Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Audio/Video
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Drohen Preiserhöhungen für Musik…

Brief an die Musikindustrie

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Brief an die Musikindustrie

    Autor: iggy 28.02.05 - 14:13

    Liebe Musikindustrie!

    Es scheint als habt ihr nicht ganz verstanden, weshalb überhaupt so viele Raubkopien im Umlauf sind.
    Viele sagen, es sei der zu hohe CD-Preis der dazu verleitete sich die Lieder gratis vom Internet herunter zu laden um sie nach 5 mal hören (+ 1000mal im Radio) - also wenn das Lied ausgeleiert ist - wieder zu löschen.
    Aber ihr denkt, es ist der zu niedrige Preis?
    Oder wie soll ich das verstehen?

    Mal sehen: 99 Cent pro Lied, 20 Lieder heruntergeladen ergibt € 19,20 bei € 0,-- Produktionskosten (CDs ...)
    Im Schnitt, macht ihr damit wohl mehr Geld, als ihr euch jemals im Laden erträumen könntet.
    Liebe Freunde! Ich warte seit dem I-Tunes auf noch günstigere Preise.
    In der Zwischenzeit kann man ja Radio hören.

    Beim Thema Radio fällt mir ein:
    Wie finanzieren die sich eigentlich?...
    Ach ja richtig! Mit WERBUNG.
    Wie siehts aus, wärt ihr bereit, zu jedem herunter geladenem Song auch einen kleinen Werbetext mitzuliefern?
    Dann könntet ihr günstigere Preise machen und verdient euer Geld.

    Aber Werbepartner finden ist ja mit Arbeit verbunden.
    Also wirds vermutlich nix mit Werbung, ich höre weiter mein Radio am PC und die Tauschbörsen werden wieder florieren.
    Ihr habt weiterhin diese enormen Ausgaben für Anwälte, die irgendein 18-19 jähriger Schüler, der Tauschbörsen nutzt, bezahlen muss und alles bleibt beim Alten.

    Nein, nicht ganz!
    In Zukunft werden sich dann wohl auch diejenigen, die sich momentan die Songs LEGAL herunterladen andere Mittel und Wege suchen.
    Denn auch Pensionisten, die endlich herausgefunden haben, wie sie "die Zillertaler" oder die "Kastelruther Spatzen" mit Ihrem Aldi-PC saugen, sind nun, dank der gekürzten Renten, nicht mehr bereit mehr Geld zu berappeln.
    Somit könnte es passieren, dass euer kurzer Aufschwung - dank Apple - am Ende im Marianengraben versinkt und euer Aus droht.
    Zwar sehr Unwahrscheinlich, aber etwas Stressfaktor muss sein.
    Aber habt ihr denn keine Angst, womöglich von einer anderen Produktionsfirma aufgekauft zu werden, die vielleicht wissen wie mans macht?

    Mit vorwurfsvollen Blicken


    Iggy




    1 mal bearbeitet, zuletzt am 28.02.05 14:15 durch iggy.

  2. und jetzt gibst du noch mail adressen wo es hin soll, und ich schiecke das ding ab

    Autor: Sunsetraving 28.02.05 - 14:21

    iggy schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Liebe Musikindustrie!
    >
    > Es scheint als habt ihr nicht ganz verstanden,
    > weshalb überhaupt so viele Raubkopien im Umlauf
    > sind.
    > Viele sagen, es sei der zu hohe CD-Preis der dazu
    > verleitete sich die Lieder gratis vom Internet
    > herunter zu laden um sie nach 5 mal hören (+
    > 1000mal im Radio) - also wenn das Lied ausgeleiert
    > ist - wieder zu löschen.
    > Aber ihr denkt, es ist der zu niedrige Preis?
    > Oder wie soll ich das verstehen?
    >
    > Mal sehen: 99 Cent pro Lied, 20 Lieder
    > heruntergeladen ergibt € 19,20 bei € 0,--
    > Produktionskosten (CDs ...)
    > Im Schnitt, macht ihr damit wohl mehr Geld, als
    > ihr euch jemals im Laden erträumen könntet.
    > Liebe Freunde! Ich warte seit dem I-Tunes auf noch
    > günstigere Preise.
    > In der Zwischenzeit kann man ja Radio hören.
    >
    > Beim Thema Radio fällt mir ein:
    > Wie finanzieren die sich eigentlich?...
    > Ach ja richtig! Mit WERBUNG.
    > Wie siehts aus, wärt ihr bereit, zu jedem herunter
    > geladenem Song auch einen kleinen Werbetext
    > mitzuliefern?
    > Dann könntet ihr günstigere Preise machen und
    > verdient euer Geld.
    >
    > Aber Werbepartner finden ist ja mit Arbeit
    > verbunden.
    > Also wirds vermutlich nix mit Werbung, ich höre
    > weiter mein Radio am PC und die Tauschbörsen
    > werden wieder florieren.
    > Ihr habt weiterhin diese enormen Ausgaben für
    > Anwälte, die irgendein 18-19 jähriger Schüler, der
    > Tauschbörsen nutzt, bezahlen muss und alles bleibt
    > beim Alten.
    >
    > Nein, nicht ganz!
    > In Zukunft werden sich dann wohl auch diejenigen,
    > die sich momentan die Songs LEGAL herunterladen
    > andere Mittel und Wege suchen.
    > Denn auch Pensionisten, die endlich herausgefunden
    > haben, wie sie "die Zillertaler" oder die
    > "Kastelruther Spatzen" mit Ihrem Aldi-PC saugen,
    > sind nun, dank der gekürzten Renten, nicht mehr
    > bereit mehr Geld zu berappeln.
    > Somit könnte es passieren, dass euer kurzer
    > Aufschwung - dank Apple - am Ende im
    > Marianengraben versinkt und euer Aus droht.
    > Zwar sehr Unwahrscheinlich, aber etwas
    > Stressfaktor muss sein.
    > Aber habt ihr denn keine Angst, womöglich von
    > einer anderen Produktionsfirma aufgekauft zu
    > werden, die vielleicht wissen wie mans macht?
    >
    > Mit vorwurfsvollen Blicken
    >
    > Iggy
    >
    > 1 mal bearbeitet. Zuletzt am 28.02.05 14:15.


