussen lassen, kann durch subjektive und vorsätzlich Falsche Lehrerbewertungen von Schülern/Ex-Schülern eine berufliche Existenz gefährdet sein.

    Frage mich wie Facharbeiter/Ingenieure reagieren würden, wenn ehemalige Arbeitgeber Sie in einem Portal nach Fleiß, Sozial- und Fachkompetenz, Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und "sexyness" bewerten könnten...

    Aber da Lehrer in Deutschland ohnehin einen eher schlechten Ruf haben (leider) und von vielen Eltern für die schlechten schulischen Leistungen und fehlender Zukunftsperspektive Ihrer Kinder verantwortlich gemacht werden, ist das Gerichtsurteil nicht verwunderlich...


    Gruß,
    Matthias



  2. Re: Probleme, die die Welt nicht braucht...

    Autor: Michael - alt 12.07.07 - 13:38

    Matthias_1983 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Dass man eine Meinung/Wertung über die "Qualität"
    > (sozial/fachlich) eines Lehrers bildet bzw. hat
    > ist sicherlich nur legitim.

    Naja, die fachliche Qualifikation wurde schon geprüft, dazu braucht man keinen Schüler mehr.

    > Wenn man aber mit bestimmten Leistungen eines
    > Lehrers nicht einverstanden ist, sollte man direkt
    > mit dem betreffenden Lehrer oder einem
    > Vertrauenslehrer sprechen und sich nicht anonym
    > vor (theoretisch) 6,3 Milliarden Menschen darüber
    > äußern können.

    Das ist, mit Verlaub, Blödsinn. Von den 6,3 Milliarden Menschen haben mehr als 99,2 % überhault keine Ahnung, worum es eigentlich geht. Also gibt es "theoretisch" keine wirksame Äusserung vor dieser Audienz.

    Weiter: Wenn mir irgendjemandes Nase nicht passt, wieso sollte ich mit ihm darüber reden? Im Gegenteil: ich rate jedem Schüler dringend, NICHT mit den blöden Lehrern zu reden. Und das mit folgender Begründung:

    1. Ist nicht der Schüler der Lehrer des Lehrers
    2. Wieso sollte sich ein Schüler in einen für ihn tödlichen Interessenskonflikt begeben? Was sollte er dem Lehrer denn eigentlich sagen? Hast Du überhaupt eine Idee davon, was Du da verlangst???

    >
    > Wenn bei den Bewertungssystemen wenigstens kein
    > Name sondern nur eine Schule und ein Fach gewählt
    > werden könnten sowie evtl. noch das Geschlecht
    > wäre die Privatsphäre und eine gewisse Anonymität
    > für die Lehrer gewährleistet.

    Wozu Schutz für diese Leute? Wenn sie schlecht sind, sollten sie rausgeschmissen werden! Wieso soll ich als Steuerzahler für eine nicht akzeptable Minderleistung dieser den Lehrauftrag übernommen habenden Schmarotzern bezahlen? Ich bin sehr froh, wenn da endlich mal ein Regulativ eingeführt wird. Und ich kann nur dringend empfehlen, das zu nutzen.

    Zu unterstellen, daß Schüler prinzipiell sozial unfähig sind und sich nur aus Unfähigkeit rächen, halte ich für schlicht unverschämt.

    >
    > Sollten sich Schullteier durch solche Systeme
    > beeinflussen lassen, kann durch subjektive und
    > vorsätzlich Falsche Lehrerbewertungen von
    > Schülern/Ex-Schülern eine berufliche Existenz
    > gefährdet sein.

    Ja hoffentlich!! Weg mit dem Dreckspack, das seinen Beruf nicht ernst genug nimmt. Es sollen aber die Guten gerne da bleiben. (Und ich wette, es gibt gute Bewertungen).

