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Informatiker sind nicht die besseren Softwareentwickler

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  1. Informatiker sind nicht die besseren Softwareentwickler

    Autor: Programmierfuchs 14.08.07 - 11:06

    Ich habe (Kern-)Informatik studiert und mich die ganze Zeit geärgert, dass es keinen Bachelor-Studiengang in dem Fach gibt. Es war mir schon früh klar, dass ich niemals in die Forschungen gehen würde, denn ich habe bereits seit dem 1. Semester (sehr erfolgreich) in diversen Softwareunternehmen gearbeitet. Viele Pflichtveranstaltungen waren für meine Laufbahn vollkommen überflüssig. Eigentlich wollte ich nur ein Diplom in der Hand haben, denn in unserer Gesellschaft zählen solche Dokumente offensichtlich mehr als das tatsächliche Talent und Können. Die genialsten Softwareentwickler, die ich getroffen habe (und das waren einige) waren selten Informatik-Absolventen. Es waren Physiker, Mathematiker, Chemie-Techniker, E-Techniker dabei und einige haben gar nicht studiert oder haben ihr (Informatik-)Studium abgebrochen, weil es einfach Zeitverschwendung für sie war. ALLES was an der Uni gelehrt wird (und noch viel mehr) kann man sich selbst aus Büchern (in deutlich kürzerer Zeit) "On Demand" beibringen. Ich habe alle meine (Hauptdiploms-)Prüfungen mit einer Eins bestanden ohne jemals einen Hörsaal von innen gesehen zu haben. Die meisten Profs. sind didaktische Autisten und taugen lediglich zur Prüfungsabnahme. Die Lehre ist für sie offensichtlich nur eine lästige Pflicht. Und dennoch sind die Hörsäle überfüllt. Daher ist es eine unglaubliche Unverschämtheit, dass inzwischen Studiengebühren erhoben werden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt hier einfach nicht. Inzwischen werden Bachelor-Studiengänge in Informatik angeboten und ich kann nur jedem, der unbedingt einen Informatik-Hochschulabschluss für seine Softwareentwickler-Karriere braucht, empfehlen sich auf diesen Studiengang zu beschränken und das Studium in maximaler Geschwindigkeit abzuschließen.

  2. Re: Informatiker sind nicht die besseren Softwareentwickler

    Autor: dienstleistung 14.08.07 - 11:13

    Programmierfuchs schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ich habe (Kern-)Informatik studiert und mich die
    > ganze Zeit geärgert, dass es keinen
    > Bachelor-Studiengang in dem Fach gibt. Es war mir
    > schon früh klar, dass ich niemals in die
    > Forschungen gehen würde, denn ich habe bereits
    > seit dem 1. Semester (sehr erfolgreich) in
    > diversen Softwareunternehmen gearbeitet. Viele
    > Pflichtveranstaltungen waren für meine Laufbahn
    > vollkommen überflüssig. Eigentlich wollte ich nur
    > ein Diplom in der Hand haben, denn in unserer
    > Gesellschaft zählen solche Dokumente
    > offensichtlich mehr als das tatsächliche Talent
    > und Können. Die genialsten Softwareentwickler, die
    > ich getroffen habe (und das waren einige) waren
    > selten Informatik-Absolventen. Es waren Physiker,
    > Mathematiker, Chemie-Techniker, E-Techniker dabei
    > und einige haben gar nicht studiert oder haben ihr
    > (Informatik-)Studium abgebrochen, weil es einfach
    > Zeitverschwendung für sie war. ALLES was an der
    > Uni gelehrt wird (und noch viel mehr) kann man
    > sich selbst aus Büchern (in deutlich kürzerer
    > Zeit) "On Demand" beibringen. Ich habe alle meine
    > (Hauptdiploms-)Prüfungen mit einer Eins bestanden
    > ohne jemals einen Hörsaal von innen gesehen zu
    > haben. Die meisten Profs. sind didaktische
    > Autisten und taugen lediglich zur Prüfungsabnahme.
    > Die Lehre ist für sie offensichtlich nur eine
    > lästige Pflicht. Und dennoch sind die Hörsäle
    > überfüllt. Daher ist es eine unglaubliche
    > Unverschämtheit, dass inzwischen Studiengebühren
    > erhoben werden. Das Preis-Leistungs-Verhältnis
    > stimmt hier einfach nicht. Inzwischen werden
    > Bachelor-Studiengänge in Informatik angeboten und
    > ich kann nur jedem, der unbedingt einen
    > Informatik-Hochschulabschluss für seine
    > Softwareentwickler-Karriere braucht, empfehlen
    > sich auf diesen Studiengang zu beschränken und das
    > Studium in maximaler Geschwindigkeit
    > abzuschließen.


