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Was man mit Statistiken alles beweisen kann...

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  1. Was man mit Statistiken alles beweisen kann...

    Autor: Hartmut 21.09.07 - 13:31

    Wahrscheinlich stehen ja die wenigen Kameras in den vornehmeren Quartieren, wo erstens weniger Verbrechen passieren und zweitens die Motivation zur Aufklärung höher ist. Kein Wunder also, wenn dort die Aufklärungsrate höher ist. Wo sie schlecht ist, ist das dann wohl kaum den Kameras zu verdanken. Um deren Nutzen zu bestimmen, ist der Vergleich verschiedener Stadtbezirke sicher kaum das richtige Mittel.

    Was die wirkliche Absicht hinter dieser Studie war, werden wir wahrscheinlich nie erfahren. Ein interessantes Beispiel, wie man mit Statistiken Beweise fabrizieren kann, ist sie aber allemal.

  2. Re: Was man mit Statistiken alles beweisen kann...

    Autor: Hardliner 21.09.07 - 13:39

    Selbst wenn die Kameras Verbrechen nicht verhindern, so sind sie doch oftmals das einzige Mittel um Verbrechen aufzuklären und Wiederholungsstraftaten zu verhindern.

    Hartmut schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wahrscheinlich stehen ja die wenigen Kameras in
    > den vornehmeren Quartieren, wo erstens weniger
    > Verbrechen passieren und zweitens die Motivation
    > zur Aufklärung höher ist. Kein Wunder also, wenn
    > dort die Aufklärungsrate höher ist. Wo sie
    > schlecht ist, ist das dann wohl kaum den Kameras
    > zu verdanken. Um deren Nutzen zu bestimmen, ist
    > der Vergleich verschiedener Stadtbezirke sicher
    > kaum das richtige Mittel.
    >
    > Was die wirkliche Absicht hinter dieser Studie
    > war, werden wir wahrscheinlich nie erfahren. Ein
    > interessantes Beispiel, wie man mit Statistiken
    > Beweise fabrizieren kann, ist sie aber allemal.


  3. Re: Was man mit Statistiken alles beweisen kann...

    Autor: Ekelpack 21.09.07 - 13:56

    Hartmut schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wahrscheinlich stehen ja die wenigen Kameras in
    > den vornehmeren Quartieren, wo erstens weniger
    > Verbrechen passieren und zweitens die Motivation
    > zur Aufklärung höher ist.

    Du warst lange nicht in UK oder?
    CCTV ist überall. Ja... überall.

  4. quatsch mit sosse

    Autor: cucuc 21.09.07 - 14:55

    Hardliner schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Selbst wenn die Kameras Verbrechen nicht
    > verhindern, so sind sie doch oftmals das einzige
    > Mittel um Verbrechen aufzuklären und
    > Wiederholungsstraftaten zu verhindern.

    hat man ja bei den angeblichen kofferbombern gesehen - tolle videoaufnahmen - gefasst wurden sie trotzdem nur durch undursichtige geheimdienstmachenschaften.

    kann mich an keinen fall aus den medien erinnern, wo überwachungskameras bei der aufklärung eine nennenswerte rolle gespielt hätten.

    wiederholungstaten liessen sich eher durch resozialisierung (findet praktisch fast gar nicht statt) oder sicherheitsverwahrung ganz gut in den griff bekommen - was genau da videoüberwachung bringen soll, ist mir schleierhaft - du schriebst doch eingangs selbst, dass sie keine verbrechen verhindern. oder meinst du, sie verhindern lediglich vergehen (also harmlosere straftaten wie urheberrechtsverletzungen und so)?

  5. Re: quatsch mit sosse

    Autor: Hardliner 21.09.07 - 16:33

    Nur weil du dich nicht erinnern kannst, heißt das nicht dass es nicht passiert. Es werden sehr viele Täter durch Kameraaufnahmen überführt in England.

    cucuc schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hardliner schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Selbst wenn die Kameras Verbrechen nicht
    >
    > verhindern, so sind sie doch oftmals das
    > einzige
    > Mittel um Verbrechen aufzuklären
    > und
    > Wiederholungsstraftaten zu verhindern.
    >
    > hat man ja bei den angeblichen kofferbombern
    > gesehen - tolle videoaufnahmen - gefasst wurden
    > sie trotzdem nur durch undursichtige
    > geheimdienstmachenschaften.
    >
    > kann mich an keinen fall aus den medien erinnern,
    > wo überwachungskameras bei der aufklärung eine
    > nennenswerte rolle gespielt hätten.
    >
    > wiederholungstaten liessen sich eher durch
    > resozialisierung (findet praktisch fast gar nicht
    > statt) oder sicherheitsverwahrung ganz gut in den
    > griff bekommen - was genau da videoüberwachung
    > bringen soll, ist mir schleierhaft - du schriebst
    > doch eingangs selbst, dass sie keine verbrechen
    > verhindern. oder meinst du, sie verhindern
    > lediglich vergehen (also harmlosere straftaten wie
    > urheberrechtsverletzungen und so)?