  3. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: Peter Fischer 28.02.05 - 14:21

    iggy schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Viele sagen, es sei der zu hohe CD-Preis der dazu
    > verleitete sich die Lieder gratis vom Internet

    Solange man die Wahl hat zwischen Umsonst/Billig oder im Vergleich teuer, wird Umsonst/Billig von der Mehrheit bevorzugt.

    > Mal sehen: 99 Cent pro Lied, 20 Lieder
    > heruntergeladen ergibt € 19,20 bei € 0,--
    > Produktionskosten (CDs ...)

    0€ halt ich nun wirklich für eine ziemlich unüberlegte Aussage. Verschiedene Kosten für Server/-wartung, Bandbreite und eben auch die Abgaben an die Künstler fallen so oder so an.

    > Beim Thema Radio fällt mir ein:
    > Wie finanzieren die sich eigentlich?...
    > Ach ja richtig! Mit WERBUNG.
    > Wie siehts aus, wärt ihr bereit, zu jedem herunter
    > geladenem Song auch einen kleinen Werbetext
    > mitzuliefern?

    Dann meckern die Leute wieder darüber oder es gibt einen Möglichkeit die Werbung auszublenden (siehe ICQ!). Pop-Ups z.B. sind ja auch meist Werbung, werden aber dauerhaft geblockt, selbst auf Seiten, deren Eigner die paar Euro sicher gut gebrauchen könnten nur um Ihr Projekt am Leben zu halten.

    > Aber Werbepartner finden ist ja mit Arbeit
    > verbunden.

    s.o.

    > Ihr habt weiterhin diese enormen Ausgaben für
    > Anwälte, die irgendein 18-19 jähriger Schüler, der
    > Tauschbörsen nutzt, bezahlen muss und alles bleibt
    > beim Alten.

    Es geht darum Exempel zu statuieren. Die Kosten einen Schüler zu verknacken können sich so langfristig locker relativieren.

    > "Kastelruther Spatzen" mit Ihrem Aldi-PC saugen,
    > sind nun, dank der gekürzten Renten, nicht mehr
    > bereit mehr Geld zu berappeln.

    Mein Opa bekommt im Monat 2500€ Netto Rente. Von wegen 'alle Rentner sind arm'. Davon kann unsere Generation allerdings nur Träumen.



    Jesus is coming. Look busy.

  4. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: Kurdwubel 28.02.05 - 14:38

    > > Mal sehen: 99 Cent pro Lied, 20 Lieder
    > > heruntergeladen ergibt € 19,20 bei € 0,--
    > > Produktionskosten (CDs ...)
    >
    > 0€ halt ich nun wirklich für eine ziemlich
    > unüberlegte Aussage. Verschiedene Kosten für
    > Server/-wartung, Bandbreite und eben auch die
    > Abgaben an die Künstler fallen so oder so an.

    Die Arbeit hat aber die Firma, die Musik verkaufen will. Soweit ich das gesehen habe, gibt die MI der Firma sozusagen nur eine Schachtel mit Ware und sagt: "Mach mal." Das Aufnehmen von Musik in einem Studio fällt ja in beiden Fällen an.

  5. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: iggy 28.02.05 - 14:42

    Peter Fischer schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Solange man die Wahl hat zwischen Umsonst/Billig
    > oder im Vergleich teuer, wird Umsonst/Billig von
    > der Mehrheit bevorzugt.
    Der erfolg von I-Tunes zeigt, dass das nicht stimmt.
    Viele wären bereit, sich der Legalität zu unterwerfen,
    aber wenns zu teuer ist...
    Ich sagte ja nicht gratis.

    > 0€ halt ich nun wirklich für eine ziemlich
    > unüberlegte Aussage. Verschiedene Kosten für
    > Server/-wartung, Bandbreite und eben auch die
    > Abgaben an die Künstler fallen so oder so an.
    Ich bitte dich.
    Die Abgaben an Künstler haben die so oder so.
    Auch wenn die Songs illegal gezogen werden.
    Server/-wartung schon eher. Aber das hält sich auch in Grenzen.
    - Bin mir sicher, die haben schon gewisse Ausgaben für ihre Homepage.
    - Die Songs sind sicher auch irgendwo gespeichert.
    - In Relation sind Wartungskosten wohl nicht so teuer, wie Millionen CDs
    - Im Falle Apple, trägt die Serverkosten die Firma Apple


    > Dann meckern die Leute wieder darüber oder es gibt
    > einen Möglichkeit die Werbung auszublenden (siehe
    > ICQ!). Pop-Ups z.B. sind ja auch meist Werbung,
    > werden aber dauerhaft geblockt, selbst auf Seiten,
    > deren Eigner die paar Euro sicher gut gebrauchen
    > könnten nur um Ihr Projekt am Leben zu halten.

    Dann sollen sie eben den "Werbefreien Download" und den "günstigen Download" zur Verfügung stellen.
    Das ganze mit einem Downloadprogramm a'la KaZaa(weiß gar nicht wie mans schreibt) verbaut. Nur halt ohne Viren etc.
    Oben an der Leiste, läuft während des Downloads ein Werbebanner.
    In der Zwischenzeit, kann der User den Song schonmal per Streaming anhören.
    Somit bleibt er leichter vor dem Gerät sitzen.
    Wenn nicht? Bei der Werbung im Fernsehen schaltest du auch um.
    Bei höherer Klickrate, gibts mehr Werbepartner/-gelder

    Wenn die Software halbwegs so ausprogrammiert ist, dass sie nicht alle paar Sekunden abstürzt, oder das System überlastet, wär nix dabei.
    Dazu sollen sie sich einfach mal was von Emule&Co anschauen.
    Soviel ich weiß, ist Emule ja OpenSource.

    !!!!!Aber Werbepartner finden ist ja mit Arbeit verbunden!!!!!
    Und Software programmieren auch.


    > Es geht darum Exempel zu statuieren. Die Kosten
    > einen Schüler zu verknacken können sich so
    > langfristig locker relativieren.

