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Die haben ja gut verstanden was ein Forum ist.

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  1. Die haben ja gut verstanden was ein Forum ist.

    Autor: Thomas Fussenegger 07.12.07 - 15:32

    Wenn das so ist, müsste man jeden Gastwirt verurteilen an dessen Stammtisch über Ausländer gehetzt wird. Das kanns doch nicht sein. Für einen Kommentar verantwortlich kann nur der sein, der ihn schreibt. Dann muss man eben die IP Adresse speichern, damit man ihn ausforschen kann. Ich mach das jetzt bei meinem Forum sonst muss ich einen Rechtsanwalt anstellen, der den ganzen Tag Forumeinträge freischaltet. Die sind ja komplett verrückt.

  2. Re: Die haben ja gut verstanden was ein Forum ist.

    Autor: Youssarian 07.12.07 - 17:02

    Thomas Fussenegger schrieb:

    > Wenn das so ist, müsste man jeden Gastwirt
    > verurteilen an dessen Stammtisch über Ausländer
    > gehetzt wird. Das kanns doch nicht sein. Für einen
    > Kommentar verantwortlich kann nur der sein, der
    > ihn schreibt. Dann muss man eben die IP Adresse
    > speichern, damit man ihn ausforschen kann.

    Ich nehme Dein Votum für die Vorratsdatenspeicherung
    zur Kenntnis.

    > Ich mach das jetzt bei meinem Forum sonst muss ich
    > einen Rechtsanwalt anstellen, der den ganzen Tag
    > Forumeinträge freischaltet. Die sind ja komplett
    > verrückt.

    Einer Bundesbehörde - AFAIK war es das BKA - wurde
    kürzlich erst untersagt, die IP-Adressen der Besucher
    ihrer Webseiten zu speichern. Nun sind Leser etwas
    anderes als Schreiber, aber es ist dennoch bemer-
    kenswert.

    Außerdem genügt es nicht, die IP-Adressen zu
    speichern, damit kannst Du Dich aus Deiner Ver-
    antwortung befreien. Auch dies geht IIRC auf eine
    "Hamburger Entscheidung" zurück.

    Die "Hamburger Linie" scheint mir die folgende
    zu sein: Wer kritische Artikel schreibt und eine
    "Kommentarfunktion" anbietet, muss damit rechnen,
    dass rechtswidrige Kommentare veröffentlicht wer-
    den. In diesem Falle hat er entweder eine Vorab-
    kontrolle zu gewährleisten, oder er kann die
    Kommentatoren im Falle des Falles namhaft machen.
    Im letzteren Falle muss er mindestens noch auf
    Beschwerden reagieren und zwar 365,24 Tage im
    Jahr binnen 24 Stunden.

    Wenn sich dies als HM durchsetzt, sind private
    Foren wegen der erheblichen Risiken nicht mehr
    zu betreiben.
    damit rechnen

  3. Re: Die haben ja gut verstanden was ein Forum ist.

    Autor: Captain 08.12.07 - 07:52

    Youssarian schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Thomas Fussenegger schrieb:
    >
    > > Wenn das so ist, müsste man jeden
    > Gastwirt
    > verurteilen an dessen Stammtisch
    > über Ausländer
    > gehetzt wird. Das kanns doch
    > nicht sein. Für einen
    > Kommentar
    > verantwortlich kann nur der sein, der
    > ihn
    > schreibt. Dann muss man eben die IP Adresse
    >
    > speichern, damit man ihn ausforschen kann.
    >
    > Ich nehme Dein Votum für die
    > Vorratsdatenspeicherung
    > zur Kenntnis.
    >
    > > Ich mach das jetzt bei meinem Forum sonst
    > muss ich
    > einen Rechtsanwalt anstellen, der
    > den ganzen Tag
    > Forumeinträge freischaltet.
    > Die sind ja komplett
    > verrückt.
    >
    > Einer Bundesbehörde - AFAIK war es das BKA -
    > wurde
    > kürzlich erst untersagt, die IP-Adressen der
    > Besucher
    > ihrer Webseiten zu speichern. Nun sind Leser etwas
    >
    > anderes als Schreiber, aber es ist dennoch bemer-
    > kenswert.
    >
    > Außerdem genügt es nicht, die IP-Adressen zu
    > speichern, damit kannst Du Dich aus Deiner Ver-
    > antwortung befreien. Auch dies geht IIRC auf eine
    > "Hamburger Entscheidung" zurück.
    >
    > Die "Hamburger Linie" scheint mir die folgende
    > zu sein: Wer kritische Artikel schreibt und eine
    > "Kommentarfunktion" anbietet, muss damit rechnen,
    > dass rechtswidrige Kommentare veröffentlicht wer-
    > den. In diesem Falle hat er entweder eine Vorab-
    > kontrolle zu gewährleisten, oder er kann die
    > Kommentatoren im Falle des Falles namhaft machen.
    > Im letzteren Falle muss er mindestens noch auf
    > Beschwerden reagieren und zwar 365,24 Tage im
    > Jahr binnen 24 Stunden.
    >
    > Wenn sich dies als HM durchsetzt, sind private
    > Foren wegen der erheblichen Risiken nicht mehr
    > zu betreiben.
    > damit rechnen

