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  5. › HTML 5: Streit um Ogg Theora

HTML 5 = Großer Humbug

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  1. HTML 5 = Großer Humbug

    Autor: GodsBoss 11.12.07 - 12:22

    Ein HTML 5 ist sowieso großer Humbug, jetzt werden HTML *und* XHTML weiterentwickelt, und das in völlig unterschiedliche Richtungen. Wieso wird bei HTML 5 der Weg des generischen object-Tags verlassen? Dort kann man den Typ des eingebetteten Objekts eingeben, egal ob das nun ein Video, eine mp3, ein PDF oder irgendwas anderes ist.

  2. Re: HTML 5 = Großer Humbug

    Autor: crash 11.12.07 - 14:57

    GodsBoss schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ein HTML 5 ist sowieso großer Humbug, jetzt werden
    > HTML *und* XHTML weiterentwickelt, und das in
    > völlig unterschiedliche Richtungen. Wieso wird bei
    > HTML 5 der Weg des generischen object-Tags
    > verlassen? Dort kann man den Typ des eingebetteten
    > Objekts eingeben, egal ob das nun ein Video, eine
    > mp3, ein PDF oder irgendwas anderes ist.

    Ich finde HTML5 sehr vernünftig. Es ist das, was das W3C nie geschafft hat. Es soll die Kompatibilität zwischen den Browsern verbessern. Es heißt HTML5, da es mit HTML 4.01 aufräumt und __gleichzeitig__ XHTML 5, weil es auch die Zukunft von XHTML festlegt. Über den Namen kann man sich streiten, aber HTML 5 beinhaltet interessante neue Elemente und Techniken. HTML 5 bleibt einfach ein Kunstwort.

    OK, ob nun <video> und <audio> Sinn hat sein mal dahingestellt. Bin ich auch nicht so überzeugt von, aber da es der größte Teil von Medien-Objekte im Web Videos und Audio-Dateien sind, warum sollte es nicht ein spezielles Element dafür geben?

    Im übrigen scheint man bei Firefox und Opera weniger Probleme mit OGG zu haben, denn dort wird z.Z. <video> implementiert.


  3. Re: HTML 5 = Großer Humbug

    Autor: Fux 11.12.07 - 15:31

    crash schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > OK, ob nun <video> und <audio> Sinn
    > hat sein mal dahingestellt. Bin ich auch nicht so
    > überzeugt von, aber da es der größte Teil von
    > Medien-Objekte im Web Videos und Audio-Dateien
    > sind, warum sollte es nicht ein spezielles Element
    > dafür geben?

    Natürlich macht das Sinn. Dann brauch ich nicht so viele Plugins installieren. D.h. ich brauch nicht für jede Seite ein Anderes, die Browserhersteller können sich, wenn sie das mal unterstützen (und die Webentwickler dem Folge leiseten, auf wichtigere Dinge als Plugins kümmern.
    Eigentlich sollte sich IMO(!) sowieso der Pluginhersteller darum kümmern, dass die Plugins funktionieren und nicht umgekehrt. Wenn sie wollen, dass ein Plugin unterstützt wird, dann sollen sie gefälligst dem W3C beitreten und einen anständigen Standard und Doku zu ihrem Kram erstellen.

    Ich kann der Sache viel abgewinnen. Jeder Webdesigner sollte froh darüber sein sich nicht überlegen zu müssen, was für ein Format er jetzt nimmt.

    Dass es einen Standard gibt heißt auch nicht, dass sonst nichts mehr funktioniert. Ich hoffe zwar, dass sich dann möglichst jeder dran hält und so viel wie möglich so funktioniert, aber es bleibt doch trotzdem generisch.

    Achja, XHTML wurde ja u.a. dazu entworfen, dass es einfach zu erweitern ist (siehe MathML & Co.). Sagt also nicht, dass es nicht generisch sei.
    Okay, es ist vielleicht eine bessere Form von generisch ;-)

    Und an alle, die ihre Seite von Webdesignern erstellen lassen:
    Testet eure Seite hier: http://validator.w3.org/
    Wenn nichts valides dabei rauskommt, dann würde ich den Ersteller feuern.
    Denn dann handelt es sich um einen Betrüger und auf keinen Fall um Webdesigner.

