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Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

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  1. Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: Sepp84 29.01.08 - 14:08

    Denkt ihr, dass RS dadurch unsicherer geworden ist? Bisher wurde zwar noch kein Kunde verklagt, aber denkt ihr dass sich das aufgrund dieses Urteils ändern wird/könnte?

  2. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: Hurz 29.01.08 - 14:09

    Sepp84 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Denkt ihr, dass RS dadurch unsicherer geworden
    > ist? Bisher wurde zwar noch kein Kunde verklagt,
    > aber denkt ihr dass sich das aufgrund dieses
    > Urteils ändern wird/könnte?

    Nö, RS muss ja keine Verbindungsdaten loggen oder herausrücken.

  3. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: SeeeD 29.01.08 - 14:10

    Sepp84 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Denkt ihr, dass RS dadurch unsicherer geworden
    > ist? Bisher wurde zwar noch kein Kunde verklagt,
    > aber denkt ihr dass sich das aufgrund dieses
    > Urteils ändern wird/könnte?

    Hmm, naja der Hauptsitz von Rapidshare ist ja in der Schweiz und dort ist das herunterladen von Musik ohne Lizenz nicht illegal (hab ich gehört).
    Theoretisch sollte es nicht unsicherer werden, da die Deutschen behörden nicht an die Schweizer Rapidshare AG kommen.

    Aber ich kenne mich da auch nicht wirklich aus..
    Vielleicht weiß ja jemand was besseres :P

  4. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: Jooox 29.01.08 - 14:11

    Seit Ihr wirklich so naiv?
    Natürlich loggen die, so wie allen anderen Provider und Internetdientleister auch. Und das nicht erst seit Anfang 2008.



    Hurz schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Sepp84 schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Denkt ihr, dass RS dadurch unsicherer
    > geworden
    > ist? Bisher wurde zwar noch kein
    > Kunde verklagt,
    > aber denkt ihr dass sich das
    > aufgrund dieses
    > Urteils ändern wird/könnte?
    >
    > Nö, RS muss ja keine Verbindungsdaten loggen oder
    > herausrücken.
    >


  5. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: Bernd Dier 29.01.08 - 14:28

    SeeeD schrieb:
    -------------------------------------------------------
    >
    > Hmm, naja der Hauptsitz von Rapidshare ist ja in
    > der Schweiz und dort ist das herunterladen von
    > Musik ohne Lizenz nicht illegal (hab ich gehört).
    > Theoretisch sollte es nicht unsicherer werden, da
    > die Deutschen behörden nicht an die Schweizer
    > Rapidshare AG kommen.
    >

    Quark, die Schweiz ist, wegen ihrer "Insellage" bezüglich der EU, gezwungenermaßen "inoffizielles" Mitglied. Die Schweizer übernehmen inziwschen sämtliche EU Bestimmungen und arbeiten natürlich auch grenzübergreifend mit der Polizei zusammen.
    Und das herunterladen von geschützten MP3 ist nach dem neuen schweizer Urheberrecht natürlich auch illegal!

    Ihr immer mit eurem "Schweiz ist nicht die böse EU" - hört sich wie die Stammtisch-Logik von ein paar Ossis an...

  6. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: Hurz 29.01.08 - 14:41

    Bernd Dier schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Ihr immer mit eurem "Schweiz ist nicht die böse
    > EU" - hört sich wie die Stammtisch-Logik von ein
    > paar Ossis an...

    Nana, die Stammtischlogik von ein paar Wessis könnte es aber auch sein.
    Sich über die Stammtischparolen des einen aufregen, aber selber nicht die nötige Intelligenz haben davon loszukommen.
    Wessi eben *fg*


  7. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: g[MX] 29.01.08 - 14:43

    Bernd Dier schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Und das herunterladen von geschützten MP3 ist nach
    > dem neuen schweizer Urheberrecht natürlich auch
    > illegal!

    Nein. Das reine Herunterladen von Musik, Filmen und anderen Werken (Ausnahme: Software) ist nach altem wie auch nach neuem Schweizer Urheberrecht legal. Wird dadurch begründet, dass dem Konsumenten nicht zumutbar ist, zwischen legal und illegal angebotenen Inhalten zu unterscheiden.

    Anders sieht es natürlich mit dem Hochladen von urheberrechtlich geschützten Werken aus, diese dürfen nach wie vor nicht hochgeladen werden. Damit fallen auch klassische P2P-Tauschbörsen weg, das Herunterladen von Musik oder Filmen via Rapidshare bleibt legal, das Anbieten über Rapidshare bleibt strafbar.

