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  5. › Freebase - Millionen für die…

Worum geht's?

Am 17. Juli erscheint Ghost of Tsushima; Assassin's Creed Valhalla und Watch Dogs Legions konnten wir auch gerade länger anspielen - Anlass genug, um über Actionspiele, neue Games und die Next-Gen-Konsolen zu sprechen! Unser Chef-Abenteurer Peter Steinlechner stellt sich einer neuen Challenge: euren Fragen.
Er wird sie am 16. Juli von 14 Uhr bis 16 Uhr beantworten.
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  1. Worum geht's?

    Autor: 17.01.08 - 09:29

    Bin ich der einzige, der nicht rafft, was genau die jetzt vorhaben?

  2. Re: Worum geht's?

    Autor: Analgrinder! 17.01.08 - 09:32

    hä schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Bin ich der einzige, der nicht rafft, was genau
    > die jetzt vorhaben?

    Da gehts um Informationen und Geld - was ist daran schwer zu Verstehen? Wer informationen hat/liefern kann der verdient damit Geld. Einfach ausgedrückt: Web2.0 (früher hieß sowas eBusiness)

  3. Re: Worum geht's?

    Autor: hä² 17.01.08 - 09:48

    nö, ich schließ mich da mal an ...

    hä schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Bin ich der einzige, der nicht rafft, was genau
    > die jetzt vorhaben?


  4. Re: Worum geht's?

    Autor: GUEST 17.01.08 - 09:48

    ein riesieges Testfeld sie werfen ein paar Millionen hin damit es technisch machbar wird. Dann wird geguckt wer was da rein schreibt und falls sich aus den "Relationen" die da rein gekritzelt werden geld scheffeln läßt so wird dies denn wohl getan.
    (genau wie mein vorherschreiberschonsagte)

  5. Re: Worum geht's?

    Autor: Tony Thunfish 17.01.08 - 09:52

    > hä schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Bin ich der einzige, der nicht rafft, was
    > genau
    > die jetzt vorhaben?
    >
    > > Analgrinder! schrieb:
    > > -------------------------------------------------------
    > > -----
    > > Nee, bist nicht der einzige. Ich raffs auch nicht.
    > >


    Im gegensatz zu dem Indizierungstyp von Google, setzt Freebase auf einen objewktiv strukturierten Ansatz zur relationalen Verknüpfung von Informationsfragmenten. Wo wir schonmal bei Buzzwords sind: Wenn Freebase die Zuschüsse hier richtig nutzt, ist es auf dem besten Weg eine tragender Service für Web 3.0 Anwendungen zu werden.

    Schaut euch mal deren Seite an und based euch ein paar Hintergrundinfos. Brisantes Thema!


  6. Re: Worum geht's?

    Autor: Herb 17.01.08 - 10:21

    hä schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Bin ich der einzige, der nicht rafft, was genau
    > die jetzt vorhaben?

    Das übliche: Wissen erhoffen, Wahrheiten erwarten und Meinungen bekommen...

  7. Re: Worum geht's?

    Autor: Programmierer 17.01.08 - 10:33

    Die Daten werden ähnlich wie bei Wikipedia eingegeben und Strukturiert.

    Der Clou an der ganzen Sache ist, dass Daten über sog. Typen Katalogisiert werden.
    Sprich, wenn ich nach "Golem.de" Suche, erhalte ich neben einer Beschreibung zu Golem z.B. die Typen "Online-News, Deutsch, Informatik" und kann mich darüber auf weitere Objekte mit gleichen typen weiterhangeln, z.B. "Heise", etc..
    Das neue daran ist, dass es ein allumfassendes System ist / sein soll.

    Bisher war das Problem der Typen im Internet (Siehe Keywords in HTML, etc.) Dass sie Inflationär verwendet wurden. Jeder hat seiner Seite einfach eine Unmenge an Keywords vergeben ohne darauf Rücksicht zu nehmen, in welchem Kontext diese Keywords von anderen verwendet werden. Hier sollte Freebase etwas Abhilfe schaffen, da der Benutzer in Echtzeit sehen kann, welche anderen Objekte mit einem Keyword verbunden sind.

    Die Idee ist meines Erachtens ganz interessant, bleibt zu sehen, ob es in der Praxis auch funktioniert...

