1. Foren
  2. Kommentare (alt, bis 13.1.2005)
  3. Networld
  4. Bildung

Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: Golem.de 21.11.01 - 09:56

    Gestern wurde eine Sammelklage von Privatpersonen gegen Microsoft auf ungewöhnlichem Wege außergerichtlich beigelegt. Demnach stellt Microsoft eine Milliarde US-Dollar in Form von Barmitteln, Schulungen, Support und Software für öffentliche Schulen zur Verfügung. Linux-Spezialist Red Hat fordert nun, Microsoft solle lieber in Hardware für die Schulen investieren, man selbst werde dann die Schulen kostenlos mit entsprechender Open-Source-Software ausstatten.

    https://www.golem.de/0111/17061.html

  2. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: quick.silver 21.11.01 - 11:32

    Und es gibt immer noch Träumer...

    Ist das nicht toll, wie großzügig selbst Open-Source Unternehmen wie RedHat plötzlich werden, wenn der weltweite größte Softwarehersteller bereit ist Schulen mit Hard- und Software zu versorgen? Das diese Idee ja wohl der größte Traum seit dem "Kleinen Prinz" ist, steht ja ausser Frage. Ich frage mich bloss, welcher der Open-Source Träumer für diesen "PR-Gag" bei verantwortlich ist?

    q.s

  3. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: Dorkas 21.11.01 - 12:06

    Die wollen echt alles umsonst haben. Aber irgendwer bezahlt dafür. Abgezockte Studenten bezahlen die Linux-Entwicklung mit ihrer "verprogrammierten" Zeit. Und die Konkurrenz soll die Hardware sponsern. Erinnert an Sozialhilfe-empfangende Steuerfahnder.

  4. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: x 21.11.01 - 13:12

    ich kann qucik.silver und dorkas nur zustimmen.

  5. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: Sophie 21.11.01 - 13:30

    Ich seh das Problem nicht.
    Die Lösung ist doch fantastisch und zeigt beispielhaft
    die Vorzüge von Open Source:
    Da Code ohne Verlust und nahezu ohne Kosten(mal von
    Rohlingen und Bandbreite abgesehen) vervielfältigt
    und vertrieben werden kann macht es keinen Sinn
    in Schulen für jede Lizenz extra zu bezahlen.

    Die Programmierer von Open Source Software fühlen
    sich dabei auch nicht ausgebeutet sondern haben
    genau daran gedacht.

    Was allerdings mit Kosten verbunden ist ist die
    Hardware - deshalb ist die Rendite(Bildung) auf
    das Investment(1mrd $) durch die Kombination
    aus von Microsoft finanzierter Hardware und
    open source Software am grössten(nicht zuletzt
    deshalb weil die Verwendung von Linux mehr
    Computer-Verständnis vermittelt als Microsoft
    Produkte).

    Last not least ist es ohnehin ehe fragwürdig wenn
    bereits in der Schule zur Microsoft-Monokultur
    erzogen werden.

    grüsse,
    Sophie

  6. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: sebastian 21.11.01 - 13:40

    Anich ein sehr gute Idee, dass Problem liegt darin, dass zumindest in Deutschland vielleicht 2% der Lehrer einen PC mit Linux bedienen können...

  7. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: Rüdiger Pretzlaff 21.11.01 - 13:54

    Hallo Sebastian,

    sebastian schrieb:
    >
    > Anich ein sehr gute Idee, dass Problem liegt
    > darin, dass zumindest in Deutschland vielleicht
    > 2% der Lehrer einen PC mit Linux bedienen
    > können...

    Wo ist das Problem?
    Hast du etwa Winblow am ersten Tag komplett so beherscht wie Windows. Und wofür gibt es die ganzen Lugs in Deutschland. In der fast jeder Elug gibt es Anfänger und Themenabende.
    Und mal im ernst. Linux ist genau wie Windows.
    Und bei Problemen sehe ich den großen Vorteil an Log-Files. Die schweigen sich nicht mit Kryptischen Hex Meldungen über mögliche Ursachen aus.