  4. Re: HTML 5 = Großer Humbug

    Autor: crash 11.12.07 - 15:39

    Das hättest du besser dem ersten Beitrag angehangen.

    Ein Video ist nichts anderes als ein Objekt. Der Browser könnte auch einfach gucken, ob in type (Bzw. Content-Type) etwas von video/* steht und dann einfach das Objekt selbst behandelt. Ich habe ein wenig das Gefühl, dass <video> geschaffen wurde, um die Probleme mit einem anderen bekannten Browser zu umgehen.

    Im übrigen: http://phpfi.com/199575

    P.S. Sinn kann man nicht machen :-)

  5. Re: HTML 5 = Großer Humbug

    Autor: Fux 11.12.07 - 19:15

    crash schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das hättest du besser dem ersten Beitrag
    > angehangen.

    Ist mir auch aufgefallen. Sorry!

    > Ein Video ist nichts anderes als ein Objekt. Der
    > Browser könnte auch einfach gucken, ob in type
    > (Bzw. Content-Type) etwas von video/* steht und
    > dann einfach das Objekt selbst behandelt. Ich habe
    > ein wenig das Gefühl, dass <video>
    > geschaffen wurde, um die Probleme mit einem
    > anderen bekannten Browser zu umgehen.
    >
    > Im übrigen: phpfi.com
    >
    > P.S. Sinn kann man nicht machen :-)

    Eigentlich macht es, wie beschrieben, schon Sinn:
    Nehmen wir an Max Dau (*fg*) surft das erste mal im Web und stößt auf ein Video.

    Der Ersteller dieser Seite hat lange rumüberlegt, was für ein Format er für das Video verwenden soll. Klug, wie er war hat er es in WMV, eingebettet in Flash, OGG, MOV und vielen anderen Formaten zur verfügungen gestellt.

    Allerdings benutzt Max Dau die neue Version (ohne Player) von Windows oder einen nicht-IE, der von seinem bekannten Computerfreak (der es schafft Programme und Windows zu installieren!) empfohlen wurde. Der hat ihm auch gesagt, dass er nichts anklicken oder installiere soll, weil das oft ein Virus oder Trojaner ist.

    Allerdings bekommt Max Dau gleich eine Nachricht entgegengeschossen, die ihm Furcht einflöst. Entweder steht da, welches Programm er verwenden soll oder dass er ein Plugin installieren muss.

    Im Falle das Plugins wäre es, wenn er sich drüber traut wahrscheinlich relativ einfach. Aber sollte er sich das trauen wird er irgendwann sehr viele Viren auf dem Rechner haben. Traut er sich nicht, kann er das Video nicht sehen obwohl der, der es online gestellt hat alles dafür getan hat.

    Wäre OGG der Standard hätte der Browser den Player integriert und Max Dau und der Autor des Videos/Besitzer der Website wären glücklich.

    Man kann ja immer noch Videos in anderen Formaten online stellen.

    Im Übrigen freut es sicher auch benutzer alternativer Betriebsysteme und leute, die nur freie Software verwenden wollen.

    Außerdem ist das W3C so intelligent und sorgt dafür, dass im Web möglichst Technologien verwendet werden die frei sind. Stell dir vor der IE würde sein eigenes Markup haben, das niemand entziffern kann und nur mit Frontpage gelschrieben und IE gelesen werden kann.

    So etwas ähnliches hatten wir schonmal.
    Wer kann sich nicht an die Zeit um die Jahrtausendwende erinnern, als der Großteil des Webs nur mit IE betrachtbar war?

  6. Webdesigner schreiben CSS, kein XHTML!

    Autor: WEB-Autor 12.12.07 - 19:47

    Fux schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Und an alle, die ihre Seite von Webdesignern
    > erstellen lassen:
    > Testet eure Seite hier: validator.w3.org
    > Wenn nichts valides dabei rauskommt, dann würde
    > ich den Ersteller feuern.
    > Denn dann handelt es sich um einen Betrüger und
    > auf keinen Fall um Webdesigner.

