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Musikindustrie fordert Abschaffung der Privatkopie

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  1. Re: Ein Brief an die IFPI

    Autor: Dr Funk 17.09.03 - 08:27

    JUNGE du spricht mir wirklich aus der Seele !!!
    Ich bin voll und ganz deiner Meinung!

  2. Re: CDs gehen natürlicherweise kaputt - Re: Phonoverbände fordern Abschaffung der Privatkopie

    Autor: mike 17.09.03 - 08:29

    ich nutze diese möglcihkeit um diese wieder auf den rechner zu kriegen. Das heist das ich mir die zeit nehme und die Digitale cd auf analog spiele, dann mit der Soundkarte wieder einsample und als 8svx, mp3 oder ogg abspeichere. Dazu kommt noche eine Daten sicherung auf Videoband. Das heist das ich die Daten des Rechners auf einem Videoband sichere und da ist wieder Gema mit im kaufpreis. Also ich bezahle 2 mal gema und darf dann trotzdem keine Kopie machen ist doch total bescheuert. Wenn ich das mit der Privatkopie lese.

  3. Re: Ein Brief an die IFPI

    Autor: sHiDDz 17.09.03 - 08:36

    mit digitale kopie sind nicht die medien gemeint, auf denen sich die opie befindet, bzw. wie sie abgespecihert ist, sondern der kopiervorgang an sich. zum beispiel ist das kopieren von cd auf minidisk per chinch-kabel am analogen anschluss gestattet, das kopieren per spdif allerdings nicht

  4. Neuer Rekord!

    Autor: censorshit 17.09.03 - 09:32

    So viele Postings hab ich hier noch nie zu einem Thema gelesen. Scheint jamächtig vielen auf den Nägeln zu bernnen... oder guckt mal bei heise, da ist das Forum schon auf 23 Seiten ausgedehnt (hehe).
    Wer soll den das ganze Zeuch lesen??
    :-

  5. Re: Phonoverbände fordern Abschaffung der Privatkopie

    Autor: JTR 17.09.03 - 09:36

    Ihr eigenes Grab schaufeln sind sie schon lange dran z.B. mit den Kopierschützen. Wann kapieren diese Manager endlich, dass für diejenigen die eh raubkopieren (das Wort ist eigentlich völlig unpassend, schliesslich ist es kein Raub im eigentlichen Sinne) kein Problem darstellt diese zu umgehen. Die ehrlichen Kunden die meist nicht technisch so versiert sind, schrecken die vielen Nachteile der Kopierschütze aber inzwischen auch schon vor dem Kauf von gewissen Musik-CDs ab!

    Das Verhalten der MI und das von SCO sind evt. ein neuer Trend auf verzweifelte Situationen zu reagieren. Das schöne dabei ist nur, dass die Lobbiesten dadurch endlich ihr wahres Gesicht offenbaren und allmählich dämmert es auch dem Otto Normalverbraucher was da abgeht, denn selbst Boulvardpresse greift inzwischen das Thema auf.

    Zudem sollte man vielleicht das Übel an der Wurzel packen und das ist nicht der Konsument der zu Hause für den Eigenverbrauch kopiert und mit P2P saugt, sondern diejenigen die die technischen Mittel dafür zu Verfügung stellen und damit Geld auf Kosten der MI und Softwareindustrie verdienen und sich meiner Meinung nach deshalb in einer juristischen Grauzone bewegen, was höchst fragwürdig ist.

    Aber wenn die MI Mitleid oder Verständnis erwartet, dann kann sie darauf lange warten, sie hat ja die Konsumenten jahrzente lang genug ausnehmen können. Hätten sie das Geld gespart und nicht für Koks und Nutten und andere Ausschweifungen ausgegeben, hätten sie jetzt auch nicht so schnell ein Problem. Zudem haben sie schlicht die Entwicklung verschlafen, dass kommt davon wenn man mit alter Technik immer noch gross Kohle verdienen und den Konsumenten ausnehmen will, da ging halt nun der Schuss nach hinten los, Pech gehabt.

  6. Das darf nicht wahr sein

    Autor: Bort 17.09.03 - 09:47

    Eigentlich sollte man nicht so häufig von "früher" schwärmen, aber "früher" war in dieser Beziehung vieles besser!

    Noch vor 5 Jahren kostete eine neue CD 19,99 Mark, wenn es hochkam, dann waren es vielleicht 24,99 Mark. Der sogenannte "Back-Katalog" eines Künstlers wurde meist sogar für unter 10 Mark angeboten.

    Damals hat es mir persönlich noch Spass gemacht, CD's (und Platten zu kaufen), denn es waren humane und in meinen Augen faire Preise.

    Kopiert wurde Musik schon immer. Wenn jemand ein tolles Album hatte, wurde das eben aufgenommen und auf dem Schulhof weiter verliehen. Ich habe mir immer die Alben gekauft, die mir gefallen haben, einfach weil ich es schön finde, dann diese CD (oder Platte) im Original zu besitzen.

