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Gewinnberechnungen nur für steuerliche Zwecke?

Wochenende!!! Zeit für Quatsch!
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  1. Gewinnberechnungen nur für steuerliche Zwecke?

    Autor: Steuerfuzzi 31.01.08 - 10:45

    Wie darf man denn den Satz verstehen? Umgeht Nokia die Steuer oder was?

  2. Re: Gewinnberechnungen nur für steuerliche Zwecke?

    Autor: LH_ 31.01.08 - 10:48

    Steuerfuzzi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wie darf man denn den Satz verstehen? Umgeht Nokia
    > die Steuer oder was?

    Steuern richten sich auch nach Gewinn/Verlust eines Unternehmens. Daher muss Nokia ausrechnen was in Deutschland angefallen ist.
    An sich ist Nokia aber egal wieviel Gewinn sie mit dem Werk machen, wichtig ist wie Teuer die Produtkion pro Handy ist.
    Der Gewinn kommt dann quasi "durch die handys", nicht durch die Produktion.

    Praktisch macht jede Produktionsstätte bei Nokia also NUR Verlust, und das beste Werk ist das pro Handy den wenigsten Verlust macht.

    Das die Werke natürlich in der Realität am Gewinn des Handys beteiligt sind ist klar, aber für Nokia da nicht wichtig. Sie wollen ja nur wissen wie teuer die Produktion eines Handys ist. Was sie dann am Ende daran noch verdienen wissen sie dann sowieso.

  3. Re: Gewinnberechnungen nur für steuerliche Zwecke?

    Autor: sirtom 31.01.08 - 11:03

    LH_ schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Steuerfuzzi schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Wie darf man denn den Satz verstehen? Umgeht
    > Nokia
    > die Steuer oder was?
    >
    > Steuern richten sich auch nach Gewinn/Verlust
    > eines Unternehmens. Daher muss Nokia ausrechnen
    > was in Deutschland angefallen ist.
    > An sich ist Nokia aber egal wieviel Gewinn sie mit
    > dem Werk machen, wichtig ist wie Teuer die
    > Produtkion pro Handy ist.
    > Der Gewinn kommt dann quasi "durch die handys",
    > nicht durch die Produktion.
    >
    > Praktisch macht jede Produktionsstätte bei Nokia
    > also NUR Verlust, und das beste Werk ist das pro
    > Handy den wenigsten Verlust macht.
    >
    > Das die Werke natürlich in der Realität am Gewinn
    > des Handys beteiligt sind ist klar, aber für Nokia
    > da nicht wichtig. Sie wollen ja nur wissen wie
    > teuer die Produktion eines Handys ist. Was sie
    > dann am Ende daran noch verdienen wissen sie dann
    > sowieso.


    Irreführenderweise hört sich das auch so an, als würde Nokia keinen Gewinn ausweisen wollen.

    In Wirklichkeit ist dies eines dieser REIN RENDITEORIENTIERTEN Unternehmen, die nur vom Interesse des RENTIDTEORIENTIERTEN Shareholders angetrieben werden. Aktieninhaber sind in den meisten Fällen ja Fonds, Banken, Private Equitys, seltener Normalsterbliche.

    Komischerweise wollen all diese nicht natülichen Unternehmungen ja immer nur die bestmögliche Rendite haben. Eine Unart, die ein Normalsterblicher nie verstehen wird und will (darf!).

    Denn wenn erst der letzte Arbeisplatz vernichtet wurde, ist keiner mehr da, der euren RENDITEORIENTIEREN Scheiss kauft, liebes Nokia-, Continental-, Müller-Milch, Deutsch-Bank- und v.m. Management.

    Und so schnell wie das passieren wird, können die Schwellen- und Dritte Welt Länder gar nicht aufgebaut werden. Die fetten Manager und die fetten Aktionäre werden in ihren Villen auf ihren Inseln nicht glücklich werden, wenn es die Polizei und/oder das Milität nicht mehr schaffen, den Mob davon abzuhalten, euch zu lynchen.