    Exempel statuieren... Bestrafen...
    Aus rein Ethischen Gründen sollte es verboten werden, einen 18jährigen wegen
    sowas zu verknacken.
    Vorher wurden die CDs bei Media geklaut und dann x-Mal kopiert.
    Jetzt werden die Songs aus dem Internet gesaugt.
    Bei Media-Markt muss er ein Bußgeld bezahlen.
    Die Musikindustrie "baut ihn ein".

    Hallo!
    Wer kein Geld hat, kann sich keine CDs leisten!
    Und wenn Mami und Papi kein Geld haben, kann er die auch nicht fragen.

    Ich sag ja nichts, wenn der 18jährige aus einer wohlhabenden Familie stammt.
    Dann hat ers "verdient".
    Wer sichs leisten kann solls auch zahlen.*


    > Mein Opa bekommt im Monat 2500€ Netto Rente.
    Siehe *

    > Von
    > wegen 'alle Rentner sind arm'. Davon kann unsere
    > Generation allerdings nur Träumen.

    War dein Opa Politiker?

  6. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: Andreas J. 28.02.05 - 14:44

    "ja, es ist furchtbar.
    wir bekommen die musik fast geschenkt, immerhin nur 99 cent pro song, und danken der musikindustrie auf knien für diese wohltat. wir wissen, dass wir soviel wohltat nicht verdienen.
    ja ich möchte 1,49 € oder bitte wenn möglich 1,99 € pro song bezahlen. mittelmäßige seichte musik, was immerhin wohl wohl 90 % des marktes sollte bitte wenn es geht noch teurer."

    spaß beiseite: jetzt scheint sich der markt etwas zu stabiliesieren und die ersten zuwächse sind da und da kommen die holzköpfe wieder hervor und träumen von satten gewinnen. wer soll diese leute wirklich ernstnehmen.
    übrigens meine meinung ist, dass tauschbörsen betrug sind. aber unverhältnissmäßige preise für cd´s halte ich ebenfalls für verwerflich.

  7. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: Peter Fischer 28.02.05 - 14:47

    iggy schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > War dein Opa Politiker?

    Kaum, denn dann hätte er jetzt wohl eher 10k € im Monat. Er war leitender Angestellter bei einem bekannten deutschen Chemie Konzern. Aber das war in einer anderen Ära...


    Jesus is coming. Look busy.

  8. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: iggy 28.02.05 - 14:55

    Peter Fischer schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > iggy schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > War dein Opa Politiker?
    >
    > Kaum, denn dann hätte er jetzt wohl eher 10k € im
    > Monat.
    Auch wieder wahr.

    > Er war leitender Angestellter bei einem
    > bekannten deutschen Chemie Konzern. Aber das war
    > in einer anderen Ära...
    Wie viel Prozent der Bevölkerung waren in Ihrer besten Zeit, leitende Angestellte?
    Viel weniger als der Durchschnitt.

    PS.: Ein leitender Angestellter, kann sich mit seiner "Gage" auch heute noch eine anständige Pension sichern. Er nehme etwa 5% seines monatlichen Verdienstes und investiere 15 Jahre in Aktienfonds/Privatpensionen.

  9. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: Peter Fischer 28.02.05 - 14:57

    iggy schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > PS.: Ein leitender Angestellter, kann sich mit
    > seiner "Gage" auch heute noch eine anständige
    > Pension sichern. Er nehme etwa 5% seines
    > monatlichen Verdienstes und investiere 15 Jahre in
    > Aktienfonds/Privatpensionen.

    Klar kann er. Aber bei meinem Opa ist das schlicht und einfach die ganz offizielle, staatliche Rente.




    Jesus is coming. Look busy.

  10. Napster war gut...

    Autor: iggy 28.02.05 - 17:12

    Andreas J. schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > "ja, es ist furchtbar.
    > wir bekommen die musik fast geschenkt, immerhin
    > nur 99 cent pro song, und danken der
    > musikindustrie auf knien für diese wohltat. wir
    > wissen, dass wir soviel wohltat nicht verdienen.
    > ja ich möchte 1,49 € oder bitte wenn möglich 1,99
    > € pro song bezahlen. mittelmäßige seichte musik,
    > was immerhin wohl wohl 90 % des marktes sollte
    > bitte wenn es geht noch teurer."
    >
    > spaß beiseite: jetzt scheint sich der markt etwas
    > zu stabiliesieren und die ersten zuwächse sind da
    > und da kommen die holzköpfe wieder hervor und
    > träumen von satten gewinnen. wer soll diese leute
    > wirklich ernstnehmen.
    > übrigens meine meinung ist, dass tauschbörsen
    > betrug sind. aber unverhältnissmäßige preise für
    > cd´s halte ich ebenfalls für verwerflich.


    Napster war gut, aber leider zur falschen Zeit zugeschlagen.
    Die Idee an sich, war ja mal nicht schlecht. Etwas Überarbeitungsbedürftig aber ein Anfang.
    Dann kam Apple(von den "Illegalen" werden wir jetzt absehen) und machte es besser, zu einer besseren Zeit nämlich.
    Dann kam die MI und macht das Spielzeug des kleinen Bruders kaputt.
    Dabei hätte Apple es so gut gemeint.

    Man kann es diesen kleinen, hinterhältigen Bengeln da oben einfach nicht recht machen.
    Wers legal versucht wird ebenso bestraft, wie die, dies gratis wollen.
    Der einzige Unterschied liegt in der Zeit die benötigt wird, um gleichviel Kohle zu scheffeln wie auf einen Schlag durch Anwälte.

  11. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: kübel 28.02.05 - 21:38

    > > Viele sagen, es sei der zu hohe CD-Preis der
    > dazu
    > verleitete sich die Lieder gratis vom
    > Internet
    > Mal sehen: 99 Cent pro Lied, 20 Lieder
    >
    > heruntergeladen ergibt € 19,20 bei € 0,--
    >
    > Produktionskosten (CDs ...)
    >
    > 0€ halt ich nun wirklich für eine ziemlich
    > unüberlegte Aussage. Verschiedene Kosten für
    > Server/-wartung, Bandbreite und eben auch die
    > Abgaben an die Künstler fallen so oder so an.

