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Lernmittelausgaben bei digitalen Medien gehen zurück

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  1. Lernmittelausgaben bei digitalen Medien gehen zurück

    Autor: Golem.de 28.03.03 - 14:17

    Die staatlichen Ausgaben für Schulbücher und Lernsoftware stagnierten 2002 bei bundesweit ca. 270 Millionen Euro - dem absoluten Tiefstand seit der Wiedervereinigung. Seit 1991 haben sich damit die Pro-Schüler-Ausgaben der öffentlichen Hand von 34,50 Euro auf 21,60 Euro um 37 Prozent reduziert, resümiert enttäuscht der Branchenverband VdS Bildungsmedien bei seiner Wirtschaftspressekonferenz im Vorfeld der Bildungsmesse 2003 in Nürnberg. Der Branchenumsatz mit Bildungsmedien - Schulbücher, Lern- und Unterrichtssoftware - lag 2002 bei unverändert 490 Millionen Euro.

    https://www.golem.de/0303/24762.html

  2. Re: Lernmittelausgaben bei digitalen Medien gehen zurück

    Autor: Rudolf Lucas 28.03.03 - 16:10

    Apropos "elektronisches Klassenzimmer":

    Wir haben schon öfter vor einer Entscheidung gestanden, Lernsoftware für unser Schulnetz anzuschaffen. Was einem da geboten wird, ist allerdings eher eine Abschreckung als ein Anreiz.

    Erstaunlich häufig läuft die Software auf Win3.1/95, aber nicht mehr auf W2k, WXP oder ist gar betriebssystemunabhängig.
    Dass Schulen heutzutage meistens Netzwerke besitzen, wo über einen Fileserver auf Software zugegriffen wird, scheint sich noch nicht bis zu den Softwareentwicklern von Bildungsmedien herumgesprochen zu haben. Meist MUSS auch noch die Original-CDROM in einem lokalen CD-Laufwerk liegen, damit überhaupt irgendetwas läuft. (Ich möchte den Lehrer sehen, der gerne das Austeilen und Einsammeln der Datenträger in seinem Unterricht unterbringt.). Zumindest verlangen viele Lernprogramme auch noch eine Installation mit lokalem Schreibzugriff.
    Und zuletzt sind die Lizensierungsangebote meist unflexibel und wirklichkeitsfremd. Schul- bzw. Campus-Lizenzen zu einem vernünftigen Preis habe ich bisher kaum gesehen.

    Schließlich muß man als Hersteller von Bildungsmedien der Trägheit und Innovationsfeindlichkeit der Lehrer und Fachbereiche Rechnung tragen. Schulen bekommen gelegentlich Prüfversionen von neuen Schulbüchern zum kostenlosen Ausprobieren, aber Software habe ich noch nie dabei gehabt.

    Die Hersteller und Verlage sollen nicht glauben, man würde ihnen von selbst die Türe einrennen und die Produkte aus den Händen reißen. Gejammer hilft nicht. Die Qualität muß stimmen und ein bißchen geschickte Werbung könnte auch hilfreich sein.

    rudluc

  3. Re: Lernmittelausgaben bei digitalen Medien gehen zurück

    Autor: SilenceX 28.03.03 - 18:14

    Da kann ich nur zustimmen, selbst im IT Bereich, wo es ja um das Thema selbst geht ist taugliche Lernsoftware nicht zu finden. Nicht, dass man es nicht hinbekommen würde das über ein Netzwerk anzusprechen. Ich verstehe aber auch nicht warum die Entwickler nicht _ein wenig_ mit der Zeit gehen. Wie wäre es z.B. mit einem Dynamischen Websystem? Das wäre Platformunabhängig - ja, sogar Klassenzimmerunabhängig und der Lehrer hätte die Ergebnisse alle schön brav auf dem Server liegen. Natürlich spielt hier auch Sicherheit eine Rolle - Arbeiten würde ich eher weniger mit Leuten schreiben, die sich mit der Materie _richtig_ auskennen ;-)

    Klar gibt es im E-Learning Sektor diese Lösung - aber zum Verkauf an Schulen hab ich so etwas noch nicht gesehen.

  4. Muss ein Lehrmittel immer Lernsoftware sein?!?

    Autor: nixblick 29.03.03 - 13:50

    Ich weiss nicht ob ich das falsch verstehe, aber muss ein Lernmittel immer eine "Lernsoftware" sein. Ich denk da viel mehr an Progz, die in Zukunft von Bedeutung sein werden bzw. zumindest immer einen ziemlich aktuellen Stand der Programme zu gewährleisten. Sonst geht es so wie mit den Schulbüchern, die oft schon mehrere Jahrzehnte auf dem Buckel haben und bei Weitem nicht mehr UP TO DATE sind. Ich kann da leider auch nicht richtig mitreden, da ich als 75er Baujahr doch fast ausschliesslich mit Printmedien ausgebildet wurde ;-)

    Aber ich finde es generell schon erschreckend, dass in einer fortschrittlichen Zeit die Bildung einen entgegengesetzten Weg geht. Und da zählt für mich auch kein Argument "Es gibt ja nix gescheites" - was nicht passt wird passend gemacht ;-)

  5. Re: Lernmittelausgaben bei digitalen Medien gehen zurück

    Autor: Friedrich Hattendorf 30.03.03 - 17:38

    So schlecht sieht es IMHO mit Lernprogrammen gar nicht aus.
    Sowohl unter Windows als auch - noch stärker - unter LINUX ( http://fsub.schule.de ) gibt es ziemlich viel an freier Software.

    Allerdings vierdient die Lernmittel-Industrie daran nicht. Und solange sie nicht bereit ist - wie schon im Posting von Rudolf Lucas beschrieben - sich auf die Bedürfnisse der Schulen euinzulassen, wird sich daran auch wenig ändern.

    Friedrich Hattendorf

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