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Musikindustrie fordert Abschaffung der Privatkopie

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  1. Re: Privatmann fordert...

    Autor: Naj 16.09.03 - 11:31

    stimmt die können sich auch mit anderen lustigen Sachen lächerlich machen :o) Die Musik ist doch bei solchen Sendungen eh Nebensache.

  2. Re: Existenzielle Bedrohung für den Musikmarkt ????

    Autor: Kopierkumpel 16.09.03 - 11:31

    grind schrieb:
    >
    > "von $ 80.000 Milliarden..." ... na ja gut, wir
    > wollen mal nicht übertreiben, sind natürlich
    > "nur" Millionen... und nur eine Millionen davon
    > würde mich sehr glücklich machen!! :-)

    DICH schon, aber wenn man sich auf die Bühne stellt und vor Millionen zum Affen machen soll, muss schon mehr drin sein. VIEL mehr...
    ;-)

  3. Rückkehr ins Mittelalter

    Autor: Tom 16.09.03 - 11:34

    Wenn niemand mehr Wissen aufbewahren darf, dauert's sicher nicht lange bis wir total verblöden.

  4. Re: Liebe Musikindustrie, mein letzter Vorschlag

    Autor: HAL9000 16.09.03 - 11:34


    Was kommt als nächstes? Zwangskauf von mindestens 4 CDs pro Monat, die ich mir dann je 2 Mal anhören darf, bevor sie im Laufwerk einem Selbstzerstoerungsmechanismus erliegen?

    So willig, wie unsere prima Regierung (die, mit den vielen innovativen Ideen) immer wieder den div. Lobbies nachgibt, ist es also nur noch eine Frage der Zeit, bis all diejenigen, die nicht bereit sind den PoppStar-Muell zu konsumieren, offiziell zu Schwerverbrechern erklaert werden.

    Mich wuerde ja auch interessieren, mit wem der die Lage offensichtlich voellig verkennende Herr Gebhardt die "offene und vorbehaltlose Diskussion ohne Scheuklappen" fuehren will - ganz sicher nicht mit uns Konsumenten, die einige 100 retail CDs und DVDs besitzen, aber irgendwie keinen Sinn darin sehen, fuer den 4. Remix von "Sympathy For The Devil" (billig mit dem Synthi abgemischt) noch mehr Geld auszuspucken.

    Aber es ist wohl sinnlos sich an dieser Stelle aufzuregen, die Affen von den div. Labels werden es erst dann schnallen, wenn es einen nicht zu umgehenden Kopierschutz geben wuerde(den es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht geben wird) und die Umsätze daraufhin völlig wegbrechen würden.

    Naja, ich stelle mich schonmal darauf ein, für das nächste Probehören eines Musikträgers im Plattenladen dann Gebühren zahlen zu müssen, was bilde ich mir auch ein, dass Produkt vor dem Kauf testen/anspielen zu dürfen.

    Bei der Musik-Industrie scheint - wie gleichermassen bei der Bundesregierung - das Dilber-Prinzip zu gelten... die dümmsten Idioten werden solange befördert, bis sie grösstmöglichen Schaden anrichten können.

    I'm sorry Dave - I can't do that.
    HAL

  5. Re: Privatmann fordert...

    Autor: LBee 16.09.03 - 11:36

    LOL!! also ich die überschrieft las hab ich _genau_ das selbe gedacht!

    die eigentlich überschrift müsste heissen "überflüssig gewordene industrie kämpft ums überleben mit hilfe des gesetzgebers"

    wie gut dass wir vor 50 jahren nicht die gleiche zustände hatten wie heute. dann wäre es gesetzlich verboten einen (elektrischen) kühlschrank zu besitzten und wir müssten immer noch regelmäßig eis blockweise kaufen vom eismann kaufen.

    hmm .. wie war das nochmal mit der sektsteuer und der kaiserlichen flotte? naja .. beweist nur dass es wasserköpf auch schon früher in den regierenden schicht gab.

    gruß,

    laszlo

  6. Re: Existenzielle Bedrohung für den Musikmarkt ????

    Autor: Dod 16.09.03 - 11:36

    Mhhh ich mach mich schon zum Affen für 200 € den Abend. Naja, das sind dann auch keine Millionen sonder eher 100 Köpfe *G*