    Ich zeige gerne wie Linux zu bedienen ist.
    Denn bei Linux weiß man schnell was abgeht.
    Bei Windows habe ich immer das Gefühl, das MCSE´s manchmal selber nicht mehr weiter kommen.

    Ich habe meine Eltern einfach das Windows weg genommen und durch Linux ersetzt. Am Anfang war ein leises Grummeln zu hören. Aber nach ein paar Tagen waren auch die begeistert. Und mein Vater ist nicht gerade ein Licht in sachen Computer.

    In den Lugs bekommt man immer Hilfe. Wir haben jetz bei uns sogar eine Supportliste. In der man nach Thema einen Ansprechpartner findet wenn man ein Problem hat.

    Ich hoffe daraus wird jetzt was und MS bekommt wenigstens mal einen Riegel vor die Abzacke geschoben. NRW zahl 1.5 Millarden Lizenzen an MS für Schulen. Beim Rechnerkauf gehen auch 140,- DM an MS. Das ist als würde ich ein Auto kaufen und müßte dabei eine komplette Anlage von Sony bezahlen auch wenn ich die nicht einbauenlassen.

    Gruß
    Rüdiger

  8. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: sf 21.11.01 - 13:55

    nicht 2 % der Lehrer sondern 2% der IT-Lehrer!!!

  9. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: Rüdiger Pretzlaff 21.11.01 - 14:00

    quick.silver schrieb:
    >
    > Und es gibt immer noch Träumer...
    >
    > Ist das nicht toll, wie großzügig selbst
    > Open-Source Unternehmen wie RedHat plötzlich
    > werden, wenn der weltweite größte
    > Softwarehersteller bereit ist Schulen mit Hard-
    > und Software zu versorgen? Das diese Idee ja
    > wohl der größte Traum seit dem "Kleinen Prinz"
    > ist, steht ja ausser Frage. Ich frage mich
    > bloss, welcher der Open-Source Träumer für
    > diesen "PR-Gag" bei verantwortlich ist?
    >
    > q.s

    MS macht es ja schon lange so. die schulen erhalten software vergünstigt und nach ein paar jahren kommt die dicke rechnung.

    war vor ein paar jahren auch so, als ms nt auf den markt gebracht hatte. um nt zu verbeiten haben die den schulen in der verwaltung die packete kostenlos gegeben. ms hat damals die rechnerröume ausgestattet und dafür dann in der varwaltung was springen lassen. nur wurde da nicht genau gesagt, das die lizenzen begrenzt sind und sie da anschliessend kam die kohle wieder rein.

    wenn ms abzocke macht ist es okay. wenn andere wirklich helfen wollen ist es verarschung oder was?

    traurig, das ms sich so tief und dunkel in manchen köpfen eingenistet hat.

    cya
    Rüdiger

  10. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: Bert 21.11.01 - 14:36

    Ach man, seht Ihr nicht, daß beide Firmen hier knallhart Ihre eigenen Interessen
    vertreten ????

    Mal von meinen persönlichen Vorlieben abgesehen, ist das kein PR-Gag von RedHat
    und auch die 1Milliarde$ von M$ wird nur mit Software rausgegeben werden ....

    denn was wächst denn in unseren Schulen herran ? (bzw. in denen der USA)
    - die arbeitenden Menschen von morgen
    - zukünftige "Entscheider" , sei es nun Firmenchef oder der Mann des Einkaufs
    - die Wissenschaftler der Zukunft
    - Entwickler und Geeks
    - und der ganze Rest ;)

    und was glaubt Ihr, welche Software die nehmen, wenn sie vorher 10 Jahre mit
    (bitte Name des Betriebssystems und Officepacketes hier einsetzen)
    gearbeitet haben !?

    Genau das (bitte Name des Betriebssystems und Officepacketes hier einsetzen) !

    Jede Seite hatt so Ihre Vor- und Nachteile ...
    M$:
    -- (+) Microsoft ist schon bekannt und auch für LKs kaum Schulung nötig
    -- (-) Lizenskosten für Software, Man lernt nicht wirklich wie es "innen" abläuft

    RH:
    --- (+) RH ist kostenlos und im Quellcode da, jeder Schüler kann sich eine Kopie
    der Programme mit nach Hause nehmen .... und reinguggen und lernen
    --- (-) extremer Schulungsaufwand der Lehrkräft am Anfang

    RedHat gibt Software kostenlos, weil (wie oben schon erwähnt), sie dann gut an
    der Dienstleistung verdienen (die ist nur die ersten 90 Tage der 10 Jahre kostenlos)....