    Anders heute: die Musikindustrie macht sich doch selber kaputt. Ein Album kostet fast 20 EUR. Leute, das sind 40 Mark!!! Das ist wohl klar, dass man sich dann anderweitig orientiert. Zwar kaufe ich mir heute auch noch die eine oder andere CD, aber weiss Gott nicht mehr so ekzessiv wie noch vor Jahren. Dann wartet man halt, bis die gesuchten Stücke im Radio kommen oder leiht sich eben die CD eines Freundes aus und nimmt sie auf. (BTW bin ich absoluter Kasettenfetischist)

    Die Musikindustrie sollte man in sich gehen, wie sie den Teufelskreis durchbrechen kann, nämlich, in dem die Preise wieder auf ein normales Mass gesenkt werden. Ich bin mir beinahe hundertprozentig sich, dass dann die Verkaufszahlen wieder drastisch steigen werden.

    Und: ich finde es eine Frechheit, wenn die Privatkopie wirklich verboten werden sollte. Es ist mir viel zu schade, eine 20 EUR-CD im CD-Player meines Autos abzunudeln, nur dass sie dadurch Kratzer und Schrammen bekommt.

  7. Re: Phonoverbände fordern Abschaffung der Privatkopie

    Autor: Bort 17.09.03 - 09:52

    Karl-Heinz schrieb:

    > Da hast du auch recht. Bin ich froh dass ich was
    > "anständiges" gelernt habe. Jetzt ist es bald
    > mit den Spitzengehältern von Superstars vorbei
    > wenn man ihre Musik nicht mehr kennt und
    > deswegen nicht kauft.

    Du vergisst bloss die ganzen anderen Künstler, die auch darunter leiden. Die Musikindustrie besteht nun mal nicht nur aus Bohlen's und Superstars und Popstars, sondern auch aus Künstlern, für die die Musik hartes Überleben ist und harte Arbeit.

    Ich fände es schade, wenn alles, was nicht mehr von großen Labels gehypt wird, den Bach runtergeht, denn leider würde es genau so kommen.

  8. Re: Ein Brief an die IFPI

    Autor: Robert 17.09.03 - 10:00

    Klasse Idee werde mich wohl auch bemühen denen meine Sichtweise zu schildern. Vieleicht kommt meine Idee mit der Partei MSDAP (Musikalisch Sozialistische Deutsche Audiohörer Partei) bei denen gut an und wer weiß dann haben wir wirklich eine MJ (Musik Jugen)! ;o)

    Mal schauen ob ich dazu den Nerv habe denn meine Erfahrungen mit EMI waren sehr negativ. Auf mein erstes Schreiben erhielt ich ein Standardschreiben aufgepeppt mit teilweise patzig Formulierungen und eine Antwort auf das zweite Schreiben blieb aus.

    Es sind und bleiben Ignoranten. Es können 1.000.000 Leute sinngemäß das gleich schreiben und diese halten dennoch an ihren Thesen fest. Die haben ja schließlich viel Geld in die RIAA gesteckt um mit diesen Fakten präsentiert zu werden und da teueres gleich Qualität bedeutet hat die RIAA natürlich recht. Die einzigen Gewinner sind die RIAA denn diese haben es erfolgreich geschafft der MI einen Floh ins Ohr zu setzen und durch wilde Thesen und Spekulationen geschafft sich dumm und dämlich zu verdienen. Jetzt werden der MI die letzten paar Milliönchen auch noch aus der Tasche gezogen und die RIAA macht dicht und ist glücklich denn die Manager haben sich ihren Anteil brav sichern können.

  9. Re: Analoge Kopie reicht?

    Autor: bachus 17.09.03 - 10:01

    Martin schrieb:
    >
    > bachus schrieb:
    > >
    > > analoge Kopien sind doch weiterhin legal, oder
    > > nicht ?
    >
    > Ja, sie sind und bleiben legal.
    >
    > > Na dann schließe ich eben ein richtig
    > > gutes und kurzes Kabel an meine vernünftige
    > > Stereoanlage und meinen PC mit guter Soundkarte.
    > > Die minimalen Verluste sind doch nicht
    > bemerkbar!
    >
    > Tsss. Wofür gibt es dann Geräte mit
    > Digital-Anschlüssen?
    >
    > Martin

    Geräte mit Digitalanschlüssen gibt es, weil es früher mal erlaubt war, digitale Kopien anzufertigen! Analoge Kopien kannst du über eine digitale Schnittstelle aber NICHT anfertigen. Darum über analoge Schnittstelle.

    Also selber Tsss ;)

  10. Hat hier schon mal jemand an den Unbekannten Künstler gedacht?

    Autor: Globetrotter 17.09.03 - 10:08

    Hm, wenn ich mir dieses Forum so durchlese, kann ich den meisten nur zustimmen.
    Die MI dreht am Rad und wenn wir nicht alle aufpassen, bauen wir uns eine eigene schöne neue Welt. Die Film-Industrie hat es positiv vorgemacht, jetzt gibt es schon Filme für 6.99 oder 9.99, nur der Soundtrack kostet noch 20.00. Die MI verschläft den Zahn der Zeit. Und ratet mal der das bezahlen soll.

