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In dubio Pro reo

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  1. In dubio Pro reo

    Autor: Grinskeks 11.01.08 - 19:40


    ...ist ein Grundsatz der in Deutschland Recht ist. Daran haben sich auch die Turnierveranstalter zu halten, wenn in deren ABG nichts anderes steht.

    Falls das ausgeschlossene Team nicht dem Cheaten überführt werden kann,kommen nicht unerhebliche Schadensersatzansprüche auf die Turnierleitung zu.

    Hier geht es schon um relativ viel Geld. Die Prämien kann man schon mal mit Fussballregionalliga vergleichen (Nicht die Gehälter oder Teametats sondern Sieg- und Punkteprämien).

    Ich bin mal gespannt, wie sich das entwickelt.

    Außerdem hoffe ich, daß Starcraft 2 Matches in Zukunft (wenns draussen ist) auch über deutsche Sender im Tv gezeigt werden.



  2. Re: In dubio Pro reo

    Autor: devilsadvocate 12.01.08 - 10:51

    Grinskeks schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > ...ist ein Grundsatz der in Deutschland Recht
    > ist. Daran haben sich auch die
    > Turnierveranstalter zu halten, wenn in deren ABG
    > nichts anderes steht.

    Autsch. Das tut weh. In dubio pro reo ist ein Prinzip des deutschen Strafrechts...
    Das könnte man vielleicht verwenden, wenn es gegen den angeblichen Cheater ein Strafverfahren wegen Betruges geben sollte...

    Wer will hier die Britta Bannenberg (Betrug zum Nachteil von T-Mobile gegen Jan Ullrich) geben?

  3. Setzen 6!

    Autor: Grinskeks 12.01.08 - 17:32


    Zu deutsch: "Im Zweifel für den Angeklagten".
    Strafrechtlicher Grundsatz, nach dem die für den Angeklagten jeweils günstigere Tatsache anzunehmen ist, wenn Umstände nicht eindeutig geklärt werden

    Kleingeister fragen sich jetzt "wieso Strafrecht? Das ist doch gar kein Strafrecht hahaha sind die alle doof"

    Daher sage ich dir jetzt, wie sich dieser Fall entwickeln wird:

    - Dem Eilantrag des Clans wird natürlich stattgegeben und die Möglichkeit, Zivilirechtliche Ansprüche gegen den Ligabetreiber wird es auch geben
    - Damit der Ligabetreiber da möglichst schadlos wieder rauskommt bietet sich die Möglichkeit des Prozessierens (Anklage wegen Betrugs) an. D.h. er muss erstmal nichts zahlen, da er die Zocker wegen Betrugs anklagt. (Ausbluten lassen)
    - Die Zocker merken, daß sie keinerlei Rechtschutz für sowas haben. Also ist das ein großes finanzielles Risiko für sie (Prozesskosten, Anwalt, etc.)
    - Daher versuchen die Zocker, Prozesskostenbeihilfe zu bekommen.

    Letztendlich gibt es darauf drei Optionen:

    1) Die Zocker werden überführt.

    2) Die Zocker haben keine Rücklagen und möchten das Risiko einer Verhandlung und Kostenübernahme nicht tragen

    3) Die Zocker nehmen die Klage an und prozessieren mit Rechtsbeihilfe - da keine Schuld bewiesen werden kann (in dubio pro reo), einigen sich beide Parteien danach zivilrechtlich auf einen Vergleich.

    Nur weil es hier primär nach zivilrechtlichen Ansprüchen aussieht, heißt das noch lange nicht, dass es dabei bleibt. Eine strafrechtliche Klage ist die einzige logische Konsequenz, wenn die Zocker mit ihrer Verfügung durchkommen.

    Und was passiert nach dem Urteil einer strafrechtlichen Anklage? Der "Sieger" setzt seine zivilrechtlichen Ansprüche durch.