    Trotzdem ist das echt mittlerweile banal. Wenn die Phonoverbände nur halbwegs wirtschaftlich denken würden, würden Sie zu aller erst an den Verträgen sparen und dadurch weniger kosten haben. Dadurch könnte evtl. die CD Preise auf Preise von 10-12 € gesenkt werden. Wäre sicherlich sinnvoll, da dann sicherlich auch mehr cds gekauft werden. Aber was zerbrechen wir uns auch den Kopf darüber, können ja eh nichts ändern bevor es nicht ganz schlimm ist und dies auch dem otto normal unanspruchs bürger auffällt.

    www.beltez.net
    www.orkusband.de

  7. Re: Phonoverbände fordern Abschaffung der Privatkopie

    Autor: Manga 16.09.03 - 11:36

    und wer bekommt wieder die schuld zugeschoben
    alle anderen nur sie selbst nicht

  8. Re: Musikindustrie fordert Abschaffung der Privatkopie

    Autor: Michael 16.09.03 - 11:36

    Ich werde meinerseits jede weitere ungewünschte Berieselung durch Musik verbieten lassen. Ich habe mein Recht auf Ruhe. Überall, egal ob Supermarkt oder in Plätzen wo allgemeines Treffen angesagt ist fordere ich mein Recht, nicht unter Zwang Musik hören zu müssen.

  9. Re: Liebe Musikindustrie, mein letzter Vorschlag

    Autor: Sozi 16.09.03 - 11:37

    HAL9000 schrieb:
    >
    > Dilber-Prinzip zu gelten... die dümmsten Idioten
    > werden solange befördert, bis sie
    > grösstmöglichen Schaden anrichten können.

    Das kannte ich noch gar nicht. Scheint aber zu passen.

  10. Das reguliert sich selbst

    Autor: Gorilla 16.09.03 - 11:39

    Warten wir einfach ab. Schließlich regelt sich der Markt von alleine. Wenn ich nix kopieren darf, dann muss ich ja kaufen. Da die CDs aber recht teuer sind und dazu nicht mehr so lange halten (Dank Kopierschutz), muss ich mir sehr gut überlegen, was ich kaufe. Das bedeutet natürlich das aus für Kurzzeitpopstats á la RTL/RTL2/Sat1-Sternchen.

    Es könnte also auch sein gutes haben! ;-)

  11. Garantie?

    Autor: Sunsetraving 16.09.03 - 11:39

    Also da tritt die Frage der Garentie auf. Wenn es mir nicht gestattet wird eine Kopie meiner CD´s anzulegen, darf ich dann, wenn mir eine CD "kaputt" geht, diese Umtauschen? Oder werde ich mir dann eine neue kaufen müssen? Und was ist mit der Gema? Wird die dann In den entsprechenden Bereichen abgeschafft?Oder darf ich im Falle einer Anzeigen wegen "illegalen" Kopierens auf die Gema verweisen?
    Die ist doch dazu da um diese Kosten aufzufangen....

    Und welche Partei wähle ich, wenn ich solche Gesetze nicht haben will?

    Und wie sieht es aus mit der Monopol Stellung? Haben Diese Vereine nicht schon eine Art Monopol Stellung eingenommen? Der Staat geht doch sonst gegen solche Vereinigungen vor...

    Ich hoffe Die Künstler währen sich gegen die Massnahmen der Plattenfirmen und Verbände und vermarkten Ihre Werke Direkt im web. Das Spart Kosten ohne ende und die Leute kaufen wieder...

    Und warum soll ich ein Schlechtes Album für viel Geld kaufen..

    Die haben doch alle den Arsch offen!!!

    stop1984 rulz!

  12. RAUBBAU

    Autor: bachus 16.09.03 - 11:40

    seit Jahren betreiben die Musikindustrie und ihre Interessenvertreungen einen regelrechten Raubbau am Markt, dem Konsumenten, den Künstlern, etc... das mußte sich ja irgendwann rächen!

    Darum sag ich:
    Ich fordere, dass die Bäume schneller wachsen, damit wir wieder besseren Raubbau am Wald begehen können!!!
    Ich fordere, dass Wale mehr Junge bekommen, damit Norwegen, Japan und alle anderen, die sich im Moment nicht trauen wieder "Extrem Wal-Fanging" machen können!!!
    Ich fordere, dass die Menschen mit 70 Jahren sterben, damit die Renten wieder sicher werden !!!
    ...


    hat noch jemand ein paar ähnlich unsinnige Ideen, so wie ich oder die Musikindustrie ?
    Dann immer her damit - wenn wir nur eingeschnappt und oft genug mit dem Fuß aufstampfen, dann geschieht ein Wunder und alle unsere absurden Forderungen werden wahr!