    Damit ist ja erreicht, das Kritik gegenüber grösseren Einheiten( Firmen, Behörden usw.) gleich unterbunden wird... schöne neue Welt :-(

  4. Re: Die haben garnichts verstanden, die sind schon zu blöd um ne email zu schreiben die alten säcke.

    Autor: quietnight 08.12.07 - 10:56


    > Damit ist ja erreicht, das Kritik gegenüber
    > grösseren Einheiten( Firmen, Behörden usw.) gleich
    > unterbunden wird... schöne neue Welt :-(
    >


    du hasts es endlich verstanden ?
    geld macht recht, seit wann war das anders ?
    gut, das internet bleibt eine freie zone für alle, die wissen wie mann damit umgeht. und wer weiß, wie man IP rotings mit proxys durchführt um frei schreiben zu können, für den ist das neue datensammel gesetz ebenso egal, wie für die, welche wissen in welchen foren mann lesen und schreiben kann ohne von rechtlichen "idioten" angeprangert zu werden...auch. aber 90% sind normal user.
    dahinter steckt schon wieder das verbergen/verstecken... ansich schade, denn normale inet nutzer finden so weder möglichkeiten noch seiten auf denen es relativ meinungsfrei zugeht.

    ich frage mich da, wie all die foren private vorabkontrollen durchführen sollen (abgesehen davon, das es eh niemand tut)... mit einem stab von freien mitarbeitern 24h rund um die uhr ?
    ja ...und genau da steckt auch der hacken für das gesetz...
    10 milliarden foren können die ebensowenig kontrolieren :)
    es bleibt weiterhin bei zufalls treffern... einzelne prägnante threads aber sicher in keiner weise eine dauerhafte kontrolle, was weder zeitlich noch finanziell noch mitarbeiter technisch irgendwie zu lösen wäre :)
    denn niemand kann das inet überwachen (noch lange nicht).
    lustig, das gesetze über ein medium wie das internet von menschen gemacht werden, die nicht mal annähernd wissen, wie es funktioniert, die weder die dimensionen noch die strucktur der technik verstehen geschweige denn, wie ein pc von innen aussieht.

  5. Re: Die haben ja gut verstanden was ein Forum ist.

    Autor: sffda 09.12.07 - 00:08

    Thomas Fussenegger schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Für einen
    > Kommentar verantwortlich kann nur der sein, der
    > ihn schreibt.

    Falsch,da die meisten Foren betreiber der meinung sind die einträge sind deren eigentum nach veröffentlichung.
    Und für etwas an dem ich keine rechte habe(Foren beiträge u.s.w) kann ich folglich nicht verantwortlich sein.


  6. Re: Die haben ja gut verstanden was ein Forum ist.

    Autor: Youssarian 12.12.07 - 11:13

    Captain schrieb:

    >> Die "Hamburger Linie" scheint mir die folgende
    >> zu sein: Wer kritische Artikel schreibt und eine
    >> "Kommentarfunktion" anbietet, muss damit rechnen,
    >> dass rechtswidrige Kommentare veröffentlicht wer-
    >> den. In diesem Falle hat er entweder eine Vorab-
    >> kontrolle zu gewährleisten, oder er kann die
    >> Kommentatoren im Falle des Falles namhaft machen.
    >> Im letzteren Falle muss er mindestens noch auf
    >> Beschwerden reagieren und zwar 365,24 Tage im
    >> Jahr binnen 24 Stunden.

    >> Wenn sich dies als HM durchsetzt, sind private
    >> Foren wegen der erheblichen Risiken nicht mehr
    >> zu betreiben.

    > Damit ist ja erreicht, das Kritik gegenüber
    > grösseren Einheiten( Firmen, Behörden usw.) gleich
    > unterbunden wird... schöne neue Welt :-(

    Das ist sicher nicht richtig, den nach wie vor
    kannst Du selbst ein Blog betreiben und so Deine
    Meinung öffentlich verbreiten. Dies hat auch S.N.
    getan und sein Artikel wurde ja nicht beanstandet.
    Auch dürfte er aufgrund seines umsichtigen Verhal-
    tens kaum strafrechtliche Folgen fürchten müssen.

    Hier geht es vielmehr um das Zivilrecht, konkret
    darum, wer für den Schaden haftet, der durch die
    Veröffentlichung des acht Stunde später gelösch-
    ten Kommentars entstanden ist. Dabei ging es eben
    nicht um gerechtfertigte Kritik sondern um Schmä-
    hungen, die auch der Betreiber des Blogs als
    rechtswidrig ansah.

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