    Wie schaffen es denn die ausländischen Plattenvertreiber (wohlgemerkt keine illegalen Anbieter) Preise um die 5 euro pro Cd und 8-10 euro pro DVD anzubieten, wenn wir hier 20+ euro zahlen?

    Wenn man genug Benutzer hat, dann kann man alleine pro Klick 3 ct mit einem kleinen Werbefenster bekommen, bei 10.000 User/Tag und Server sind dass mehr als genug um die Serverkosten zu decken. Nun haben wir 99 ct pro Lied reinverdienst. Die 99 ct. müssen natürlich die Produktionskosten und den Künstler abdecken, da der Künstler im tradionellen Weg nur über ein Label an Kunden kommen konnte und dieses Label einen hohen Prozentsatz abführt. Gehen wir mal davon aus dass die Label 50 ct, für ihren Namen schlucken +30 ct. für den Künstler. Dass macht dann noch 9 ct. für die Plattform.


    Was würde passieren wenn die Künstler direkt an die Plattform verkaufen würden?
    Dann würde der Künstler 80 ct. einstreichen, wärend die Plattform 19 ct. pro Lied bekommt. Der Künstler müsste jedoch etwa. 40 ct. für Werbung und Produktion seiner Lieder selbst investieren, so dass er nur noch 40 ct. bekommt. Insgesamt machen also beide Gewinn, nur eben nicht die großen, verfressenen Label. Sollte ansich sehr gut für etablierte Künstler laufen. Einziger Schwachpunkt in der Rechnung: Unbekannte Künstler haben nicht die Kohle für eine Produktion. Wenn die Plattform gut angenommen würde, so könnte sie einigen Künstlern unter die Arme greifen, aber die Mehrheit wird wohl zwangsläufig nur mittels Sponsor oder Label den Weg zum Publikum finden können.

    Ich weiß dass das hier eine Milchmädchenrechnung ist, aber ich wollte damit nur aufzeigen, dass von einer verkauften Platte momentan die Label den größten Gewinn einfahren, und der Künstler nur sehr wenig Einfluss auf Werbung und Reinverdienst hat. Ohne Label, dem Sprungbrett für die Karriere, kann auch der beste Künstler heute niemanden mehr von seinem Talent überzeugen. Stars werden nur noch gemacht, und dabei ist Werbung wichtiger als Talent.

    Würde das System aufbrechen, so dass via Internet auch unbekannte Künstler direkt und ohne Label Lieder vermarkten könnten, so würde der Markt wesentlich freundlicher für den Künstler als auch für den Zuhörer.

    > Dann meckern die Leute wieder darüber oder es gibt
    > einen Möglichkeit die Werbung auszublenden (siehe
    > ICQ!). Pop-Ups z.B. sind ja auch meist Werbung,
    > werden aber dauerhaft geblockt, selbst auf Seiten,
    > deren Eigner die paar Euro sicher gut gebrauchen
    > könnten nur um Ihr Projekt am Leben zu halten.

    Wie viele haben sich schon beschwert dass MTV Musicclips sendet und ab und zu Werbung macht?

    Es gibt 2 Möglichkeiten das Verhalten der Kunden zu ändern:
    - sie bestrafen, exempel statuieren und kräftig zur kasse zu bitten
    - Dem gesetz der Nachfrage folgen und statt dessen solche Deppen rausschmeißen die die Musikbranche so kaputt gemacht haben: Kübelböck and friends.

    Wer braucht schon die ganzen pompösen Mistshows von möchtegern Talenten? Wenn einer wirklich Talent hat, dann doch nicht nur deshalb, weil es gerade keinen anderen in der Show gab, der besser war. Da kann ich ja sogar Superstar werden, wenn ich gegen Kübelböck und Kinderlieder antrete - und wohlgemerkt ich bin so musikalisch wie ne tiefgefrorene Pizza. Es zählt im Moment einfach nur die Optik und ein wahnsinnig scharfer Clip auf MTV. Schon mach ich Kohle auch wenn als Sänger genausoviel Qualität habe als Dieter B. ;-)

  12. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: arghlgargl 28.02.05 - 22:48

    Peter Fischer schrieb:

    >
    > Mein Opa bekommt im Monat 2500€ Netto Rente. Von
    > wegen 'alle Rentner sind arm'. Davon kann unsere
    > Generation allerdings nur Träumen.
    >

    Herzlichen Glückwunsch, was hat er denn vorher gemacht? Vorstandsvositzender, Oberstudienrat? O.Ä.? Meine Ma bekäme, wenn sie denn in das Alter kommt (fehlen noch 2 Jahre), 170 Euro Rente! Da fehlt keine Null und ja sie hat 40 Jahre lang gearbeitet und 3 Kinder großgezogen.

  13. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: MartyK 28.02.05 - 22:56

    iggy schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Liebe Musikindustrie!
    >
    > Es scheint als habt ihr nicht ganz verstanden,
    > weshalb überhaupt so viele Raubkopien im Umlauf
    > sind.
    > Viele sagen, es sei der zu hohe CD-Preis der dazu
    > verleitete sich die Lieder gratis vom Internet
    > herunter zu laden um sie nach 5 mal hören (+
    > 1000mal im Radio) - also wenn das Lied ausgeleiert
    > ist - wieder zu löschen.

    Wer's glaubt... Wie kann ein Lied "ausleiern"? Zwar kann man ein Lied nach zig mal anhören nicht mehr hören, aber berechtigt das dazu, es zu klauen, nur weil es dann für einen nicht mehr so viel Wert hat?


    > Mal sehen: 99 Cent pro Lied, 20 Lieder
    > heruntergeladen ergibt € 19,20 bei € 0,--
    > Produktionskosten (CDs ...)

    Oh man, was für eine Milchmädchenrechnung. Meinst du, eine CD produziert sich von selbst? Und dann wundern sich noch Leute mit so einer Einstellung, warum immer stärkere Geschützte seitens der MI aufgefahren werden...


    > Im Schnitt, macht ihr damit wohl mehr Geld, als
    > ihr euch jemals im Laden erträumen könntet.

    Glaubst du echt, dass du mit derartigen polemischen Äußerungen ein offenes Ohr findest? Angebot bestimmt Nachfrage - ein übliches Marktprinzip.