    A-U-F-W-A-C-H-E-N !!!!

  13. Re: Musikindustrie fordert Abschaffung der Privatkopie

    Autor: Erdie 16.09.03 - 11:40

    Ich hoffe, Du hast Recht ... ;-)

  14. Re: Das reguliert sich selbst

    Autor: markus 16.09.03 - 11:41

    Gorilla schrieb:
    >
    > Es könnte also auch sein gutes haben! ;-)

    ewiger optimist

  15. Re: Musikindustrie fordert Abschaffung der Privatkopie

    Autor: zikade 16.09.03 - 11:42

    Äh, mal auf doof - die hier titulierte "Musikindustrie" macht meines Wissens ja so vieles - außer Musik. Es handelt sich hierbei um einen Verband der von der Arbeit anderer - der Musiker - lebt, gut lebt. Da es zumindest technisch möglich und vielleicht auch denkbar ist, dass die Musiker den Vertrieb ihrer Arbeit direkt in die Hand, nehmen bangen sie - nicht zu unrecht - um ihr Auskommen. Daher ergibt es Sinn, dieses Verbot zu fordern. Langfristig kann damit der Eigenvertrieb oder gar das Eigenmarketing einer Gruppe wirksam unterbunden werden. Der Versuch ist zwar verständlich, aber das Gebaren der entsprechenden Firmen erinnert doch sehr an Kartellabsprachen vergleichbar zu denen der Ölmultis. Handelt es sich dabei nicht um den verzweifelten Versuch, die Musiker jedweder selbstständigkeit zu berauben? Und dies auf einen unabsehbaren Zeitraum?

  16. Achtung!

    Autor: Musikindustrie 16.09.03 - 11:42

    Überweist uns sofort all euer Geld, damit wir euch vielleicht ein oder zwei Titel Musik noch hören lassen (aber nur wenn ihr lieb seid, und das ganze nur einmal!)

    Wir sind ein Industriezweig, der mit seinen Kunden umspringen kann, wie er will - und das noch staatlich geschützt. Wer dagegen wiederspricht ist sicherlich nur ein Raubkopierer und gehört sofort eingesperrt, da er verhindert, daß wir weitere Milliarden schäffeln und somit unsere fünfte Yacht auf unserer eigenen Karibik-Insel gefährdet. So ein Vorgehen, muss sofort unterbunden werden. Sonst sind wir ja vielleicht noch eines Tages gezwungen zu ARBEITEN (man lese: in Lumpen auf der Straße betteln gehen).

    Die Künstler werden ja auch immer unverschämter... jetzt wollen diese Teenie-Rotzlöffel auch Geld haben (UNSER GELD!!), wo wir doch so geerös sind und unter massiven finanziellen Risiken und Entbehrungen ihre Musik zu veröffentlichen. Kein Wort des Dankes... die sollten ja auch eigentlich daführ bezahlen(!!), daß wir in einem Niedriglohnland ... ähh... unserem heißgeliebten Standort Deutschland ihre CDs pressen lassen. Schon mal gewundert, warum CDs dann soviel kosten?? Die Reflexionsschicht ist doch aus Silber, das kostet nunmal ne Kleinigkeit.

    Also seit gefälligst froh, dass wir euch überhaupt noch Musik hören lassen, ihr Schmarotzer und Raubkopierer (denn das seid ihr ja alle!)

    Mit freundlchen Grüßen,
    die Musikindustrie

  17. Re: Das reguliert sich selbst

    Autor: bachus 16.09.03 - 11:43

    und was hab ich davon, wenn ich mir von der nach reiflicher Überlegung doch gekauften, total überteuerten CD kein Backup machen darf/kann ??
    Na schönen Dank auch! Sch... auf Selbstregulierung! Bei Monopolen klappt das nämlich eh nicht!

  18. Zitat

    Autor: Rollercoaster 16.09.03 - 11:45

    "Künstler und Verwerter haben Anspruch auf gerechte Vergütungen ihrer Leistungen"

    wenn ich mir die derzeitigen Charts und Shows anschaue, muss ich leider sagen:
    Derzeit erhalten Sie ein gerechte Vergütung der Leistung........
    .......nämlich gar nischt.

    Wenn die lieben Leute die Musik zu einem Konsumgut niederen Wertes verkommen lassen, indem sie einen Schnellschuss nach dem anderen produzieren und das Wort "Künstler" in diesem Zusammenhang einfach lächerlich erscheint, dann sollte man die Schuld nicht beim privaten Konsumenten suchen sondern in der Indusrie.