    Als nicht Studienabbrecher muss ich dir leider recht geben. Ich kann jedem raten das Diplom um des Diplomes willen zu machen und nicht weil es ihn so gut qualifizieren würde.

    In meiner Firma werden unstudierte, ausgebildete und studierte eingestellt. Dabei stellt man schnell fest, das Wissen allein nicht ausreicht um produktiv zu sein.

    Man kann sogar fast schon unterscheiden zwischen den drei arten der Mitarbeiter. Diejenigen die Hochmotiviert sind, diejenigen die Arbeiten müssen weil sie nichts anderes gelernt haben und diejenigen die Arbeit nur als Sprungbrett sehen und andere versuchen arbeiten zu lassen.

    Welche mir lieber sind, lässt sich unschwer erkennen...


  3. Studium ist keine Berufsausbildung

    Autor: 777_1_2_2 14.08.07 - 11:42

    Softwareentwickler ist weder Studium nioch Ausbildungsberuf. Dementsprechend findet man nichts was exakt darauf zugeschnitten ist.

    Beim Studium muss man auch selbst, neben dem Studium, aktiv formen, Das Studium bietet hierfür Grundlagen. Eine neutrale Grundlage für eine mögliche Spezialisierung. Entwicklung von Software setzt auch eine gewisse Erfahrung über die Informatik, das Programmieren etc. hinaus voraus. Das muss man sich schon selbst erarbeiten.
    Das kann man sich natürlich, wie so vieles, auch als Autodidakt beibringen bzw. in dem man es einfach tut un ddadurch erfahrungen sammelt. Man sollte niemals erwarten dass einem die Hochschule alles beibringt und man nur mitschrieben muss. So kann man nur scheitern.

  4. Re: Studium ist keine Berufsausbildung

    Autor: dername 14.08.07 - 13:08

    777_1_2_2 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Softwareentwickler ist weder Studium nioch
    > Ausbildungsberuf. Dementsprechend findet man
    > nichts was exakt darauf zugeschnitten ist.
    >
    > Beim Studium muss man auch selbst, neben dem
    > Studium, aktiv formen, Das Studium bietet hierfür
    > Grundlagen. Eine neutrale Grundlage für eine
    > mögliche Spezialisierung. Entwicklung von Software
    > setzt auch eine gewisse Erfahrung über die
    > Informatik, das Programmieren etc. hinaus voraus.
    > Das muss man sich schon selbst erarbeiten.
    > Das kann man sich natürlich, wie so vieles, auch
    > als Autodidakt beibringen bzw. in dem man es
    > einfach tut un ddadurch erfahrungen sammelt. Man
    > sollte niemals erwarten dass einem die Hochschule
    > alles beibringt und man nur mitschrieben muss. So
    > kann man nur scheitern.

    Zum Teil muß ich euch Recht geben... Aber im Endeffekt kann man in den meisten Firmen in DE wohl bessere Gehaltsverhandlungen MIT einem Abschluss führen. Ob das gut ist laß ich mal dahingestellt. Aber ich sehe auch andere Aspekte des Studiums, die da wären: Teamarbeit, sich etwas aneignen auch wenn man keine Lust dazu hat, lernen effektiver zu lernen... Ich weiß nicht ob diese Aspekte wirklich umgesetzt werden, aber als angehender Student hoffe ich das sehr. Ich hätte auch Arbeitstellen in Aussicht oder Arbeit als Freiberufler, möchte aber erstmal den Bachelor in der Tasche haben.