    Manchmal reicht ein Kleingeist 1*1 eben nicht aus......AUTSCH




    devilsadvocate schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Grinskeks schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > > ...ist ein Grundsatz der in Deutschland
    > Recht
    > ist. Daran haben sich auch die
    >
    > Turnierveranstalter zu halten, wenn in deren
    > ABG
    > nichts anderes steht.
    >
    > Autsch. Das tut weh. In dubio pro reo ist ein
    > Prinzip des deutschen Strafrechts...
    > Das könnte man vielleicht verwenden, wenn es gegen
    > den angeblichen Cheater ein Strafverfahren wegen
    > Betruges geben sollte...
    >
    > Wer will hier die Britta Bannenberg (Betrug zum
    > Nachteil von T-Mobile gegen Jan Ullrich) geben?


  4. Re: Setzen 6!

    Autor: Rose-Kleidchen 14.01.08 - 10:09

    Grinskeks schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Zu deutsch: "Im Zweifel für den Angeklagten".
    > Strafrechtlicher Grundsatz, nach dem die für den
    > Angeklagten jeweils günstigere Tatsache anzunehmen
    > ist, wenn Umstände nicht eindeutig geklärt werden
    >
    > Kleingeister fragen sich jetzt "wieso Strafrecht?
    > Das ist doch gar kein Strafrecht hahaha sind die
    > alle doof"
    >
    > Daher sage ich dir jetzt, wie sich dieser Fall
    > entwickeln wird:
    >
    > - Dem Eilantrag des Clans wird natürlich
    > stattgegeben und die Möglichkeit, Zivilirechtliche
    > Ansprüche gegen den Ligabetreiber wird es auch
    > geben
    > - Damit der Ligabetreiber da möglichst schadlos
    > wieder rauskommt bietet sich die Möglichkeit des
    > Prozessierens (Anklage wegen Betrugs) an. D.h. er
    > muss erstmal nichts zahlen, da er die Zocker wegen
    > Betrugs anklagt. (Ausbluten lassen)
    > - Die Zocker merken, daß sie keinerlei Rechtschutz
    > für sowas haben. Also ist das ein großes
    > finanzielles Risiko für sie (Prozesskosten,
    > Anwalt, etc.)
    > - Daher versuchen die Zocker,
    > Prozesskostenbeihilfe zu bekommen.
    Ich bin als "friedliebender" Mitbuerger nicht gewillt, so einen Kinderquatsch mitzufinanzieren...
    >
    > Letztendlich gibt es darauf drei Optionen:
    >
    > 1) Die Zocker werden überführt.
    >
    > 2) Die Zocker haben keine Rücklagen und möchten
    > das Risiko einer Verhandlung und Kostenübernahme
    > nicht tragen
    >
    > 3) Die Zocker nehmen die Klage an und prozessieren
    > mit Rechtsbeihilfe - da keine Schuld bewiesen
    > werden kann (in dubio pro reo), einigen sich beide
    > Parteien danach zivilrechtlich auf einen
    > Vergleich.
    >
    > Nur weil es hier primär nach zivilrechtlichen
    > Ansprüchen aussieht, heißt das noch lange nicht,
    > dass es dabei bleibt. Eine strafrechtliche Klage
    > ist die einzige logische Konsequenz, wenn die
    > Zocker mit ihrer Verfügung durchkommen.
    >
    > Und was passiert nach dem Urteil einer
    > strafrechtlichen Anklage? Der "Sieger" setzt seine
    > zivilrechtlichen Ansprüche durch.
    >
    > Manchmal reicht ein Kleingeist 1*1 eben nicht
    > aus......AUTSCH
    >
    > devilsadvocate schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Grinskeks schrieb:
    >
    > --------------------------------------------------
    >
    > -----
    > > > ...ist ein Grundsatz
    > der in Deutschland
    > Recht
    > ist. Daran
    > haben sich auch die
    >
    > Turnierveranstalter
    > zu halten, wenn in deren
    > ABG
    > nichts
    > anderes steht.
    >
    > Autsch. Das tut weh. In
    > dubio pro reo ist ein
    > Prinzip des deutschen
    > Strafrechts...
    > Das könnte man vielleicht
    > verwenden, wenn es gegen
    > den angeblichen
    > Cheater ein Strafverfahren wegen
    > Betruges
    > geben sollte...
    >
    > Wer will hier die
    > Britta Bannenberg (Betrug zum
    > Nachteil von
    > T-Mobile gegen Jan Ullrich) geben?
    >
    >


  5. Gott sei Dank gibt es das Rechtsberatungsgesetz

    Autor: devilsadvocate 15.01.08 - 18:25

    Sonst könnte sich ja jeder Anwalt nennen.