    Ok, ein wenig in die Zukunft geschaut und ein wenig Phantasie walten lassen ^^

  4. Re: Gewinnberechnungen nur für steuerliche Zwecke?

    Autor: LH_ 31.01.08 - 11:12

    >Irreführenderweise hört sich das auch so an, als
    >würde Nokia keinen Gewinn ausweisen wollen.

    Das habe ich weder geschrieben noch kann man das da rauslesen, außer man möchte unbedingt ;)

    Fakt ist: Bei identisch zu produzierenden Handys hätte Nokia mehr Gewinn in anderen Werken machen können da dort die Stückkosten geringer sind.
    130 Millionen hier könnten anderswo 150 Millionen gewesen sein.
    Das Werk ist ja nur indirekt für den Gewinn verantwortlich (dazu tragen auch die Entwickler, Ingenieure, Marketing, Vertrieb usw. bei), aber sehr direkt für ihre Kosten.
    Nokia weiss das die Produktion eines Handys kosten verursacht, und diese sollen so gering wie möglich sein. Wenn die dabei produzierten Handys am Ende gewinn abwerfen würden sie das tun, egal wo sie produziert wurden. Daher ist für die Werke nur der Kostenfaktor wichtig.

  5. Re: Gewinnberechnungen nur für steuerliche Zwecke?

    Autor: TimTim 31.01.08 - 11:26

    LH_ schrieb:
    -------------------------------------------------------
    >
    > Praktisch macht jede Produktionsstätte bei Nokia
    > also NUR Verlust, und das beste Werk ist das pro
    > Handy den wenigsten Verlust macht.
    >

    Am besten Nokia stellt dann die Produktionen ganz ein und macht dadurch keinerlei Verlust.
    Früher dachte ich mal, dass günstigere Herstellung zu günstigeren Preisen führt, aber kann man ja schön am Beispiel Addidas erkennen. Die lassen quasi nur noch in Entwicklungsländern herstellen und nehmen für einen Fußball mehr, als ein Fabrikmitarbeiter in einem Monat verdient. Soziale Verantwortung??? Für globale Unternehmen offensichtlich ein Fremdwort. Wird mal Zeit, dass es mal wieder wirkliche Unternehmergrößen wie damals Krups und Braun gibt. Denen lag das Wohl der Mitarbeiter noch am Herzen. Und dadurch haben sie nicht zuletzt ihrer eigenen Produktivität gedient. Heutige Manager denken nur noch im Sinne von Profitabilität zugunsten der Aktionäre. Mit welchem Recht nimmt sich dieses Pack eigentlich Millionengehälter? Riskieren sie ihr eigenese Unternehmen? Nö, sie sind es, die sogar bei Misßmanagement im Nachhinein dran Verdienen Siehe Jürgen E. Schrempp; fährt Daimler-Benz durch die Fusion mit Chrysler gegen die Wand, erhält jahrelang Optionen auf Aktien, als die Aktien durch sein Management sich mehr als halbiert haben und jetzt, wo sich Daimler wieder von Chrysler getrennt hat, steigen die Aktien wieder und er profitiert von seiner Unfähigkeit. Für mich sind Manager wie der Nokia-Chef unterster Abschaum... Sorry...

  6. Re: Gewinnberechnungen nur für steuerliche Zwecke?

    Autor: Hordarc 31.01.08 - 11:33

    Steuerfuzzi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wie darf man denn den Satz verstehen? Umgeht Nokia
    > die Steuer oder was?

    Nein, so wie ich es verstanden habe zahlen sie sogar mehr

    Steuer Bochum = "Gewinn durch die Handysparte" * "Anteil des in Bochumer Werkes(6%)" * Steuersatz

    aber

    Gewinn Bochum = "Umsatz durch die Handysparte" * "Anteil des in Bochumer Werkes(6%)" - Lohnkosten - Sonstige Produktionskosten

    Sie Rechen die Steuer also auf Basis des Gewinnes durch alle Handys aus, und unterscheiden nicht weiter wo diese produziert wurden.
    Nun sagen Sie das "Umsatz durch die Handysparte" * "Anteil des in Bochumer Werkes(6%)" < Lohnkosten - Sonstige Produktionskosten womit das Werk in der Tat unrentabel wird.