    >
    > Frage mich wie Facharbeiter/Ingenieure reagieren
    > würden, wenn ehemalige Arbeitgeber Sie in einem
    > Portal nach Fleiß, Sozial- und Fachkompetenz,
    > Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und "sexyness"
    > bewerten könnten...

    Ja, das geschieht sogar. Allerdings durch Telefonate, bevor man einen leitenden Mitarbeiter einstellt.

    >
    > Aber da Lehrer in Deutschland ohnehin einen eher
    > schlechten Ruf haben (leider) und von vielen
    > Eltern für die schlechten schulischen Leistungen
    > und fehlender Zukunftsperspektive Ihrer Kinder
    > verantwortlich gemacht werden, ist das
    > Gerichtsurteil nicht verwunderlich...

    Den Lehrern hier mangelt es schlicht an Wettbewerb. Und den Hausmeister und die Putzfrau mache ich nicht für PISA verantwortlich.

    >
    >
    > Gruß,
    > Matthias
    >
    >


  3. Re: Probleme, die die Welt nicht braucht...

    Autor: Dr. med. Wurst :-) 12.07.07 - 17:24

    > Wenn bei den Bewertungssystemen wenigstens kein
    > Name sondern nur eine Schule und ein Fach gewählt
    > werden könnten sowie evtl. noch das Geschlecht
    > wäre die Privatsphäre und eine gewisse Anonymität
    > für die Lehrer gewährleistet.

    Für was wäre dass denn gut? Das wäre ungerecht, denen Lehrkräften gegenüber, welche "besser" oder "schlechter" als ihre anders bewerteten Kollegen. Das würde nur einen Durchschnitt hervorbringen, der nicht zwangsläufig repräsentatiev ist.

    > Sollten sich Schullteier durch solche Systeme
    > beeinflussen lassen, kann durch subjektive und
    > vorsätzlich Falsche Lehrerbewertungen von
    > Schülern/Ex-Schülern eine berufliche Existenz
    > gefährdet sein.

    Meines Wissens nach, suchen sich die Schulleiter/innen ihre Lehrkräfte nicht zwangsläufig selber aus.

    > Frage mich wie Facharbeiter/Ingenieure reagieren
    > würden, wenn ehemalige Arbeitgeber Sie in einem
    > Portal nach Fleiß, Sozial- und Fachkompetenz,
    > Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und "sexyness"
    > bewerten könnten...

    Naja, eine art Zeugnis hat ja jeder Angestellter, daher geschieht bereits eine Bewertung des Angestellten.

    > Aber da Lehrer in Deutschland ohnehin einen eher
    > schlechten Ruf haben (leider) und von vielen
    > Eltern für die schlechten schulischen Leistungen
    > und fehlender Zukunftsperspektive Ihrer Kinder
    > verantwortlich gemacht werden, ist das
    > Gerichtsurteil nicht verwunderlich...

    Nunja, warum haben unsere Lehrkräfte denn einen so schlechten Ruf? Warum schneiden wir denn bei diversen Studien schlecht ab? -Sicher nicht, weil die Kinder hier "Dümmer" sind oder die Eltern sich nicht um selbige kümmern würden.

    Schüler und Exschüler als bewertungsinkompetent zu bezeichnen ist in meinen Augen falsch, immerhin waren auch wir alle einst Schüler. Ich maße mir durchaus zu, meine ehemaligen Lehrer und -Professoren zu bewerten.
    Ich bin selber Professor an einer Uni, und würde mir eine Bewertung wünschen, immerhin nehme ich meinen Lehrauftrag ernst, und sähe dies gerne auch geschätzt und bestätigt

  4. Re: Probleme, die die Welt nicht braucht...

    Autor: Matthias_1983 12.07.07 - 18:30

    Michael - alt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Matthias_1983 schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Dass man eine Meinung/Wertung über die
    > "Qualität"
    > (sozial/fachlich) eines Lehrers
    > bildet bzw. hat
    > ist sicherlich nur legitim.
    >
    > Naja, die fachliche Qualifikation wurde schon
    > geprüft, dazu braucht man keinen Schüler mehr.
    >

    Trotzdem bildet sich wohl jeder Mensch über einen anderen Menschen eine Meinung, wenn er länger als 5 Minuten etwas mit Ihm zu tun hat.
    Egal ob bewusst oder unbewusst.
    Und gerade wenn man täglich etwas mit dieser Person etwas zu tun hat, macht man dies.