    Grinskeks schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Zu deutsch: "Im Zweifel für den Angeklagten".
    > Strafrechtlicher Grundsatz, nach dem die für den
    > Angeklagten jeweils günstigere Tatsache anzunehmen
    > ist, wenn Umstände nicht eindeutig geklärt werden

    OK. Das strafrechtliche hat er schonmal kapiert. Es besteht also Hoffnung.

    > Kleingeister fragen sich jetzt "wieso Strafrecht?
    > Das ist doch gar kein Strafrecht hahaha sind die
    > alle doof"
    >
    > Daher sage ich dir jetzt, wie sich dieser Fall
    > entwickeln wird:
    >
    > - Dem Eilantrag des Clans wird natürlich
    > stattgegeben und die Möglichkeit, Zivilirechtliche
    > Ansprüche gegen den Ligabetreiber wird es auch
    > geben

    Dem stimme ich sogar noch zu.

    > - Damit der Ligabetreiber da möglichst schadlos
    > wieder rauskommt bietet sich die Möglichkeit des
    > Prozessierens (Anklage wegen Betrugs) an. D.h. er
    > muss erstmal nichts zahlen, da er die Zocker wegen
    > Betrugs anklagt. (Ausbluten lassen)

    Ich dachte immer, die Anklage macht der Staatsanwalt.
    Aber wenn das in Deiner Rechtsordnung anders ist, lasse ich mich gerne eines besseren Belehren.

    > - Die Zocker merken, daß sie keinerlei Rechtschutz
    > für sowas haben. Also ist das ein großes
    > finanzielles Risiko für sie (Prozesskosten,
    > Anwalt, etc.)
    >
    > - Daher versuchen die Zocker,
    > Prozesskostenbeihilfe zu bekommen.

    Cool. Wir stellen jetzt also alle Zocker in die in die Ecke der zahlungsunfähigen. Aber Wer bezahlt dann die Computer?
    Das ist eine äußerst interessante Frage...

    > Letztendlich gibt es darauf drei Optionen:
    >
    > 1) Die Zocker werden überführt.

    Warum? Das wird nur der Fall sein, wenn sie auch betrogen haben. Also sollten wir hier mal nicht so klugscheißermäßig rumquatschen.
    Im übrigen könnte die Strafanzeige auch nach hinten losgehen.
    Aber das herauszufinden, überlasse ich Dir Spitzenjurist.

    > 2) Die Zocker haben keine Rücklagen und möchten
    > das Risiko einer Verhandlung und Kostenübernahme
    > nicht tragen

    Interessant, was Du nicht alles weißt...

    > 3) Die Zocker nehmen die Klage an und prozessieren
    > mit Rechtsbeihilfe - da keine Schuld bewiesen
    > werden kann (in dubio pro reo), einigen sich beide
    > Parteien danach zivilrechtlich auf einen
    > Vergleich.

    Was ist denn das wieder für ein Laiengequatsche? Wie nimmt man eine Klage an? Was hat ein zuvilrechtlicher Vergleich mit einer strafrechtlichen Klage zu tun?

    > Nur weil es hier primär nach zivilrechtlichen
    > Ansprüchen aussieht, heißt das noch lange nicht,
    > dass es dabei bleibt. Eine strafrechtliche Klage
    > ist die einzige logische Konsequenz, wenn die
    > Zocker mit ihrer Verfügung durchkommen.

    Blödsinn.

    > Und was passiert nach dem Urteil einer
    > strafrechtlichen Anklage? Der "Sieger" setzt seine
    > zivilrechtlichen Ansprüche durch.

    Und wer ist der Sieger?

    > Manchmal reicht ein Kleingeist 1*1 eben nicht
    > aus......AUTSCH

    Juhu. Du hast auch mal Recht...

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