  6. Re: quatsch mit sosse

    Autor: Jay Äm 22.09.07 - 07:18

    cucuc schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > kann mich an keinen fall aus den medien erinnern,
    > wo überwachungskameras bei der aufklärung eine
    > nennenswerte rolle gespielt hätten.

    Dann kennst Du jetzt einen: Hier lief immer so ein primitiver Hobbyschläger rum. Der sitzt jetzt in England im Knast, weil er ein Kilo Speed gegen einen Sack voll Geld getauscht hat - direkt vor einer Überwachungskamera. Ich bin zwar kein Überwachungsfetischist, halte die Dinger aber an bestimmten Punkten wie großen Bahnhöfen oder anderen Orten für eine gute Sache (genau da wurde auch der besagte Mensch verhaftet - glaub mir, das der im Knast ist, erhöht den durchschnittlichen IQ und die durchschnittliche Moralische Integrität der freien Bevölkerung).

  7. Re: quatsch mit sosse

    Autor: :-) 22.09.07 - 11:13

    Jay Äm schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Ich bin zwar kein
    > Überwachungsfetischist, halte die Dinger aber an
    > bestimmten Punkten wie großen Bahnhöfen oder
    > anderen Orten für eine gute Sache (genau da wurde
    > auch der besagte Mensch verhaftet - glaub mir, das
    > der im Knast ist, erhöht den durchschnittlichen IQ
    > und die durchschnittliche Moralische Integrität
    > der freien Bevölkerung).


    Der Durchschnitts-IQ sinkt schon seit Jahren. Bei Schulkindern wird dies regelmäßig getestet, beim Rest der Bevölkerung nur stichprobenhaft und da sieht es noch schlimmer aus.

    Nur sagen darf man das nicht. Früher wurde Gammelfleisch an Kühe verfüttert, als man die Wirkung nicht mehr verheimlichen konnte, stellte man es ein. Jetzt wird das Zeug direkt an die Leute verfüttert. Damit man das nicht riechen kann, gibt es Lebensmittelduftstoffexperten.

    Nebenwirkungen sind dann hormonelle Veränderungen, die das Gehirn löchrig machen, den ganzen Stoffwechsel durcheinander bringen, die Zeugungsfähigkeit dramatisch reduzieren. Die Auswirkungen dieses Großversuches will man natürlich ber Video dokumentieren.

    In den reichen Gegenden braucht man keine Kameras, die Leute dort können sich gesundes Essen leisten. Allerdings läßt es sich nicht vermeiden, dass sich diese Auswirkungen auch auf Regierungsviertel ausdehnen, was man an der Flut sinnloser und sich selbst widersprechender Gesetze erkennen kann.

    Es sieht vergleichsweise so aus, als ob ein Schachspieler seinen Bauern um zwei Felder zurück setzt. Spätestens dann ist es unverkennbar. Ich verlange öffentliche Schachplätze mit Videoüberwachung :-)



  8. Re: quatsch mit sosse

    Autor: Duderino 22.09.07 - 12:07

    Ja generell sehe ich das ähnlich, allerdings sollte der Einsatz wirklich auf Bahnhöfe, U-Bahnhöfe und Flughäfen beschränkt bleiben.

    Ich frage mich ob sich irgendjemand nachts in einer Berliner U-Bahn sicherer fühlt weil eine Kamera da ist, die ein eventuelles Verbrechen schneller aufklärt.
    Ich glaub für ein besseres Sicherheitsgefühl hilft nur Menschliches Personal, was natürlich Geld kostet.
    Ein Sicherheitsbeamter der 300 Kameras überwacht kann keinen Schutz bieten.

    Jay Äm schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > cucuc schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > kann mich an keinen fall aus den medien
    > erinnern,
    > wo überwachungskameras bei der
    > aufklärung eine
    > nennenswerte rolle gespielt
    > hätten.
    >
    > Dann kennst Du jetzt einen: Hier lief immer so ein
    > primitiver Hobbyschläger rum. Der sitzt jetzt in
    > England im Knast, weil er ein Kilo Speed gegen
    > einen Sack voll Geld getauscht hat - direkt vor
    > einer Überwachungskamera. Ich bin zwar kein
    > Überwachungsfetischist, halte die Dinger aber an
    > bestimmten Punkten wie großen Bahnhöfen oder
    > anderen Orten für eine gute Sache (genau da wurde
    > auch der besagte Mensch verhaftet - glaub mir, das
    > der im Knast ist, erhöht den durchschnittlichen IQ
    > und die durchschnittliche Moralische Integrität
    > der freien Bevölkerung).