    FALSCH! Als Webdesigner schreibt man CSS und erstellt JPEG-Grafiken. Bei Professionellen Website-Anbietern ist dies so. (Jedenfalls bei mir) Das XHTML des Beitrags schreibt der Autor mittels WYSIWYG-Editor und den Rest XHTML der Seite (Kopf, Menü etc) schreibt der PHP-Programmierer, der sich auch mit semantischen XML incl. XHTML auskennt.

  7. Re: HTML 5 = Großer Humbug

    Autor: WEB-Autor 12.12.07 - 19:52

    Ein Standard Video-Format zu definieren ist eine gute Sache. Aber das video-Tag ist Blödsinn und Content-Type mit video/ am Anfang wär genauso möglich und besser. Einen einzigen Standard für HTML 5 vorzuschreiben hat den Nachteil, dass der Nachfolger des Video-Format nicht in HTML 5 verwendet werden kann!

  8. Re: HTML 5 = Großer Humbug

    Autor: GodsBoss 12.12.07 - 21:06

    > Ich finde HTML5 sehr vernünftig. Es ist das, was
    > das W3C nie geschafft hat. Es soll die
    > Kompatibilität zwischen den Browsern verbessern.
    Die Kompatibilität zwischen den Browsern kann nicht vom W3C verbessert werden, das müssen die Browserhersteller selbst machen. Die Standards sind ja da, werden nur nicht korrekt oder komplett umgesetzt (insbesondere Microsoft widersetzt sich ja mehr oder weniger beharrlich).
    Und da HTML 5 nun nicht gerade ein kleiner Standard ist, wird es wohl eine Weile dauern, bis die Browser alles daraus unterstützen.

    > Es heißt HTML5, da es mit HTML 4.01 aufräumt und
    > __gleichzeitig__ XHTML 5, weil es auch die Zukunft
    > von XHTML festlegt.
    Und was ist mit XHTML 2? Das ist nämlich auch in der Mache, XHTML 5 ist aber kein Nachfolger davon. Warum zwei Standards? Dank XML gäbe es doch gerade die Möglichkeit, aufzuräumen, XHTML ein reines Dokumentenformat sein zu lassen und andere Dinge in andere Standards zu packen, wie beispielsweise XForms.

    > Über den Namen kann man sich
    > streiten, aber HTML 5 beinhaltet interessante neue
    > Elemente und Techniken. HTML 5 bleibt einfach ein
    > Kunstwort.
    Ich sehe leider nicht allzuviel Neues. Es gibt einiges, was ich schon in den XHTML-2-Entwürfen gesehen habe, einige alte Sachen, die man z.B. in den strikten HTML- und XHTML-Standards längst entsorgt hatte, wieder eingeführt. Ein paar Sachen sind neu und sinnvoll (<time>, <figure>), viele andere erscheinen mir überflüssig oder zumindest suspekt.

    > OK, ob nun <video> und <audio> Sinn
    > hat sein mal dahingestellt. Bin ich auch nicht so
    > überzeugt von, aber da es der größte Teil von
    > Medien-Objekte im Web Videos und Audio-Dateien
    > sind, warum sollte es nicht ein spezielles Element
    > dafür geben?
    Weil ein generisches Element (<object>) dafür viel besser geeignet ist. Dank <param> kann man ja quasi beliebige Parameter übergeben. Dafür spricht ja auch, dass <applet> (für Java-Applets) in HTML 4.01 als "Deprecated" bestimmt wurde. Nun tauchen neue Spezialisierungen wieder auf - warum?
    Besonders abstrus - <embed> wird nun als offizielles generisches Element eingeführt, zusätzlich zu <object>, das diese Aufgabe aber viel besser erfüllt (beliebige zusätzliche Parameter mit <param>, Fallback-Möglichkeit).