    Die Presse sagt jedoch auch, das die Lohnkosten an den Gesamtkosten der Produktion einen Anteil von gerade mal 5-8% haben und wenn das so stimmt, liegt die Vermutung nahe das sonst noch irgendwas faul ist wobei es natürlich auch sein kann, das diese Zahl ebenfalls über alle Standorte gemittelt ist.

  7. Re: Gewinnberechnungen nur für steuerliche Zwecke?

    Autor: wm 31.01.08 - 12:25


    > gedient. Heutige Manager denken nur noch im Sinne
    > von Profitabilität zugunsten der Aktionäre. Mit
    > welchem Recht nimmt sich dieses Pack eigentlich
    > Millionengehälter?

    Die nehmen sich das Gehalt genausowenig wie ein Fabrikarbeiter in Bochum, das wird ihnen bezahlt und wenn die Aktionäre der Meinung sind einen guten Manager auch für 4000€ beschäftigen zu können weil dann die Gehaltsstruktur gerechter ist, dann sollen sie doch. Was regt sich hier auch jeder künstlich über die Manager auf? Ich denke mal das sind doch nicht eure Firmen, oder habt ihr Anteile?

  8. Re: Gewinnberechnungen nur für steuerliche Zwecke?

    Autor: TimTim 31.01.08 - 13:40

    wm schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > > gedient. Heutige Manager denken nur noch im
    > Sinne
    > von Profitabilität zugunsten der
    > Aktionäre. Mit
    > welchem Recht nimmt sich
    > dieses Pack eigentlich
    > Millionengehälter?
    >
    > Die nehmen sich das Gehalt genausowenig wie ein
    > Fabrikarbeiter in Bochum, das wird ihnen bezahlt
    > und wenn die Aktionäre der Meinung sind einen
    > guten Manager auch für 4000€ beschäftigen zu
    > können weil dann die Gehaltsstruktur gerechter
    > ist, dann sollen sie doch. Was regt sich hier auch
    > jeder künstlich über die Manager auf? Ich denke
    > mal das sind doch nicht eure Firmen, oder habt ihr
    > Anteile?
    >

    Es läuft doch so, dass die Manager mit dem Aufsichtsrat zusammen die Gehälter verhandeln. Im Aufsichtsrat sitzen dann Personen wie Gerhard Schröder oder was weiß ich, die bekommen für ein Treffen einmal im Monat im Jahr ihre Million Euro. Denkst du ernsthaft die würden dagegen stimmen, dass ein Manager sich mal eben so 10 Mio Euro im Jahr krallt?
    Das Lustige ist dann nur, wenn man z.B. bei der Bahn lesen muss, dass die GDL Arbeitsplätze gefährdet. Tut Mehdorn das durch seinen extrem hohen Lohn nicht?

  9. Re: Gewinnberechnungen nur für steuerliche Zwecke?

    Autor: wm 31.01.08 - 14:28

    TimTim schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > wm schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > > > gedient. Heutige Manager denken nur
    > noch im
    > Sinne
    > von Profitabilität
    > zugunsten der
    > Aktionäre. Mit
    > welchem
    > Recht nimmt sich
    > dieses Pack eigentlich
    >
    > Millionengehälter?
    >
    > Die nehmen sich das
    > Gehalt genausowenig wie ein
    > Fabrikarbeiter in
    > Bochum, das wird ihnen bezahlt
    > und wenn die
    > Aktionäre der Meinung sind einen
    > guten
    > Manager auch für 4000€ beschäftigen zu
    > können
    > weil dann die Gehaltsstruktur gerechter
    > ist,
    > dann sollen sie doch. Was regt sich hier auch
    >
    > jeder künstlich über die Manager auf? Ich
    > denke
    > mal das sind doch nicht eure Firmen,
    > oder habt ihr
    > Anteile?
    >
    > Es läuft doch so, dass die Manager mit dem
    > Aufsichtsrat zusammen die Gehälter verhandeln. Im
    > Aufsichtsrat sitzen dann Personen wie Gerhard
    > Schröder oder was weiß ich, die bekommen für ein
    > Treffen einmal im Monat im Jahr ihre Million Euro.
    > Denkst du ernsthaft die würden dagegen stimmen,
    > dass ein Manager sich mal eben so 10 Mio Euro im
    > Jahr krallt?