    M$ verdient an Software UND auch an der Dienstleistung ......

    Der Bert ...

    Wobei ich (PERSÖNLICH!) hier jedem nur zu RH oder ähnlichen Distrubutionen raten
    möchte! Da der Schulungsaufwand mit der Zeit abnimmt ...

    P.S.: Linux roxx ! KDE rult !
    ... und diesen Artikel schreib ich in einem MSIE auf Win98(SE) :/

  11. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: quick.silver 21.11.01 - 14:47

    Es ist doch immer das gleiche Windows vs. Linux, Open-Source vs. kommerzieller Vermarktung, aber liegt das beides wirklich so kontrovers auseinander? Ich denke nicht.

    Warum probieren eigentlich nicht viel mehr Leute, die Kontakt zu Linuxanwendern haben das System und wechslen dann begeistert? Sind die nur alle Microsoft-monokultiviert? Nein, das liegt vor allem an den Applikationen. Es geht nicht nur um die Basis sondern vor allem was ich damit machen kann. Und wenn ich mir Linux Anwendungen, mal abgesehn vom KOMMERZIELLEN professionellen Bereich angucke, kann ich nur sagen - das reicht mir nicht! Ich bin kein Computer-Purist sondern ein anspruchsvoller User. Und vor allem bequem. Ich lege wert auf einheitliches Look & Feel (Hallo MFC) und auf eine einfache Bedienbarkeit. Tja, und wenn es auf diesen Punkt kommt dann versagt plötzich alle Open-Source Gewalt. Da liegt nämlich der Hauptgrund für Windows. Es ist einfach! Ansonsten hätte Microsoft selbst durch Bundeling mit dem PC kaum ne Chance gehabt.

    Das Linux einfach ist, das mag für die neuen 7ner Versionen gelten, von denen ich bisher keine getestet habe - was ich aber sofort nachhole, zu Hause liegt ja die DVD -, davor war das nur ne Zumutung. Und Linux ist nach wie vor nicht wie Windows, soviel steht fest. Daran ändern weder GNome noch KDE was. Vielleicht hat es ja noch keiner gemerkt, das sämtliche Projekte, die ein GUI für Linux entwickeln sich mehr und mehr am Windows Look & Feel orientieren. Warum eigentlich, wenn es so schlecht ist?

    Auch die Log-Files sind sicher ne klasse Sache, für jemanden dem sie was nutzen um die Probleme zu beheben.Also, brauch man jemanden, der sich mit sowas auskennt - Gelbe Seiten... Übrigens gibts die auch in immer mehr Windows Anwendungen. Nur was nutzen mir LOG-Files, wenn ich das System kennen muss um das Problem zu beseitigen?

    Und was die Idee hinter Open-Source anbelangt hat Sophie teilweise recht. Sicher ist es im Interesse der Gemeinde, die Software zu verteilen, aber kostenlos? Na ja, da wird das aber ein wenig unrealistisch. Mal abgesehn von einigen guten Programmen, die im Bundle mit den Distributionen von SUSE, Red Hat & Co kommen ist der Rest entweder eher was für Hardliner oder er ist gut und KOSTENPFLICHTIG. Erst gestern gabs auf irgendeiner Web-Seite einen Artikel das Richard Stallman (Open-Source Mitbegründer) die Free Software Initiative stärker forcieren will, die wirklich für frei verfügbare Software steht. Wer also Open Source = Kostenlose Software setzt, der sollte mal die Brille putzen und die Realität anschauen. Denn selbst die Distributionen kosten Geld und das nicht zu knapp (130 DM für SUSE Pro)

