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Kaum einer muss zahlen

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  1. Kaum einer muss zahlen

    Autor: AndreasS 16.07.07 - 08:58

    Gem. einem Artikel bei der PC-Welt, wo auf einen Artikel von Akademie.de verwiesen wird, muss kaum einer zahlen.

    Auszug:

    Wichtig: Die entsprechende Passage des Gesetztestextes behandelt ausschließlich die Gebührenpflicht bei neuartigen Rundfunkgeräten! Dazu zählen, so erläutert der Gesetzestext, insbesondere Rechner, die Rundfunkprogramme ausschließlich über Angebote aus dem Internet wiedergeben können. Eine Rundfunkgebühr sei nicht zu entrichten, wenn:
    1. die Geräte ein und demselben Grundstück oder zusammenhängenden Grundstücken zuzuordnen sind
    2. und andere Rundfunkempfangsgeräte dort zum Empfang bereitgehalten werden. Werden ausschließlich neuartige Rundfunkempfangsgeräte, die ein und demselben Grundstück oder zusammenhängenden Grundstücken zuzuordnen sind, zum Empfang bereitgehalten, ist für die Gesamtheit dieser Geräte eine Rundfunkgebühr zu entrichten.
    Was dies bedeutet, veranschaulicht der Autor in einem einfachen Beispiel, bei dem sich auf einer angemieteten Gewerbeeinheit insgesamt 65 Mieter (Betriebe, Freiberufler und Vereine) befinden und für den Hausmeister und Wachschutz bei der GEZ ein Radio angemeldet wurde. Die Folge: Das Radio im Hausmeisterraum schütze alle Mieter des Grundstücks davor, ihre Geräte bei der GEZ anmelden zu müssen.

    Den ganzen Artikel gibt es hier:
    http://www.pcwelt.de/index.cfm?pid=1871&pk=75287

    Gruß
    Andreas

  2. Re: Kaum einer muss zahlen

    Autor: nicoledos 16.07.07 - 09:18

    Was haben die für Drogen genommen? Artikel wohl von einem Montag, wo Redakteur ein Wochendendausflug in Niederlande hatten.

    Jeder ist für sich verantwortlich. Dies trifft nur zu, wenn alles eine Firma ist. Sind 2 Firmen im selben Gebäude, muss jede für sich zahlen. Sind 100 Firmen im selben Gebäude, muss auch jede für sich zahlen.

    Ziel sind aber auch nicht die Firmen in den Bürokomplexen, sondern die vielen selbständigen Ein-Mann-Unternehmen. An die man bisher nicht konnte. Sobald jemand eine Rechnung nicht mit Hand schreibt ist er dran.

  3. Re: Kaum einer muss zahlen

    Autor: mistake 16.07.07 - 09:22

    nicoledos schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > viel aufgebrachtes

    Du hast die .Lücke. nicht ganz erkannt, oder?




    Don't forget to kill Phillip!

  4. Re: Kaum einer muss zahlen

    Autor: nicoledos 16.07.07 - 09:32

    mistake schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > nicoledos schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > viel aufgebrachtes
    >
    > Du hast die .Lücke. nicht ganz erkannt, oder?
    >
    >

    Schon, nur darf man nie einzelne Paragraphen für sich sehen. Zuerst wird geregelt, wer überhaupt Rundfunkteilnehmer ist:


    (2) Rundfunkteilnehmer ist, wer ein Rundfunkempfangsgerät
    zum Empfang bereithält. Ein Rundfunkempfangsgerät wird zum
    Empfang bereitgehalten, wenn damit ohne besonderen zusätzlichen
    technischen Aufwand Rundfunkdarbietungen, unabhängig
    von Art, Umfang und Anzahl der empfangbaren Programme,
    unverschlüsselt oder verschlüsselt, empfangen werden können.