    Nein, wenn er gut ist kann er auch ein vielfaches verdienen wenn ich als Aktionär zufriedengestellt bin. Allerdings braucht das doch niemanden zu interessieren der nicht an einer Firma beteiligt ist.

    > Das Lustige ist dann nur, wenn man z.B. bei der
    > Bahn lesen muss, dass die GDL Arbeitsplätze
    > gefährdet. Tut Mehdorn das durch seinen extrem
    > hohen Lohn nicht?
    >

    Doch er gefährdet damit den Arbeitsplatz eines zweiten Vorstandsvorsitzenden bei der DB AG, der ja glücklicherweise nicht gebraucht wird. Vielleicht gefährdet er auch irgendwann seinen eigenen. ;-)


  10. Re: Gewinnberechnungen nur für steuerliche Zwecke?

    Autor: ThadMiller 31.01.08 - 14:51

    wm schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Denkst du ernsthaft die würden dagegen stimmen, dass
    > ein Manager sich mal eben so 10 Mio Euro im Jahr krallt?


    > Nein, wenn er gut ist kann er auch ein vielfaches
    > verdienen wenn ich als Aktionär zufriedengestellt
    > bin. Allerdings braucht das doch niemanden zu
    > interessieren der nicht an einer Firma beteiligt
    > ist.

    Als Aktionär bist du dann zufrieden wenn die Dividende stimmt. Wie es den Angestellten oder der Firma geht, spielt für den Manager also keine Rolle. Kurzfristig die Einnahmen steigern ohne Rücksicht auf "Verluste". Kohle krallen und weg...

  11. Re: Gewinnberechnungen nur für steuerliche Zwecke?

    Autor: Name 31.01.08 - 15:15

    wm schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > > gedient. Heutige Manager denken nur noch im
    > Sinne
    > von Profitabilität zugunsten der
    > Aktionäre. Mit
    > welchem Recht nimmt sich
    > dieses Pack eigentlich
    > Millionengehälter?
    >
    > Die nehmen sich das Gehalt genausowenig wie ein
    > Fabrikarbeiter in Bochum, das wird ihnen bezahlt
    > und wenn die Aktionäre der Meinung sind einen
    > guten Manager auch für 4000€ beschäftigen zu
    > können weil dann die Gehaltsstruktur gerechter
    > ist, dann sollen sie doch. Was regt sich hier auch
    > jeder künstlich über die Manager auf? Ich denke
    > mal das sind doch nicht eure Firmen, oder habt ihr
    > Anteile?

    Ich weiß ja nicht, was Du arbeitest, aber stell Dir mal vor, wie sich diejenigen fühlen, die für solche Firmen arbeiten. Bestes Beispiel eine Firma in Süddeutschland.
    Die Firma hat seit seinem Bestehen (und die Firma gibt es schon seeeehr lange) noch nie so viel Umsatz gemacht, noch nie so viel Gewinn erwirtschaftet. Trotzdem stellen sich die Manager hin und behaupten frech, wenn wir die Personalkosten nicht um einen Betrag x kürzen, würden die Firma untergehen.
    Daraufhin haben die lieben Manager allen Beschäftigten das Gehalt gekürzt (zwischen 2,5 bis über 5 %). Wie gesagt in einer Zeit, in der die Firma so viel Gewinn gemacht hat, wie noch nie!
    So, für die lieben Manager galt die Gehaltskürzung natürlich nicht. Die haben sich nämlich die eigenen Bezüge um 40 % (in Worten: VIERZIG PROZENT) ERHÖHT! Da kriege ich das kalte K... Ich habe mal ausgerechnet, wie viele Mitarbeiter jetzt weniger bekommen, damit die Manager jetzt 40 % mehr bekommen... man kriegt einen dermaßenen Hass auf diese Typen...