    > > Wenn man aber mit bestimmten Leistungen
    > eines
    > Lehrers nicht einverstanden ist, sollte
    > man direkt
    > mit dem betreffenden Lehrer oder
    > einem
    > Vertrauenslehrer sprechen und sich
    > nicht anonym
    > vor (theoretisch) 6,3 Milliarden
    > Menschen darüber
    > äußern können.
    >
    > Das ist, mit Verlaub, Blödsinn. Von den 6,3
    > Milliarden Menschen haben mehr als 99,2 %
    > überhault keine Ahnung, worum es eigentlich geht.
    > Also gibt es "theoretisch" keine wirksame
    > Äusserung vor dieser Audienz.

    Finde ich nicht, dass vielleicht nur 5%-10% der Erdbevölkerung einen Internetzugang haben, ist mir klar.
    Trotzdem ist es für JEDEN zugänglich, daher auch mein THEORETISCH.

    > Weiter: Wenn mir irgendjemandes Nase nicht passt,
    > wieso sollte ich mit ihm darüber reden? Im
    > Gegenteil: ich rate jedem Schüler dringend, NICHT
    > mit den blöden Lehrern zu reden. Und das mit
    > folgender Begründung:
    >
    > 1. Ist nicht der Schüler der Lehrer des Lehrers
    > 2. Wieso sollte sich ein Schüler in einen für ihn
    > tödlichen Interessenskonflikt begeben? Was sollte
    > er dem Lehrer denn eigentlich sagen? Hast Du
    > überhaupt eine Idee davon, was Du da verlangst???

    Interessenkonflikte bestehen schon beim Kauf eines Anzuges, der Verkäufer möchte möglichst seine Kosten decken und einen gewissen Gewinn einnehmen, der Käufer möchte den Anzug möglichst günstig erwerben.
    TROTZDEM, kann man über den Preis reden, handeln und einen Konsenz finden, indem sich beide nähern und zu Gunsten des anderen Handeln.

    Warum sollte das bei einem Lehrer-/Schüler-Konflikt nicht fruchten?
    Lehrer sind übrigens Menschen, keine Beamtenroboter die außerdem gewisse pädagogische Erfahrungen haben.
    Habe selbst schon mit Lehrern in meiner Schulzeit über solche Dinge geredet, danach lief es besser.

    Wenn Du ein Duckmäusertum bevorzugst in dem man nur das macht was die Lehrer verlangen hast Du vielleicht Menschen mit guten Noten, aber ohne Rückgrat und Charakter.

    > >
    > Wenn bei den Bewertungssystemen
    > wenigstens kein
    > Name sondern nur eine Schule
    > und ein Fach gewählt
    > werden könnten sowie
    > evtl. noch das Geschlecht
    > wäre die
    > Privatsphäre und eine gewisse Anonymität
    > für
    > die Lehrer gewährleistet.
    >
    > Wozu Schutz für diese Leute? Wenn sie schlecht
    > sind, sollten sie rausgeschmissen werden! Wieso
    > soll ich als Steuerzahler für eine nicht
    > akzeptable Minderleistung dieser den Lehrauftrag
    > übernommen habenden Schmarotzern bezahlen? Ich bin
    > sehr froh, wenn da endlich mal ein Regulativ
    > eingeführt wird. Und ich kann nur dringend
    > empfehlen, das zu nutzen.