    Somit ist jeder ein Teilnehmer, der ein entsprechendes Gerät bereithält. Nur weil im besagten Paragraph nicht mehr zwischen den einzelnen Teilnehmern unterschieden wird, bedeutet dies noch nicht, dass man nicht zahlen muss. Wer es drauf ankommen lassen will, soll dies gerne Probieren und einen Präzidenzfall herbeiführen. Aber das Gesätz wäre ganz schnell korrigiert.

  5. Re: Kaum einer muss zahlen

    Autor: borg 16.07.07 - 09:37

    Gerade Selbstständige und Freiberufler nutzen oft Ihr privates Handy oder PC zusätzlich für Ihre berufliche Tätigkeit. Es ist also bereits
    mit der "privaten" GEZ-Abgabe abgedeckt. Dass auf diesem Handy ein
    Kunde anruft oder der PC abends zur Zusammenstellung der Einnahmen
    genutzt wird, ändert nichts am Status des Privaten PCs.

    Somit ist ist auch AndreasSs Ausführung im Anschluss, bzw. des Eingangspost eine gute Ergänzung.

    Übrigens, die Existenz des Öffentlich Rechtlichen sollte man nicht mit
    der Diskussion um die GEZ vermischen. Denn ÖR, Private und Kommerzielle Sender kann man nicht miteinander vergleichen. Auch wenn bei ÖR Sendern (Kommerziellen übrigens auch) Werbung geschaltet wird, werden sie nicht alleine durch Werbeeinnahmen finanziert und müssen
    nicht ausschliesslich ihr Programm nur auf Werbeeinnahmen ausgerichtet zusammenstellen. Klar, auch ich bin vom Film und Serienangebot der ÖRs
    nicht begeistert. Aber bezüglich News, Doku und Information, aber auch im Bereich Unterhaltung und Musik bietet keiner der Privaten (oder Kommerziellen) ein Angebot für alle. Von Volksmusik, Tattoo und Klassik über Schlager bis zu Rock, Pop und Tekno. Dass natürlich eine Volsmusiksendung eher am Samstag abend gebracht wird, wenn der grösste Bevölkerungsanteil (die über 50jährigen) zuhause vor der Kiste sitzen und die Kids in der Disco oder auf der Walz sind; Rolling Stones, Pink Floyd oder Tokio Hotel an einem Feiertag auf Phoenix (die Jugendlichen verfügen meist eh über Aufnahmegeräte) wiederspricht ja nicht gegen die Auflage auch Minderheiten im Programm zu berücksichtigen.
    Allerdings sollte seitens der Senderanbieter auch dafür gesorgt werden, dass überall Ihr Programm empfangen werden kann. Gerade mit der DVB-T Einführung im Südwesten BWs scheint man dem momentan nicht nachzukommen. Und Kabel oder Sat sind nun mal keine Alternative für Antenne - entweder aufgrund der zusätzlichen Kosten oder aufgrund des nicht überall installierbaren Satequipments. Und das Web ist noch weniger eine Alternative, nicht nur da Breitband nicht überall verfügbar ist, sondern auch da ein TV-Gerät von der Bedienung mit keinem noch so einfachen Media-Tool mithalten kann. Computerkenntnisse sind immer notwendig.

    www.speedteamduo.de


    AndreasS schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Gem. einem Artikel bei der PC-Welt, wo auf einen
    > Artikel von Akademie.de verwiesen wird, muss kaum
    > einer zahlen.
    > 1. die Geräte ein und demselben Grundstück oder
    > zusammenhängenden Grundstücken zuzuordnen sind
    > 2. und andere Rundfunkempfangsgeräte dort zum
    > Empfang bereitgehalten werden. Werden
    > ausschließlich neuartige Rundfunkempfangsgeräte,
    > die ein und demselben Grundstück oder
    > zusammenhängenden Grundstücken zuzuordnen sind,
    > zum Empfang bereitgehalten, ist für die Gesamtheit
    > dieser Geräte eine Rundfunkgebühr zu entrichten.
    > Was dies bedeutet, veranschaulicht der Autor in
    > einem einfachen Beispiel, bei dem sich auf einer
    > angemieteten Gewerbeeinheit insgesamt 65 Mieter
    > (Betriebe, Freiberufler und Vereine) befinden und
    > für den Hausmeister und Wachschutz bei der GEZ ein
    > Radio angemeldet wurde. Die Folge: Das Radio im
    > Hausmeisterraum schütze alle Mieter des
    > Grundstücks davor, ihre Geräte bei der GEZ
    > anmelden zu müssen.