    > Beim Thema Radio fällt mir ein:
    > Wie finanzieren die sich eigentlich?...
    > Ach ja richtig! Mit WERBUNG.
    > Wie siehts aus, wärt ihr bereit, zu jedem herunter
    > geladenem Song auch einen kleinen Werbetext
    > mitzuliefern?
    > Dann könntet ihr günstigere Preise machen und
    > verdient euer Geld.

    Günstigere Preise wären sicherlich nicht verkehrt, das stimmt. Aber willst du denn, dass in jeden Song am Anfang und Ende reingelabert wird?


    > Aber Werbepartner finden ist ja mit Arbeit
    > verbunden.

    Es wird doch für Musik geworben?


    > Also wirds vermutlich nix mit Werbung, ich höre
    > weiter mein Radio am PC und die Tauschbörsen
    > werden wieder florieren.

    Und die Klagen werden steigen, weil einige meinen, es besser zu wissen...


    > Ihr habt weiterhin diese enormen Ausgaben für
    > Anwälte, die irgendein 18-19 jähriger Schüler, der
    > Tauschbörsen nutzt, bezahlen muss und alles bleibt
    > beim Alten.

    Ja und? Mittlerweile müsste jeder wissen, worauf er sich einlässt, wenn er Songs aus Tauschbörsen runterlädt. Diese Leute haben echt nicht mein Mitleid.


    > Nein, nicht ganz!
    > In Zukunft werden sich dann wohl auch diejenigen,
    > die sich momentan die Songs LEGAL herunterladen
    > andere Mittel und Wege suchen.

    Wie wärs mit Verzicht? Außerdem gibt es auch Labels wie www.finetunes.net, die vernünftige Preise bieten.


    > Denn auch Pensionisten, die endlich herausgefunden
    > haben, wie sie "die Zillertaler" oder die
    > "Kastelruther Spatzen" mit Ihrem Aldi-PC saugen,
    > sind nun, dank der gekürzten Renten, nicht mehr
    > bereit mehr Geld zu berappeln.

    Ah ja, gekürzte Renten sind natürlich ein Grund, andere Leute zu beklauen... Man, merkst du nicht, was das für eine dämliche Aussage ist? Wenn keiner mehr Musik kauft, wird keine mehr produziert - und dann ist das Geschrei erst recht groß.

    Martin

  14. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: MartyK 28.02.05 - 22:58

    Kurdwubel schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > > Mal sehen: 99 Cent pro Lied, 20
    > Lieder
    > > heruntergeladen ergibt €
    > 19,20 bei € 0,--
    > > Produktionskosten
    > (CDs ...)
    >
    > 0€ halt ich nun
    > wirklich für eine ziemlich
    > unüberlegte
    > Aussage. Verschiedene Kosten für
    >
    > Server/-wartung, Bandbreite und eben auch die
    >
    > Abgaben an die Künstler fallen so oder so an.
    >
    > Die Arbeit hat aber die Firma, die Musik verkaufen
    > will. Soweit ich das gesehen habe, gibt die MI der
    > Firma sozusagen nur eine Schachtel mit Ware und
    > sagt: "Mach mal." Das Aufnehmen von Musik in einem
    > Studio fällt ja in beiden Fällen an.

    Richtig. Und das ist nicht kostenlos. Zudem wollen die an einer Produktion Beteiligten auch von etwas leben.

  15. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: MartyK 28.02.05 - 23:10

    iggy schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Peter Fischer schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Solange man die Wahl hat zwischen
    > Umsonst/Billig
    > oder im Vergleich teuer, wird
    > Umsonst/Billig von
    > der Mehrheit bevorzugt.
    > Der erfolg von I-Tunes zeigt, dass das nicht
    > stimmt.
    > Viele wären bereit, sich der Legalität zu
    > unterwerfen,
    > aber wenns zu teuer ist...
    > Ich sagte ja nicht gratis.

    Was wäre für dich denn nicht zu teuer?


    > > 0€ halt ich nun wirklich für eine
    > ziemlich
    > unüberlegte Aussage. Verschiedene
    > Kosten für
    > Server/-wartung, Bandbreite und
    > eben auch die
    > Abgaben an die Künstler fallen
    > so oder so an.
    > Ich bitte dich.
    > Die Abgaben an Künstler haben die so oder so.
    > Auch wenn die Songs illegal gezogen werden.

    Hä? Woher denn? Wenn die Industrie nichts verkauft, bekommt der Künstler auch nichts.


    > > Dann meckern die Leute wieder darüber oder es
    > gibt
    > einen Möglichkeit die Werbung
    > auszublenden (siehe
    > ICQ!). Pop-Ups z.B. sind
    > ja auch meist Werbung,
    > werden aber dauerhaft
    > geblockt, selbst auf Seiten,
    > deren Eigner die
    > paar Euro sicher gut gebrauchen
    > könnten nur
    > um Ihr Projekt am Leben zu halten.
    >
    > Dann sollen sie eben den "Werbefreien Download"
    > und den "günstigen Download" zur Verfügung
    > stellen.
    > Das ganze mit einem Downloadprogramm a'la
    > KaZaa(weiß gar nicht wie mans schreibt) verbaut.
    > Nur halt ohne Viren etc.
    > Oben an der Leiste, läuft während des Downloads
    > ein Werbebanner.

    LOL Und das soll Gewinn bringen? Selbst, wenn der User gezwungen wäre, auf jenes Banner zu stieren, müsste er auch mal darauf klicken, damit sich ein Effekt ergibt.


    > In der Zwischenzeit, kann der User den Song
    > schonmal per Streaming anhören.
    > Somit bleibt er leichter vor dem Gerät sitzen.

    Oder auch nicht. Und selbst wenn, muss er noch lange nicht auf das Banner gucken.


    > Wenn nicht? Bei der Werbung im Fernsehen schaltest
    > du auch um.

    Die Werbefirmen zahlen auch an die TV-Stationen - und diese wiederum für Spielfilme.