  8. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: laZee 29.01.08 - 15:26


    > Seit Ihr wirklich so naiv?
    > Natürlich loggen die, so wie allen anderen
    > Provider und Internetdientleister auch. Und das
    > nicht erst seit Anfang 2008.

    Diese Aussage ist genausowenig bewiesen wie "die loggen nix". Also woher nimmst du dein Wissen? Loggen != loggen. Das kann man anonymisieren bzw. auch nach Ablauf der Nutzungsdauer ablöschen. Ich kann mir vorstellen, dass Rapidshare auch im Sinne seiner Nutzer die IPs nach Ende der IP-Sperrfrist (ne Stunde?) ablöscht. Ist schließlich ein begehrtes Feature. Und nicht jede Firma belügt ihre Kunden. Beweis das Gegenteil.

  9. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: marcel83 29.01.08 - 16:10

    > Diese Aussage ist genausowenig bewiesen wie "die
    > loggen nix". Also woher nimmst du dein Wissen?
    > Loggen != loggen. Das kann man anonymisieren bzw.
    > auch nach Ablauf der Nutzungsdauer ablöschen. Ich
    > kann mir vorstellen, dass Rapidshare auch im Sinne
    > seiner Nutzer die IPs nach Ende der IP-Sperrfrist
    > (ne Stunde?) ablöscht. Ist schließlich ein
    > begehrtes Feature. Und nicht jede Firma belügt
    > ihre Kunden. Beweis das Gegenteil.

    Es gibt z.B. ein Log in dem angezeigt wird, welche IP zu deinem Account wann wieviel heruntergeladen hat (für die letzten 30 Tage). Daher gehe ich mal davon aus, dass irgendwo auch fortgeschrieben wird, was das war.

    Das Problem an Bittorent ist wie bei den meisten Tauschbörsen, dass ich nicht weiß, wer da am anderen Ende sitzt - das könnte ja genauso gut die GEMA sein.


  10. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: Anonymous Coward 29.01.08 - 16:27

    g[MX] schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > dürfen nach wie vor nicht hochgeladen werden.
    > Damit fallen auch klassische P2P-Tauschbörsen weg,
    > das Herunterladen von Musik oder Filmen via
    > Rapidshare bleibt legal, das Anbieten über
    > Rapidshare bleibt strafbar.


    Klassische Tauschbörsen kann man ganz gut benutzen, allerdings nur mit fiesen, inoffiziellen Clients, die _etwas_ unfair agieren... ;)
    AFAIK ist aber die Weitergabe in privatem Rahmen zulässig!? Das müsste dann ja auch über Rapidshare zulässig sein, womit man Rapidshare auch zum Tausch urheberrechtlich geschützter Daten legal nutzen könnte... :-)

  11. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: Aakadasch 31.01.08 - 20:26

    g[MX] schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Bernd Dier schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Und das herunterladen von geschützten MP3 ist
    > nach
    > dem neuen schweizer Urheberrecht
    > natürlich auch
    > illegal!
    >
    > Nein. Das reine Herunterladen von Musik, Filmen
    > und anderen Werken (Ausnahme: Software) ist nach
    > altem wie auch nach neuem Schweizer Urheberrecht
    > legal. Wird dadurch begründet, dass dem
    > Konsumenten nicht zumutbar ist, zwischen legal und
    > illegal angebotenen Inhalten zu unterscheiden.
    >
    > Anders sieht es natürlich mit dem Hochladen von
    > urheberrechtlich geschützten Werken aus, diese
    > dürfen nach wie vor nicht hochgeladen werden.
    > Damit fallen auch klassische P2P-Tauschbörsen weg,
    > das Herunterladen von Musik oder Filmen via
    > Rapidshare bleibt legal, das Anbieten über
    > Rapidshare bleibt strafbar.


    Ich habe gehört, das mit dem Herunterladen soll sich in Deutschland geänder haben. Ist das bloße Herunterladen wirklich noch "legal" (stand in der letzten Mac Life)?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 31.01.08 20:27 durch Aakadasch.

  12. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: der hans der kanns oder weis es 01.02.08 - 00:40

    > Ich habe gehört, das mit dem Herunterladen soll
    > sich in Deutschland geänder haben. Ist das bloße
    > Herunterladen wirklich noch "legal" (stand in der
    > letzten Mac Life)?
    >

    laut dem neuen deutschen recht is dass herunterladen von urheberrechtlich geschützen inhalten illegal sofern derjenige der es runteläd auch weis dass es urheberrechtlich geschützt ist oder ein offensichtlich rechtswiedriges angebot ist,was bei musik spielen, etc wohl selbstverständlich ist

  13. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: paule 01.02.08 - 16:13


    > Hallo !
    Meine Freundin hat sich gestern eine alte Folge von "King of Queens" von
    einem Link bei Rapidshare runtergeladen.War das jetzt illegal ?
    Wenn ja, kann sie jetzt Ärger bekommen ?
    Danke für eure Antworten im Voraus!