  6. Re: Kaum einer muss zahlen

    Autor: Peter398 16.07.07 - 09:40

    Der Threadersteller hat recht.

    Ich habe meinen PC angemeldet, und mir wurde geschrieben, dass dies vermerkt sei, aber zur Zeit keine Gebührenpflicht besteht.

    Dies kann wiederum nur aus oben genannten Gründen sein.

    Gruß.

    nicoledos schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > mistake schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > nicoledos schrieb:
    >
    > --------------------------------------------------
    >
    > -----
    > > viel aufgebrachtes
    >
    > Du hast die .Lücke. nicht ganz erkannt,
    > oder?
    >
    > Schon, nur darf man nie einzelne Paragraphen für
    > sich sehen. Zuerst wird geregelt, wer überhaupt
    > Rundfunkteilnehmer ist:
    >
    > (2) Rundfunkteilnehmer ist, wer ein
    > Rundfunkempfangsgerät
    > zum Empfang bereithält. Ein Rundfunkempfangsgerät
    > wird zum
    > Empfang bereitgehalten, wenn damit ohne besonderen
    > zusätzlichen
    > technischen Aufwand Rundfunkdarbietungen,
    > unabhängig
    > von Art, Umfang und Anzahl der empfangbaren
    > Programme,
    > unverschlüsselt oder verschlüsselt, empfangen
    > werden können.
    >
    > Somit ist jeder ein Teilnehmer, der ein
    > entsprechendes Gerät bereithält. Nur weil im
    > besagten Paragraph nicht mehr zwischen den
    > einzelnen Teilnehmern unterschieden wird, bedeutet
    > dies noch nicht, dass man nicht zahlen muss. Wer
    > es drauf ankommen lassen will, soll dies gerne
    > Probieren und einen Präzidenzfall herbeiführen.
    > Aber das Gesätz wäre ganz schnell korrigiert.
    >


  7. Re: Kaum einer muss zahlen

    Autor: mistake 16.07.07 - 09:49

    nicoledos schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Schon, nur darf man nie einzelne Paragraphen für
    > sich sehen. Zuerst wird geregelt, wer überhaupt
    > Rundfunkteilnehmer ist:
    >
    > (2) Rundfunkteilnehmer ist, wer ein
    > Rundfunkempfangsgerät
    > zum Empfang bereithält. Ein Rundfunkempfangsgerät
    > wird zum
    > Empfang bereitgehalten, wenn damit ohne besonderen
    > zusätzlichen
    > technischen Aufwand Rundfunkdarbietungen,
    > unabhängig
    > von Art, Umfang und Anzahl der empfangbaren
    > Programme,
    > unverschlüsselt oder verschlüsselt, empfangen
    > werden können.
    Das stellt doch niemand in Abrede. Aber Du sagst es doch selber: nie einzelne Paragraphen für sich sehen ;)

    > Somit ist jeder ein Teilnehmer, der ein
    > entsprechendes Gerät bereithält. Nur weil im
    > besagten Paragraph nicht mehr zwischen den
    > einzelnen Teilnehmern unterschieden wird, bedeutet
    > dies noch nicht, dass man nicht zahlen muss. Wer
    > es drauf ankommen lassen will, soll dies gerne
    > Probieren und einen Präzidenzfall herbeiführen.
    > Aber das Gesätz wäre ganz schnell korrigiert.

