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Fair-Work nur für die "Elite"?

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  1. Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: mb 23.02.08 - 01:57

    Entschuldigung, aber als Softwareentwickler der nicht in diesem Teil der Branche arbeitet kann ich nicht erkennen warum dies nur und gerade für die Spielebranche benötigt wird.

    Und damit wir uns nicht falsch verstehen:
    Mitnichten fordere ich das Siegel für mich als Entwickler der nicht in der Spieleindustrie arbeitet, denn ich bin nicht so dumm und fehlgeleitet zu glauben das es mir besonders schlecht oder schlechter als den Kollegen in der Spielebranche ginge. Vielmehr bin ich mir sicher das so ein Siegel erstmal an die Tür von Friseursalons, Fastfood-Restaurants, Supermärkten, Textilgeschäften und vielen anderen Geschäften und Produktverpackungen gehört bevor die Branche der Softwareentwicklung sich jammernd zu Wort melden sollte.
    Sicher, rosig siehts auch hier oft bei den Arbeitsbedingungen nicht aus. Aber verglichen mit genannten Branchen in großflächig unter HarzIV bezahlt, Urlaubs und Krankengeld verweigert wird und man sich für als Teilzeitkraft 24Stunden am Tag abrufbereit halten muss ist das Jammern auf sehr hohem Niveau. Immerhin dürfte den meisten in unserer Branche die Arbeit auch Spaß machen, was man bei diesen Personengruppen bei den Bedingungen und Gehältern wohl selten antreffen dürfte.

    Also was möchte die Linke? Das man sich für das Freizeitvergnügen ein nur Zertifizierte "Fair-Work" Spiele für seine teure PS3 kauft und sich anschließend beim Friseur für 5€ die Haare schneiden lässt und das Trinkgeld spart?
    Ich könnt kotzen...

  2. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: W 23.02.08 - 09:07

    mb schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Entschuldigung, aber als Softwareentwickler der
    > nicht in diesem Teil der Branche arbeitet kann ich
    > nicht erkennen warum dies nur und gerade für die
    > Spielebranche benötigt wird.
    >
    > Und damit wir uns nicht falsch verstehen:
    > Mitnichten fordere ich das Siegel für mich als
    > Entwickler der nicht in der Spieleindustrie
    > arbeitet, denn ich bin nicht so dumm und
    > fehlgeleitet zu glauben das es mir besonders
    > schlecht oder schlechter als den Kollegen in der
    > Spielebranche ginge. Vielmehr bin ich mir sicher
    > das so ein Siegel erstmal an die Tür von
    > Friseursalons, Fastfood-Restaurants, Supermärkten,
    > Textilgeschäften und vielen anderen Geschäften und
    > Produktverpackungen gehört bevor die Branche der
    > Softwareentwicklung sich jammernd zu Wort melden
    > sollte.
    > Sicher, rosig siehts auch hier oft bei den
    > Arbeitsbedingungen nicht aus. Aber verglichen mit
    > genannten Branchen in großflächig unter HarzIV
    > bezahlt, Urlaubs und Krankengeld verweigert wird
    > und man sich für als Teilzeitkraft 24Stunden am
    > Tag abrufbereit halten muss ist das Jammern auf
    > sehr hohem Niveau. Immerhin dürfte den meisten in
    > unserer Branche die Arbeit auch Spaß machen, was
    > man bei diesen Personengruppen bei den Bedingungen
    > und Gehältern wohl selten antreffen dürfte.
    >
    > Also was möchte die Linke? Das man sich für das
    > Freizeitvergnügen ein nur Zertifizierte
    > "Fair-Work" Spiele für seine teure PS3 kauft und
    > sich anschließend beim Friseur für 5€ die Haare
    > schneiden lässt und das Trinkgeld spart?
    > Ich könnt kotzen...

    Aus einem sozialen Blickwinkel heraus, den ich eigentlich sehr ungern einnehme muss ich dir zustimmen, andere Branchen haben es da um einiges nötiger.

    Meiner Meinung nach ist das nur wieder ein Versuch der LinksPartei die IT-Branche als Wählerschaft zu finden, ähnliches konnte man schon ab 1920 bei radikalen Parteien (rechts und links!) beobachten und die Geschichte wiederholt sich.
    Nur wo wir mit den linken hinkommen haben wir schon gesehen und den Fehler wollen wir doch wirklich nicht nocheinmal machen.

  3. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: Private Paula 23.02.08 - 09:22

    Die gleichen Gedanken gingen mir auch durch den Kopf.

    Ich arbeite zwar nicht als Spieleentwickler, aber ich denke um Vergleich zu einigen anderen Branchen in Deutschland sind die Arbeitsbedingungen als paradisisch zu bezeichnen.

    Ich frage mich, welche Zustaende in der Spiele-Entwickler Branche denn so katastrophal sind, dass man dafuer extra ein Siegel einfuehren muss.

    --
    Warum UNIX/Linux schaedlich ist:
    'kill' macht Menschen zu brutalen, blutruenstigen Bestien,
    'killall' zuechtet regelrecht Massenmoerder,
    'whoami' loest bei psychisch labilen Personen Existenzkrisen aus!

