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Sun mit eigener Open-Source-Lizenz gegen die GPL?

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  1. Sun mit eigener Open-Source-Lizenz gegen die GPL?

    Autor: Golem.de 06.12.04 - 10:42

    Sun hat der Open Source Initiative (OSI) mit der "Common Development and Distribution License" (CDDL) eine eigene Open-Source-Lizenz zur Prüfung vorgelegt. Sun macht aber keinen Hehl daraus, dass die Lizenz wohl inkompatibel zur GPL ist, Software unter der CDDL sich also nicht mit GPL-Software kombinieren lässt. Erst die OSI entscheidet aber, ob die Lizenz das Siegel "Open Source" erhält.

    https://www.golem.de/0412/35017.html

  2. Re: Sun mit eigener Open-Source-Lizenz gegen die GPL?

    Autor: jmoritz 06.12.04 - 11:26

    teile von solaris für linux benutzen?

    guter witz.

  3. Interessante Entwicklung

    Autor: Phil o'Soph 06.12.04 - 11:49

    Ich würde einen Gegenpol zur GPL befürworten. Die GPL schränkt teilweise sehr stark ein. Als Beispiel weise ich auf die Diskussion über Closed Source Treiber hin. Einerseits wird beklagt, dass Hersteller Linux nicht unterstützen. Und wenn Hersteller Linux unterstützen und Treiber bereitstellen, werden die Treiber den Distributionen nicht begefügt, weil die Treiber Closed Source sind.

    Ich warte auf ein Betriebssystem, dessen Lizenz den Entwicklern und Vertreibern mehr Freiheit einräumt.

    Phil o'Soph
    http://home.versanet.de/~olanger

  4. Re: Interessante Entwicklung

    Autor: Michi 06.12.04 - 11:53

    Gegenpol? Gibt es doch. Die BSD Lizenz ist bestes Beispiel dafür. Erlaubt das nutzen der Sourcen auch für kommerzielle Projekte. Siehe Mac OSX.

  5. Re: Interessante Entwicklung

    Autor: chodo 06.12.04 - 11:59

    Wenn due Sun-Lizenz nicht noch mehr einschränken würde (und somit wieder unfrei ist), wäre dem vielleicht so.

  6. Re: Interessante Entwicklung

    Autor: Weirdculture 06.12.04 - 12:06

    ich glaube das liegt enfach an den sachen das die verschiedenen lizenzen schützten wollen.

    auf der einenen seite die GPL die freiheit des programms guarantiert, und auf der anderen seite die bsd lizenz die die freiheit "alles" mit dem programm machen zu können was man will, auch dem programm die "freiheit" (dabei mein ich "freiheit" so wie es die GPL mit "freiheit" meint) zu entziehen.

    ich denke da muss der entwickler sich für für die eine oder die andere lizenz entscheiden.
    und es gibt wirklich viele Open Source Lizenzen. es muss nicht immer die GPÜL sein.

    ok, wenn GPL code benutzt worden ist, dann hat man auch das programm gemäß den lizenzbestimmungen der GPL, welche beim benutzten des GPL lizensierten codes akzeptiert owrden ist, auch unter der GPL zu verteiben. wenn man keinen GPL basierten code nimmt dann muss man auch nicht, bzw man ist dann an andere lizenzen gebunden.

    ich versteh die aufregung nicht

  7. Re: Interessante Entwicklung

    Autor: Danny 06.12.04 - 12:17

    Betrifft das auch dan Sun´s OOO?

  8. Inwieweit geprüft.

    Autor: JTR - alt 06.12.04 - 12:18

    Inwieweit sind eigentlich die Organisationen hinter OpenSource rechtlich geprüft? Ich meine ich kann ja auch nicht einfach mal ne Organisation gründen und meine eigenen Regeln aufstellen. Sonst kommt später noch jeder auf die Idee nach eigenen Gesetze zu leben. So quassi: "ich kann die hier geltenden Rechtslage ethisch und moralisch nicht vertreten, ich mach mir mal kurz meine eigenen Gesetze". Erinnert mich stark an die linksautonome Szene!

  9. Re: Inwieweit geprüft.

    Autor: RipClaw 06.12.04 - 12:26

    Das ist eine Lizenz kein Gesetz, vergleichbar mit AGBs.

    Wenn die Lizenz mit dem Gesetz in Konflikt steht, dann gilt das was das Gesetz vorschreibt.

  10. Re: Interessante Entwicklung

    Autor: Andre Schnabel 06.12.04 - 12:28


    > Betrifft das auch dan Sun´s OOO?