    Kannst Du jetzt nachvollziehen, warum auch für mich Manager so ziemlich die letzten Menschen auf dieser Welt sind?

    Manager vergleichen gerne die Gehälter der Angestellten in Deutschland mit den Gehältern in Polen, Rumänien, etc.
    Wenn es darum geht, die Gehälter der Manager zu vergleichen, dann sind es plötzlich die USA, mit denen der Vergleich angestellt wird... ist schon irgendwie komisch, findest Du nicht?
    Warum machen wir es nicht mal so, dass wir die Managergehälter in Deutschland mit den Managergehältern in Polen, China, Rumänien oder Indien vergleichen?

    Ich bin auch dafür Teile deutscher Firmen ins Ausland zu verlagern! Und zwar die Managerabteilungen! Schmeißt alle Deutschen Manager raus und holt polnische Manager. Ich bin mir sicher, die sind genau so 'gut', wie die deutschen.

  12. Re: Gewinnberechnungen nur für steuerliche Zwecke?

    Autor: wm 31.01.08 - 17:02

    ThadMiller schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > wm schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Denkst du ernsthaft die würden dagegen
    > stimmen, dass
    > ein Manager sich mal eben so 10
    > Mio Euro im Jahr krallt?
    >
    > > Nein, wenn er gut ist kann er auch ein
    > vielfaches
    > verdienen wenn ich als Aktionär
    > zufriedengestellt
    > bin. Allerdings braucht das
    > doch niemanden zu
    > interessieren der nicht an
    > einer Firma beteiligt
    > ist.
    >
    > Als Aktionär bist du dann zufrieden wenn die
    > Dividende stimmt. Wie es den Angestellten oder der
    > Firma geht, spielt für den Manager also keine
    > Rolle. Kurzfristig die Einnahmen steigern ohne
    > Rücksicht auf "Verluste". Kohle krallen und weg...

    Genau, das ist das Ziel für dich als Aktionär und die Aufgabe des Managers ist dir Perspektiven zu eröffnen, die für dich weitere Investitionen interessant erscheinen lassen. Dazu benötigt er gute Angestellte zu möglichst günstigen Konditionen und je wichtiger der Angestellte desto wichtiger ist es auch wie es ihm geht. :-)

  13. Re: Gewinnberechnungen nur für steuerliche Zwecke?

    Autor: wm 31.01.08 - 17:16

    Name schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > wm schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > > > gedient. Heutige Manager denken nur
    > noch im
    > Sinne
    > von Profitabilität
    > zugunsten der
    > Aktionäre. Mit
    > welchem
    > Recht nimmt sich
    > dieses Pack eigentlich
    >
    > Millionengehälter?
    >
    > Die nehmen sich das
    > Gehalt genausowenig wie ein
    > Fabrikarbeiter in
    > Bochum, das wird ihnen bezahlt
    > und wenn die
    > Aktionäre der Meinung sind einen
    > guten
    > Manager auch für 4000€ beschäftigen zu
    > können
    > weil dann die Gehaltsstruktur gerechter
    > ist,
    > dann sollen sie doch. Was regt sich hier auch
    >
    > jeder künstlich über die Manager auf? Ich
    > denke
    > mal das sind doch nicht eure Firmen,
    > oder habt ihr
    > Anteile?
    >
    > Ich weiß ja nicht, was Du arbeitest, aber stell
    > Dir mal vor, wie sich diejenigen fühlen, die für
    > solche Firmen arbeiten. Bestes Beispiel eine Firma
    > in Süddeutschland.
    > Die Firma hat seit seinem Bestehen (und die Firma
    > gibt es schon seeeehr lange) noch nie so viel
    > Umsatz gemacht, noch nie so viel Gewinn
    > erwirtschaftet. Trotzdem stellen sich die Manager
    > hin und behaupten frech, wenn wir die
    > Personalkosten nicht um einen Betrag x kürzen,
    > würden die Firma untergehen.
    > Daraufhin haben die lieben Manager allen
    > Beschäftigten das Gehalt gekürzt (zwischen 2,5 bis
    > über 5 %). Wie gesagt in einer Zeit, in der die
    > Firma so viel Gewinn gemacht hat, wie noch nie!
    > So, für die lieben Manager galt die Gehaltskürzung
    > natürlich nicht. Die haben sich nämlich die
    > eigenen Bezüge um 40 % (in Worten: VIERZIG
    > PROZENT) ERHÖHT! Da kriege ich das kalte K... Ich
    > habe mal ausgerechnet, wie viele Mitarbeiter jetzt
    > weniger bekommen, damit die Manager jetzt 40 %
    > mehr bekommen... man kriegt einen dermaßenen Hass
    > auf diese Typen...
    >
    das ist sicherlich kein guter Stil in der Unternehmensführung, da hast du Recht.