    MfG

  5. Re: Studium ist keine Berufsausbildung

    Autor: dienstleistung 14.08.07 - 14:07

    dername schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > 777_1_2_2 schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Softwareentwickler ist weder Studium
    > nioch
    > Ausbildungsberuf. Dementsprechend
    > findet man
    > nichts was exakt darauf
    > zugeschnitten ist.
    >
    > Beim Studium muss
    > man auch selbst, neben dem
    > Studium, aktiv
    > formen, Das Studium bietet hierfür
    >
    > Grundlagen. Eine neutrale Grundlage für eine
    >
    > mögliche Spezialisierung. Entwicklung von
    > Software
    > setzt auch eine gewisse Erfahrung
    > über die
    > Informatik, das Programmieren etc.
    > hinaus voraus.
    > Das muss man sich schon selbst
    > erarbeiten.
    > Das kann man sich natürlich, wie
    > so vieles, auch
    > als Autodidakt beibringen
    > bzw. in dem man es
    > einfach tut un ddadurch
    > erfahrungen sammelt. Man
    > sollte niemals
    > erwarten dass einem die Hochschule
    > alles
    > beibringt und man nur mitschrieben muss. So
    >
    > kann man nur scheitern.
    >
    > Zum Teil muß ich euch Recht geben... Aber im
    > Endeffekt kann man in den meisten Firmen in DE
    > wohl bessere Gehaltsverhandlungen MIT einem
    > Abschluss führen. Ob das gut ist laß ich mal
    > dahingestellt. Aber ich sehe auch andere Aspekte
    > des Studiums, die da wären: Teamarbeit, sich etwas
    > aneignen auch wenn man keine Lust dazu hat, lernen
    > effektiver zu lernen... Ich weiß nicht ob diese
    > Aspekte wirklich umgesetzt werden, aber als
    > angehender Student hoffe ich das sehr. Ich hätte
    > auch Arbeitstellen in Aussicht oder Arbeit als
    > Freiberufler, möchte aber erstmal den Bachelor in
    > der Tasche haben.
    >
    > MfG

    Der Bachelor ist leider das Geld nicht wert... versuch den magister anzuhängen.

    Teamarbeit lernt man in Projekten.
    Man sieht es leider allzuhäufig, Studienabgänger sind of noch nicht ausgebildet genug für qualifizierte Projekte.
    Klar sie bringen ein hohes niveau an Grundwissen mit, scheitern aber nach einer kurzen Weile an den niedrigen Anforderungen der täglichen Routine Arbeit.

    Die interessantesten leute sind diejenigen, die sich während ihrer normalen arbeit in den Abendstunden und wochenenden an ihrem Bachelor versuchen. Personen die zeigen, das sie bereit sind zu investieren.
    Alternativ sind die 1 und 2er Kandidaten aus dem Studium zu gebrauchen die ihr Studium in der Regelzeit absolvierten.

    3er Kandidaten mit doppelter Regelstudienzeit werden dagegen nicht benötigt. Für die wäre eine normale Ausbildung sinnvoller gewesen.

  6. Softwareentwickler ist ein IHK-Ausbildungsberuf

    Autor: Ekelpack 14.08.07 - 14:19

    > Softwareentwickler ist weder Studium nioch
    > Ausbildungsberuf. Dementsprechend findet man
    > nichts was exakt darauf zugeschnitten ist.

    Der dazufehörige Ausbildungsberuf heißt:
    Fachinformatiker / Anwendungsentwicklung.

  7. Re: Informatiker sind nicht die besseren Softwareentwickler

    Autor: doofesLand 14.08.07 - 19:18

    dienstleistung schrieb:

    > Als nicht Studienabbrecher muss ich dir leider
    > recht geben. Ich kann jedem raten das Diplom um
    > des Diplomes willen zu machen und nicht weil es
    > ihn so gut qualifizieren würde.
    >
    > In meiner Firma werden unstudierte, ausgebildete
    > und studierte eingestellt. Dabei stellt man
    > schnell fest, das Wissen allein nicht ausreicht um
    > produktiv zu sein.
    >
    > Man kann sogar fast schon unterscheiden zwischen
    > den drei arten der Mitarbeiter. Diejenigen die
    > Hochmotiviert sind, diejenigen die Arbeiten müssen
    > weil sie nichts anderes gelernt haben und
    > diejenigen die Arbeit nur als Sprungbrett sehen
    > und andere versuchen arbeiten zu lassen.
    >
    > Welche mir lieber sind, lässt sich unschwer
    > erkennen...

    Das ist Deutschland und es ist traurig, dass man mit einem Abi, aber ohne schriftlich gegebene Weiterqualifizierung keinen normalen Job kriegen kann - und das macht ein Studium umso riskanter, denn wenn man scheitert, kann man 5 Jahre in die Tonne kloppen - und man ist abhängig von dem Prof., der die Scheine vergibt und die Prüfung leitet - was bei nem Staatsexamen nicht wirklich anders ist.

    Man bildet sich in DTL halt verdammt viel ein, wie toll unser Land und unsere Arbeiter sind, um DANN alles aus Polen und China zu importieren, weil man DORT keine Diplomanden eingestellt hat, der den Knopf an der richtigen Stelle einlötet ;-9

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