    Das Open Source Software eine gute Sache ist steht ausser Frage, das sie sich in den nächsten Jahren weiter verbessern wird, ist auch wahrscheinlich. Sie hat nur einen winzigen Hacken. Sie basiert genau wie die Windosen auf rudimentären UNIX-Fragmenten die nicht mehr zeitgemäß sind. Da ändern auch die tausenden Kernel-Varianten nichts. Und wenn man nicht gerade seinen privaten Administrator hat (wie du es bei deinen Eltern vermutlich bist) wird aus dem tollen System bei neuer Software, die widerum neue Kernelvarianten oder (Software-)Systemkomponenten verlangt schnell ne mittlere Katastrophe. Denn ich glaube nicht das Otto-Normal Computer Nutzer mal eben den neuesten Kernel mit allen Updates compiliert und dann flux weiterarbeitet.

    Aber darum gings hier ja auch nicht. Entscheidend ist, das ich so oder so für Software bleche. Bei Windows bezahl ich für die Lizenzen und bei Linux für jemanden der es administrieren kann. So oder so zocken hier die Unternehmen ab. Es kommt nur drauf an, wie man es verpackt - also wieder alles eine Frage des Marketings. ;)

    So und jetzt könnt ihr weiterstreiten! *g*
    Ich wünsch euch einen schönen Nachmittag,

    quick.silver

  12. Schulen und Schulungsaufwand

    Autor: quick.silver 21.11.01 - 14:51

    >extremer Schulungsaufwand der Lehrkräft am Anfang

    >Da der Schulungsaufwand mit der Zeit abnimmt ...

    Bitte entscheiden sie sich jetzt, wie er abnimmt (Bitte Art der Abnahme hier einsetzen)! *g*

    MfG,

    q.s

  13. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: Cedric 21.11.01 - 15:20

    Mehr brauche ich auch nicht zu sagen, außer das ich Dir vollkommen Recht gebe!

  14. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: Alfredo 21.11.01 - 15:24

    Hi Rüdiger & alle sonstigen Gedankens"genossen",

    ich möchte nicht über Win<->Linux reden, jeder weiß sowieso, was jeweils die produkttechnischen Vor-/Nachteile sind, aber dafür über das eigentliche Thema...

    Natürlich ist Red Hat auch eine profit-orientierte Firma, und es ist ganz sicher, daß Red Hat nichts macht, was nicht (langfristig) dem eigenen Profit dient. Wenn sie anders handeln (würden), werden (bzw. würden) sie pleite gehen. Und natürlich ist eines der stärksten Marketing-Argumente von Linux-Firmen wie Red Hat für ihre Produkte, daß sie den ideellen Zusatznutzen besonders anpreisen. Was ist der bloß bei Linux? Na ja, es wird versucht, Linux zu einem Stereotyp für etwas Freiheitsorientiertes zu machen, auf daß man indirekt damit klassische, westliche Ideale assoziiere.
    So, ich warte jetzt mal auf jemanden, der mir vollen Ernstes erklären möchte, daß das jetzt kein sehr gutes Marketing sei, sondern einfach die etwas idealistisch angehauchte Form des freiheitsliebenden "Software-Schenkens" - und zwar selbstverständlich von einer privatwirtschaftlichen Firma, die genauso selbstverständlich allein das Wohl der Gesellschaft und nicht den eigenen Gewinn im Auge hat. GENAU so etwas denkt leider die Mehrzahl der Linux-"Jünger" (jaja, ich weiß, es gibt Ausnahmen....)

    Ciao,
    Alfredo

    p.s. Zm Thema Log Files in Windows, also...
    "Und bei Problemen sehe ich den großen Vorteil an Log-Files. Die schweigen sich nicht mit
    Kryptischen Hex Meldungen über mögliche Ursachen aus."

    Ja, Rüdiger, wenn man sich nur Dump Files und Dr. Watson Logs anschaut, dann weiß man wirklich nicht viel Internes über Windows - und sollte daher weniger über MCSE's lästern.