    Nicht, dass mir bekannt wäre. Es gibt zwar Überlegungen, die Lizenz von OOo zu ändern, die gehen aktuell aber in Richtung GPL, sind noch nicht konkret und eine "ganz neue" Lizenz ist bisher noch nicht in den Diskussionen aufgetaucht.

    Ach ja .. ähnliche Diskussionen gibt es übrigens schon sehr lange, es is also nicht so, dass sie jetzt plötzlich forciert werden und OOo morgen unter anderer Lizenz kommt.

    Andre

  11. Re: Inwieweit geprüft.

    Autor: JTR - alt 06.12.04 - 12:32

    Das heisst also, dass die Zentralisierung solcher AGB blödsinn ist und eine gewisse Unsicherheit bzg. Patentrechte ergibt. Sprich in einem Land wo die Lizens rechtsgültig ist, habe ich Glück gehabt, in einem Land wo sie aber nicht rechtskonform ist, kann mir eine Klage drohen?

    Habe ich das richtig verstanden? Insofern könnten solche Gerichtsfälle wie SCO VS IBM, doch noch was bringen.

    Wenn das stimmt, ist OpenSource eben doch ein Unsicherheitsfaktor bei Projektkalkulationen. Naja, wünschen wir uns mal nur, dass hier in der EU keine Softwarepatente durchkommen.

  12. Re: Interessante Entwicklung

    Autor: Theile 06.12.04 - 12:43

    LGPL...

    Am besten als Layerschicht auf den Kernel und dann auf die LGPL Layerschicht den Closed Source.

    bis denne
    theile

  13. Re: Inwieweit geprüft.

    Autor: Andre Schnabel 06.12.04 - 12:46

    Hi,

    >
    > Das heisst also, dass die Zentralisierung
    > solcher AGB blödsinn ist und eine gewisse
    > Unsicherheit bzg. Patentrechte ergibt.
    Da stimme ich dir zu. Andere (besonders GPL-Evangelisten) werden das anders sehen ("Zitat: Wir arbeiten weltweit mit einer einzigen Lizenz und es funktioniert.")

    > Sprich in
    > einem Land wo die Lizens rechtsgültig ist, habe
    > ich Glück gehabt, in einem Land wo sie aber
    > nicht rechtskonform ist, kann mir eine Klage
    > drohen?

    Es ist immer die Frage, was der Grund der klage ist. Es gibt millionen Gründe, wegen deren Du verklagt werden kannst. Etwa tausend davon werden von Liznzen ausgeschlossen. Der Rest nicht.
    Dabei ist es egal, ob es eine OpenSource Lizenz oder die eines Herstellers ist.
    Zur Anwendung auf lokales REcht: in deutschland ist es so, dass ausländische Lizenzen soweit möglich nach nationalem Recht angewendet werden. Bestimmungen, die deutschem Recht wiedersprechen, werden aber nicht wirksam. Das ist in der Regel für den Endanwender uninteressant, sehr wohl aber für jemanden, der selbst Software anbietet (entweder selbst durch Codebeiträge oder als Distributor).
    So ist ein genereller Haftungsausschluss (wie in fast allen OS-Lizenzen formuliert) in Deutschland nicht wirksam.

    >
    > Wenn das stimmt, ist OpenSource eben doch ein
    > Unsicherheitsfaktor bei Projektkalkulationen.

    Jede Lizenz ist ein Unsicherheitsfaktor. Oder hast Du schonmal alle EULA's der verschiedenen MS-Produkte gelesen? Ich hoffe, du verwendest nicht FrontPage und hast damit eine MS-kritische Seite gestaltet.

    > Naja, wünschen wir uns mal nur, dass hier in der
    > EU keine Softwarepatente durchkommen.

    Stimmt, auch Patente sind ein generelles Problem. Es gibt ganz wenige OpenSource-Lizenzen, die speziell auf das Patentproblem eingehen .. und noch weniger, die vor Patentklagen schützen. Hier ist es aber auch wieder das gleiche mit den Nicht-OpenSource Lizenzen.
    Ach ja ... Patentklagen dürften nach europäischem Recht nicht gegen einen Endanwender zulässig sein, sondern wiederum nur gegen Anbieter des betroffenen Werkes (in diesem Falle der Software).

    Andre

  14. Re: Inwieweit geprüft.

    Autor: Mind 06.12.04 - 13:12


    >Ich würde einen Gegenpol zur GPL befürworten. Die GPL schränkt teilweise sehr stark ein. Als Beispiel weise ich auf die Diskussion über Closed Source Treiber hin. Einerseits wird beklagt, dass Hersteller Linux nicht unterstützen. Und wenn Hersteller Linux unterstützen und Treiber bereitstellen, werden die Treiber den Distributionen nicht begefügt, weil die Treiber Closed Source sind.