    Weißt Du denn nicht dass es heute nur noch sehr wenige Verbeamtungen gibt?
    Ab einem gewissen Alter ist gar keine Verbeamtung mehr möglich.
    Somit sind viele Lehrer normale Angestellte.
    Zudem fordern auch dies einige Lehrer/Schullteier selbst!

    Natürlich sollte man schlechte Leistung entsprechend "honorieren", ob es gleich ein Rauswurf sein muss.
    Intensive Gespräche können auch helfen.
    Zudem betrifft dies natürlich alle Gesellschaftsschichten, den schlechten Klempner, den miesen IT-Consultant usw..


    > Zu unterstellen, daß Schüler prinzipiell sozial
    > unfähig sind und sich nur aus Unfähigkeit rächen,
    > halte ich für schlicht unverschämt.

    Habe ich nicht, sagte nur dass gewisse Schüler das System sicherlich nutzen und nutzen werden um Ihren Frust abzulassen.
    Der Mensch dürstet nunmal sehr nach Rache und Genugtuung.
    Von prinzipiell, alle, etc. war nie die Rede :-).

    > Sollten sich Schullteier durch solche
    > Systeme
    > beeinflussen lassen, kann durch
    > subjektive und
    > vorsätzlich Falsche
    > Lehrerbewertungen von
    > Schülern/Ex-Schülern
    > eine berufliche Existenz
    > gefährdet sein.
    >
    > Ja hoffentlich!! Weg mit dem Dreckspack, das
    > seinen Beruf nicht ernst genug nimmt. Es sollen
    > aber die Guten gerne da bleiben. (Und ich wette,
    > es gibt gute Bewertungen).

    Siehe oben.

    > Frage mich wie Facharbeiter/Ingenieure
    > reagieren
    > würden, wenn ehemalige Arbeitgeber
    > Sie in einem
    > Portal nach Fleiß, Sozial- und
    > Fachkompetenz,
    > Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit
    > und "sexyness"
    > bewerten könnten...
    >
    > Ja, das geschieht sogar. Allerdings durch
    > Telefonate, bevor man einen leitenden Mitarbeiter
    > einstellt.

    Natürlich gibt es die, aber es gibt Unternehmen, die sich nicht dazu äußern, was ich richtig finde.
    Dafür gibt es schließlich Arbeitszeugnisse.

    Aber zurück zum Thema: Ich meinte aber ebenfalls ein entsprechende Online-Präsenz, Peter Müller, KFZ-Mechaniker, unpünktlich, arbeitet langsam, etc.. für jeden zugänglich.

    > Aber da Lehrer in Deutschland ohnehin
    > einen eher
    > schlechten Ruf haben (leider) und
    > von vielen
    > Eltern für die schlechten
    > schulischen Leistungen
    > und fehlender
    > Zukunftsperspektive Ihrer Kinder
    >
    > verantwortlich gemacht werden, ist das
    >
    > Gerichtsurteil nicht verwunderlich...
    >
    > Den Lehrern hier mangelt es schlicht an
    > Wettbewerb. Und den Hausmeister und die Putzfrau
    > mache ich nicht für PISA verantwortlich.

    Hast Du 'ne Ahnung...


  5. Re: Probleme, die die Welt nicht braucht...

    Autor: Michael - alt 13.07.07 - 15:45

    Matthias_1983 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Michael - alt schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Matthias_1983 schrieb:
    >
    > --------------------------------------------------
    >
    > -----
    > > Dass man eine
    > Meinung/Wertung über die
    > "Qualität"
    >
    > (sozial/fachlich) eines Lehrers
    > bildet bzw.
    > hat
    > ist sicherlich nur legitim.
    >
    > Naja, die fachliche Qualifikation wurde schon
    >
    > geprüft, dazu braucht man keinen Schüler
    > mehr.
    >
    > Trotzdem bildet sich wohl jeder Mensch über einen
    > anderen Menschen eine Meinung, wenn er länger als
    > 5 Minuten etwas mit Ihm zu tun hat.