    (wat n bandwurmsatz) .-)

    Ich persönlich würde bei Abschaffung der Privatkopie einmal das Grundgesetz checken, ob da nicht ein Verstoß vorliegt.

    Mfg
    Rollercoaster

    P.S. @!#$ the industry

  19. mehr Musikunterricht

    Autor: Gorilla 16.09.03 - 11:45

    bachus schrieb:
    > Na schönen Dank auch! Sch... auf
    > Selbstregulierung! Bei Monopolen klappt das
    > nämlich eh nicht!
    Hast schon recht ... bin halt Optimist.

    Vielleicht sollten wir dann alle Musiker werden und nur noch selber Stück komponieren. Als ich hab ja früher Akkordeon gespielt ... da freuen sich bestimmt alle, wenn ich das auf meiner nächsten Fete rauskrame und allen mein Selbstgeschaffenes vorspiele!

  20. Die Antwort...

    Autor: wall of sound 16.09.03 - 11:46

    ... habe ich auf der Homepage der deutschen Band FURY IN THE SLAUGHTERHOUSE gefunden. Trefflicher könnte man es nicht umschreiben, in welche Richtung unsere Musikindustrie läuft...:

    +++++++

    auch wenn ich euch vielleicht langweile und wir mit dem abdrucken dieses artikels eventuell gegen urheberrechtsauflagen verstossen,
    und ich nicht mal weiss wer diesen artikel geschrieben hat,
    möchte ich ihn euch nicht vorenthalten
    gut gebrüllt löwe
    der mann/frau hat recht
    es sieht schlecht aus für die musik in diesem land
    support your local popstar
    die göttin der musik sei mit euch
    dj analog


    Die Zukunft der Musikindustrie
    2002: Als beste Künstler werden Madonna, Herbert Grönemeyer, Tom
    Jones, Cher, und Santana ausgezeichnet. Zu den Top-Hits gehören
    Westlife mit "Uptown Girl", die No Angels mit "All Cried Out", Kelly
    Osbourne mit "Papa Don't Preach", Madonna mit "American Pie". Die
    Musikindustrie erfährt zum ersten Mal nach einer langen Boomzeit
    einen Umsatzrückgang. Als Hauptursachen macht sie das in Mode
    gekommene Kopieren von CDs und das Tauschen von Musikdateien im
    Internet verantwortlich. Um den Kids klar zu machen, daß das Kopieren
    von Musik letzendlich die Künstler schädigt, startet die Industrie
    die Kampagne "Copying Music is Killing Music".

    2003: Die Musikindustrie zeichnet Herbert Grönemeyer, Nena, Kim
    Wilde, Ozzy Osbourne und Metallica als beste Künstler aus. Das Album
    Nr. 1 ist Nena mit Remixen ihrer größten Hits. In den Hitparaden
    finden sich neben Alexander, Juliette und Daniel K. auch Jeanette
    Biedermann mit "Rock my Life", das stark nach Roxette klingt.
    Weiterhin gehören Lichtenfels mit "Sounds like a Melody", Outlandish
    mit "Aicha", Kraftwerk mit "Tour de France 2003", KCPK mit "We will
    Rock You" und Murphy Brown mit "Axel F 2003" und Culture Beat mit
    "Mr. Vain Recall" zu den Tophits.

    Die meisten CDs haben Kopierschutz. Seit August ist das Kopieren
    kopiergeschützter CDs verboten, ebenso das Herunterladen von Musik
    aus dem Internet. Der Umsatz der Musikindustrie geht um weitere 15%
    zurück, besonders betroffen Hit-Kompilationen mit 47%.

    2004: Die Musikindustrie zeichnet Herbert Grönemeyer, Marius
    Müller-Westernhagen, DJ Bobo, Marianne Faithfull und Pur aus. In den
    Charts stehen das Hollywood Dance Project mit "Relax Reloaded",
    Kajagoogoo mit "Too Shy 2004", Nena mit "Haus der 2004 Sonnen" und
    Nico W aus "GZSZ" mit "Ich vermiß Dich wie die Hölle" lange Zeit ganz
    oben.

    Mit Hilfe einer automatisierten Sauger-Suche kann die Musikindustrie
    alle Nutzer von Tauschbörsen ausfindig machen. Fünf Millionen
    Haushalte in Deutschland erhalten daraufhin Post des Münchner Anwalts
    G., der ultimativ die Unterzeichnung einer Unterlassungserklärung
    einfordert und die Erstattung von Auslagen über 583,74 Euro.