    Jedoch diejenigen die wirklich dabei auf der Strecke bleiben, ist die Masse der innovativen aber unbekannten Künstler. Die entweder keinen Vertrag bei den Majors bekommen (unsere Quote an deutsch Künstlern ist für die nächsten 2 Jahre schon voll) oder solche Verträge, die einem die Socken ausziehen.
    Das die Konjunktur auch diesen Zweig der Wirtschaft, also die Musik-Industrie, trifft, ist doch klar. Das jedoch in diesem Zweig momentan Verdienstmöglichkeiten für Musiker bestehen, wie vor 10 Jahren, nur mit den heutigen Preisen, da stehe ich Kopf.
    Die meisten Berufs-Musiker die ich kenne müssen (!) sich einen Job in einem nicht musischen Bereich suchen, um irgendwie überleben zu können.
    Die MI sollte wieder zu dem zurückkehren was vor langer langer Zeit (Adorno und Horkheimer) mal der Grund zur "Gründung" war:
    -Bewahrung der Kultur, also Förderung von Anfängern oder unbekannten Künstlern
    -Standardisierung, hiermit war damals nicht die Vorgabe eines einheitlichen Geschmacks gemeint
    -Sicherstellung der Tantiemen, jedoch nicht das alt Superstars ohne neue Titel absahnen, sondern das auch die Kleinen wieder angemessen entlohnt werden.
    -Arbeitsweisen der Serie, also Nutzung und Verbreitung von neuen Medien

    Argh, Musik war schon zur frühen Zeit zur Unterhaltung, Ausdruck von Gefühlen und als Diskus genutzt. Wo gehen wir heute hin?

    PS: Ach ja, schon mal dran gedacht, das mal ein bisschen Musik machen im allgemeinen bedeutet:
    Terminabstimmungen, Koordination Musiker, Koordination Bühne, Verhandlung mit Agenturen/Veranstalter, Üben allgemein, Proben für den Gig, Anreise, Aufbau, Warten bis der Gig anfängt, 4 bis 8 Stunden spielen, Warten bis der Abbau beginnen kann, Abbauen, Abreise, gute Nacht.

  11. Re: Garantie?

    Autor: Blar 17.09.03 - 10:48

    Ersatz kannst du gerne gegen einen "kleinen" Unkostenbeitrag haben und natürlich nur solange der Vorrat reicht.

    Hab mal in meiner kleinen CD Sammlung nachgeschaut und mir is aufgefallen das ich noch keine CD mit Euro bezahlt habe - eigentlich hab ich dieses Jahrtausend noch garkeine CD gekauft...

  12. Mails an die Politiker! Eigene Partei gründen!

    Autor: MI-VAMPIR 17.09.03 - 10:59

    Mein Vorschlag:

    Warum mailt eigentlich keiner an seinen Volksvertreter (z.B. Landtags- oder Bundestagsabgeordnete) des eigenen Wahlkreises? Und/Oder gleich auch noch an unsere Verbraucherschutzministerin, die Grünen - die Hüter der Demokratie :-)) - und an das Justizministerium - Hüter der Menschenrechte ;-) ??? Ach ja, wie wäre es auch noch mit der FDP mit Guido, die springen doch immer gerne auf den fahrenden Zug, sprich auf populäre Themen, um gewählt zu werden?

    Hier einige Adressen unserer Volksvertreter:

    - http://www.bundesregierung.de/Regierung/Bundeskabinett-,9542/Brigitte-Zypries.htm
    - http://www.bundesregierung.de/Regierung/Bundeskabinett-,874/Renate-Kuenast.htm
    - http://www.bundesregierung.de/Regierung/-,422/Bundesministerien.htm
    - http://www.fdp-fraktion.de/
    - http://www.gruene-fraktion.de/rsvgn/rs_dok/0,,212,00.htm
    - http://www.bundestag.de/mdb15/wkerg/index.html

    Vielleicht sollten wir auch gleich eine eigene Partei gründen? PRO Privatkopie? Angenehmer Nebeneffekt, werden wir gewählt gibts Kohle vom Staat und ne richtig fette Rente!!!

    Es grüßt,
    der MI-VAMPIR

  13. Re: Mails an die Politiker! Eigene Partei gründen!

    Autor: Blar 17.09.03 - 11:07

    wie wärs dann mit einem kleinen namenswechsel zu FTP als Parteiname das passt irgendwie besser in das ganze PC Thema

  14. Ein Paar von euch...

    Autor: Sebastian 17.09.03 - 11:09

    Einige von euch scheinen ja tatsächlich dazu zu stehen was die Musikindustrie da vorhat..
    Dazu fällt mir aber uach nur eines ein obwohl es euer freies Recht ist dies zu tun ...


    Es gab befürworter von Aufhebeungen von tempolimits ... diese sind in Autounfällen tödlich verünglückt.

    Es gibt Leute die Machen für Zigaretten werbung ... sterben an Krebs.

    Dazu nur wenige beispiele von vielen..

  15. Re: Privatmänner forderen...

    Autor: Caliban 17.09.03 - 11:14

    Dummer weise sind es die Teenies die keine ahnung von Wirtschaft habe die die CDs größtenteils kaufen sollen und was macht die MI wenn sie es sich mit ihnen verdirbt .... ???