  8. Seh ich's falsch?

    Autor: FIAE 17.01.08 - 10:54

    Wenn ich das richtig verstehe, kann man damit doch im Grunde Computern ein gewisses "Verständnis" beibringen, oder? Ich meine, das größte Problem der KI im Moment ist doch, dass sie keine Ahnung hat, was einzelne Dinge eingetlich bedeuten. Für einen Computer ist "setzen" das selbe wie "Vase" - eine Anreihung von Zeichen. Über solche logische Verknüpfungen könnte doch aber eine KI dann Dinge "verstehen", oder?

  9. Re: Seh ich's falsch? Jein

    Autor: Toreon 17.01.08 - 11:10

    Ich denke schon, dass KI ein mögliches Anwendungsgebiet des Semantischen Informationen sein wird.

    Aber der konkrete Nutzen ist zunächst erst einmal eine praktische Lösung zum Wissensmanagement, um eine Wissensdatenbasis aufzubauen.

    Wenn wir also eine Beziehung zwischen zwei Objekten beschrieben haben, dann kann gilt diese auch jede weitere Beziehung zu einer der beiden Objekte.

    Also bspw.:
    1 Objekt: 'Stadt' - Ausprägung: 'x' <-> Objekt: 'Sprache' Ausprägung: Deutsch (Mailand)
    2 Objekt: 'Stadt' - Ausprägung: 'x' <-> Objekt: 'Land' Ausprägung: Italien

    Ich weiss also die Ausprägung 'x' ist eine Stadt, die auf Deutsch Mailand heisst und in dem Land Italien liegt

    Sobald ich dann folgende Beziehung hinzufüge:
    3 Objekt: 'Stadt' - Ausprägung: 'x' <-> Objekt: 'Sprache' Ausprägung: Italiano (Milano) (Ich weiss also die Ausprägung 'x' ist eine Stadt, die auf Italienisch Milano heisst.)

    Dann weisss ich durch die Datenbank automatisch auch, dass Milano in Italien liegt.

    usw...

    Toreon

    FIAE schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wenn ich das richtig verstehe, kann man damit doch
    > im Grunde Computern ein gewisses "Verständnis"
    > beibringen, oder? Ich meine, das größte Problem
    > der KI im Moment ist doch, dass sie keine Ahnung
    > hat, was einzelne Dinge eingetlich bedeuten. Für
    > einen Computer ist "setzen" das selbe wie "Vase" -
    > eine Anreihung von Zeichen. Über solche logische
    > Verknüpfungen könnte doch aber eine KI dann Dinge
    > "verstehen", oder?


  10. Re: Seh ich's falsch? Jein

    Autor: Claus von Anderen 17.01.08 - 12:20

    Toreon schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Aber der konkrete Nutzen ist zunächst erst einmal
    > eine praktische Lösung zum Wissensmanagement, um
    > eine Wissensdatenbasis aufzubauen.

    Wirklich gut erklärt, respekt!

    Es könnte aber auch in folgende Richtung gehen (vereinfachtes Beispiel):

    1 Objekt: 'Bürger' - Ausprägung: 'x' <-> Objekt: 'Name' Ausprägung: Claus von Anderen
    2 Objekt: 'Bürger' - Ausprägung: 'x' <-> Objekt: 'Grundbuchamt' Ausprägung: Eintrag Immobilie x-Strasse in y-Ort

    Ich weiss also die Ausprägung 'x' ist ein Bürger, die auf Claus von anderen heisst und in der x-strasse in y-ort eine Immobilie besitzt.

    Sobald ich dann folgende Beziehung hinzufüge:
    3 Objekt: 'Bürger' - Ausprägung: 'x' <-> Objekt: 'Bank' Ausprägung: Hypothekenkredit EUR 250.000, 3. Raten Rückstand

    Dann weisss ich durch die Datenbank automatisch auch, dass Claus von Anderen in finanziellen Schwierigkeiten steckt und ich ihn mit Werbung für "günstige Kredite mit sofortiger Auszahlung ohne Schufa-Prüfung" zuschütten muss und mir 20% Zinsen für meine neue 40m Jacht verdienen kann.

    Da ich mehr an das schlechte im Menschen glaube fürchte ich, dass eher meine Erklärung umgesetzt wird, und das auch noch von der Community gespeist... :-(

  11. wenn das so ist, ...

    Autor: Billy Idle 17.01.08 - 12:46

    dann ist das nichts weiter als ein Prolog Programm, das über ein Wiki geschrieben wird?

    BI

  12. Re: Seh ich's falsch? Jein

    Autor: Tony Thunfish 17.01.08 - 12:53

    Die o.g. Beispiele sind zwar relativ trivial, zeigen aber die wesentliche Schematik.