    Natürlich, nur ist das die Meinung über seine soziale Kompetenz. Seine fachliche Kompetenz kann ein Schüler nicht beurteilen. Für die soziale Kompetenz habe ich Dir zugestimmt.

    > Egal ob bewusst oder unbewusst.
    > Und gerade wenn man täglich etwas mit dieser
    > Person etwas zu tun hat, macht man dies.
    >
    > > > Wenn man aber mit bestimmten
    > Leistungen
    > eines
    > Lehrers nicht
    > einverstanden ist, sollte
    > man direkt
    > mit
    > dem betreffenden Lehrer oder
    > einem
    >
    > Vertrauenslehrer sprechen und sich
    > nicht
    > anonym
    > vor (theoretisch) 6,3 Milliarden
    >
    > Menschen darüber
    > äußern können.
    >
    > Das ist, mit Verlaub, Blödsinn. Von den 6,3
    >
    > Milliarden Menschen haben mehr als 99,2 %
    >
    > überhault keine Ahnung, worum es eigentlich
    > geht.
    > Also gibt es "theoretisch" keine
    > wirksame
    > Äusserung vor dieser Audienz.
    >
    > Finde ich nicht, dass vielleicht nur 5%-10% der
    > Erdbevölkerung einen Internetzugang haben, ist mir
    > klar.
    > Trotzdem ist es für JEDEN zugänglich, daher auch
    > mein THEORETISCH.

    Nein. eben nicht theoretisch. Eine Theorie, die von falschen Annahmen ausgeht, ist keine. Ich schlage vor, wir bleiben bei der Sache und ziehen dazu etwa 50Mio in Erwägung.

    >
    > > Weiter: Wenn mir irgendjemandes Nase nicht
    > passt,
    > wieso sollte ich mit ihm darüber
    > reden? Im
    > Gegenteil: ich rate jedem Schüler
    > dringend, NICHT
    > mit den blöden Lehrern zu
    > reden. Und das mit
    > folgender Begründung:
    >
    > 1. Ist nicht der Schüler der Lehrer des
    > Lehrers
    > 2. Wieso sollte sich ein Schüler in
    > einen für ihn
    > tödlichen Interessenskonflikt
    > begeben? Was sollte
    > er dem Lehrer denn
    > eigentlich sagen? Hast Du
    > überhaupt eine Idee
    > davon, was Du da verlangst???
    >
    > Interessenkonflikte bestehen schon beim Kauf eines
    > Anzuges, der Verkäufer möchte möglichst seine
    > Kosten decken und einen gewissen Gewinn einnehmen,
    > der Käufer möchte den Anzug möglichst günstig
    > erwerben.
    > TROTZDEM, kann man über den Preis reden, handeln
    > und einen Konsenz finden, indem sich beide nähern
    > und zu Gunsten des anderen Handeln.

    Nein. Das Beispiel hinkt deswegen, weil im Falle Deines Vorschlags, Reden zwischen Schüler und Lehrer, initiiert durch den Schüler schon der Konflikt vorliegt, daß ja der Lehrer eigentlich eine Besserung braucht. Ein Schüler kann und darf aber nicht als besserwisser gegenüber dem Lehrer auftreten. Wenn der Lehrer selbst herausfinden wollte, wie er ankommt, sollte er auch die Initiative ergreifen.

    Es ist hier nicht die Notwendigkeit, daß sich beide nähern.

    In der Industrie ist das Thema übrigens bekannt und auch der Interessenskonflikt, den man über komplizierte Techniken versucht, herauszufinden. Meist unterstützen Marktforschungsinstitute. Ich finde es schon bedauerlich, daß man diesem unfähigen Lehrerberufsstand sowas von aussen erklären müsste. Ich erwarte von Lehrern, daß sie selbst Initiative ergreifen. Aber das tun sie nicht.

    >
    > Warum sollte das bei einem
    > Lehrer-/Schüler-Konflikt nicht fruchten?