  16. Re: Musikindustrie fordert Abschaffung der Privatkopie

    Autor: Achim 17.09.03 - 11:21

    Was hier von der MI gefordert wird und von der Politik durchgesetzt werden soll,wird keinen etwas nutzen,außer einen kleinen Personenkreis,die direkt von der MI profitieren.Die Künstler werden deswegen nicht mehr Geld bzw.Provision bekommen,nein das Geld fließt doch dann in die Taschen der großen Unternehmen.Es werden doch richtig gesehen,ganze Industriezweige kaputt gemacht,was damit noch mehr Arbeitslose zur Folge hat.Was die MI hier anstrebt,wird sich in geraumer Zeit auf alle Medienwirksamen Artikel ausweiten,bishin zu Software und Büchern.Es würde sich also jeder strafbar machen,der von was auch immer eine Kopie anfertigt.So gäbe es in Deutschland und der restlichen Welt nur noch Straftäter,die der verfolgung bedürfen.
    <trennt euch von allem und kommt in die Steinzeit zurück,aber nein das hilft ja auch nicht,wer
    dann von einer Steinaxt ein Dublikat anfertigt,macht sich ja strafbar.....

  17. Statement von Frau Zypries

    Autor: MI-VAMPIR 17.09.03 - 11:30

    Habe ich heute gefunden: Rede der Bundesministerin der Justiz Brigitte Zypries beim Symposium in München am 16. September 2003

    Siehe auch: http://www.bmj.bund.de/ger/service/reden_und_interviews/10000795/?sid=5dbcc54e742a0ce1fc950ec00a0229f8


    Das Urheberrecht in der Informationsgesellschaft: Bestandsaufnahme und Überlegungen zum weiteren Regelungsbedarf

    Rede der Bundesministerin der Justiz Brigitte Zypries beim Symposium in München am 16. September 2003

    Meine Damen und Herren,

    1. Karl Valentin hat einmal gesagt: "Kunst ist schön, macht aber viel Arbeit". Und genau dasselbe kann ich für das Urheberrecht sagen: Urheberrecht ist schön, macht aber viel Arbeit. Jedenfalls uns im Bundesministerium der Justiz. Kaum haben wir die eine Novelle ins Gesetzblatt gebracht ? schon wartet die nächste, der sog. Zweite Korb.

    2. Die heutige Auftaktveranstaltung zum Zweiten Korb soll diese viele Arbeit auf mehrere Schultern verteilen. Im Urheberrecht hat es wie in anderen Bereichen des Wirtschaftsrechts keinen Sinn, wenn wir uns in Berlin vor ein leeres Blatt Papier setzen und Regelungen aufschreiben. Weil die Materie so kompliziert ist und so vielfältige Kenntnisse erfordert, wollen wir möglichst viel Sachverstand zusammenführen. Nur so können wir zu richtigen und möglichst breit akzeptierten Lösungen kommen. Wenn alle, die hier versammelt sind, mitwirken, bin ich zuversichtlich, dass sich der Zweite Korb ebenso wird sehen lassen können, wie der Erste.

    3. Ich bin Ihnen, lieber Herr Professor Becker, und Herrn Professor Rehbinder sehr dankbar, dass das Institut für Urheber- und Medienrecht dieses Symposium organisiert hat. Nicht nur, dass sie uns so ein Stück Arbeit abgenommen haben; es dokumentiert auch unseren Willen, die interessierten Kreise in die Neugestaltung mit einzubinden.

    4. Gestatten Sie mir zunächst einen Blick zurück in den "Ersten Korb" ? das Gesetz ist Samstag in Kraft getreten.

    Wir haben das Recht des Urhebers jetzt auch auf die Verwertung im Internet ausgedehnt. Diese Klarstellung war vor allem deshalb wichtig, weil von diesem neuen Medium Gefahren für das geistige Eigentum drohen, die es zu regeln gilt. Sie als Angehörige der Urheberrechtsfamilie wissen, wie relativ jung das geistige Eigentumsrecht ist ? im Vergleich mit dem Eigentum an körperlichen Gegenständen. Noch zu Goethes Zeiten gab es in Deutschland keinen Schutz vor dem willkürlichen Nachdruck literarischer Werke. Es war ein langer, beschwerlicher Weg zur gesetzlichen Verfestigung des Urheberrechts. Wir müssen auf der Hut sein, dass dieses Recht der Kreativen mit den Möglichkeiten moderner Informationstechnik nicht wieder zerrinnt.

    5. Deshalb war es wichtig, Urheber, die ihr Eigentum durch Kopiersperren schützen, vor der Umgehung dieser Sperren zu bewahren, soweit dies gesetzlich möglich ist.

    Notwendig war zudem die Klarstellung, dass die Privatkopie auch digital zulässig ist. Daraus folgt aber, dass für diese digitale Kopie ? in Gestalt der Abgabe auf Kopiergeräte ? bezahlt werden muss, was bisher zum Teil bestritten wurde.

    Für die analoge Privatkopie galt die Maxime:

    - Was wir schützen können, schützen wir.

    - Wo wir nicht schützen können, kassieren wir-

    Es gibt keinen vernünftigen Grund, das für die digitale Kopie anders zu sehen.

    Sie wissen: Der Vermittlungsausschuss hat die Zulässigkeit der Privatkopie verboten, wenn die Vorlage offensichtlich rechtswidrig hergestellt wurde. Ich glaube, damit wird die Praxis zurecht kommen. Für die Wissenschaft ist das schon schwieriger. Sie wird darüber viel nachdenken und schreiben können. Vielleicht wird dann klar, was der Gesetzgeber sich dabei gedacht hat ? oder sich dabei hätte denken müssen.