    > Kannst Du jetzt nachvollziehen, warum auch für
    > mich Manager so ziemlich die letzten Menschen auf
    > dieser Welt sind?
    >
    ich kann nachvollziehen warum dir das nicht gefällt. Aber von der Aufregung und dem Hass kommt kein müder Euro mehr in deine Geldbörse. Die Manager waren halt clever haben das richtige studiert, hatten gute Beziehungen usw.

    > Manager vergleichen gerne die Gehälter der
    > Angestellten in Deutschland mit den Gehältern in
    > Polen, Rumänien, etc.
    > Wenn es darum geht, die Gehälter der Manager zu
    > vergleichen, dann sind es plötzlich die USA, mit
    > denen der Vergleich angestellt wird... ist schon
    > irgendwie komisch, findest Du nicht?
    > Warum machen wir es nicht mal so, dass wir die
    > Managergehälter in Deutschland mit den
    > Managergehältern in Polen, China, Rumänien oder
    > Indien vergleichen?
    >

    Manager von weltweit agierenden indischen, chinesischen und wenn es sie denn gibt polnischen sowie rumänischen Unternehmen werden sicherlich auch nicht schlecht verdienen und brauchen keinen Vergleich zu scheuen. Für das Gehalt ist sicherlich die Qualifikation ausschlaggebend und damit verbunden, wie schnell jemand in einem Unternehmen ersetzt werden kann.

    > Ich bin auch dafür Teile deutscher Firmen ins
    > Ausland zu verlagern! Und zwar die
    > Managerabteilungen! Schmeißt alle Deutschen
    > Manager raus und holt polnische Manager. Ich bin
    > mir sicher, die sind genau so 'gut', wie die
    > deutschen.
    >

    Jetzt kauf Anteile einer deutschen Firma und bring dich da ein.