    > Im übrigen scheint man bei Firefox und Opera
    > weniger Probleme mit OGG zu haben, denn dort wird
    > z.Z. <video> implementiert.
    OGG kann man aber genauso mit <object> einbinden. <video> und <audio> sind einfach überflüssig.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  9. Re: Webdesigner schreiben CSS, kein XHTML!

    Autor: GodsBoss 12.12.07 - 21:08

    > FALSCH! Als Webdesigner schreibt man CSS und
    > erstellt JPEG-Grafiken. Bei Professionellen
    > Website-Anbietern ist dies so. (Jedenfalls bei
    > mir) Das XHTML des Beitrags schreibt der Autor
    > mittels WYSIWYG-Editor und den Rest XHTML der
    > Seite (Kopf, Menü etc) schreibt der
    > PHP-Programmierer, der sich auch mit semantischen
    > XML incl. XHTML auskennt.
    Nene, der PHP-Programmierer hat natürlich keine Ahnung von semantischem (X)HTML, der arbeitet nur an der Template-Engine, für das semantische (X)HTML ist dann ein anderer verantwortlich (der mit den Templates).
    Es sind nur zufällig manche dieser ganzen Personen identisch. ;-)

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  10. Re: HTML 5 = Großer Humbug

    Autor: namen sind schall und rauch 13.12.07 - 16:05

    Fux schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > crash schrieb:
    > Und an alle, die ihre Seite von Webdesignern
    > erstellen lassen:
    > Testet eure Seite hier: validator.w3.org
    > Wenn nichts valides dabei rauskommt, dann würde
    > ich den Ersteller feuern.
    > Denn dann handelt es sich um einen Betrüger und
    > auf keinen Fall um Webdesigner.

    Einen für nicht validen Code rausschmeißen?
    Code kann nicht valide werden durch:
    -Standard HTML tags, die nach dem Standard jedoch mit CSS gemacht werden müssen. (Bsp.: bgcolor=,<p>)
    -Sonderzeichen, die keinerlei Probleme bereiten, z.B. in Links
    -fehlende Angaben, die total unnötig sind

    Manche Fehlermeldungen sind einfach dumm!
    Und dann möchte der Webdesigner sich vielleicht lieber um andere Sachen kümmern.

    Achso: auch Hochstapler prüfen ihren Code, außer es sind kleine Kinder, die eine Seite mit Word machen!

  11. Re: HTML 5 = Großer Humbug

    Autor: GodsBoss 13.12.07 - 18:13

    > Einen für nicht validen Code rausschmeißen?
    > Code kann nicht valide werden durch:
    > -Standard HTML tags, die nach dem Standard jedoch
    > mit CSS gemacht werden müssen. (Bsp.:
    > bgcolor=,<p>)
    Das eine ist ein richtiges Beispiel (bgcolor), das andere ein falsches (<p>). Statt bgcolor sollte man lieber CSS einsetzen, ist mit background-color ja auch kein Problem (gibt es auch für *alle* Elemente, nicht bloß ein paar). <p> hingegen ist in keinem mir bekannten Standard (nicht einmal in den Noch-Nicht-Standards XHTML 2 oder HTML 5) als deprecated eingestuft.

    > -Sonderzeichen, die keinerlei Probleme bereiten,
    > z.B. in Links
    Da bereitet vor allem das "&" Probleme. Nach HTML-Regeln maskieren (die anderen Zeichen mit Sonderbedeutung auch) und fertig.

    > -fehlende Angaben, die total unnötig sind
    Was denn zum Beispiel? Mir fiele jetzt nur das alt-Attribut des img-Elements ein und das ist überhaupt nicht unnötig.

    > Manche Fehlermeldungen sind einfach dumm!
    > Und dann möchte der Webdesigner sich vielleicht
    > lieber um andere Sachen kümmern.
    Bei Arbeitsteilung (für validen Code ist jemand anderes zuständig) kein Problem.

    > Achso: auch Hochstapler prüfen ihren Code, außer
    > es sind kleine Kinder, die eine Seite mit Word
    > machen!
    Leute, die aus dem Print-Bereich kommen und nun Webseiten erstellen, kennen den Validator womöglich gar nicht.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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