    6. Meine Damen und Herren,

    beim Blick nach vorn ? in den Zweiten Korb ? sehen wir eine große Zahl von Fragen, die auf Antwort warten. In der Einladung zum heutigen Symposium klingen sie schon an. Unser Fragebogen hat sie noch näher aufgelistet.

    Der ? für sehr viele ? wichtigste Punkt ist dabei die Vergütung. Am weitesten geht die Frage, ob das im Jahre 1965 gefundene Konzept der Legalisierung der Privatkopie um den Preis der Geräteabgabe und die 1985 eingeführte Leerkassettenabgabe auch heute noch beibehalten werden sollen. Diese Lösungen waren 1965 und 1985 wirklich genial, aber heute werden sie ? wie vieles Überkommene ? infrage gestellt. Die Gerätehersteller weisen nämlich darauf hin, dass es inzwischen technische Möglichkeiten gibt, Inhalte zu schützen und kontrolliert abrufen zu lassen. Deshalb müsse man von der kollektiven Wahrnehmung der Rechte zur individuellen Verwertung übergehen. Das Stichwort ist Digital Rights Management.

    Es ist wirklich zu bedauern, dass die EU bislang angesichts der unterschiedlichen Vergütungssysteme vor der Aufgabe kapituliert hat, hier für eine Harmonisierung zu sorgen. Das bedeutet, dass wir die beiden Poole selber einer Synthese zuführen müssen:

    - Wir wollen dem Urheber eine möglichst angemessene Vergütung sichern.

    - Wir wollen aber nicht, dass durch Sonderwege der deutsche Markt für die betroffenen Geräte und Leerträgermedien unzumutbar belastet wird.

    Wo z.B. ein Drucker nur noch 50 Euro und weniger kostet, kann man ihn vernünftigerweise nicht mit 5 Euro für die Urheber belasten. Denn sonst bestellen die Verbraucher ihn demnächst in Ländern, wo es diese Abgabe nicht gibt ? diese Verbraucherflexibilität ist auch eine Folge der neuen Technik. Die Verwertungsgesellschaften sollten sich recht bald auf solche ökonomischen Grundtatsachen einstellen.

    Auf der anderen Seite wird die Forderung nach einem sofortigen Ausstieg aus der Geräteabgabe im Zweiten Korb noch nicht erfüllbar sein. Ein solcher Systemwechsel braucht Zeit und einen längeren Vorlauf. Und einen Rest an Gerätevergütungen wird es auch dann noch geben müssen, wenn die DRM-Systeme flächendeckend arbeiten. Denn nicht alles wird sich schützen lassen, z.B. das, was ungeschützt bereits auf dem Markt ist. Und man wird wohl auch nicht jedermann zwingen können, entweder seine Inhalte zu verschlüsseln oder auf sein Eigentum zu verzichten.

    Schwierige Fragen. Und das waren nur Ausschnitte aus der Vergütungsproblematik.

    Die Diskussionen werden deshalb nicht einfach sein. Aber wir müssen zu angemessenen Lösungen kommen. Dabei wird der Gesetzgeber künftig in einigen Bereichen nur die urheberrechtlichen Rahmenbedingungen bestimmen können. Angesichts der sich weiterhin rasant entwickelnden Technik werden Datails von den Betroffenen und ihren Verbänden in Vereinbarungen geregelt werden müssen.

    Unter Umständen würde auch dabei eine Fortsetzung der Mediation helfen, die das Bundesministerium der Justiz im vorigen Jahr versucht hat. Hätten die Beteiligten damals alle zugestimmt, wären wir schon heute ein Stück weiter.

    7. Eine weitere strittig gebliebene Frage: Soll die Privatkopie auch bei Kopiersperren durchsetzbar gemacht werden. Hier gerät das geistige Eigentum in Konflikt mit Interessen der Verbraucherschützer und der Informationsfreiheit. Aber auch die Frage der Sozialpflichtigkeit des Eigentums stellt sich, nimmt man z.B. Gruppen von Behinderten in den Blick. Ich kann darauf heute noch keine Antwort geben. Ihr guter Rat wird mir deshalb sehr hilfreich sein.

    8. Neben diesen schwierigsten Fragen gibt es eine Reihe anderer, die sich wohl leichter lösen lassen:

    - Die Archivproblematik

    In den Archiven ? insbesondere der Rundfunkanstalten ? lagern alte Schätze, die für die digitale Verwendung praktisch nicht nutzbar sind. Dank der Vorarbeiten der Arbeitsgruppe im Erich-Pommer-Institut sind hier schon Lösungen in Sicht.

    - Auch das Problem des elektronischen Pressespiegels scheint sich durch die einschlägige Entscheidung des BGH und durch die Verhandlungen der VG-Wort mit den Zeitungsverlegern lösen zu lassen.