    >


  14. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: harl3quin 01.02.08 - 21:20

    paule schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > > Hallo !
    > Meine Freundin hat sich gestern eine alte Folge
    > von "King of Queens" von
    > einem Link bei Rapidshare runtergeladen.War das
    > jetzt illegal ?
    > Wenn ja, kann sie jetzt Ärger bekommen ?
    > Danke für eure Antworten im Voraus!
    >

    Eine Privatkopie ist zulässig, "soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird." (§ 53 Abs. 1 S. 1 UrhG).
    Damit liegt ein Verstoß gegen des Vervielfältigungsverbot vor und damit dann wohl auch einer gegen die Strafvorschrift des § 106 UrhG. Die Handlung ist also unzulässig und strafbewährt. Natürlich nur oberflächlich betrachtet - für weitergehende Informationen empfiehlt sich ein Anwalt.

  15. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: harl3quin 01.02.08 - 21:22

    der hans der kanns oder weis es schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Ich habe gehört, das mit dem Herunterladen
    > soll
    > sich in Deutschland geänder haben. Ist
    > das bloße
    > Herunterladen wirklich noch "legal"
    > (stand in der
    > letzten Mac Life)?
    >
    > laut dem neuen deutschen recht is dass
    > herunterladen von urheberrechtlich geschützen
    > inhalten illegal sofern derjenige der es runteläd
    > auch weis dass es urheberrechtlich geschützt ist
    > oder ein offensichtlich rechtswiedriges angebot
    > ist,was bei musik spielen, etc wohl
    > selbstverständlich ist

    Nicht ganz richtig. Auch das Herunter laden aus einer öffentlich zugänglich gemachten Vorlage ist nach § 53 Abs 1 S. 1 UrhG unzulässig. Damit sollte wohl vor allem dem ewigen Streit der "offensichtlichen Rechtswidrigkeit" und ihrer Anwendung in P2P-Netzen ein Ende bereitet werden.


  16. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: Brülli 03.02.08 - 09:01

    harl3quin schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > der hans der kanns oder weis es schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > > Ich habe gehört, das mit dem
    > Herunterladen
    > soll
    > sich in Deutschland
    > geänder haben. Ist
    > das bloße
    >
    > Herunterladen wirklich noch "legal"
    > (stand in
    > der
    > letzten Mac Life)?
    >
    > laut
    > dem neuen deutschen recht is dass
    >
    > herunterladen von urheberrechtlich geschützen
    >
    > inhalten illegal sofern derjenige der es
    > runteläd
    > auch weis dass es urheberrechtlich
    > geschützt ist
    > oder ein offensichtlich
    > rechtswiedriges angebot
    > ist,was bei musik
    > spielen, etc wohl
    > selbstverständlich ist
    >
    > Nicht ganz richtig. Auch das Herunter laden aus
    > einer öffentlich zugänglich gemachten Vorlage ist
    > nach § 53 Abs 1 S. 1 UrhG unzulässig. Damit sollte
    > wohl vor allem dem ewigen Streit der
    > "offensichtlichen Rechtswidrigkeit" und ihrer
    > Anwendung in P2P-Netzen ein Ende bereitet werden.
    >


    Das ist nicht ganz richtig. Das "Problem" der Gema mit der offensichtlichen Rechtswidrigkeit bleibt. Denn öffentlich zugänglich gemacht werden auch Radiosendungen, die man theoretisch z.B. auf Cassette aufzeichnen kann ( und somit eine Kopie erstellt ) oder Internetradio aufzeichnet.
    Man kann einem Verbracher nicht zumuten, dass er alle Angebote auf Rechtmäßigkeit prüft, zahlen z.B. Musicload, AOl Music, usw. ihjre Gema Gebühren?
    Da es weiter strittig ist und diverse Gerichte Klagen gegen Uploader als minderschwere abgewiesen haben, versucht die Gema nun den Betreiber ( Rapidshare ) zu schließen, bzw. ihn mit nahezu unmöglichen Kontrollpflichten zu belegen.