    Du schaust zu viele amerikanische Anwaltsserien - in Deutschland gibt es üblicherweise keine Präzedenzfälle. Höchstens Grundsatzentscheidungen, aber das ist eine andere Thematik... ;)

    Don't forget to kill Phillip!

  8. Re: Kaum einer muss zahlen

    Autor: hape 16.07.07 - 10:08

    AndreasS schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Gem. einem Artikel bei der PC-Welt, wo auf einen
    > Artikel von Akademie.de verwiesen wird, muss kaum
    > einer zahlen.

    Das ist ne Ente. Im Umkehrschluss hieße das, die GEZ kann sich aussuchen, von wem sie auf einem Grundstück Gebühren verlangt, einer zahlt ja für alle. Die Argumentation von Akademie.de beruht darauf, dass sie einen Paragraphen aus dem Zusammenhang des Staatsvertrags gerissen haben und ihn wortwörtlich interpretieren. Das funktioniert nicht. Bei der Rundfunkgebührengesetzgebung wird viel Mist gebaut, aber die "Einer zahlt für alle"-Philosophie gehört nicht dazu.

  9. Re: Kaum einer muss zahlen

    Autor: trueQ 16.07.07 - 10:24

    nicoledos schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Jeder ist für sich verantwortlich. Dies trifft nur
    > zu, wenn alles eine Firma ist. Sind 2 Firmen im
    > selben Gebäude, muss jede für sich zahlen. Sind
    > 100 Firmen im selben Gebäude, muss auch jede für
    > sich zahlen.

    Richtig. Nur muss jede Firma pro Grundstück nur einmal zahlen. Und nachdem die allermeisten Firmen sowieso schon gebührenpflichtig waren, wird sich in der Praxis kaum was ändern.

    > Ziel sind aber auch nicht die Firmen in den
    > Bürokomplexen, sondern die vielen selbständigen
    > Ein-Mann-Unternehmen. An die man bisher nicht
    > konnte. Sobald jemand eine Rechnung nicht mit Hand
    > schreibt ist er dran.

    Auch in den meisten Einmann-Firmen gibt es sehr häufig in den Firmenräumen Radio-, etc. Geräte. Im Auto sowieso. Also bestand die Gebührenpflicht sowieso schon.

    cu

    trueQ


  10. Re: Kaum einer muss zahlen

    Autor: hape 16.07.07 - 10:56


    > Und nachdem die allermeisten Firmen
    > sowieso schon gebührenpflichtig waren, wird sich
    > in der Praxis kaum was ändern.

    Woher hast du diese Information? Die GEZ gesteht selbst ein, dass der gewerbliche Bereich bisher nur schlecht erfasst ist. Nach einem Bericht des Tagesspiegels wurden im ersten Halbjahr 50.000 PCs und Handys im gewerblichen Bereich bei der GEZ registriert, ohne dass die GEZ Gewerbetreibende gezielt angeschrieben oder irgendwelche öffentlichen Aktionen dafür gemacht hat.


  11. ... und mancher soll überraschend zahlen???

    Autor: Der_Ing. 16.07.07 - 11:10

    > Auch in den meisten Einmann-Firmen gibt es sehr
    > häufig in den Firmenräumen Radio-, etc. Geräte. Im
    > Auto sowieso. Also bestand die Gebührenpflicht
    > sowieso schon.