    > Bei höherer Klickrate, gibts mehr
    > Werbepartner/-gelder

    So einfach funktioniert das nicht. Du gehst davon aus, als ob ganz viele Leute auf ein Banner klicken würden. Außerdem: Informiere dich doch mal, wieviel du als einzelne Person dafür bekommst, wenn du ein Banner auf deine Homepage machst und andere Leute darauf klicken... Reich werden kann man davon nicht.


    > !!!!!Aber Werbepartner finden ist ja mit Arbeit
    > verbunden!!!!!
    > Und Software programmieren auch.
    >
    > > Es geht darum Exempel zu statuieren. Die
    > Kosten
    > einen Schüler zu verknacken können
    > sich so
    > langfristig locker relativieren.
    >
    > Exempel statuieren... Bestrafen...
    > Aus rein Ethischen Gründen sollte es verboten
    > werden, einen 18jährigen wegen
    > sowas zu verknacken.

    Rein ethische Gründe? Und wer denkt - natürlich auch aus rein ethischen Gründen - an junge Künstler, die ihre Musikkarriere frühzeitig beenden müssen bzw. dürfen, weil jene 18jährige dafür sorgen?


    > Vorher wurden die CDs bei Media geklaut und dann
    > x-Mal kopiert.

    Dafür müssen die CDs aber erst mal geklaut werden (die Hemmschwelle dafür ist nämlich ungleich höher).


    > Jetzt werden die Songs aus dem Internet gesaugt.

    Was ein großer Unterschied ist (Hemmschwelle).


    > Bei Media-Markt muss er ein Bußgeld bezahlen.
    > Die Musikindustrie "baut ihn ein".

    Selbst schuld. Außerdem ist das nicht vergleichbar. Über das Internet kann in kürzester Zeit eine sehr viel größere Personenmenge mit Material versorgt werden - der wirtschaftliche Schaden ist immens im Vergleich zu einer geklauten CD.


    > Hallo!
    > Wer kein Geld hat, kann sich keine CDs leisten!

    Hallo! Wer kein Geld hat, darf deswegen noch lange nicht klauen! Sonst müsste man auch Ladendiebstähle und Einbrüche legitimieren.


    > Und wenn Mami und Papi kein Geld haben, kann er
    > die auch nicht fragen.

    Hm, woher haben dann Mami und Papi das Geld für einen kostspieligen PC nebst Telefonanschluss, DSL-Grundgebühr und Flatrate?


    > Ich sag ja nichts, wenn der 18jährige aus einer
    > wohlhabenden Familie stammt.

    Ach. Und die, die nur 3000 netto verdienen, dürfen klauen?


    > Dann hat ers "verdient".

    Ah ja.


    > Wer sichs leisten kann solls auch zahlen.*

    Und wer sichs nicht leisten kann, kann auch verzichten. Ich möchte gern einen LCD-Fernseher haben, kann ihn mir aber nicht leisten. Darf ich ihn jetzt klauen?


  16. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: MartyK 28.02.05 - 23:12

    Andreas J. schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > "ja, es ist furchtbar.
    > wir bekommen die musik fast geschenkt, immerhin
    > nur 99 cent pro song, und danken der
    > musikindustrie auf knien für diese wohltat. wir
    > wissen, dass wir soviel wohltat nicht verdienen.
    > ja ich möchte 1,49 € oder bitte wenn möglich 1,99
    > € pro song bezahlen. mittelmäßige seichte musik,
    > was immerhin wohl wohl 90 % des marktes sollte
    > bitte wenn es geht noch teurer."

    Hm, wenn die Musik doch so mittelmäßig und seicht ist, dann will man sie wohl auch nicht geschenkt, oder?


    > spaß beiseite: jetzt scheint sich der markt etwas
    > zu stabiliesieren und die ersten zuwächse sind da
    > und da kommen die holzköpfe wieder hervor und
    > träumen von satten gewinnen. wer soll diese leute
    > wirklich ernstnehmen.

    Das ist allerdings wahr.


    > übrigens meine meinung ist, dass tauschbörsen
    > betrug sind. aber unverhältnissmäßige preise für
    > cd´s halte ich ebenfalls für verwerflich.

    Nun, BMG bietet CD-Alben für 9,99 Euro an. Immer noch zu teuer?

  17. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: The Gothic 01.03.05 - 00:36

    MartyK schrieb:
    > Wenn keiner
    > mehr Musik kauft, wird keine mehr produziert - und
    > dann ist das Geschrei erst recht groß.
    >
    > Martin

    ich persönlich höre nur noch Independent-Musik, wenn es in diesem Sektor Bands gibt, die ich gut finde kauf ich auch deren cd's...

    find ich übrigens richtig so, das der ganze kommerz-shit von der nimmersatten MI durch die tauschbörsen läuft, hoffentlich sind die bald pleite, damit mal wieder normale/echte musik im radio/tv läuft...
    aber die MI hat ja imho nix mit musik zu tun, sondern nur mit gewinn machen...

  18. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: MartyK 01.03.05 - 00:59

    The Gothic schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > MartyK schrieb:
    > > Wenn keiner
    > mehr Musik kauft, wird keine
    > mehr produziert - und
    > dann ist das Geschrei
    > erst recht groß.
    >
    > Martin
    >
    > ich persönlich höre nur noch Independent-Musik,
    > wenn es in diesem Sektor Bands gibt, die ich gut
    > finde kauf ich auch deren cd's...

    Aber auch die muss ja produziert und vermarktet werden.


    > find ich übrigens richtig so, das der ganze
    > kommerz-shit von der nimmersatten MI durch die
    > tauschbörsen läuft, hoffentlich sind die bald
    > pleite, damit mal wieder normale/echte musik im
    > radio/tv läuft...

    Was ist denn "normale/echte Musik"? Ich fand damals Snap, KLF, 2Unlimited etc. ganz gut. Ist das jetzt keine "normale/echte Musik"?


    > aber die MI hat ja imho nix mit musik zu tun,
    > sondern nur mit gewinn machen...

    Jaja, und alle anderen haben was zu verschenken.