  14. Re: Gewinnberechnungen nur für steuerliche Zwecke?

    Autor: erschreckend 01.02.08 - 00:10

    wm schrieb:
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    > Name schrieb:
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    > > wm schrieb:
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    >
    > -----
    > > > > gedient. Heutige
    > Manager denken nur
    > noch im
    > Sinne
    >
    > von Profitabilität
    > zugunsten der
    >
    > Aktionäre. Mit
    > welchem
    > Recht nimmt
    > sich
    > dieses Pack eigentlich
    >
    > Millionengehälter?
    >
    > Die nehmen sich
    > das
    > Gehalt genausowenig wie ein
    >
    > Fabrikarbeiter in
    > Bochum, das wird ihnen
    > bezahlt
    > und wenn die
    > Aktionäre der
    > Meinung sind einen
    > guten
    > Manager auch
    > für 4000€ beschäftigen zu
    > können
    > weil
    > dann die Gehaltsstruktur gerechter
    > ist,
    >
    > dann sollen sie doch. Was regt sich hier
    > auch
    >
    > jeder künstlich über die Manager
    > auf? Ich
    > denke
    > mal das sind doch nicht
    > eure Firmen,
    > oder habt ihr
    > Anteile?
    >
    > Ich weiß ja nicht, was Du arbeitest, aber
    > stell
    > Dir mal vor, wie sich diejenigen
    > fühlen, die für
    > solche Firmen arbeiten.
    > Bestes Beispiel eine Firma
    > in
    > Süddeutschland.
    > Die Firma hat seit seinem
    > Bestehen (und die Firma
    > gibt es schon seeeehr
    > lange) noch nie so viel
    > Umsatz gemacht, noch
    > nie so viel Gewinn
    > erwirtschaftet. Trotzdem
    > stellen sich die Manager
    > hin und behaupten
    > frech, wenn wir die
    > Personalkosten nicht um
    > einen Betrag x kürzen,
    > würden die Firma
    > untergehen.
    > Daraufhin haben die lieben
    > Manager allen
    > Beschäftigten das Gehalt
    > gekürzt (zwischen 2,5 bis
    > über 5 %). Wie
    > gesagt in einer Zeit, in der die
    > Firma so
    > viel Gewinn gemacht hat, wie noch nie!
    > So,
    > für die lieben Manager galt die
    > Gehaltskürzung
    > natürlich nicht. Die haben
    > sich nämlich die
    > eigenen Bezüge um 40 % (in
    > Worten: VIERZIG
    > PROZENT) ERHÖHT! Da kriege
    > ich das kalte K... Ich
    > habe mal ausgerechnet,
    > wie viele Mitarbeiter jetzt
    > weniger bekommen,
    > damit die Manager jetzt 40 %
    > mehr bekommen...
    > man kriegt einen dermaßenen Hass
    > auf diese
    > Typen...
    >
    > das ist sicherlich kein guter Stil in der
    > Unternehmensführung, da hast du Recht.
    >
    > > Kannst Du jetzt nachvollziehen, warum auch
    > für
    > mich Manager so ziemlich die letzten
    > Menschen auf
    > dieser Welt sind?
    >
    > ich kann nachvollziehen warum dir das nicht
    > gefällt. Aber von der Aufregung und dem Hass kommt
    > kein müder Euro mehr in deine Geldbörse. Die
    > Manager waren halt clever haben das richtige
    > studiert, hatten gute Beziehungen usw.
    >
    > > Manager vergleichen gerne die Gehälter
    > der
    > Angestellten in Deutschland mit den
    > Gehältern in
    > Polen, Rumänien, etc.
    > Wenn
    > es darum geht, die Gehälter der Manager zu
    >
    > vergleichen, dann sind es plötzlich die USA,
    > mit
    > denen der Vergleich angestellt wird...
    > ist schon
    > irgendwie komisch, findest Du
    > nicht?
    > Warum machen wir es nicht mal so, dass
    > wir die
    > Managergehälter in Deutschland mit
    > den
    > Managergehältern in Polen, China,
    > Rumänien oder
    > Indien vergleichen?
    >
    > Manager von weltweit agierenden indischen,
    > chinesischen und wenn es sie denn gibt polnischen
    > sowie rumänischen Unternehmen werden sicherlich
    > auch nicht schlecht verdienen und brauchen keinen
    > Vergleich zu scheuen. Für das Gehalt ist
    > sicherlich die Qualifikation ausschlaggebend und
    > damit verbunden, wie schnell jemand in einem
    > Unternehmen ersetzt werden kann.
    >
    > > Ich bin auch dafür Teile deutscher Firmen
    > ins
    > Ausland zu verlagern! Und zwar die
    >
    > Managerabteilungen! Schmeißt alle Deutschen
    >
    > Manager raus und holt polnische Manager. Ich
    > bin
    > mir sicher, die sind genau so 'gut', wie
    > die
    > deutschen.
    >
    > Jetzt kauf Anteile einer deutschen Firma und bring
    > dich da ein.
    >
    >


    es ist wahrlich erschrecken, wie sich die profitgier im einzellnen wiederspiegelt. soziale gerechtigkeit scheint heutzutage im bwl-studium als der kommunisten gut gebrandmarkt zu werden...

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