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Künast: Neuer Betrug mit 0190-Nummern muss beendet werden

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  1. Künast: Neuer Betrug mit 0190-Nummern muss beendet werden

    Autor: Golem.de 05.03.02 - 13:45

    Dass der zunehmende Betrug mit Computerprogrammen, die den Internet-Zugang auf eine kostenpflichtige 0190-Nummer umschalten, enorme Kosten für die Nutzer verursachen, hat nun auch die Regierung erreicht: "Diesem üblen Betrug muss ein Ende gesetzt werden. Die seriösen Anbieter und die Telekommunikationsunternehmen sind gefordert, hier konsequent vorzugehen und die Schwarzen Schafe der Branche vom Markt zu verdrängen", erklärte Bundesverbraucherministerin Renate Künast heute in Berlin. Gelinge dies nicht in angemessener Frist, würden entsprechende Änderungen der gesetzlichen Regelungen initiiert werden.

    https://www.golem.de/0203/18621.html

  2. Unter www.rtcw.de wird jetzt auch ein dialer verteilt... (kein Text)

    Autor: Genghis Lun 05.03.02 - 14:05

    Unter www.rtcw.de wird jetzt auch ein dialer verteilt... (kein Text)

  3. Re: Unter www.rtcw.de wird jetzt auch ein dialer verteilt... (kein Text)

    Autor: chis 05.03.02 - 14:27

    hab ich die Seite richtig gelesen? 40 € pro Einwahl? Ein guter Scherz...

    Zum Glück hab ich erst gar kein Modem am Rechner, weil ich über DSL im Internet bin, dadurch hätten getarnte Dialer-Viren/ActiveX-Controls o.ä. gar keine Chance :-)

  4. Re: Unter www.rtcw.de wird jetzt auch ein dialer verteilt... (kein Text)

    Autor: Genghis Lun 05.03.02 - 15:02

    Ist aber beachtlich fies, oder? Die Seite sieht auf den ersten Blick aus wie früher....

  5. Re: www.rtcw.de - gleich einen auf's Dach geben!

    Autor: yfmtt 05.03.02 - 15:44

    Würde doch bestimmt greifen, schließlich hat man ohne Benutzung des Dialers keine Möglichkeiten, ein Impressum/Verantwortlichen aufzurufen.

    Tun sie was, Herr

    Marc Reuber
    Waidmannstr. 1
    D-22769 Hamburg
    Germany

    (admin-c rtcw.de)


    Ekelhaft, diese ganzen Maden im Netz!


    Mediendienste-Staatsvertrag

    § 20
    [Ordnungswidrigkeiten]
    (1) Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig

    Mediendienste ohne die nach § 6 Abs.1 und 2 erforderliche Kennzeichnung anbietet[...]


    § 6
    [Anbieterkennzeichnung]
    (1) Anbieter haben für ihre Angebote anzugeben

    Namen und Anschrift sowie
    bei Personenvereinigungen und -gruppen auch Namen und Anschrift des Vertretungsberechtigten.
    (2) Anbieter von journalistisch-redaktionell gestalteten Angeboten, in denen vollständig oder teilweise Inhalte periodischer Druckerzeugnisse in Text oder Bild wiedergegeben oder in periodischer Folge Texte verbreitet werden, müssen zusätzlich einen Verantwortlichen mit Angabe des Namens und der Anschrift benennen.

    yfmtt

  6. Re: Unter www.rtcw.de wird jetzt auch ein dialer verteilt... (kein Text)

    Autor: Max Mustermann 05.03.02 - 17:54

    RTCW interessiert mich zwar nicht, aber für die, die trotzdem auf die Seite wollen:

    http://www.rtcw.de/start_Home.shtml

  7. 0190 ist kriminell - Generelles Verbot

    Autor: Vollstrecker 05.03.02 - 22:28

    Eigentlich merkwürdig, warum Dinge wie die 0190er-Nummer überhaupt existieren dürfen, noch viel schlimmer daran ist, dass sie mißbraucht werden. Zur Erklärung dieses kriminellen Sachverhaltes, kurz und bündig: Wenn eine normale Telefonrechnung (d. h. normale Telefongebühren) unschlüssig ist, muß die Telekom die Richtigkeit der Rechnung dem Kunden nachweisen. Wenn 0190-Nummern ins Spiel kommen, kann sie sich auch gegenüber eines Rechtsbeistandes durch eine Rechtsanwaltkanzlei dagegen (erfolgreich) schützen und auf das Datenschutzgeheimnis verweisen. Die kriminellen Nutznießer werden dadurch geschützt, die Telekom kassiert an diesen Gebühren erheblich mit (wahrscheinlich wesentlich mehr als durch die normalen Telefongebühren, auch wenn ich ein wenig polemisch veranlagt bin) !!! Wer das Procedere bereits von den Werbefaxen kennt weiß, dass die Telekom sich immer auf sein Datenschutzgeheimnis beruft. Bestraft wurden bei den Faxen immer nur die Faxer, welche so blöd waren ihre Adresse auf dem Fax zu vermerken. Hierbei heißt es immer von Rechtsseiten, die Betreiber seien nicht zu ermitteln, welches soviel heißt, dem Kläger wird der Betreiber aus angeblichen Datenschutzgründen nicht genannt. Kraß gesagt, unser Rechtsstaat schützt und fördert bewußt hiermit nachhaltig die Kriminaltät !!! Im Grunde genommen ist dies nicht nur bei 0190er-Nummern der Fall, sondern bereits bei anonym versandten manipulierten Rechnungen, Gewerbetreibende können hiervon ein Lied singen. Hierbei werden die Löcher unserer Gesetzgebung ausgenutzt und immer wieder auf das fadenscheinige Argument der nicht Ermittelbarkeit des Geldempfängers verwiesen. Das hieße aber, es würden Nummernkonten (Bankkonten und 0190er-Konten) in unserem Staat existieren, deren Nutzer nicht bekannt sei. Eigentlich ist in dieser Hinsicht jeder Politiker kriminell, welcher seinen vertretenen Bürger nicht gegen derartigen Betrug von sich aus schützt, ohne erst jahrelang dazu aufgefordert zu werden.
    Und überhaupt, warum gibt es soviel kriminelle Politiker, um vom Thema völlig abzuweichen, fällt wahrscheinlich auch unters Datenschutzgesetz.

  8. Sorry, aber darüber kann ich nur lachen.

    Autor: Acid6uru 06.03.02 - 03:01

    Das ist ein Problem, was wie die Viren und das ganze andere Zeug nur die Unvorsichtigen unter denen mit den Betriebssystemen von einer bekannten Firma, die für solche Sachen ja bekannt sind. Warum zeigt niemand diese Firma an? - (Ja, ich weiß, weil man im EULA das alles ausschließt. Aber warum erklärt so einen Vertrag kein Gericht für ungültig/sittenwiedrig?)

    Ich sage jetzt nicht, womit das nicht passiert wäre, denn mir würden garnicht alle Betriebssysteme einfallen.
    Es gibt nur EINE Firma, die solche anfälligen Produkte fahrlässig verkauft!

    Ich möchte hiermit alle vor den Gefahren warnen, die von der Benutzung sämtlicher MS-Windows-Versionen und anderer Microsoft-Softwäre ausgehen können!

  9. Re: Künast: Neuer Betrug mit 0190-Nummern muss beendet werden

    Autor: The Fox 06.03.02 - 13:07

    Bis unsere Regierung reagiert hat, gibt es 0199er-Nummern.

  10. Re: Sorry, aber darüber kann ich nur lachen.

    Autor: Unerkannt 06.03.02 - 13:11

    Du Hirni,
    wenns nicht gefällt kaufs nicht....
    Wenn Schwachspieler wie du Raubkopien installieren und dann motzen, gehören Sie ins Bergwerk......

  11. Re: Sorry, aber darüber kann ich nur lachen.

    Autor: Undisclosed 06.03.02 - 15:09

    Aber, aber. Es beschweren sich ja bei weitem nicht nur Raubkopierer über die Qualität der Produkte dieser genannten Firma.

    Tatsache ist dass es *vor allem* die Produkte dieser Firma sind, die es den 0190-Betrügern so leicht machen. Was aber nicht heissen soll, dass man andere Betriebssysteme nicht auch austricksen könnte.