    Hier verstehst du was falsch. Der Kernel ist LGPL und gegen den kannst du so viel Closed-Source linken wie du lustig bist.
    Das Problem mit der den Closed-Source-Treibern sind eigentlich zwei. Auf der einen Seite erlauben viele Treiberhersteller die Distribution der Treiber nicht, was aber reine Hersteller-Politik ist und überhaupt nichts mit der (L)GPL zu tun hat. Auf der anderen Seite gibt es Distributionen wie Debian, deren KERNPHILOSOPHI die völlige Freiheit ihrer Distribution ist, und somit Closed-Source nicht in Frage kommt... und das hat schon wieder nichts mit der (L)GPL zu tun.

    Das tolle an Open-Source ist aber das man es nicht verwenden muß. Wenn einem die Debian-Philosophie nicht gefällt, dann kann man mit Lindows&Co auch Distributionen bekommen, die für die EIGENEN Bedürfnisse besser ausgelegt sind. Und das mit den Hersteller-Problem kann man auch ganz einfach lösen. Vor dem Hardwarekauf auf Linuxunterstützung prüfen, und gut ist. Wenn ein Hersteller Linux nicht unterstützt... ne Mail schicken und ihm sagen das sie dadurch gerade wieder einen Kunden verloren haben.


    >Ich warte auf ein Betriebssystem, dessen Lizenz den Entwicklern und Vertreibern mehr Freiheit einräumt.

    Mit GPL und BSD-Lizenz hast du alle Freiheiten die man als Entwickler benötigt. Entweder sichert man mit der GPL ab das andere die eigene Arbeit nur "KOMERZIELL" benutzen dürfen, wenn sie die Sourcen veröffentlichen, oder man nimmt die BSD-Lizenz und gewährt anderen das sie von der eigenen Arbeit profitieren können ohne andere von ihrer Arbeit profitieren lassen zu müssen.

    Andere Lizenzen lösen keine Probleme mit Treiberherstellern oder Philosophien.

    Mind

  15. Re: Inwieweit geprüft.

    Autor: RipClaw 06.12.04 - 13:24

    Die EULA von MS ist in großen Teilen in Deutschland und anderen Ländern garnicht gültig.
    Aber trotzdem redet da keiner von Rechtsunsicherheit. Komisch nicht ?

    Die GPL hat sich bewährt aber ist nicht unbedingt in allen Teilen überall gültig aber die GPL wurde in einigen Fällen von Gerichten bestätigt und der größte Teil der GPL sollte allgemeingültig sein.

  16. Re: Interessante Entwicklung

    Autor: Doktor Renz 06.12.04 - 14:39

    Layer, engl. für "Lage", "Schicht".

    = Schichtschicht? ;)

  17. Re: Interessante Entwicklung

    Autor: baldrian 06.12.04 - 16:40

    Verschiedene Interessen - verschiedene Lizenzen, welche gemeinsam nebeneinander bestehen.

    Es gibt auch keinen Grund für Aufregungen, lediglich die reißerische Überschrift "... gegen GPL" soll dafür sorgen, daß mal wieder sinnlos diskutiert wird. Langsam aber sicher verliert Golem seine Ausrichtung auf die "IT-Profis", denn mit solchen Aufmachungen zielt man auf DAUs.

    Wenn ich solch plumpe Meinungsmache lese, erinnert mich das an das Niveau der Bildzeitung. Leider!

  18. Re: Inwieweit geprüft.

    Autor: CE 06.12.04 - 18:13

    Es wäre mir neu, dass der Kernel unter der LGPL lizenziert wäre.
    Der Kernel steht unter der GPL Version 2.

  19. Klassisches Mißverständnis

    Autor: dietmar 06.12.04 - 21:48

    Michi schrieb:
    >
    > Gegenpol? Gibt es doch. Die BSD Lizenz ist
    > bestes Beispiel dafür. Erlaubt das nutzen der
    > Sourcen auch für kommerzielle Projekte. Siehe

    Nur so am Rande: Die GPL hat _nichts_ damit zu tun, ob Software kommerziell ist oder nicht.

  20. Re: Klassisches Mißverständnis

    Autor: Michi 06.12.04 - 22:51

    Software unter GPL darf nicht in rein kommerziellen Anwendungen übernommen werden ohne das Sourcen dabei mit freigegeben werden.

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