    Die Entwicklung und Evolution von solchen schemantischen Informationsdatenbanken wird jedoch vorraussetzen,dass Software eingesetzt wird, die sich in den User-Agent (ganz gleich welcher Art) eines Benutzers integriert (Google hat hier einen anderen Ansatz gefunden, der begrenzt aber genial ist), um beispielsweise zu erfassen:
    - Welche konkreten Informationen/Daten er anfragt
    - Welcher Natur diese Daten sind
    - In welchem Kontext diese spezifischen Anfragen stehen
    - usw...

    Um die so gewonnenen Informationen soweit zu abstrahieren, dass
    daraus allgemeingültige Informationen nach vorgegeben Schemata
    erzeugt werden können, ist es erforderlich ein Benutzerprofil als "Schlüssel" zu verwenden. Nur so ist gewährleistet, dass erfasste Informationen in eine Relation (also das was die Schemantik im wesentlichen ausmacht) gesetzt werden können.

    Die Logik mit der die Daten ausgewertet werden, sowie die Schaffung von Schnittstellen in Form von speziellen User-Agents o.ä., stecken aber noch in ihrem Anfangsstudium - also hohe Ausgaben und keine Einnahmen. Was auch erklärt weshalb die Betreiber an Risikokapitalgeber herangetreten sind.

    Das Beispiel über "Claus von Anderen" wäre nur durch aktives Zutun seinerseits möglich (hirnloses veröffentlichen privater Informationen).

  13. eine weitere Internet-Blase

    Autor: Voytech 17.01.08 - 15:39

    Tony Thunfish schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > (hirnloses veröffentlichen privater Informationen).
    >


    Darum geht es im Web2.0 doch primär, oder nicht?

    Das Abbilden der Realität in ein virtuelles Modell macht nur Sinn, wenn man das oberste Grundprinzip eines Modells beibehält:
    Die Vereinfachung(!) der komplexen Realität durch gezieltes Vernachlässigen irrelevanter Eigenschaften oder Zusammenhänge.

    Wenn sich aber nun der Trend von wildem Web2.0-Gefrickle wie Tagging, highly customized personal profiles und nun auch dieser universalen Datenbank fortsetzt, ist das Konzept der Vereinfachung nicht mehr gegeben.
    Die Realität wird wahllos (da unkontrolliert von vielen Usern) in annähernd der gleichen Komplexität abgebildet, die sie tatsächlich besitzt. Sie bewegt sich damit stetig am Rande (oder jenseits des Randes) der automatisierten Auswertbarkeit.

    Im Rahmen eines StudiVZ mit standardisierten Einträgen (pro User ein Datensatz, einheitliche Felder,...) lässt sich mittels einfacher Algorithmen aus den Daten ein Nutzen schöpfen. Bei dieser universalen Datenbank sieht das allerdings anders aus.
    Unterm Strich ist damit niemandem geholfen. Die Informationen werden zu komplex, um sie warten oder verwerten zu können.
    Aber wenn da ein paar Risikokapitalgeber unbedingt den Nervenkitzel einer Web3.0-Blase brauchen, bitte sehr.
    Ich will nur nicht, dass es nachher heißt "das konnte niemand voraussehen, wir müssen auf Rentenfonds zurückgreifen, um den Markt zu stabilisieren". ;)

  14. Rasterfahandung

    Autor: Wolfgang Sch... 18.01.08 - 11:42

    nannte man das vor 20 Jahren. Heute geläufiger als WEB 2.0. Hier scheint es sich um die Variante für Otto Normalverbraucher zu handeln.

    Analgrinder! schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > hä schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Bin ich der einzige, der nicht rafft, was
    > genau
    > die jetzt vorhaben?
    >
    > Da gehts um Informationen und Geld - was ist daran
    > schwer zu Verstehen? Wer informationen hat/liefern
    > kann der verdient damit Geld. Einfach ausgedrückt:
    > Web2.0 (früher hieß sowas eBusiness)
    >


  15. Re: eine weitere Internet-Blase

    Autor: Thony Thunfish 18.01.08 - 18:47

    Voytech schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Tony Thunfish schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > (hirnloses veröffentlichen privater
    > Informationen).
    >
    > Darum geht es im Web2.0 doch primär, oder nicht?
    >

    Hehe,das möchte man fast meinen. Wobei...das meinte ja selbst die am Abschlussabend der Münchner Medientage vorgeladene "Führungsriege" in sachen Medientechnik,Trendforschung und Netzbetrieb. ;) Ich seh die größtenteils "leere" und überzogene Web2.0-Geschichte gelassen und verkneif mir einfach das Lachen. Wenn man weiss, wie die Bezeichnung "Web2.0" zustandekam und mit welchem Zweck, dann weiß man nicht ob man darüber lachen oder weinen soll.