    Weil der Konflikt nicht vom Schüler ausgeht, sondern seine Wurzeln in der Arroganz der Lehrer hat.

    > Lehrer sind übrigens Menschen, keine
    > Beamtenroboter die außerdem gewisse pädagogische
    > Erfahrungen haben.

    Ich habe nirgendwo geschrieben, daß Lehrer keine Menschen seien. Was die pädagogischen "Erfahrungen" anbelangt, kann ich nur milde lächeln. Das Lehrpersonal für Gymnasien hat schlicht Null pädagogische Ausbildung. Die Scheine, die verlangt werden, sind ein schlechter Witz.

    > Habe selbst schon mit Lehrern in meiner Schulzeit
    > über solche Dinge geredet, danach lief es besser.

    Nun, ich habe meinen Lehrern deren Unfähigkeit sehr deutlich vor Augen geführt. Allerdings nicht als Besserwisser, sondern als Chefverarscher.

    >
    > Wenn Du ein Duckmäusertum bevorzugst in dem man
    > nur das macht was die Lehrer verlangen hast Du
    > vielleicht Menschen mit guten Noten, aber ohne
    > Rückgrat und Charakter.

    Davon habe ich nichts geschrieben, daher weiß ich nicht, was der Satz soll.

    >
    > > >
    > Wenn bei den
    > Bewertungssystemen
    > wenigstens kein
    > Name
    > sondern nur eine Schule
    > und ein Fach
    > gewählt
    > werden könnten sowie
    > evtl. noch
    > das Geschlecht
    > wäre die
    > Privatsphäre und
    > eine gewisse Anonymität
    > für
    > die Lehrer
    > gewährleistet.
    >
    > Wozu Schutz für diese
    > Leute? Wenn sie schlecht
    > sind, sollten sie
    > rausgeschmissen werden! Wieso
    > soll ich als
    > Steuerzahler für eine nicht
    > akzeptable
    > Minderleistung dieser den Lehrauftrag
    >
    > übernommen habenden Schmarotzern bezahlen? Ich
    > bin
    > sehr froh, wenn da endlich mal ein
    > Regulativ
    > eingeführt wird. Und ich kann nur
    > dringend
    > empfehlen, das zu nutzen.
    >
    > Weißt Du denn nicht dass es heute nur noch sehr
    > wenige Verbeamtungen gibt?

    Das hat doch damit nichts zu tun. Ich will was anderes: Bezahlschule mit Sponsorensystem und als Konsequenz freie Schulwahl. Was glaubst Du, wie schnell die Unfähigen endlich das tun, was sie eigentlich sollten (nämnlich Taxifahren)? Schlicht deswegen, weil es niemanden mehr gibt, der Unterricht bei denen will. Die derzeitig staatliche Verteilmaßnahme, also der fehlende Wettbewerb, hat das derzeitige Bildungschaos produziert. Also weg mit dem Murks.

    > Ab einem gewissen Alter ist gar keine Verbeamtung
    > mehr möglich.
    > Somit sind viele Lehrer normale Angestellte.
    > Zudem fordern auch dies einige Lehrer/Schullteier
    > selbst!

    Daß das System krankt, ist nicht die Schuld der Lehrer. Ich möchte übrigens ausdrücklich betonen, daß es sehr gute Lehrer gibt. Allerdings in meiner Einschätzung nur etwa 20%. 40% sind möglicherweise verbesserungsfähig.

    >
    > Natürlich sollte man schlechte Leistung
    > entsprechend "honorieren", ob es gleich ein
    > Rauswurf sein muss.

    Muß man im Einzelfall natürlich sehen. Aber solange man den Hinauswurf ausschließt, ist eine Diskussion über weitere Maßnahmen witzlos. Ausserdem gehts hier nicht um Automotoren und deren Qualität, sondern um Menschen, nämlich Schülern, deren Leben manche Herrschaften gründlich am versauen sind. Beispiel: Ignoranz der Hochintelligenten, die in diesem Drecksschulsystem ständig an die Wand gedrückt werden.