  15. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: henrietta bluma 21.11.01 - 15:44

    na ja...

    zuerstma hat billyboy alles beim jobs abgeschaut und heute läuft sowieso alles immer mehr zusammen. irgendwie gibts nicht mehr viele wirklich neue features bei systemoberflächen.
    wenn ich dann daran denke, dass diese am anfang beim mac schon so simpel wie heute zu bedienen war und bei ms erst nachdem das geschäft mit ottonormalies und spielkindern entdeckt wurde. jetzt soll mal einer den lange zeit herbeigewünschten alternativen etwas vorwerfen!! immer alles schön einfach zu bedienen soll es sein - ha! das sowetwas seine zeit braucht um genug ausgereift zu sein, is doch wohl klar. ist so ein prog erstma im massengeschäft, braucht man ja nix mehr zu ändern, wa? blos immer schön das alte gewohnte bild - und abstürzen tuts ja auch nur noch ab und zu...

    denkt doch einmal an die zukunft leute!

    es war schon immer - und wird in zukunft auch immer so sein - eine extrem grosse hemmung für gerechte und ausgeglichene entwicklung, wenn einer über einen längeren zeitraum eine überwiegende macht am markt ausübt.

    was kann das bedeuten??

    es ist doch schon jetzt so, dass viele menschen als voraussetzung für einen job fast nur noch lernen müssen produkte von ms zu bedienen. dabei ist es doch eigentlich egal wie jemand zu seinem ergebnis kommt, solange die docs kompatibel sind. irgendwie beschneiden sich die menschen immer selbst, anstatt auf vielfalt zu bauen.
    machens sich wohl immer zu einfach - folks.

    DUMMDIDUMM!

    #henrietta

  16. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: Alfredo 21.11.01 - 15:47

    Sophie schrieb:
    >
    > die Vorzüge von Open Source:
    > Da Code ohne Verlust und nahezu ohne Kosten(mal
    > von
    > Rohlingen und Bandbreite abgesehen) vervielfältigt
    > und vertrieben werden kann macht es keinen Sinn
    > in Schulen für jede Lizenz extra zu bezahlen. [...]
    > Die Programmierer von Open Source Software fühlen
    > sich dabei auch nicht ausgebeutet sondern haben
    > genau daran gedacht.


    Liebe Sophie,

    Du hast sicher recht mit den Vorzügen von Open Source, besonders in Schulen - aber macht es nicht durchaus Sinn, für jede Kopie eine Lizenz zu erwerben? IT Experten investieren sehr viel Zeit (und damit für die Firma Geld in Form von Gehalt) in die Software; genau diese Kosten muß die Firma an irgendjemanden weitergeben (inklusive eines Mehrwertes), wenn sie überleben will. Raubkopien gibt es nur, eben weil Software nahezu ohne Kosten vervielfältigt werden kann - genauso wie Musik CD's etc. Alles, was in Form von Informationen darstellbar ist, kann letzten Endes beliebig vervielfältigt werden. MS etc. hat zwar extrem geringe Produktionskosten, aber der springende Punkt sind die Personalkosten. Open Source - Programmierer sind sicherlich nicht sehr gewinnorientiert, das stimmt schon, aber die Firmen als Ganzes sind ganz sicher schon sehr gewinnorientiert (wie sehr, kann man an der jeweiligen Firmengröße erkennen).

    Ciao,
    Alfredo

  17. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: Rüdiger Pretzlaff 21.11.01 - 16:07

    Alfredo schrieb:
    >
    > Hi Rüdiger & alle sonstigen Gedankens"genossen",
    >
    > ich möchte nicht über Win<->Linux reden, jeder
    > weiß sowieso, was jeweils die produkttechnischen
    > Vor-/Nachteile sind, aber dafür über das
    > eigentliche Thema...

    Sicher brauchen wir hier nicht über Win<->Linux sprechen. Aber warum wird jetzt so gegen das geplante gewettert.

    >
    > Natürlich ist Red Hat auch eine
    > profit-orientierte Firma, und es ist ganz
    > sicher, daß Red Hat nichts macht, was nicht
    .....
    > So, ich warte jetzt mal auf jemanden, der mir
    > vollen Ernstes erklären möchte, daß das jetzt
    > kein sehr gutes Marketing sei, sondern einfach
    > die etwas idealistisch angehauchte Form des
    .....
    <GENAU so etwas denkt leider die
    > Mehrzahl der Linux-"Jünger" (jaja, ich weiß, es
    > gibt Ausnahmen....)

