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Datensammlung ohne Zustimmung?

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  1. Datensammlung ohne Zustimmung?

    Autor: po 14.01.08 - 13:00

    Weiss jemand, ob man als Vodafone Kunde dem Datensammeln zustimmen muss oder ob die meinen Standort einfach ohne meine Zustimmung und mit dem tollen adjektiv "anonymisiert" abrufen?

  2. Re: Datensammlung ohne Zustimmung?

    Autor: rumpelstilz 14.01.08 - 13:25

    po schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Weiss jemand, ob man als Vodafone Kunde dem
    > Datensammeln zustimmen muss oder ob die meinen
    > Standort einfach ohne meine Zustimmung und mit dem
    > tollen adjektiv "anonymisiert" abrufen?

    du hast schon zugestimmt, als du deinen mobilfunkvertrag unterschrieben hast - vermutlich ohne die konsequenzen zu kennen.

    dein standort ist deinem mobilfunk-provider (nicht nur vodafone) jederzeit bekannt, wenn dein handy eingeschaltet ist. wenn dein provider einen anruf an dein handy vermitteln soll, muss er wissen, in welcher "zelle" du gerade bist. schließlich bist du mobil und nicht im festnetz.

    aus deinen standorten kann dein bewegungsprofil ermittelt werden, das ist technisch unvermeidbar. das kann von tomtom für die navigation genutzt werden, von herrn schäuble für jede rasterfahndung, vom privatermittler, der deine fahrten zu deiner freundin im auftrag deiner frau beobachtet - und wem sonst noch sowas einfällt - wenn dein provider die daten bereitstellt. entscheide dich, ob du bei einem provider bleibst, der deine daten weitergibt.

  3. Re: Datensammlung ohne Zustimmung?

    Autor: JustusP 14.01.08 - 13:49

    mit Verlaub: ...so einen Schmarrn habe ich schon lange nicht mehr gehört. Wie soll denn ein Privatdetektiv an die Daten kommen? Der ruft beim Provider an und sagt er heißt Matula und brauch mal kurz das Bewegungsprofil von Oliver Kahn, um zu sehen, ob der seine Verena betrügt?... Tststs..wie sich Lischen Müller die Welt vorstellt.

    ein Blick ins Gesetz
    erspart viel Geschwätz

    derzeit bekommt nicht einmal ein Rechtsanwalt, selbst bei Nachweis einer Rechtsverletzung, auch nur den Namen des Anschlussinhabers einer IP-Adresse. Das ist datenschutzrechtlich Rechtslage in Deutschland. Alles andere sind ideologisch-basierte Horrorszenarien, eine orwellsche Big-Brother-Vision, die technisch möglich, aber weder rechtlich noch faktisch ralisierbar ist.

    Gegen verbesserte Staumeldungen hab ich nix.



    rumpelstilz schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > po schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Weiss jemand, ob man als Vodafone Kunde
    > dem
    > Datensammeln zustimmen muss oder ob die
    > meinen
    > Standort einfach ohne meine Zustimmung
    > und mit dem
    > tollen adjektiv "anonymisiert"
    > abrufen?
    >
    > du hast schon zugestimmt, als du deinen
    > mobilfunkvertrag unterschrieben hast - vermutlich
    > ohne die konsequenzen zu kennen.
    >
    > dein standort ist deinem mobilfunk-provider (nicht
    > nur vodafone) jederzeit bekannt, wenn dein handy
    > eingeschaltet ist. wenn dein provider einen anruf
    > an dein handy vermitteln soll, muss er wissen, in
    > welcher "zelle" du gerade bist. schließlich bist
    > du mobil und nicht im festnetz.
    >
    > aus deinen standorten kann dein bewegungsprofil
    > ermittelt werden, das ist technisch unvermeidbar.
    > das kann von tomtom für die navigation genutzt
    > werden, von herrn schäuble für jede
    > rasterfahndung, vom privatermittler, der deine
    > fahrten zu deiner freundin im auftrag deiner frau
    > beobachtet - und wem sonst noch sowas einfällt -
    > wenn dein provider die daten bereitstellt.
    > entscheide dich, ob du bei einem provider bleibst,
    > der deine daten weitergibt.
    >


  4. Re: Datensammlung ohne Zustimmung?

    Autor: rumpelstilz 14.01.08 - 14:00

    jaja, du hast dir nichts vorzuwerfen. dann passiert dir natürlich nichts. und die erde ist eine scheibe ...

  5. Re: Datensammlung ohne Zustimmung?

    Autor: JustusP 14.01.08 - 14:11

    rumpelstilz schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > jaja, du hast dir nichts vorzuwerfen. dann
    > passiert dir natürlich nichts. und die erde ist
    > eine scheibe ...


    Hat schonmal einer ein Opfer von Datenmißbrauch gesehen?

    Jemanden dessen außereheliche Aktivitäten über Handydaten des Providers herauskamen? Nein, es gibt auch keine...

    Die einzige drohende Gefahr ist derzeit wohl die Überfüllung des Briefkastens mit Werbung...das ist allerdings ernst.

  6. Re: Datensammlung ohne Zustimmung?

    Autor: Unbekannt 14.01.08 - 14:21

    Davon mal abgesehen, wenn ihr es von der anderen Seite seht, kann ich mich an die Straße stellen und von jedem Auto die Farbe aufschreiben und anschließend diese Bahnbrechende Studie veröffentlichen, ohne das ich jeden Autofahrer gefragt habe.