    Die Tauschbörsen brechen zusammen. Die Hälfte aller T-DSL-Anschlüsse
    wird gekündigt. Der Umsatz der Musikindustrie geht um weitere 10%
    zurück.

    2005: Es werden Herbert Grönemeyer, Tom Jones, die Supremes, Suzi
    Quatro und Elvis Presley als Künstler des Jahres ausgezeichnet, dazu
    Status Quo mit dem Innovationspreis des Musiker-Managements. Die
    Charts führen an Peter Maffay mit "So bist Du 2005", Roberto Blanco
    mit "Ein bißchen Spaß muß wieder mal sein" und Zarah Leander mit "Ich
    weiß, auch 2005 wird ein Wunder gescheh'n."

    Der Umsatz der Musikindustrie schrumpft erneut um 50%.

    Die Trend-Scouts entdecken, daß unter den Jugendlichen 60er- 70er-
    80er und 90er- Revivals in sind. Sie treffen sich zu FlowerPower-,
    Disco-, New Wave- und Rave-Parties und hören die CDs ihrer Eltern.
    Original-CDs und LPs der vergangenen vier Jahrzehnte werden verstärkt
    bei Ebay gehandelt. Es wird vermutet, daß die Kids die CD erwerben,
    kopieren und dann weiterverkaufen. Das ist legal, da die alten CDs
    keinen Kopierschutz haben und nur Originale angeboten werden.

    2006: Die Musikindustrie bringt ein neues Tonträgerformat heraus: Die
    "Smart CD". Sie benötigt spezielle Abspielgeräte mit
    Internet-Anschluß. Die Smart-CDs lassen sich nur abspielen, nachdem
    vorher eine Lizenz über das Internet gekauft wurde. Lizenzen gibt es
    nur noch temporär, es ist nicht mehr möglich, ein Musikstück "für
    immer " zu erwerben. Dafür werden die "Smart-CD"-Spieler im Bundle
    mit einem Musik-Abo für einen Euro angeboten.

    Als erfolgreichste Künstler werden Herbert Grönemeyer, die Scorpions,
    Mark Oh, Oli P. und Peter Kraus ausgezeichnet. Die Charts werden
    beherrscht durch Songs wie "Flugzeuge im Bauch Ultimate Edition" mit
    Herbert Grönemeyer, Oli P. und Xavier Naidoo, "You Keep Me Hanging
    On" mit den Supremes, Kim Wilde und Sinema sowie "Anyplace, anywhere,
    whatever" von Nena, Kim Wilde und Jan Delay.

    Aus Anlaß der Fußball-WM wird mit großem Marketing-Aufwand eine neue
    Latino-Salsa-Welle propagiert, mit Carlos Santana und Richie Valens
    ("La Bamba World Cup 2006 Mousse T. Remix") als Galionsfiguren.
    Obwohl Brasilien zum sechsten Mal Weltmeister wird, hat die Welle nur
    mäßigen Erfolg.

    Der Absatz der Musikindustrie sinkt weiter.

    2007: Mit Hinweis auf die vielen bedrohten Arbeitsplätze setzt die
    Musik-Lobby ein Gesetz durch, nachdem der Rückruf einmal erteilter
    Lizenzen möglich ist. Prompt widerruft die Industrie alle bisher
    erteilten Lizenzen auf nicht kopiergeschützte Tonträger. Damit werden
    alle älteren CDs und alle LPs illegal, ebenso Plattenspieler und
    CD-Spieler, die nicht dem "Smart CD" Standard entsprechen. Im
    Austausch für ihre Original-CDs bietet die Industrie CD-Besitzern
    eine Einjahreslizenz für die auf der CD vorhandene Musik an.

    Nach einer erneuten Abmahnwelle der Kanzlei G. aus M. bricht der
    Tonträgerhandel über eBay zusammen.

    Auf die Veröffentlichung von Charts und die Auszeichnung von
    Künstlern wird verzichtet. Zunächst einmal müssen die Lagerbestände
    an CDs abverkauft werden.

    2008: Musik wird in Deutschland nur noch im Radio oder bei Konzerten
    gehört. Das Radio verliert aber an Popularität, seit die Industrie
    die Sender zwingt, nur noch neueste Produktionen zu spielen und über
    diese drüberzusprechen, damit das Aufnehmen mit Tapedecks verhindert
    wird. Konzerte sind fast unbezahlbar geworden, da das gesamte
    Management von den Eintrittspreisen mitbezahlt werden muß.

