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Es wäre schon schön ...

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  1. Es wäre schon schön ...

    Autor: peterchen 27.10.07 - 14:08

    ... wenn es eine "Aggregationsschicht", einen "ID-Dienst" zwischen mir und einem beliebigen Diensteanbieter im Internet gäbe, welche meine Identität verwaltet. So müsste ich nicht jedesmal meine vollständigen Daten bei jedem Dienst angeben, den ich nutzen möchte. Da kann zum Beispiel Google punkten: Der faule Mensch wird im Zweifel einen neuen Dienst von Google nutzen, weil er sich da nicht neu registrieren muss - auch wenn andere, vergleichbare Dienste im Einzelfall vielleicht mehr Features aufweisen.

    Viel wichtiger ist aber: muss denn wirklich jeder Web-2.0-Dienst meine Schuhgröße wissen? Klar funktionieren die meisten Geschäftsmodelle hauptsächlich deswegen, weil die Anbieter dann eben in der Lage sind, mir genau die richtigen Anzeigen von Görtz, Deichmann usw. einzublenden. Aber unheimlich ist das ganze schon irgendwie. Manchmal hätte ich lieber die Wahl, für den Dienst selber zu bezahlen ... es ist schon fast paradox, dass diese Möglichkeit nicht mehr überall funktioniert: Googlemail z.B. finde ich extrem praktisch, aber die haben gar kein Produkt mehr, das ich ganz normal bezahlen und statt dessen auf Anzeigen verzichten kann.

    Ebenfalls offen bleibt die Frage, wer diesen "ID-Dienst" übernehmen kann:
    * Banken? Wäre eine Möglichkeit, aber wer sagt mir, dass die nicht ebenfalls ein Profil von mir erstellen und weiterverkaufen?
    * Der Staat? Scheidet auch aus: Schäuble 2.0 braucht auch keiner.
    * Ein "Oligarchie" einzelner Unternehmen wie Google oder Microsoft? Genau da sind wir im Moment - finde ich nicht befriedigend.
    * Offene ID-Standards aus der Open-Source? Ich bin nicht sicher, ob das funktionieren kann: aber eine solche Lösung würde mir am besten gefallen ...

  2. OpenID! Re: Es wäre schon schön ...

    Autor: Erik Unger 27.10.07 - 16:04

    peterchen schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > ... wenn es eine "Aggregationsschicht", einen
    > "ID-Dienst" zwischen mir und einem beliebigen
    > Diensteanbieter im Internet gäbe, welche meine
    > Identität verwaltet.

    man OpenID - schaut stark nach dem kommenden Standard aus.

  3. Re: Es wäre schon schön ...

    Autor: fuzzy barnes 28.10.07 - 02:15

    Man hat dir aber schon gesagt, dass du nur unter Eid zur Wahrheit verpflichtet bist.
    Da ich noch keinen Dienst gesehen habe, der mir ein solchen abgetrotzt hat, haben die auch zum Teil recht fantasievolle Angaben von mir.

    Wenn soein Geldhai meint, er kann mit meinem Eigentum* Geld machen, dann sorry, hat er einfach mal Pech!

    Schlimmer noch: Wenn Hans und Franz meinen überall ihre Daten hinstrullen zu müssen, breitet sich so langsam eine gewisse Gleichgültigkeit gegenüber dem Datenschutz aus. Das ende wird irgendwann darin bestehen, das man sein Perso aufm öffentlichen Klo vorzeigen und sich per Fingerabdruck identifizieren muss nur um nen Ei abzuseilen.

    Schönes Web2.0

    und JA, es gibt Alternativen: zum Beispiel den Murx garnicht erst einreißen zu lassen.

    Also um es jetzt doch noch kurz zu machen: Die Idee eines ID-Dienstes ist in meinen Augen irgendwo zwischen Gestapo, Stasi, Schufa und Schäuble angesiedelt, also in der Sickergrube der schlechten Ideen.

    *) Meine Daten also Name, Geburtsdatum und -ort, Telefonnummer, Schuhgröße, Hobbys, Sexuelle Vorlieben, benutztes Rasierwasser, wo und wann ich es benutze und meine persönliche Einstellung zu Werbung ist meine Privatsache. Geschützt durch das Recht auf Informationelle Selbstbestimmung. Festgestellt durch das Bundesverfassungsgericht 1983 im sogenannten Volkszählungsurteil.

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