    9. Ich will es bei dieser unvollständigen Vorschau belassen.

    Wichtig ist mir aber noch ein Hinweis darauf, wie wir die Arbeit am Zweiten Korb organisieren wollen:

    Wie schon gesagt: Kein leeres Blatt Papier, sondern kooperative Gesetzgebung , wie ich es einmal nennen möchte. Die Kooperation mit den beteiligten Kreisen soll sich nicht auf den heutigen Tag beschränken. Sie soll unmittelbar nach diesem Symposium in einer "Arbeitsgruppe Zweiter Korb" organisiert werden, die von Herrn Dr. Hucko geleitet wird. In diese Arbeitsgruppe werde ich Repräsentanten der beteiligten Verbände, einige Wissenschaftler und Praktiker berufen. Ich bitte schon jetzt um Verständnis dafür, dass die Größe der Arbeitsgruppe nicht über 20 Mitglieder hinaus gehen soll, damit sie arbeitsfähig bleibt.

    Die Arbeitsgruppe Zweiter Korb soll

    - Sachkunde bündeln, kulturelle, ökonomische und technische Sachverhalte klären und aufbereiten,

    - Vorschläge und Forderungen von Interessenverbänden sammeln, diskutieren und abwägen,

    - um eine Annäherung der kontroversen Standpunkte ringen und Kompromisse suchen,

    - und Transparenz und eine fortwährende Anhörung der beteiligten Kreise gewährleisten.

    Die Arbeitsgruppe soll in etwa monatlichen Sitzungen relativ schnell zu Ergebnissen kommen.

    Zu Spezialthemen wird es Unterarbeitsgruppen geben, die der Hauptarbeitsgruppe zuarbeiten. Die Mitarbeit in den Unterarbeitsgruppen setzt nicht die Mitgliedschaft in der Hauptarbeitsgruppe voraus. Auf diese Weise kann weiterer Sachverstand zu ganz speziellen Themen nutzbar gemacht werden.

    Die konstituierende Sitzung der Arbeitsgruppe Zweiter Korb ist für Mitte Oktober vorgesehen. Die Beratungen in der Arbeitsgruppe sollten bis Ostern 2004 vorläufig abgeschlossen sein. Auf der Grundlage der Ergebnisse wird das Bundesministerium der Justiz den Referentenentwurf für den Zweiten Korb noch vor der Sommerpause 2004 vorlegen.

    Das ist ein ehrgeiziger Zeitplan. Aber ohne Ehrgeiz erreicht man nichts. Und nebenbei bemerkt: Das Konzept des Zweiten Korbs hat die Arbeit am Ersten Korb wesentlich beschleunigt. Zur Not müssen wir noch einen Dritten Korb flechten, um den Zweiten Korb schneller ans Ziel zu bringen.

    10.Ihnen allen nochmals vielen Dank für Ihr Kommen und für Ihre Mitwirkung an dem Auftakt zum Zweiten Korb.

    Es gibt viel zu tun. Und es wird nicht einfach sein.

  18. Re: Musikindustrie fordert Abschaffung der Privatkopie

    Autor: Alexander Holzner 17.09.03 - 12:09

    Hab ich vor ein paar Wochen gelesen und jetzt verwundert langsam die Uebereinstimmung - der Spass wandelt sich langsam in Zorn!

    Die Zukunft der Musikindustrie


    2002: Als beste Künstler werden Madonna, Herbert Grönemeyer,
    Tom Jones, Cher, und Santana ausgezeichnet. Zu den Top-Hits gehören
    Westlife mit "Uptown Girl", die No Angels mit "All Cried Out",
    Kelly Osbourne mit "Papa Don`t Preach", Madonna mit "American Pie".
    Die Musikindustrie erfährt zum ersten Mal nach einer langen
    Boomzeit einen Umsatzrückgang. Als Hauptursachen macht sie das in Mode
    gekommene Kopieren von CDs und das Tauschen von Musikdateien im
    Internet verantwortlich. Um den Kids klar zu machen, daß das
    Kopieren von Musik letzendlich die Künstler schädigt, startet die
    Industrie die Kampagne "Copying Music is Killing Music".

    2003: Die Musikindustrie zeichnet Herbert Grönemeyer, Nena, Kim
    Wilde, Ozzy Osbourne und Metallica als beste Künstler aus. Das
    Album Nr. 1 ist Nena mit Remixen ihrer größten Hits. In den
    Hitparaden finden sich neben Alexander, Juliette und Daniel K. auch
    Jeanette Biedermann mit "Rock my Life", das stark nach Roxette klingt.
    Weiterhin gehören Lichtenfels mit "Sounds like a Melody",
    Outlandish mit "Aicha", Kraftwerk mit "Tour de France 2003", KCPK mit "We will Rock You" und Murphy Brown mit "Axel F 2003" und Culture Beat
    mit "Mr. Vain Recall" zu den Tophits.
    Die meisten CDs haben Kopierschutz. Seit August ist das
    Kopieren kopiergeschützter CDs verboten, ebenso das Herunterladen von
    Musik aus dem Internet. Der Umsatz der Musikindustrie geht um weitere
    15% zurück, besonders betroffen Hit-Kompilationen mit 47%.