  19. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: Meiser 01.03.05 - 03:49

    MartyK schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wenn keiner
    > mehr Musik kauft, wird keine mehr produziert - und
    > dann ist das Geschrei erst recht groß.
    >
    > Martin

    No Marty, das Problem ist dass Du nicht gerafft hast dass euer Scheiß keinen echten Wert mehr hat und nur noch als 'Spaß nebenbei' ge-eselt wird.
    Keine vernünftiger Mensch wird eueren Sonderabfall (für Geld was immer knapper) wird kaufen.
    Gibs auf - Ihr habt verloren :D

  20. Re: Brief an die Musikindustrie

    Autor: iggy 01.03.05 - 11:20

    MartyK schrieb:

    > Was wäre für dich denn nicht zu teuer?

    € 0,50 pro Song, bei Download aus dem Internet wäre meiner Meinung nach ein gerechtfertigter Preis.

    > Hä? Woher denn? Wenn die Industrie nichts
    > verkauft, bekommt der Künstler auch nichts.

    Und wenn die Firma, bei der du arbeitest Pleite geht, weil sie keine neuen Marketing-Strategien entwickeln, fängst du auch wo anders an. Oder nicht?
    Vorausgesetzt, du beherrscht deinen Job.
    Gute Musiker werden ihr Geld auch bei anderen verdienen können.


    > LOL Und das soll Gewinn bringen? Selbst, wenn der
    > User gezwungen wäre, auf jenes Banner zu stieren,
    > müsste er auch mal darauf klicken, damit sich ein
    > Effekt ergibt.
    Es gibt auch Werbefirmen, die zahlen "per View" dh (das heißt) man muss nichtmal drauf klicken. Das einzige was zählt, ist die Anzahl der User.

    > Oder auch nicht. Und selbst wenn, muss er noch
    > lange nicht auf das Banner gucken.
    Kaufst du dir etwa jedes Auto, das du in irgendeiner Werbung siehst?
    Nein?
    Das ist bei Werbung so. Je höher die Anzahl derer die die Werbung sehen, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass einer dieses Produkt kauft.
    Angenommen es nutzt ein User dieses Programm, dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser User etwas kauft annähernd 0.
    Nutzen x-Mio. User dieses Programm, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit um den Faktor x-Mio.

    > Die Werbefirmen zahlen auch an die TV-Stationen -
    > und diese wiederum für Spielfilme.
    Wenigstens hast du es soweit kapiert.
    Medien nutzen Werbungen, um zu überleben.
    Die verdienen ihr Geld nicht wirklich mit Talk-Shows und dergleichen.

    Dabei fällt mir ein:
    Eine der günstigsten Werekampagnen der Musikindustrie, die gleich mehrfach Cash bringt war/ist dieses Starmacher-Zeug.
    Einmal Werbung, einmal Werbeeinnahmen, einmal "Stars" gefunden/produziert/abgefertigt, einmal Chartstürmer, ...
    Mir geht das auf den Geist.
    Umschalten ist nicht, das Zeug läuft überall.

    > So einfach funktioniert das nicht. Du gehst davon
    > aus, als ob ganz viele Leute auf ein Banner
    > klicken würden. Außerdem: Informiere dich doch
    > mal, wieviel du als einzelne Person dafür
    > bekommst, wenn du ein Banner auf deine Homepage
    > machst und andere Leute darauf klicken... Reich
    > werden kann man davon nicht.
    Doch, genau so einfach funktioniert das!
    Wie im Fernsehen: Je höher die Einschaltquoten, desto mehr Werbeeinnahmen.
    Außerdem:
    Rechne dir mal durch, welcher Betrag rauskommt, wenn du € 0,01 pro View bei 1 Mio. Usern erhältst.
    Von diesen 1 Mio. klicken zB 500 000 auf den Banner (+ 500 000 * € 0,03) und 100 000 gehen auf das Angebot ein (+ 100 000 * € 5,--)
    Ergibt € 525 000,--
    Diese Beträge sollen nur als Veranschaulichung dienen und gelten für Privatuser mit eigener Homepage und bis ca. 1000 Views +-(*100)
    Wenn wirklich 1Mio. User dran sind, erhöhen sich natürlich die Pays per view/click/buy

    > Bei mehr Usern, gibts mehr Geld <


    > Rein ethische Gründe? Und wer denkt - natürlich
    > auch aus rein ethischen Gründen - an junge
    > Künstler, die ihre Musikkarriere frühzeitig
    > beenden müssen bzw. dürfen, weil jene 18jährige
    > dafür sorgen?

    Es geht hier um Schüler.
    Es wird diesen Schülern das Berufsleben entzogen, noch bevor sie es antreten konnten. Und wenn er noch so Klug in der Schule ist, kann er dem Staat kein Geld einbringen. Stattdessen darf sich der Staat ausblechen.
    Junge Künstler?
    Ich hatte das vorhin schon angesprochen. Du suchst auch einen Job bei einer anderen Firma, wenn die eine Pleite ist/nicht mehr zahlen will.
    That's fucking business which sucks!

    > Dafür müssen die CDs aber erst mal geklaut werden
    > (die Hemmschwelle dafür ist nämlich ungleich
    > höher).
    Die Suppe dürfen die jetzt selbst auslöffeln.
    Dann hätten sie vorher die Preise für CDs drücken müssen.


    > > Jetzt werden die Songs aus dem Internet
    > >gesaugt.
    >
    > Was ein großer Unterschied ist (Hemmschwelle).
    Wie gesagt: Suppe

    > Selbst schuld. Außerdem ist das nicht
    > vergleichbar. Über das Internet kann in kürzester
    > Zeit eine sehr viel größere Personenmenge mit
    > Material versorgt werden - der wirtschaftliche
    > Schaden ist immens im Vergleich zu einer geklauten
    > CD.