    > Das Abbilden der Realität in ein virtuelles Modell
    > macht nur Sinn, wenn man das oberste Grundprinzip
    > eines Modells beibehält:
    > Die Vereinfachung(!) der komplexen Realität durch
    > gezieltes Vernachlässigen irrelevanter
    > Eigenschaften oder Zusammenhänge.
    >
    Korrekt. So wie die verfügbare Technik für ein Schemantisches zum heutigen Zeitpunkt eingesetzt wird (überwiegend in Form von Auszeichnungssprachen, Skriptsprachen zur Transformierung dieser, und in Ausnahmefällen auch Datenbanken die speziell strukturierte Informationen optimal archivieren können), kann man aber wohl nur von einem sehr schlichten "virtuellen Modell" reden.
    Nach welchen Kriterien sollen in Zukunft aber entschieden werden, welche Eigenschaften irrelevant sind? Und wer soll es entscheiden? Meine Meinung ist,dass es der individuelle Nutzer sein wird. Und aufgrund seiner Individualität (ich gebe zu,daran mangelt es in Sachen Informationskonsum z.Zt. noch vielen), wird es nötig sein alle verfügbaren Eigenschaften in virtuelle Formen abzubilden. Die Frage was nun benötigt wird und in welche Form diese Informationen aufbereitet werden, legt der Verwendungszweck ganz am Ende fest.
    Nach welchem Modell die informationelle Realität endlich abgebildet werden kann, ist noch nicht definitiv klar.
    Klar ist nur,dass Teilinformationen nicht kategorisch übergangen werden können, weil zum Zeitpunkt der Reduktion noch nicht festgelegt werden in welchem Kontext die Information eventuell verwendet wird.
    Und ob der Kontext die scheinbar irrelevanten Informationen verknüpft.

    > ist das Konzept der
    > Vereinfachung nicht mehr gegeben.
    Vielleicht ist das Konzept noch nicht vollkommen.

    > Die Realität wird wahllos (da unkontrolliert von
    > vielen Usern) in annähernd der gleichen
    > Komplexität abgebildet, die sie tatsächlich
    > besitzt. Sie bewegt sich damit stetig am Rande
    > (oder jenseits des Randes) der automatisierten
    > Auswertbarkeit.
    >
    Da stellt sich aber die Frage, was Realität nun eigentlich ist. Vielleicht ein subjektives Abbild der Umwelt eines Individuums; vielleicht aber auch ein deterministisches System-Ensemble - was scheinbar noch nicht aufgelöst werden kann.


    > Im Rahmen eines StudiVZ mit standardisierten
    > Einträgen (pro User ein Datensatz, einheitliche
    > Felder,...) lässt sich mittels einfacher
    > Algorithmen aus den Daten ein Nutzen schöpfen.
    > Das ist der Grund weshalb Bei
    > dieser universalen Datenbank sieht das allerdings
    > anders aus.
    Das ist doch das Interessante daran. Innovationspotential was fernab von dem heute denkbaren ist. :)
    So war es auch bevor das Internet massentauglich (verwirtschaftlicht) wurde.

    > Unterm Strich ist damit niemandem geholfen. Die
    > Informationen werden zu komplex, um sie warten
    > oder verwerten zu können.
    Mit kontextfreien Schemata sind sie im Grunde universell.

    > Aber wenn da ein paar Risikokapitalgeber unbedingt
    > den Nervenkitzel einer Web3.0-Blase brauchen,
    > bitte sehr.
    > Ich will nur nicht, dass es nachher heißt "das
    > konnte niemand voraussehen, wir müssen auf
    > Rentenfonds zurückgreifen, um den Markt zu
    > stabilisieren". ;)
    Die Kapitalgeber sitzen nicht direkt in Deutschland und verfügen wahrscheinlich noch über mehr Reserve als unser Bundeshaushalt.
    Wenn ich Multimilliardär wäre,dann gingen ein paar Riesen auf jeden in die Erforschung/Entwicklung solcher Technologien - genauso wie an Wikia Search.

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