    > Intensive Gespräche können auch helfen.
    > Zudem betrifft dies natürlich alle
    > Gesellschaftsschichten, den schlechten Klempner,
    > den miesen IT-Consultant usw..
    >

    Der miese IT Consultant ist schnell weg vom Fenster. Der Lehrer nicht.

    >
    > > Zu unterstellen, daß Schüler prinzipiell
    > sozial
    > unfähig sind und sich nur aus
    > Unfähigkeit rächen,
    > halte ich für schlicht
    > unverschämt.
    >
    > Habe ich nicht, sagte nur dass gewisse Schüler das
    > System sicherlich nutzen und nutzen werden um
    > Ihren Frust abzulassen.
    Ja, aber dieser Prozentsatz verfälscht die Statistik nicht wirklich. Er bestätigt sie nur.

    > Der Mensch dürstet nunmal sehr nach Rache und
    > Genugtuung.
    > Von prinzipiell, alle, etc. war nie die Rede :-).
    >
    > > Sollten sich Schullteier durch solche
    >
    > Systeme
    > beeinflussen lassen, kann durch
    >
    > subjektive und
    > vorsätzlich Falsche
    >
    > Lehrerbewertungen von
    >
    > Schülern/Ex-Schülern
    > eine berufliche
    > Existenz
    > gefährdet sein.
    >
    > Ja
    > hoffentlich!! Weg mit dem Dreckspack, das
    >
    > seinen Beruf nicht ernst genug nimmt. Es
    > sollen
    > aber die Guten gerne da bleiben. (Und
    > ich wette,
    > es gibt gute Bewertungen).
    >
    > Siehe oben.
    >
    > > Frage mich wie Facharbeiter/Ingenieure
    >
    > reagieren
    > würden, wenn ehemalige
    > Arbeitgeber
    > Sie in einem
    > Portal nach
    > Fleiß, Sozial- und
    > Fachkompetenz,
    >
    > Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit
    > und
    > "sexyness"
    > bewerten könnten...
    >
    > Ja,
    > das geschieht sogar. Allerdings durch
    >
    > Telefonate, bevor man einen leitenden
    > Mitarbeiter
    > einstellt.
    >
    > Natürlich gibt es die, aber es gibt Unternehmen,
    > die sich nicht dazu äußern, was ich richtig
    > finde.
    > Dafür gibt es schließlich Arbeitszeugnisse.


    Arbeitszeugnisse müssen von Rechtswegen verlogen sein. Der Spielraum ist minimal. Das ist im Grunde auch richtig, denn ein Arbeitszeugnis von vor 10 Jahren muß in seinen Aussagen nicht mehr gelten und darf deswegen nicht verhindernd sein. Daher das Telefon.

    >
    > Aber zurück zum Thema: Ich meinte aber ebenfalls
    > ein entsprechende Online-Präsenz, Peter Müller,
    > KFZ-Mechaniker, unpünktlich, arbeitet langsam,
    > etc.. für jeden zugänglich.
    >

    Interessiert aber wirklich keine Sau.

    > > Aber da Lehrer in Deutschland ohnehin
    >
    > einen eher
    > schlechten Ruf haben (leider)
    > und
    > von vielen
    > Eltern für die
    > schlechten
    > schulischen Leistungen
    > und
    > fehlender
    > Zukunftsperspektive Ihrer
    > Kinder
    >
    > verantwortlich gemacht werden,
    > ist das
    >
    > Gerichtsurteil nicht
    > verwunderlich...
    >
    > Den Lehrern hier
    > mangelt es schlicht an
    > Wettbewerb. Und den
    > Hausmeister und die Putzfrau
    > mache ich nicht
    > für PISA verantwortlich.
    >
    > Hast Du 'ne Ahnung...

    Oh ja....

    >
    >
    >


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