    Es bestand keine Gebührenpflicht z.B. für Notebooks im mobilen Einsatz z.B. auf Baustellen, die dank Bluetooth oder Mobiltelefonanbindung nunmehr _internetfähig_ sind.
    Außerdem zwingen die Finanzämter auch solche Gewerbetreibenden und Freiberufler, die bisher gar keinen PC besaßen und (aus Zeitmangel oder Desinteresse) während der Arbeit weder Radio noch Fernsehen nutzten, sich für die Steuererklärung einen PC zuzulegen, der auch noch einen Internetzugang besitzen muss! (Dass für viele ältere Inhaber kleinerer Läden ein Computer kaum zu verstehen ist, bedeutet dann den erzwungenen Tausch GEZ gegen Steuerberaterkosten.)
    Deine Kombination "in den meisten Firmen" und "sehr häufig" zeigt, dass auch Du siehst, dass es eben (sehr) viele Betriebe etc. gibt, in denen es eben weder Radio noch Fernsehen gibt.
    Nach dem Wortlaut der GEZ-Schriebe wären übrigens auch reine Kontroll- und Messrechner mit Internetzugang aber ohne Display oder Soundkarte gebührenpflichtig, da sie ja Daten aus dem Netz abrufen und speichern können. Wenn also ein Betrieb z.B. die Grundwasserpegel, -temperaturen und -leitwerte auf mehreren Grundstücken online überwacht, wäre zumindest für jedes Grundstück einmal an die GEZ zu zahlen.

  12. Re: Kaum einer muss zahlen

    Autor: MeineMeinung 16.07.07 - 14:41

    Ich sehe hier ebenfalls eine Gesetzeslücke.

    Bei den altbewerten Rundfunkgeräten ist die Abgrenzung klar.

    Habe ich als Freiberufler meinen PC im Wohnzimmer stehen, muss ich für jeden Fernseher, Videorekorder, Radio etc. einzeln bezahlen. D.h. mir wird unterstellt, dass ich WÄHREND meiner Arbeitszeit noch die Zeit finde Fersehen zu gucken.

    Sind die Räume sauber getrennt, so muss ich nur privat zahlen (sofern kein Rundfunkempfänger im Geschäftsraum).

    Sobald eine Gewerbliche Nutzung vorliegt überwiegt diese - da ist nichts mit "hauptsächlich privat Nutzen".

    Bei den neuartigen Rundfukgeräten heißt es wörtlich "wenn auf dem Grundstück kein anderes Geräte angemeldet ist ..." - Es ist nicht die Rede davon ob privat oder geschäftlich!

    Um diese Diskussion zu klären wäre es hilfreich eine Gerichtsentscheidung zu zitieren - sofern es soetwas bereits gibt.

    "Grundstück" kann auf verschiedene Art und Weise ausgelegt werden ...

    Apropos: Was ist wenn ich meinen Computer für drei Unternehmen nutze? Z.B. als Gesellschafter in drei Firmen bei denen ich jeweils auch beschäftigt bin (1x Geschäftsführer, 2x Berater ... ja solche Leute gibt es auch)

    hape schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > AndreasS schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Gem. einem Artikel bei der PC-Welt, wo auf
    > einen
    > Artikel von Akademie.de verwiesen wird,
    > muss kaum
    > einer zahlen.
    >
    > Das ist ne Ente. Im Umkehrschluss hieße das, die
    > GEZ kann sich aussuchen, von wem sie auf einem
    > Grundstück Gebühren verlangt, einer zahlt ja für
    > alle. Die Argumentation von Akademie.de beruht
    > darauf, dass sie einen Paragraphen aus dem
    > Zusammenhang des Staatsvertrags gerissen haben und
    > ihn wortwörtlich interpretieren. Das funktioniert
    > nicht. Bei der Rundfunkgebührengesetzgebung wird
    > viel Mist gebaut, aber die "Einer zahlt für
    > alle"-Philosophie gehört nicht dazu.
    >


  13. Re: ... und mancher soll überraschend zahlen???

    Autor: MeineMeinung 16.07.07 - 14:58

    Der_Ing. schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Nach dem Wortlaut der GEZ-Schriebe wären übrigens
    > auch reine Kontroll- und Messrechner mit
    > Internetzugang aber ohne Display oder Soundkarte
    > gebührenpflichtig, da sie ja Daten aus dem Netz
    > abrufen und speichern können.