    Grüße

    xxx

  12. Ich sehe da noch ein ganz anderes Problem

    Autor: M.Kessel 06.03.02 - 15:24

    Also, wenn ich das richtig verstanden habe, bedeutet schon das Wählen einer 0190 Nummer einen gültigen Vertragsabschluß?

    Da sehe ich aber leider das Problem, das sie mir nachweisen müssen das ICH den Vertrag abgeschlossen habe, denn dazu müßte man MICH zu dem Zeitpunkt beim Telefonieren beobachten. Wo ist den da bitte die eindeutige Identifikation des Vertragspartners, nämlich meiner eigenen Person.

    Diese, kann meiner Meinung nach nur durch eine weitere Identifikation meinerseits erfolgen, in der Art, wie TAN-.Nummern beim Online-Banking. Oder durch meine gesicherte Unterschrift, wie bei einem normalen Vertrag, der schriftlich zugesandt werden müßte, bei Beträgen einer gewissen Größenordnung. Ebenso müßte das Rücktrittsrecht bei Haustürgeschäften hier greifen.

    Wer sagt denn das nicht jemand von außen meine Telefonleitung abgreift, die NICHT immer unter der Erde liegt, sondern stellenweise für jeden frei zugänglich ist! Wer sagt denn, das meine nicht volljährigen Kinder diese Nummer testweise gewählt haben, weil sie sie irgendwo gelesen haben! Wer sagt denn, das nicht ein Besucher diese Nummer gewählt hat. Wer sagt denn das mein Rechner diese Nummer nach einen Überfall durch Trojaner nicht gewählt hat. Die ganzen Besserwisser, die jetzt wieder aufheulen, das man an Trojanern selber schuld sei, sollten jetzt besser mal Ihren Mund halten. NIEMAND ist absolut perfekt. Das gilt für Virenschutzprogramme, für Firewalls, und erst recht für Menschen!

    Ich bin der Meinung, das man ein Mirco-Payment System mit gesicherter Authentifizierung haben muß, bevor man überkhaupt daran denkt, willkürlich Geld von jemandem Abzuheben. Es muß klar ersichtlich sein, wieviel eingezogen wird, und das nicht über einen HTML-Text, sondern über die definierte und immer gleich aussehende Schnittstelle des Payment-Systems. Es muß dort auch klar ersichtlich sein, für welche Leistung man bezahlen soll, in dem einem ein Vertrag angezeigt wird. Und es muß letztendlich immer die Feststellung meiner Person erfolgen.

    Dieser "Vertrag" muß gespeichert werden, mind. auf meiner Platte, und beim Betreiber des Paymentsystems. Auch über ein Widerrufsrecht (Abhängig von der Höhe der Summe) muß nachgedacht werden.

    Dazu ist die 0190 Nummer definitiv nicht in der Lage, und rechtlich jederzeit Auszuhebeln. Vielleicht sollte man sich endlich mal Gedanken über ein einheitliches, anonymes(Nur der Payment Betreiber hat die persönlichen Daten) Micro-Payment Gedanken machen, ohne das das Bezahlen im Internet auch in Zukunft nicht möglich sein wird, und Bezahlseiten somit toter als tot sind.

    Und man sollte sämtliche 0190 Nummern schlicht und simpel verbieten, ODER grundsätzlich erst mal NUR vom Kunden freischaltbar zu machen. Das wäre, wenn die Telefonbetreiber es ehrlich meinen sollten, die fairste Lösung. Wer 0190 oder ähnlich Nummer nutzen will, muß dies durch eine eigene Willenserklärung tun. Bei allen anderen funktionieren sie einfach nicht! Das ist technisch gesehen mit Sicherheit sehr einfach.


    Mfg


    Michael Kessel

  13. Selbstschutz

    Autor: André 06.03.02 - 15:39

    Sorry, aber sowohl bei Emailviren als auch bei 0190-Dialern gibt es eine einfache Methode sich zu schützen.... Gehirn einschalten, erst überlegen und nciht überall draufklicken. Dann klappt das auch schon, unabhängig davon welches BS man benutzt.

    Und das 0190-Nummern generell verboten gehören ist auch nicht zu verstehen, da dies eine Möglichkeit ist, Kleinstbeträge abzubuchen und somit ein Revenue-Modell aufzubauen.