    Ich sage ja nicht, das RedHat das nur so macht weil RedHat der liebe Onkel ist. Aber warum muß man bei Windows denn erst mega viel Kohle letzen und dann auch noch die Dienstleistungen teuer bezahlen. Und dann gibt es da noch die Entanwender , die mit bekannten Office Paketen arbeiten und in der Dokumentation nicht alles finden, weil eine E-Mailfunktion aus Word wichtiger ist, als Sereindruckfelder in der Kopfzeile von Word2000.
    Da muß man erst Monate lang nach einer Lösung suchen. Und diese Zeit sind auch kosten für Firmen die auch entstehen.

    > Ciao,
    > Alfredo
    >
    > p.s. Zm Thema Log Files in Windows, also...
    > "Und bei Problemen sehe ich den großen Vorteil
    > an Log-Files. Die schweigen sich nicht mit
    > Kryptischen Hex Meldungen über mögliche Ursachen
    > aus."
    >
    > Ja, Rüdiger, wenn man sich nur Dump Files und
    > Dr. Watson Logs anschaut, dann weiß man wirklich
    > nicht viel Internes über Windows - und sollte
    > daher weniger über MCSE's lästern.

    Nene ich hab auch schon mehr gesehen als Dumps und Watson logs. Aber warum sind die in der letzen Ecke versteckt? Das gleiche ist doch auch mit erweiterter Rechtevergabe beim neuen Wunderwerk aus dem großem Hause. Warum heist das Tool ausgerechnen CALCS.EXE? Da denkt man doch eher an ein Kalkulations Programm und Dokumentiert ist es auch nicht.

    Gruß
    Rüdiger

  18. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: christian peters 21.11.01 - 16:19

    Ich bin der Meinung dass generell alle Schulen mit GNU/Linux ausgestattet werden sollten.
    Denn in der Schule braucht man sogenannte "Professionelle Software" nicht. Die Grundfunktionen sind allerdings bei Linux wesentlich besser abgedeckt wie bei MS.

    Ein kleines Rechenbeispiel nur im Bezug auf die Clients

    Windows Client 300 DM
    Office Software 800 DM

    macht in dieser Minimal Variante 1100 DM für Lizenzen
    das ganze mal 20 und ich bin bei 22000 DM

    Von der Grundfunktionalität bekomm ich mit Linux das gleiche (oder sogar noch mehr) geboten.
    Kosten = 0 bzw einige 100 DM

    Die Support Kosten bzw laufenden Kosten halten sich in der Waage.
    Die Vorteile bei Linux sind allerdings daß unsere jungen Mitmenschen mit einem Betriebsystem aufwachsen, das ständig weiterentwickelt wird, welches zum denken und lernen anregt. Man kann ohne Zweifel mit Linux inzwischen auch nur "arbeiten", aber wie soll sich ein forschender Geist entwickeln indem es von einer Firma vorgeschrieben bekommt in welchen Grenzen er sich zu bewegen hat? Ist das nicht die Größte Gefahr ?

    .......
    Ich bin kein Computer-Purist sondern ein anspruchsvoller User. Und vor allem bequem. Ich lege wert auf einheitliches Look & Feel (Hallo MFC) und auf eine einfache Bedienbarkeit. Tja, und wenn es auf diesen Punkt kommt dann versagt plötzich alle Open-Source Gewalt. Da liegt nämlich der Hauptgrund für Windows. Es ist einfach! Ansonsten hätte Microsoft selbst durch Bundeling mit dem PC kaum ne Chance gehabt
    ....

    Lieber quik.silver
    deine Argumentation ist lächerlich.
    Du bist ein Anspruchsvoller User der Wert auf einheitliches Look and Feel legt ?
    Hat das was mit Oberflächlich zu tun ?

    du bist bequem ? .....du meinst faul ? oder dich interessiert das alles nicht ?
    warum müssen wir denn dann hier deinen Kommentar ertragen ?

    Die Open Source Gewalt versagt keineswegs ... nur bist du anscheinend nicht bereit entsprechend dafür zu bezahlen.