    Was kann ein User dafür, dass das mehrere Mio. User machen?
    Dann sollen sie zu den Internetprovidern gehen und die Ports sperren o.ä.
    Übrigens war stets in irgendwelchen Computerzeitschriften beschrieben, wie man sich Musik aus dem Internet saugt.
    War sogar betitelt mit: Wie sauge ich kostenlos und illegal Musik?
    Gerade das was illegal war, hat am meisten fasziniert.
    Hat sich da ein Musikfuzzi aufgeregt?
    SSKM(Selbst schuld kein Mitleid)

    > Hallo! Wer kein Geld hat, darf deswegen noch lange
    > nicht klauen! Sonst müsste man auch
    > Ladendiebstähle und Einbrüche legitimieren.
    In Amerika, ist das Sozialsystem so schlecht, dass ich persönlich Verständnis dafür habe, wenn ein Arbeitsloser einen Laden beklaut um seine Familie zu ernähren.
    Die Preise sollten Gerechtfertigt werden.
    Musik ist schon beinahe ein Grundbedürfnis des Menschen.
    Musik kann entspannen, wenn sie gut ist.
    Musik ist Massenware.
    Dann soll die Musikindustrie nicht ganz so viel selbst absahnen und den Musikern mehr geben.
    Und sag jetzt nicht, dass die ach so arme Musikindustrie sowas nicht leisten kann.
    Die haben Geld!
    Das ganze Mitleid den Künstlern zu schenken, weil die MI zu wenig her gibt, ist nicht gerechtfertigt.

    > Hm, woher haben dann Mami und Papi das Geld für
    > einen kostspieligen PC nebst Telefonanschluss,
    > DSL-Grundgebühr und Flatrate?
    PC nebst Telefonanschluss + DSL-Grundgebühr und Flatrate wird bei manchen Schulen schon fast vorausgesetzt.
    In Unis wird den Studenten gesagt, sie sollen sich im Internet über dies und jenes informieren, weil Uni-Gelder gestrichen wurden.

    > Ach. Und die, die nur 3000 netto verdienen, dürfen
    > klauen?
    € 3000,-- netto?
    Pro Monat?
    Ohne Überstunden?
    Du allein?
    Wenn du dann auch nur einen Song aus dem Internet saugst und dabei das alles riskierst, bist du selbst Schuld.
    € 3000,-- netto sind mehr als genug um sich CDs zu kaufen und gleich eine neue Stereoanlage dazu.

    Ich rede von denen, die da etwa € 500,-- bis € 800,-- verdienen und auch noch die Miete zahlen müssen.
    Bei Arbeitslosen in Deutschland, ist das was anderes. Die bekommens vom Staat und können sich die CDs dann leisten.

    > Und wer sichs nicht leisten kann, kann auch
    > verzichten. Ich möchte gern einen LCD-Fernseher
    > haben, kann ihn mir aber nicht leisten. Darf ich
    > ihn jetzt klauen?
    LCD-Fernseher werden mit der Zeit immer günstiger.
    Musik kostet immer gleich viel.
    Auch nach 10 Jahren

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Kendrion Kuhnke Automotive GmbH, Malente
  2. BWI GmbH, Schortens
  3. Deloitte, verschiedene Standorte
  4. ifp ? Personalberatung Managementdiagnostik, Ulm

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 199,90€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Elektromobilität: Die Rohstoffe reichen, aber ...
Elektromobilität
Die Rohstoffe reichen, aber ...

Brennstoffzellenautos und Elektroautos sollen künftig die Autos mit Verbrennungsantrieb ersetzen und so den Straßenverkehr umweltfreundlicher machen. Dafür sind andere Rohstoffe nötig. Kritiker mahnen, dass es nicht genug davon gebe. Die Verfügbarkeit ist aber nur ein Aspekt.
Eine Analyse von Werner Pluta

  1. Himo C16 Xiaomi bringt E-Mofa mit zwei Sitzplätzen für rund 330 Euro
  2. ADAC-Test Hohe Zusatzkosten bei teuren Wallboxen möglich
  3. Elektroroller E-Scooter sollen in Berlin nicht mehr auf Gehwegen parken

Faire IT: Die grüne Challenge
Faire IT
Die grüne Challenge

Kann man IT-Produkte nachhaltig gestalten? Drei Startups zeigen, dass es nicht so einfach ist, die grüne Maus oder das faire Smartphone auf den Markt zu bringen.
Von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Smartphones Samsung und Xiaomi profitieren in Europa von Huawei-Boykott
  2. Smartphones Xiaomi ist kurz davor, Apple zu überholen
  3. Niederlande Notrufnummer fällt für mehrere Stunden aus

WEG-Gesetz: Bundesländer preschen bei Anspruch auf Ladestellen vor
WEG-Gesetz
Bundesländer preschen bei Anspruch auf Ladestellen vor

Können Elektroauto-Besitzer demnächst den Einbau einer Ladestelle in Tiefgaragen verlangen? Zwei Bundesländer haben entsprechende Ergebnisse einer Arbeitsgruppe schon in einem eigenen Gesetzentwurf aufgegriffen.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Startup Rivian plant elektrochromes Glasdach für seine Elektro-SUVs
  2. Elektroautos Mehr als 7.000 neue Ladepunkte in einem Jahr
  3. Elektroautos GM und Volkswagen verabschieden sich vom klassischen Hybrid

  1. Android: Neue LG-Smartphones ab 160 Euro vorgestellt
    Android
    Neue LG-Smartphones ab 160 Euro vorgestellt

    Ifa 2019 Kurz vor der Ifa stellt LG bereits die ersten neuen Smartphones zur Messe vor: Das K40S und K50S sind preiswerte Geräte mit einer Ausstattung aus dem Mittelklassebereich. Beide Modelle sollen besonders stoßsicher sein.

  2. Linux Foundation: Chinesische und US-Konzerne kooperieren bei Datensicherheit
    Linux Foundation
    Chinesische und US-Konzerne kooperieren bei Datensicherheit

    Das Confidential Computing Consortium bringt Unternehmen wie Google, ARM, IBM und Microsoft, aber auch Tencent und Alibaba an einen Tisch. Das Ziel: Daten in der Cloud auch dann zu schützen, wenn sie in der Benutzung sind. Ein großer Anbieter fehlt aber.

  3. Google: Play Store wird übersichtlicher
    Google
    Play Store wird übersichtlicher

    Google hat seinem Play Store für Android und Chrome OS ein aktualisiertes Design verpasst: Neu ist eine übersichtliche Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand, auf der explizit zwischen Spielen und anderen Apps unterschieden wird. Das gesamte Design wirkt frischer als zuvor.


  1. 11:29

  2. 10:50

  3. 10:35

  4. 10:18

  5. 10:09

  6. 09:50

  7. 09:35

  8. 09:20