    So dann bis denno

  14. Re: Selbstschutz

    Autor: yfmtt 06.03.02 - 16:16

    Hi André,

    das ist sicher bei Erwachsenen gegeben, die sich in der Materie auskennen. Hein Blöd, der bei Aldi im höheren Alter seinen ersten PC kauft, weiß unter Umständen überhaupt nicht mit dieser Problematik umzugehen bzw. kennt 0190-Nummern nur von Sex-Angeboten und schlechten Gewinnspielen. Zudem sehen viele Leute eine angebotene Datei (nicht auf jeder Seite muß man explizit "Dialer herunterladen" drücken) geradezu als Geschenk an...
    Kinder sind ähnlich problematisch. Sicher kann man durchaus darüber diskutieren, ob sie unbeaufsichtigt durch's Netz surfen sollten, aber es kommt eben durchaus vor. Und hier stellt sich wieder die Frage nach der Wirksamkeit des Vertrages.

    Jedenfalls muß sich meiner Meinung nach definitiv etwas ändern. Der Mißbrauch ist leider viel zu einfach möglich. Praktisch wären Modelle, bei denen ich vorher in irgendeiner Art und Weise ein Guthaben bei meiner Telefongesellschaft für eine explizite Telefonnummer anlegen kann, von dem dann "gezehrt" wird. Oder automatisch eine PIN erhalten, die explizit bei der Vermittlungsstelle abgefragt wird, sobald ich eine 0190-Nummer wähle. Das würde auch die Vertragslage erleichtern (siehe EC).

    yfmtt

  15. OPFER einer 0190-0 NR. :Re: Künast: Neuer Betrug mit 0190-Nummern muss beendet werden

    Autor: Simeon Baumann 06.03.02 - 17:45

    Kann mir jemand Rat oder Hilfe geben?

    Ich bin selbst Opfer einer 0190-0 geworden. Jetzt stehe ich mit der Abrechnungsfirma im Konflikt. Die wollen von mir 40 € dafür daß ich mich wohl aus Unwissenheit für gerade mal 1 Secunde eingewählt habe. Es war ein Dialler der sich direkt von der Homepage aus startete!

    0190-0 Nr. sind neu, wie mir die Telekom mitteilte. Sie lassen es zu einen frei definierbaren Betrag über die DTAG abzurechnen. Ich habe den Betrag erstmal von meiner Telekomrechnung streichen lassen.
    Doch jetzt bekomme ich natürlich Mahnungen von Nexnet. Wie kann ich ohne Anwalt das Unglück abwenden?


    Bitte keine dummen Kommentare, sondern nur sachlich Antworten die mir wirklich helfen.
    Am besten Rechtskräftige aussagen, damit ich einen wirksamen Brief verfassen kann.


    MfG

    Simeon Baumann

    PS:

    TIP - Mittlerer Weile habe ich die Wahlberechtigung für meinen Anschluß für sämtliche 0190 Nr. durch die DTAG sperrren lassen, damit sowas nicht wieder passieren kann!

  16. Re: OPFER einer 0190-0 NR. :Re: Künast: Neuer Betrug mit 0190-Nummern muss beendet werden

    Autor: André 06.03.02 - 18:04

    Also als erstes würde ich mich mit in der Nähe befindlichen Verbraucherschutzzentralen in Verbindung setzen. Die helfen einem erstmal weiter. Dann können Sie weitere Infos auf folgender Seite beziehen:

    http://www.trojaner-info.de//dialer/dialer.shtml

    Viel Erfolg

  17. Re: Selbstschutz

    Autor: André 06.03.02 - 18:16

    Sicherlich ist ein besserer Verbraucherschutz durch bessere juristische Grundlagen zu begrüßen.
    Doch sollte man solange der nicht besteht eher darauf bedacht sein, den Nutzer aufzuklären. Doch dies scheitert oftmals am Nutzer selbst. Von den Marketingmassnahmen grosser Hard- und Softwarehersteller beeinflusst, geht der unbedarfte Nutzer davon aus, einen Computer zu bedienen und zu nutzen, sei so einfach, dass ein Studium eines Handbuches nicht notwendig ist. Abgesehen davon, dass man bei Komplett-PC's nicht von Handbüchern sprechen kann/darf.