  17. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: harl3quin 03.02.08 - 19:29

    Sorry, aber ich fürchte, Du bist noch auf dem Stand des Urheberrechts. Der 2. Korb ist mit dem neuen Jahr in Kraft getreten und irgendwelche Urteile eines OLGs würden mich zu diesem Zeitpunkt nach der neuen Rechtslage schon sehr wundern... da ist der Rechtsweg einfach zu langsam.
    §53 Abs. 1 S. 1 HS 2: "soweit nicht zur Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte Vorlage verwendet wird."
    Ich denke doch, dass dies ziemlich eindeutig ist. Und damit wird sich zwangsläufig auch die Vorgehensweise der Verfolgungsindustrie ändern.
    Richtig, man kann niemandem zumuten, dass er sich mit der Frage der Rechtswidrigkeit auseinandersetzt und damit hat man viel zu oft ein Vorsatzproblem. Deshalb hat der Gesetzgeber den Rahmen der zulässigen Vervielfältigungen (die eine Ausnahme darstellen und eben nicht die Regel) inswoeit reduziert, dass ab jetzt nicht von öffentlich bereitgestellten Vorlagen kopiert werden darf...

    > Das ist nicht ganz richtig. Das "Problem" der Gema
    > mit der offensichtlichen Rechtswidrigkeit bleibt.
    > Denn öffentlich zugänglich gemacht werden auch
    > Radiosendungen, die man theoretisch z.B. auf
    > Cassette aufzeichnen kann ( und somit eine Kopie
    > erstellt ) oder Internetradio aufzeichnet.
    > Man kann einem Verbracher nicht zumuten, dass er
    > alle Angebote auf Rechtmäßigkeit prüft, zahlen
    > z.B. Musicload, AOl Music, usw. ihjre Gema
    > Gebühren?
    > Da es weiter strittig ist und diverse Gerichte
    > Klagen gegen Uploader als minderschwere abgewiesen
    > haben, versucht die Gema nun den Betreiber (
    > Rapidshare ) zu schließen, bzw. ihn mit nahezu
    > unmöglichen Kontrollpflichten zu belegen.
    >
    >


  18. Ossis...?

    Autor: Landgraf René 12.04.08 - 10:40

    Bernd Dier schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Quark, die Schweiz ist, wegen ihrer "Insellage"
    > bezüglich der EU, gezwungenermaßen "inoffizielles"
    > Mitglied. Die Schweizer übernehmen inziwschen
    > sämtliche EU Bestimmungen und arbeiten natürlich
    > auch grenzübergreifend mit der Polizei zusammen.
    > Und das herunterladen von geschützten MP3 ist nach
    > dem neuen schweizer Urheberrecht natürlich auch
    > illegal!
    >
    > Ihr immer mit eurem "Schweiz ist nicht die böse
    > EU" - hört sich wie die Stammtisch-Logik von ein
    > paar Ossis an...


    Hallo Bernd,
    schön das Du an so vielen Stammtischen im Osten teilnimmst. Allerdings möchte ich Dich darüber aufklären, dass es diese auch in den drei (ja es gibt mehr als 2) anderen Himmelsrichtungen gibt und Deutschland nun seit 17 Jahren wieder ein Land ist. Aber ich kann Dich gut verstehen, wie sonst, wenn nicht mit Vorurteilen sollte man Intelligenz unter beweis stellen, wenn sie nicht vorhanden ist.