    ... und zum Thema Bundeling und Erfolg kann ich nur sagen: Hier hat die Firma Microsoft zum rechten Zeitpunkt ein halbwegs fertiges Produkt angepriesen und abgekauft bekommen dass über viele viel Jahre nachgebessert wurde und schon Milliarden an DM und Stunden gekostet hat.

    Ich bin der Meinung Linux sollte gefördert werden, denn es kann MS allemal in die Tasche stecken. Wenn wir schon diesen Fehler mit MS gemacht haben, warum sollten wir unsere Kinder den gleichen Fehler machen lassen sollen ?

  19. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: Rüdiger Pretzlaff 21.11.01 - 16:32

    Alfredo schrieb:

    > Liebe Sophie,
    >
    > Du hast sicher recht mit den Vorzügen von Open
    > Source, besonders in Schulen - aber macht es
    > nicht durchaus Sinn, für jede Kopie eine Lizenz
    > zu erwerben? IT Experten investieren sehr viel
    > Zeit (und damit für die Firma Geld in Form von
    > Gehalt) in die Software; genau diese Kosten muß
    > die Firma an irgendjemanden weitergeben
    > (inklusive eines Mehrwertes), wenn sie überleben
    > will. Raubkopien gibt es nur, eben weil Software
    > nahezu ohne Kosten vervielfältigt werden kann -
    > genauso wie Musik CD's etc. Alles, was in Form
    > von Informationen darstellbar ist, kann letzten
    > Endes beliebig vervielfältigt werden. MS etc.
    > hat zwar extrem geringe Produktionskosten, aber
    > der springende Punkt sind die Personalkosten.
    > Open Source - Programmierer sind sicherlich
    > nicht sehr gewinnorientiert, das stimmt schon,
    > aber die Firmen als Ganzes sind ganz sicher
    > schon sehr gewinnorientiert (wie sehr, kann man
    > an der jeweiligen Firmengröße erkennen).
    >
    > Ciao,
    > Alfredo

    Sicher, du hast recht. Es muß ja uach nicht sein, das alles Kostenlos ist. Auch wenn man für Suse 130,- DM für die Pro bezahlt und RedHat auch nur knapp drunter liegt.

    Es geht ja in diesem Fall und auch in anderen darum. Kosten zu sparen. Und außerdem hat BB ja auch schon einmal an Schulen verschenkt.

    Was hindert denn daran, das Schüler was vernünftiges an den Rechnern lernen?
    Es wird sicher keiner als Profi-Entwickler nach der 10. Klasse abgehen. Aber wenn jetzt endlich mal die Rechner wieder auf vordermann gebracht werden könnte man den Schülern mehr zeigen, als nur Basic und Co. Ich finde es langweilig mit überalteten Sprachen 20 mal einen String auf den Bildschirm zu schreiben. Wenn man dafür dann aber was etwas größeres machen könnte ist es auch interessanter für die Schüler.

    Die könnten dann z.B. ein ganzes Netzwerk aufbauen in dem Sie einzelne Projecte vorstellen. Datenbanken und Suchfunktionen einbauen und würden dann mal sehen wie so etwas funktioniert. Ich danke das da einige mehr Spaß dran hätten und endlich mal Ergebnisse sehen würde, bei dem was sie am Rechner machen.

    Das Beispiel ist zwar nicht das beste. Aber würde man so etwas heute versuchen würde man an der Rechner Zahl scheitern. An der Schule wo ich war gab es ca. 10 Rechner im Computerraum. Bei glaube ich etwas an die 1000 Schüler. Klasse wenn dann jeder Schüler 10 Minuten an den Rechner kann.
    Hat einen damals sehr angespornt. Okay ich saß zwar meistens länger an dem Rechner. Aber nur weil wie schon oben erwähnt die anderen es zu blöde fanden mit simple String den Bildschirm zu zu müllen.

    Ich habe mich schon damals dafür interessiert und es war bei mir damals schon mehr als dieser String aber die Rechner sind heute (bor ist das schon lange her) auch nicht viel besser in der Schule.