    Wenn jemand z.B. keine Ahnung von einem Fernseher hat, wird er entweder das Handbuch studieren oder einen mit der Materie vertrauten Freund um Rat fragen. Doch bei Computern scheint alles anders zu sein.

    Somit sollten also zwei Massnahmen gleichzeitig greifen: Aufklärung der Verbraucher und Schutz der Verbraucher durch bessere Gesetze.

    In diesem Sinne...

    Think Peace

  18. Re: Ich sehe da noch ein ganz anderes Problem

    Autor: ae3001 06.03.02 - 18:19

    eigentlich ist doch die 0190-Nummer als Micro-Payment-Verfahren gedacht soweit ich weiß. Und was Pin/Tan-Kombinationen angeht wie sie beim Online-Banking eingesetzt werden für sicher hält sollte das auch nochmal überdenken, auch diese sind für Hacker wohl nicht das größte Problem denke ich mal.

    Eine in meinen Augen einfache Lösung: eine gute Firewall installieren die genau angibt, was sich da ins Internet einwählen will (kann z. B. ZoneAlarm - kostenlos erhältlich für Privatleute). Das hilft gegen "untergeschobene" Dialer. Und wer sich so ein Teil willentlich herunterlädt... naja, der kann sich in meinen Augen ehrlich gesagt nicht unbedingt mit Unwissenheit rausreden.

  19. Re: www.rtcw.de - gleich einen auf's Dach geben!

    Autor: André 06.03.02 - 20:40

    Da gibt es einen einfachen und einschlägig bekannten Weg - Abmahnung. Das wurde zwar in der Vergangenheit von verscheidenen Leuten und Firmen mit Massenabmahnungen missbraucht. Aber nichtsdestotrotz ist es ein Rechtsmittel um gegen solche Leute vorzugehen. Ich denke, dass auch in diesem Fall eine Nachfrage nbeim Verbraucherschutz weiterhilft.

  20. Re: Ich sehe da noch ein ganz anderes Problem

    Autor: André 06.03.02 - 20:57

    Hmh, ein ganz schön langer Text. Da weiss ich gar nicht, wo ich anfangen soll.

    Also zum einen zu Ihrer Aussage mit der nicht eindeutigen Identifikation der Vertragspateien auf Konsumentenseite. Sie als Telefonanschlussinhaber sind solange für die aufkommenden Entgelte verantwortlich, solange Sie nicht nachweisen können, dass diese Entgelte durch Dritte verursacht wurden. Das ist leider nach heutiger Rechtslage und den bekannten AGB so. Eine Umkehrung der Beweislast, das heisst, dass die Telcos nachweisen müssen, dass Sie wirklich diese Kosten verursacht haben, könnte da schon helfen, ist aber aus nachvollziehbaren wirtschaftlichen Interessen nicht in Sicht. Der Hinwesi auf minderjährige Kinder ist überflüssig, da die Eltern oder Erziehungsberechtigten für die Taten dieser Kinder haften.

    Wenn sich ein Dialer selbstständig installiert und auch aktiviert, könnte man Ihrer Argumentation des willkürlichen Geldabhhebens folgen. Hält sich der Dialer-Anbieter aber zum Beispiel an die Richtlinien des FSM (Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia), so müssen während der Benutzung des Dialers die Gebühren angezeigt werden und ein Einrichten des Dialers als Standard DFÜ-Verbindung vermieden werden. Das bedeutet aber, dass der Kunde selbstständig den Dialer aktivieren muss und in diesem Fall gibt der Kunde durch seinen Mausklick eine rechtsverbindliche Willenserklärung zum Abschluss des Vertrages ab.

    Und ein längeres Widerrufsrecht ist schwer durchzusetzen, da ja die Leistung sofort genutzt wird, und nicht wieder zurückgegeben werden kann.

    Insgesamt ist bleibt zu sagen, dass sich die 0190-Nummern in einer rechtlich schwer zu definierenden Zone befinden. Hier ist und bleibt der Gesetzgeber gefragt um z.B. die Beweislast bei Telco-Rechnungen umzukehren, oder aber einehitliche Authentifizierungsstandards für elektronische Zahlungen durchzusetzen.

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