    Unsere Politiker können keine Ahnung von Technik haben - da Sie so einen Vertrag abgesegnet haben!

    Es gibt z.B. nahezu kein Handy, welches nicht Internetfähig ist, denn:
    * Jedes Handy dürfte mind. eine serielle Schnittstelle haben (auch wenn es nicht offensichtlich ist)
    * Und selbst bei uralt Handys kann man damit über ein Softmodem mit dem Laptop im Netz surfen.

    Die GEZ hat es ja vor Jahren schon einmal versucht und ist gescheitert. Meiner Meinung nach wollen Sie jetzt das ganze Schrittweise einführen um die Leute daran zu gewöhnen. Wenn die GEZ nicht irgendwann aufgehalten wird, werden Sie auch noch füre JEDES Geräte Geld verlangen.

  14. Re: Kaum einer muss zahlen

    Autor: hape 16.07.07 - 16:03

    MeineMeinung schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Bei den neuartigen Rundfukgeräten heißt es
    > wörtlich "wenn auf dem Grundstück kein anderes
    > Geräte angemeldet ist ..." - Es ist nicht die Rede
    > davon ob privat oder geschäftlich!

    §5 Abs. 3: "Für neuartige Rundfunkempfangsgeräte (insbesondere Rechner, die Rundfunkprogramme ausschließlich über Angebote aus dem Internet wiedergeben können) im nicht ausschließlich privaten Bereich ist keine Rundfunkgebühr zu entrichten, wenn

    1. die Geräte ein und demselben Grundstück oder zusammenhängenden Grundstücken zuzuordnen sind und

    2. andere Rundfunkempfangsgeräte dort zum Empfang bereitgehalten werden."

    Da steht "im nicht ausschließlich privaten Bereich". Der private Bereich wird bereits in §5 Abs. 1 abgehandelt. Daher können nur Radios aus dem geschäftlichen Bereich von der PC-Gebühr entlasten.

  15. Wischi-Waschi Forumulierung

    Autor: Joodee 18.07.07 - 10:43

    Wie schaut das eigentlich mit den "internetfähigen PC's" aus.

    Meine Eltern haben einen alten PC von mir als Geschäftsrechner, benutzt wird er nur als Schreibmaschine (Office). Soundkarte ist auch keine drin.
    Der Rechner hat keinen Internetanschluss.


    Irgendwo hab ich gelesen es reicht einen solchen Rechner zu haben um in die Gebührenpflicht zu fallen, da man ja theoretisch die möglichkeit hätte über das Internet Radio zu hören, man müsste ja nur eine Soundkarte bzw. Netzwerkkarte (für DSL) einbauen.

    (Wenn dem wirklich so ist, dann kann die GEZ ja eigentlich von JEDEM Gebühren verlangen, denn theoretisch kann JEDER radio hören, man muss sich ja nur eben ein solchen anschaffen...)


    Wie schaut das also aus, gibt es da irgendwo eine Richtlinie ab wann ein Rechner "Internetfähig" ist? Oder fällt da auch mein C64 oder der Taschenrechner mit Infrarot-Schnittstelle drunter?

  16. Re: Kaum einer muss zahlen

    Autor: Captain 21.07.07 - 16:28

    borg schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Gerade Selbstständige und Freiberufler nutzen oft
    > Ihr privates Handy oder PC zusätzlich für Ihre
    > berufliche Tätigkeit. Es ist also bereits
    > mit der "privaten" GEZ-Abgabe abgedeckt. Dass auf
    > diesem Handy ein
    > Kunde anruft oder der PC abends zur
    > Zusammenstellung der Einnahmen
    > genutzt wird, ändert nichts am Status des Privaten
    > PCs.
    >
    Nicht korrekt, für Geräte die ganz oder teilweise geschäftlich genutzt werden, muss du nochmal zahlen.

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