    Dagegen häufen sich die sogenannten "Open Jams", spontane
    Zusammenschlüsse von Hobby-Musikern, die auf öffentlichen Plätzen mit
    Gitarre, kleinem Schagzeug, Keyboard, Saxophon etc. Musik spielen und
    von begeisterten Zuhörern gefeiert werden.

    2009: Die Musiklobby setzt beim Gesetzgeber das Verbot öffentlicher
    und privater Performance urheberrechtlich geschützen Materials durch.
    Musikinstrumente werden mit einer Urheber-Abgabe belegt, da man ja
    eine Gitarre etwa zum Raub-Abspielen von Stones-Songs mißbrauchen
    kann. "Making music is killing music" lautet die begleitende
    Kampagne, die den Leuten Unrechtsbewußtsein beibringen soll.

    2010: Um Arbeitsplätze bei Musikern zu schützen, wird Musikunterricht
    rationiert: Es dürfen nur noch so viele Nachwuchsmusiker ausgebildet
    werden, wie der Markt braucht. Da dieser schneller schrumpft als die
    Musiker wegsterben, bedeutet das faktisch ein Verbot des
    Musikunterrichts. Hunderte Musikschulen werden geschlossen.

    2011: Sarah Connor versucht mit "Terminate Me" einen neuen, nicht
    gecoverten Song herauszubringen, wird aber dafür von den Anwälten der
    Musikrechteinhaber verklagt, die es nicht erlauben, daß neue Urheber
    am kleiner werdenden Kuchen mitverdienen wollen. "Composing music is
    killing music" heißt das Schlagwort der Inhaber alter Rechte. Sarah
    Connor gewinnt den Rechtsstreit, wird aber kurz darauf unter
    mysteriösen Umständen ermordet aufgefunden. Von nun an traut sich
    niemand mehr, neue Songs zu schreiben.

    2012: Die Eltern des 6-jährigen Wolfgang Amadeus Moherb, des
    "Jugend-musiziert"-Siegers, werden zu 150.000 Euro Schadenersatz an
    die Musikindustrie verurteilt, weil sich herausgestellt hat, daß ihr
    Kind erst seit eineinhalb Jahren musiziert, also nach dem
    Inkrafttreten der Unterrichts-Rationierung. Seine Lehrerin, die
    Violinistin Anne-Sophie Mutter, entzieht sich einer Gefängnisstrafe
    durch Flucht in den Irak, dem einzigen Land, das nicht unter
    Kontrolle der westlichen Wertegemeinschaft und damit der
    Musikindustrie ist.

    2020: Nahezu jede tonliche Äußerung, darunter Motorgeräusche,
    Trittschall, Türschließgeräusche und gesprochenes Wort, sind unter
    urheberrechtlichen Schutz gefallen. Eine Tür zumachen darf quasi nur
    noch, wer nachweisen kann, daß der dabei erzeugte Schall nicht dem
    von Porsche patentierten ähnelt. Die einzigen lizenzfreien Worte sind
    "der", "die", "das", "und" und "hallo". Die Gespräche von
    Menschen,
    die sich das "Deutsche Sprache Abo" nicht leisten können, sind daher
    fast unverständlich geworden. Überhaupt ist es sehr still geworden,
    da fast jede Schallerzeugung das Risiko einer Abmahnung durch den
    Münchner Justizkonzern G. und Söhne mit sich birgt.

    Die Anwälte der Ton und Schall Industrie-Gemeinschaft machen Jagd auf
    Park- und Waldbesitzer, die in ihren Anwesen das illegale Singen von
    Vögeln dulden.

    2050: Europa und die USA sind in einem Handstreich vom Irak
    eingenommen worden. Die Iraker brauchten nur einen einzigen Muezzin,
    um die halbe Streitmacht der Westmächte auszuschalten, die sich, an
    Schall nicht mehr gewöhnt, mit zugehaltenen Ohren am Boden wälzte.
    Die andere Hälfte und die zivile Bevölkerung wurden dadurch gewonnen,
    daß man ihnen Kinderlieder vorsang. Die Menschen fingen an zu weinen
    und den Invasoren auf Knien zu danken, für diese neue und wunderbare
    Gabe, die sie so lange vermißt hatten. Seither ist der Islam die
    größte Weltreligion und das Reich Allahs unter der weisen Herrschaft
    des Kalifen von Washington schwingt sich auf zu neuer Blüte



    dj analog

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