  19. Re: Rapidshare dadurch unsicherer geworden?

    Autor: Hawkeye 17.04.08 - 04:49

    harl3quin schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Sorry, aber ich fürchte, Du bist noch auf dem
    > Stand des Urheberrechts. Der 2. Korb ist mit dem
    > neuen Jahr in Kraft getreten und irgendwelche
    > Urteile eines OLGs würden mich zu diesem Zeitpunkt
    > nach der neuen Rechtslage schon sehr wundern... da
    > ist der Rechtsweg einfach zu langsam.
    > §53 Abs. 1 S. 1 HS 2: "soweit nicht zur
    > Vervielfältigung eine offensichtlich rechtswidrig
    > hergestellte oder öffentlich zugänglich gemachte
    > Vorlage verwendet wird."
    > Ich denke doch, dass dies ziemlich eindeutig ist.
    > Und damit wird sich zwangsläufig auch die
    > Vorgehensweise der Verfolgungsindustrie ändern.
    > Richtig, man kann niemandem zumuten, dass er sich
    > mit der Frage der Rechtswidrigkeit
    > auseinandersetzt und damit hat man viel zu oft ein
    > Vorsatzproblem. Deshalb hat der Gesetzgeber den
    > Rahmen der zulässigen Vervielfältigungen (die eine
    > Ausnahme darstellen und eben nicht die Regel)
    > inswoeit reduziert, dass ab jetzt nicht von
    > öffentlich bereitgestellten Vorlagen kopiert
    > werden darf...
    >
    > > Das ist nicht ganz richtig. Das "Problem" der
    > Gema
    > mit der offensichtlichen
    > Rechtswidrigkeit bleibt.
    > Denn öffentlich
    > zugänglich gemacht werden auch
    >
    > Radiosendungen, die man theoretisch z.B. auf
    >
    > Cassette aufzeichnen kann ( und somit eine
    > Kopie
    > erstellt ) oder Internetradio
    > aufzeichnet.
    > Man kann einem Verbracher nicht
    > zumuten, dass er
    > alle Angebote auf
    > Rechtmäßigkeit prüft, zahlen
    > z.B. Musicload,
    > AOl Music, usw. ihjre Gema
    > Gebühren?
    > Da
    > es weiter strittig ist und diverse Gerichte
    >
    > Klagen gegen Uploader als minderschwere
    > abgewiesen
    > haben, versucht die Gema nun den
    > Betreiber (
    > Rapidshare ) zu schließen, bzw.
    > ihn mit nahezu
    > unmöglichen Kontrollpflichten
    > zu belegen.
    >
    Da sieht man mal wieder, wie verworren das Thema Urheberrecht sein kann ;) .
    Also mal von vorne.
    Am Urheberrecht hat sich nie etwas geändert, es wurde immer nur erweitert.
    Demzufolge bedeutet das: Ja, die Aufnahme von "King of Queens" ist illegal. Aber auch die Aufnahmen von Musik auf Cassette ist illegal.
    Ja sogar eine Aufnahme von Filmen aus dem Fernsehen (ob mit Videorekorder, oder DVD-Aufnahmegerät) ist und war es übrigens schon immer illegal, da sie ohne zustimmung des Rechteinhabers gemacht wurde. Verfolgt wurde das früher aber deshalb nicht, solange man die Kopie für den privaten Eigengebrauch nutzte. Man hätte schließlich sonst alle Wohnungen in Deutschland durchsuchen müssen. Deshalb hatte man sich zuerst auch auf die Kopierer gestürzt, die mit den Kopien Geld vorbei an der Industrie scheffelten. Erst als die Industrie merkte, das auch durch die kostenlose Verbreitung via Internet u.ä.
    ihr potenzielle Kunden und dadurch Einnahmen verlorengehen bließ sie Sturm auf diese Verbreitungskanäle.
    Fakt ist, auch ohne Gesetzliche Änderungen ist das Downloaden eines Urheberrechtlich geschützten Werkes illegal, da man von solchen Dateien, sobald man sie abspeichert (also bereits während des Runterladens auf die Festplatte) eine Kopie, ohne die Zustimmung des Rechteinhabers erstellt. Die einzige Kernpunktänderung in diesem Gesetz, war die Festsetzung auf eine, für den Eigenbedarf erstellte Anzahl von Sicherungskopien von legal erworbenen Originalen, denn selbst das war nach den alten Regelungen verboten.
    Schwerpunkt der neuen Gesetzlichen Erweiterungen ist es:
    1. Die Verbreitung von Kopien zu unterbinden.
    2. Die Verfolgung bei übertretung des Gesetzes zu verschärfen.
    Diese Erweiterungen stoßen aber beim Internet an ihre Grenzen, da sie sich, würde man dies nicht Berücksichtigen, eindeutig mit dem Datenschutz beißen.
    Was heißt das genau? In P2P gebe ich durch das teilen meiner Files mit anderen meine Identität Preis, wodurch diese nicht mehr geschützt ist und man kann mich rechtlich einwandfrei identifizieren und gegen mich vorgehen. Das ist, als würde ich mir ein Schild umhängen, auf dem steht: "Ich verbreite illegale Kopien". Deshalb, geht die Industrie und die GEMA auch in erster Linie gegen Uploader im P2P Netzen verstärkt vor.
    Anders, bei Webhostern. hier gebe ich meine IP und damit meine persönliche Identität nur dem Provider Preis. Ohne einen richterlichen Beschluß, der im Vorfeld auch noch auf einen ausreichenden Tatverdacht beruhen muß, braucht der Provider (und darf es auch aus Datenschutzrechtlichen Gründen erst gar nicht) meine Identität nicht preisgeben.
    Das ist der Grund, warum die Gema nun versucht die Webhoster dazu zu zwingen ihre Server selber von solchen Inhalten zu bereinigen.
    Ob dies nun der Weisheit letzter Schluß ist liegt an den Anwälten der Webhoster, die an der nächsthöhere Instanz Berufung einlegen können und mit welcher Begründung sie dies tun.

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