    2004: Die Musikindustrie zeichnet Herbert Grönemeyer, Marius
    Müller-Westernhagen, DJ Bobo, Marianne Faithfull und Pur aus.
    In den Charts stehen das Hollywood Dance Project mit "Relax Reloaded",
    Kajagoogoo mit "Too Shy 2004", Nena mit "Haus der 2004 Sonnen"
    und Nico W aus "GZSZ" mit "Ich vermiß Dich wie die Hölle" lange
    Zeit ganz oben. Mit Hilfe einer automatisierten Sauger-Suche kann die
    Musikindustrie alle Nutzer von Tauschbörsen ausfindig machen. Fünf Millionen Haushalte in Deutschland erhalten daraufhin Post des Münchner
    Anwalts G., der ultimativ die Unterzeichnung einer
    Unterlassungserklärung einfordert und die Erstattung von Auslagen über 583,74 Euro.
    Die Tauschbörsen brechen zusammen. Die Hälfte aller T-DSL-Anschlüsse wird gekündigt. Der Umsatz der Musikindustrie geht um weitere 10% zurück.

    2005: Es werden Herbert Grönemeyer, Tom Jones, die Supremes,
    Suzi Quatro und Elvis Presley als Künstler des Jahres ausgezeichnet,
    dazu Status Quo mit dem Innovationspreis des Musiker-Managements.
    Die Charts führen an Peter Maffay mit "So bist Du 2005", Roberto
    Blanco mit "Ein bißchen Spaß muß wieder mal sein" und Zarah Leander
    mit "Ich weiß, auch 2005 wird ein Wunder gescheh`n."
    Der Umsatz der Musikindustrie schrumpft erneut um 50%.
    Die Trend-Scouts entdecken, daß unter den Jugendlichen 60er-
    70er- 80er und 90er- Revivals in sind. Sie treffen sich zu
    FlowerPower-, Disco-, New Wave- und Rave-Parties und hören die CDs ihrer
    Eltern. Original-CDs und LPs der vergangenen vier Jahrzehnte werden
    verstärkt bei Ebay gehandelt. Es wird vermutet, daß die Kids die CD
    erwerben, kopieren und dann weiterverkaufen. Das ist legal, da die alten
    CDs keinen Kopierschutz haben und nur Originale angeboten werden.

    2006: Die Musikindustrie bringt ein neues Tonträgerformat
    heraus: Die "Smart CD". Sie benötigt spezielle Abspielgeräte mit
    Internet-Anschluß. Die Smart-CDs lassen sich nur abspielen,
    nachdem vorher eine Lizenz über das Internet gekauft wurde. Lizenzen
    gibt es nur noch temporär, es ist nicht mehr möglich, ein Musikstück
    "für immer " zu erwerben. Dafür werden die "Smart-CD"-Spieler im
    Bundle mit einem Musik-Abo für einen Euro angeboten.
    Als erfolgreichste Künstler werden Herbert Grönemeyer, die
    Scorpions, Mark Oh, Oli P. und Peter Kraus ausgezeichnet. Die Charts
    werden beherrscht durch Songs wie "Flugzeuge im Bauch Ultimate
    Edition" mit Herbert Grönemeyer, Oli P. und Xavier Naidoo, "You Keep Me
    Hanging On" mit den Supremes, Kim Wilde und Sinema sowie "Anyplace,
    anywhere, whatever" von Nena, Kim Wilde und Jan Delay.
    Aus Anlaß der Fußball-WM wird mit großem Marketing-Aufwand eine
    neue Latino-Salsa-Welle propagiert, mit Carlos Santana und Richie
    Valens ("La Bamba World Cup 2006 Mousse T. Remix") als Galionsfiguren.
    Obwohl Brasilien zum sechsten Mal Weltmeister wird, hat die
    Welle nur mäßigen Erfolg. Der Absatz der Musikindustrie sinkt weiter.

    2007: Mit Hinweis auf die vielen bedrohten Arbeitsplätze setzt
    die Musik-Lobby ein Gesetz durch, nachdem der Rückruf einmal
    erteilter Lizenzen möglich ist. Prompt widerruft die Industrie alle
    bisher erteilten Lizenzen auf nicht kopiergeschützte Tonträger. Damit
    werden alle älteren CDs und alle LPs illegal, ebenso Plattenspieler
    und CD-Spieler, die nicht dem "Smart CD" Standard entsprechen. Im
    Austausch für ihre Original-CDs bietet die Industrie CD-Besitzern
    eine Einjahreslizenz für die auf der CD vorhandene Musik an.
    Nach einer erneuten Abmahnwelle der Kanzlei G. aus M. bricht
    der Tonträgerhandel über eBay zusammen.
    Auf die Veröffentlichung von Charts und die Auszeichnung von
    Künstlern wird verzichtet. Zunächst einmal müssen die
    Lagerbestände an CDs abverkauft werden.

    2008: Musik wird in Deutschland nur noch im Radio oder bei
    Konzerten gehört. Das Radio verliert aber an Popularität, seit die
    Industrie die Sender zwingt, nur noch neueste Produktionen zu spielen und
    über diese drüberzusprechen, damit das Aufnehmen mit Tapedecks
    verhindert wird. Konzerte sind fast unbezahlbar geworden, da das gesamte
    Management von den Eintrittspreisen mitbezahlt werden muß.
    Dagegen häufen sich die sogenannten "Open Jams", spontane
    Zusammenschlüsse von Hobby-Musikern, die auf öffentlichen
    Plätzen mit Gitarre, kleinem Schagzeug, Keyboard, Saxophon etc. Musik
    spielen und von begeisterten Zuhörern gefeiert werden.

