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Wozu die Aufregung?

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  1. Wozu die Aufregung?

    Autor: Wutz007 24.10.07 - 00:55

    Alles was bis heute im Internet an Regelungsinstrumente angewandt wurde ist über kurz oder lang (meistens sehr kurz) umgehbar geworden.

    Es ist sicher nicht zu begrüssen, dass Kindern der Zugriff auf pornografisches Material zu einfach gemacht wird, aber ist er real zu verhindern?

    Ist es zu verhindern das Heranwachsende die ihre Sexualität entdecken unterm Bett der Eltern nach dem "neutralen" Karton aus Flensburg suchen? Kaum!

    Es ist wohl kaum über Urteile zu erreichen was es hier zu erreichen gilt. Allein die Tatsache dass die Klage ein kostenpflichtiger Pornodienstleister aus dem Internet eingereicht hat lässt doch ganz andere, vor allem wirtschaftliche Gründe, vermuten.

    Bereits jetzt finden sich viele Anleitungen im Google mit derer Hilfe man die Sperre umgehen kann (http://www.openbroadcast.de/artikel/2545/Piratenpartei-durchbricht-Provider-Zensur.html).

    Das einzige was damit m.E. erreicht wird, ist der Umstand, dass die Eltern die bereits heute ihre Kinder aufgrund des Wissensvorsprunges der Kids nicht mehr kontrollieren können, noch weniger Kontrolle haben werden, oder glaubt das Gericht wirklich, dass sich die Kids von dem Urteil absschrecken lassen?

    Ja, das Gericht hat nur geltenes Recht angewandt und bei genauer Betrachtung der juristischen Seite konnte das Gericht gar nicht anders urteilen, wobei es sich im Moment wohl um eine einsweilige Verfügung handelt und die erst durch das Hauptsacheverfahren bestädigt werden muss.

    Dieser Umstand soll und muss zu einer breiten und offenen Diskussion führen. Zensur, Zugriffsbeschränkung ist eine Form der Zensur, ist der falsche Ansatz. Offener Umgang mit den Themen ist wichtig. Transparenz ist gefordert und einfache Handhabung für Erziehungsberechtigte muss gefunden werden.

    Jedes größere Unternehmen hat heute webfilter im Einsatz, das wäre ein möglischer Ansatz für Eltern wenn die Profider das anbieten würden. Webfilter die grundsätzliche aktiv sind und über eine Zugangsregelung deaktiviert werden können. Das ist sicher keine finale Lösung sondern nur ein Baustein mit dem diese Schwierigkeiten gelöst werden können.

    Auch ist der Blick über die deutschen Grenzen in andere Länder nicht verboten. Wir sind Global, d.h. nationale Gerichte und Vorschriften werden nur ganz wenige abschrecken, das Problem bleibt bestehen.

    In diesem Sinne, auf zu einer offenen Diskussion.

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