    Diese Information wo ein Handy ist, ist ja nicht fest auf dich zuzuordnen. Jeweils eine Information von dir für sich alleine, die nicht fest auf dich zuzuordnen ist, fällt nicht unter das Datenschutzgesetz.

    Sollte ich allerdings doch grundlegend falsch liegen, bitte ich um kurze Berichtigung :).

  7. Re: Datensammlung ohne Zustimmung?

    Autor: ChrisMS 14.01.08 - 14:56

    > Diese Information wo ein Handy ist, ist ja nicht
    > fest auf dich zuzuordnen. Jeweils eine Information
    > von dir für sich alleine, die nicht fest auf dich
    > zuzuordnen ist, fällt nicht unter das
    > Datenschutzgesetz.

    Es ist nunmal als Desensibilisierung zu sehen. Erst gewöhnt sich der Bürger an eine anonymisierte Datensammlung für Staumeldungen, dann wird es genutzt um Verbrecher zu jagen und irgendwann landet es doch irgendwo wo es missbraucht wird. Sei es für Werbezwecke oder für staatliche Überwachung.

    Die Welt nach Orwell ist halt technisch jetzt schon möglich und ich möchte gar nicht wissen, was alles unerlaubter Weise schon gemacht wird. Etwas das augenscheinlich als gut verkauft wird (was Verbrecherjagd z.B. ja auch wäre) kann sich schnell als Instrument missbrauchen lassen. Um mich jetzt genauso wie die Eva zu outen, ziehe ich das dritte Reich mal ran. Die Hitler Jugend war super. Immerhin waren deren Grundideale :Kameradschaft, Treue, Willensstärke usw. aber es wurden letztendlich Soldaten gezüchtet.
    Genau ein solcher Missbrauch ist es, der vielen Leuten Angst macht.

  8. Re: Datensammlung ohne Zustimmung?

    Autor: JustusP 14.01.08 - 15:28

    ChrisMS schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Diese Information wo ein Handy ist, ist ja
    > nicht
    > fest auf dich zuzuordnen. Jeweils eine
    > Information
    > von dir für sich alleine, die
    > nicht fest auf dich
    > zuzuordnen ist, fällt
    > nicht unter das
    > Datenschutzgesetz.
    >
    > Es ist nunmal als Desensibilisierung zu sehen.
    > Erst gewöhnt sich der Bürger an eine anonymisierte
    > Datensammlung für Staumeldungen, dann wird es
    > genutzt um Verbrecher zu jagen und irgendwann
    > landet es doch irgendwo wo es missbraucht wird.
    > Sei es für Werbezwecke oder für staatliche
    > Überwachung.
    >
    > Die Welt nach Orwell ist halt technisch jetzt
    > schon möglich und ich möchte gar nicht wissen, was
    > alles unerlaubter Weise schon gemacht wird. Etwas
    > das augenscheinlich als gut verkauft wird (was
    > Verbrecherjagd z.B. ja auch wäre) kann sich
    > schnell als Instrument missbrauchen lassen. Um
    > mich jetzt genauso wie die Eva zu outen, ziehe ich
    > das dritte Reich mal ran. Die Hitler Jugend war
    > super. Immerhin waren deren Grundideale
    > :Kameradschaft, Treue, Willensstärke usw. aber es
    > wurden letztendlich Soldaten gezüchtet.
    > Genau ein solcher Missbrauch ist es, der vielen
    > Leuten Angst macht.
    >
    >


    Man kann aber mit strengem Datenschutz nicht verhindern, das irgendwann die Daten auf veränderter Rechtsgrundlage mißbraucht werden. Deswegen ist es sinnlos jetzt (dem Mißbrauch vorauseilend) die Datennutzung für gute und nützliche Dinge wie Verbrechungsbekämpfung, Staumeldungen etc. zu verbieten. Damit verhindert man nicht den bösen Überwachungsstaat.

    Unser Staat ist derzeit kein böser Überwachungsstaat - die meisten Daten bekommt selbst der Staatsanwalt nur mit richterlichem Beschluss. Und wenn der böse Überwachungsstaat kommt, wird ihn auch kein Datenschutzrecht an der Überwachung hindern.

  9. Re: Datensammlung ohne Zustimmung?

    Autor: D-FENS 14.01.08 - 16:22

    ChrisMS schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Es ist nunmal als Desensibilisierung zu sehen.
    > Erst gewöhnt sich der Bürger an eine anonymisierte
    > Datensammlung für Staumeldungen, dann wird es
    > genutzt um Verbrecher zu jagen und irgendwann
    > landet es doch irgendwo wo es missbraucht wird.
    > Sei es für Werbezwecke oder für staatliche
    > Überwachung.

    Du hast es auf den Punkt genau getroffen, worum es geht.

  10. Re: Datensammlung ohne Zustimmung?

    Autor: Datendandy 15.01.08 - 07:42

    Full Ack...

    Auch nett zu sehen, das Datensammeln an "mobilen Blitzern". Dort werden seit geraumer Zeit Nummernschilder gescannt und mit "Fahndungsdateien" abgeglichen. Danach sollen sie gelöscht werden, aber wohl nicht immer...
    Ein weiterer Schritt in Richtung Totalüberwachung...

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