    2009: Die Musiklobby setzt beim Gesetzgeber das Verbot
    öffentlicher und privater Performance urheberrechtlich geschützen Materials
    durch. Musikinstrumente werden mit einer Urheber-Abgabe belegt, da man
    ja eine Gitarre etwa zum Raub-Abspielen von Stones-Songs mißbrauchen
    kann. "Making music is killing music" lautet die begleitende
    Kampagne, die den Leuten Unrechtsbewußtsein beibringen soll.

    2010: Um Arbeitsplätze bei Musikern zu schützen, wird
    Musikunterricht rationiert: Es dürfen nur noch so viele Nachwuchsmusiker
    ausgebildet werden, wie der Markt braucht. Da dieser schneller schrumpft
    als die Musiker wegsterben, bedeutet das faktisch ein Verbot des
    Musikunterrichts. Hunderte Musikschulen werden geschlossen.

    2011: Sarah Connor versucht mit "Terminate Me" einen neuen,
    nicht gecoverten Song herauszubringen, wird aber dafür von den
    Anwälten der Musikrechteinhaber verklagt, die es nicht erlauben, daß neue
    Urheber am kleiner werdenden Kuchen mitverdienen wollen. "Composing
    music is killing music" heißt das Schlagwort der Inhaber alter Rechte.
    Sarah Connor gewinnt den Rechtsstreit, wird aber kurz darauf unter
    mysteriösen Umständen ermordet aufgefunden. Von nun an traut
    sich niemand mehr, neue Songs zu schreiben.

    2012: Die Eltern des 6-jährigen Wolfgang Amadeus Moherb, des
    "Jugend-musiziert"-Siegers, werden zu 150.000 Euro
    Schadenersatz an die Musikindustrie verurteilt, weil sich herausgestellt hat,
    daß ihr Kind erst seit eineinhalb Jahren musiziert, also nach dem
    Inkrafttreten der Unterrichts-Rationierung. Seine Lehrerin, die
    Violinistin Anne-Sophie Mutter, entzieht sich einer Gefängnisstrafe durch Flucht in den Irak, dem einzigen Land, das nicht unter Kontrolle der westlichen Wertegemeinschaft und damit der
    Musikindustrie ist.

    2020: Nahezu jede tonliche Äußerung, darunter Motorgeräusche,
    Trittschall, Türschließgeräusche und gesprochenes Wort, sind
    unter urheberrechtlichen Schutz gefallen. Eine Tür zumachen darf
    quasi nur noch, wer nachweisen kann, daß der dabei erzeugte Schall nicht
    dem von Porsche patentierten ähnelt. Die einzigen lizenzfreien
    Worte sind "der", "die", "das", "und" und "hallo". Die Gespräche von
    Menschen, die sich das "Deutsche Sprache Abo" nicht leisten können, sind
    daher fast unverständlich geworden. Überhaupt ist es sehr still
    geworden, da fast jede Schallerzeugung das Risiko einer Abmahnung durch
    den Münchner Justizkonzern G. und Söhne mit sich bringt.
    Die Anwälte der Ton und Schall Industrie-Gemeinschaft machen
    Jagd auf Park- und Waldbesitzer, die in ihren Anwesen das illegale
    Singen von Vögeln dulden.

    2050: Europa und die USA sind in einem Handstreich vom Irak
    eingenommen worden. Die Iraker brauchten nur einen einzigen
    Muezzin, um die halbe Streitmacht der Westmächte auszuschalten, die
    sich, an Schall nicht mehr gewöhnt, mit zugehaltenen Ohren am Boden
    wälzte. Die andere Hälfte und die zivile Bevölkerung wurden dadurch
    gewonnen, daß man ihnen Kinderlieder vorsang. Die Menschen fingen an zu weinen und den Invasoren auf Knien zu danken, für diese neue und
    wunderbare Gabe, die sie so lange vermißt hatten. Seither ist der Islam
    die größte Weltreligion und das Reich Allahs unter der weisen
    Herrschaft des Kalifen von Washington schwingt sich auf zu neuer Blüte.

  19. Re: CDs gehen natürlicherweise kaputt

    Autor: May 17.09.03 - 12:19

    >Die Privatkopie soll es der Privatkopie wegen geben. Es bedarf keiner weiteren Begründungen.

    Ich denke in diesem Fall lässt du außer Acht mit welchem Zweck die Privatkopie überhaupt eingeführt wurde. Nämlich dem den Datenträger (ob dies nun Schallplatte oder CD ist) vor Verschleiß und Zerstörung zu bewahren.

  20. Re: Ein Brief an die IFPI

    Autor: Martin 17.09.03 - 13:07

    sHiDDz schrieb:
    >
    > mit digitale kopie sind nicht die medien
    > gemeint, auf denen sich die opie befindet, bzw.
    > wie sie abgespecihert ist, sondern der
    > kopiervorgang an sich. zum beispiel ist das
    > kopieren von cd auf minidisk per chinch-kabel am
    > analogen anschluss gestattet, das kopieren per
    > spdif allerdings nicht

    Das ist klar. Aber worauf beziehst du dich?

    Martin

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