  9. Re: Was man mit Statistiken alles beweisen kann...

    Autor: vbrain 22.09.07 - 13:11

    Also ich bin generell kein Befürworter dieser Überwachungsaktionen...

    ... aber als jemand, der sich schon etwas mit Statistik beschäftigt hat würde mich ein anderer Vergleich viel mehr Interessieren als so ein Schwachsinn:

    "... Dabei stellten sie fest, dass die Aufklärungsrate für Verbrechen in denjenigen Stadtteilen mit den meisten Überwachungskameras überwiegend unter dem Durchschnitt lag. Auf der anderen Seite lag sie in einigen Stadtteilen mit vergleichsweise wenigen Überwachungskameras zum Teil deutlich über dem Durchschnitt. ..."


    Wie hat sich die Aufklärungsrate in denjenigen Stadtteilen mit den meisten Überwachungskameras im Vergleich zu vorher (als noch keine Kameras da waren) verändert? Und diesen Wert würde ich dann mit dem Wert der zuletzt genannten Stadtteile vergleichen.

  10. Re: Was man mit Statistiken alles beweisen kann...

    Autor: tralalalala 24.09.07 - 08:59

    Hmm, das ist ja schon mal ein ganz netter Ansatz, aber auch das liefert noch keinen Beweis, ob die Kameras erfolgreich sind oder nicht (jedenfalls nicht was die Verhinderung von Verbrechen angeht).

    Den Effekt der Kameras auf die Aufklärungsquote kann ich damit ganz gut herausfiltern. Aber für die Verhinderung von Verbrechen bräuchte ich eine Art "Testumgebung" die alle anderen Einflüsse außer den Kameras konstant hält.

    Vielleicht lag es am Wetter, dass es mehr/weniger Verbrechen gab? Vielleicht waren gleichzeitig mehr/weniger Bobbies auf der Strasse?
    Die ganzen bösen Buben wurden im Jahr zuvor dingfestgemacht oder wieder aus der Haft entlassen... ;-)

    etc.


    vbrain schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Also ich bin generell kein Befürworter dieser
    > Überwachungsaktionen...
    >
    > ... aber als jemand, der sich schon etwas mit
    > Statistik beschäftigt hat würde mich ein anderer
    > Vergleich viel mehr Interessieren als so ein
    > Schwachsinn:
    >
    > "... Dabei stellten sie fest, dass die
    > Aufklärungsrate für Verbrechen in denjenigen
    > Stadtteilen mit den meisten Überwachungskameras
    > überwiegend unter dem Durchschnitt lag. Auf der
    > anderen Seite lag sie in einigen Stadtteilen mit
    > vergleichsweise wenigen Überwachungskameras zum
    > Teil deutlich über dem Durchschnitt. ..."
    >
    > Wie hat sich die Aufklärungsrate in denjenigen
    > Stadtteilen mit den meisten Überwachungskameras im
    > Vergleich zu vorher (als noch keine Kameras da
    > waren) verändert? Und diesen Wert würde ich dann
    > mit dem Wert der zuletzt genannten Stadtteile
    > vergleichen.


  11. Re: Was man mit Statistiken alles beweisen kann...

    Autor: Autor 24.09.07 - 15:08

    Hardliner schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Selbst wenn die Kameras Verbrechen nicht
    > verhindern, so sind sie doch oftmals das einzige
    > Mittel um Verbrechen aufzuklären und
    > Wiederholungsstraftaten zu verhindern.
    >
    > Hartmut schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Wahrscheinlich stehen ja die wenigen Kameras
    > in
    > den vornehmeren Quartieren, wo erstens
    > weniger
    > Verbrechen passieren und zweitens die
    > Motivation
    > zur Aufklärung höher ist. Kein
    > Wunder also, wenn
    > dort die Aufklärungsrate
    > höher ist. Wo sie
    > schlecht ist, ist das dann
    > wohl kaum den Kameras
    > zu verdanken. Um deren
    > Nutzen zu bestimmen, ist
    > der Vergleich
    > verschiedener Stadtbezirke sicher
    > kaum das
    > richtige Mittel.
    >
    > Was die wirkliche
    > Absicht hinter dieser Studie
    > war, werden wir
    > wahrscheinlich nie erfahren. Ein
    >
    > interessantes Beispiel, wie man mit
    > Statistiken
    > Beweise fabrizieren kann, ist sie
    > aber allemal.

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