    Warum muß denn BB immer alles machen? Hier wurde gerade geschrieben, das es wohl nur die Hardware ohne Software nicht geben wird. Ja Ja kriegt klein BillyBoy seinen willen nicht, wird halt nix gemacht. Hört sich für mich an wie Erpressung.

    Ich habe die Hoffnung, das sich jemand anderes findet, der die Hardware zu verfügung stellt und RH die Software.

    Auch die Begründung RedHat will auch nur Kohle machen will ich nicht abstreiten. Habe ich ja auch oben schon geschrieben. Aber kann es nicht sein, das einige die Abzocke von BB jetzt auf andere Überträgt und jetzt denkt alle sind so abgezockt?

    cya
    Rüdiger

    PS: Ich will jetzt nicht sagen, das hier isch einige nicht mir Linux auskennen. Aber warum müssen einige Linux schlecht machen ohenes nur einmal gesehen zu haben? (war keiner von euch gemeint.)

  20. Re: Red Hat will Schulen mit Open-Source-Software ausstatten

    Autor: Sophie 21.11.01 - 16:47

    Hallo Alfredo,

    Mit meiner Laudatio über die verlustfreie Distributionsfähigkeit
    von Software wollte ich keine Lanze für eine Entkommerzialisierung
    der Sofwarebranche brechen. Auch halte ich eine Idealisierung von
    OpenSource als Manifestation einer zukunftsorientierten freien
    Gesellschaft für realitätsfern.

    Was wir brauchen ist ein neues Verständnis von geistigem Eigentum
    das zum einen den Vorteil der Kopierbarkeit von digital codierten
    Informationen und andererseits der marktwirtschaftlichen Weltordnung
    gerecht wird.

    Beispiele hierfür sind Distributionen die Ihr Geld ja mit Support und Service
    verdienen und nicht mit Entwicklung.
    Die Entstehung von Open Source liegt eben nicht in der Hand von grossen
    Firmen die auf Verkauf mit Mehrwert angewiesen sind sondern in den Händen
    von Entwicklern die aus unterschiedlichen Gründen Software zur freien
    Verfügung schreiben. Sharing zum vorteil aller Beteiligten.
    Das ist zeitgemässer - es wird zwar wohl niemand mehr zum Multimilliardär
    durch Coding aber das ist auch kein grosser Verlust.
    Was nicht heissen soll, dass es mich stört wenn jemand reich wird durch
    Software(da ist auch OpenSource kein Hindernis) aber zumindest
    die Schulen haben nicht die Aufgabe dafür zu sorgen.
    nuf said

    > So, ich warte jetzt mal auf jemanden, der mir vollen Ernstes erklären möchte, daß das jetzt >kein sehr gutes Marketing sei, sondern einfach die etwas idealistisch angehauchte Form des >freiheitsliebenden "Software-Schenkens"

    Natürlich denken Sie daran, dass Schüler die Linux in der Schule lernen das Betriebssystem
    auch später einsetzen werden. Aber was ist schlecht daran?
    1.Soviel verschenkt RedHat hier gar nicht-schliesslich basiert Gnu/Linux nicht auf ihrem
    R&D Budget
    2.Linux vermittelt als Open Source Betriebsystem ein weit tieferes IT-Verständnis
    als Windows & MacOS und somit die Möglichkeit später auf unterschiedlichen
    Plattformen zu arbeiten.
    3.RedHat ist eine Distribution wie jede andere auch-Die Schüler können später ohne
    Probleme auf Debian(ganz unkommerziell) oder Suse oder sogar FreeBSD umsteigen.
    4.Ich bin so naiv und glaube dass für RedHat genug Geeks mit StarTrek background
    arbeiten dass die Firma durchaus etwas gemeinnütziges für eine zukunftsorientierte
    Gesellschaft tun möchte.

    sophie

  1. Thema
  1. 1
  2. 2
  3. 3

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. ROSE Systemtechnik GmbH, Hohenlockstedt
  2. WITRON Gruppe, Hamm
  3. CipSoft GmbH, Regensburg
  4. alanta health group GmbH, Hamburg-Jenfeld

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 20,99€
  2. 19,49€
  3. 19,90€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de