  4. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: bg 23.02.08 - 09:25

    mb schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Entschuldigung, aber als Softwareentwickler der
    > nicht in diesem Teil der Branche arbeitet kann ich
    > nicht erkennen warum dies nur und gerade für die
    > Spielebranche benötigt wird.
    >
    > Und damit wir uns nicht falsch verstehen:
    > Mitnichten fordere ich das Siegel für mich als
    > Entwickler der nicht in der Spieleindustrie
    > arbeitet, denn ich bin nicht so dumm und
    > fehlgeleitet zu glauben das es mir besonders
    > schlecht oder schlechter als den Kollegen in der
    > Spielebranche ginge. Vielmehr bin ich mir sicher
    > das so ein Siegel erstmal an die Tür von
    > Friseursalons, Fastfood-Restaurants, Supermärkten,
    > Textilgeschäften und vielen anderen Geschäften und
    > Produktverpackungen gehört bevor die Branche der
    > Softwareentwicklung sich jammernd zu Wort melden
    > sollte.
    > Sicher, rosig siehts auch hier oft bei den
    > Arbeitsbedingungen nicht aus. Aber verglichen mit
    > genannten Branchen in großflächig unter HarzIV
    > bezahlt, Urlaubs und Krankengeld verweigert wird
    > und man sich für als Teilzeitkraft 24Stunden am
    > Tag abrufbereit halten muss ist das Jammern auf
    > sehr hohem Niveau. Immerhin dürfte den meisten in
    > unserer Branche die Arbeit auch Spaß machen, was
    > man bei diesen Personengruppen bei den Bedingungen
    > und Gehältern wohl selten antreffen dürfte.
    >
    > Also was möchte die Linke? Das man sich für das
    > Freizeitvergnügen ein nur Zertifizierte
    > "Fair-Work" Spiele für seine teure PS3 kauft und
    > sich anschließend beim Friseur für 5€ die Haare
    > schneiden lässt und das Trinkgeld spart?
    > Ich könnt kotzen...

    Dem stimme ich zu. Auch ich arbeite als Softwareentwickler, jedoch nicht in der Spielebranche.

    Es gibt genug Berufe, in denen eine solches Siegel weit nötiger wäre als es in den Berufen der IT-Branche ist.

  5. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: oooooooop 23.02.08 - 10:20

    leider ist das auch nicht richtig. dieses vergleichen mit anderen.
    nach oben hin wird uns dies verweigert. anderen berufsgruppen geht
    es natuerlich um einiges besser. nach unten SOLL man aber schauen.
    schau doch jung: den anderen gehts viel schlechter.
    also reite weiter auf deinem alten esel ...

    jeder sollte selbst seine position betrachten und dann entscheiden
    ob er meckern und sich freuen kann


    P U N K T

  6. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: Zoddy 23.02.08 - 10:22

    Wenn man die Branche der deutschen Spieleentwicklung nicht kennt, sollte man darüber auch nicht lamentieren. Denn in der geht es sehr wohl katastrophal zu. Die Gehälter sind lächerlich, erst recht wenn man vergleicht, was man bekommen würde, wenn man nicht als Spieleentwickler, sondern z.B. als Anwendungsentwickler arbeiten würde. 2000€ brutto ist da schon das Höchstmaß und äußerst selten. Meistens sind es aber 1000-1200€ brutto.

    Dazu kommen etliche unvergütete Überstunden, nur 26 Tage Urlaub (auch nach vielen Jahren Arbeitszeit in der Firma) und je näher das Release rückt, umso katastrophaler wird das Ganze. Dann wird auch mal durchaus im Büro übernächtigt.

    Sicher es gibt Branchen die noch schlechter sind, aber die Spielebranche hier in Deutschland ist dennoch als katastrophal zu bezeichnen. Und ich finde es gut, das sich Deutschland endlich mal um diesen vernachlässigten Sektor bemüht. Denn allgemein ist der IT-Sektor in Deutschland nicht gerade das Gelbe vom Ei.


    mb schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Entschuldigung, aber als Softwareentwickler der
    > nicht in diesem Teil der Branche arbeitet kann ich
    > nicht erkennen warum dies nur und gerade für die
    > Spielebranche benötigt wird.
    >
    > Und damit wir uns nicht falsch verstehen:
    > Mitnichten fordere ich das Siegel für mich als
    > Entwickler der nicht in der Spieleindustrie
    > arbeitet, denn ich bin nicht so dumm und
    > fehlgeleitet zu glauben das es mir besonders
    > schlecht oder schlechter als den Kollegen in der
    > Spielebranche ginge. Vielmehr bin ich mir sicher
    > das so ein Siegel erstmal an die Tür von
    > Friseursalons, Fastfood-Restaurants, Supermärkten,
    > Textilgeschäften und vielen anderen Geschäften und
    > Produktverpackungen gehört bevor die Branche der
    > Softwareentwicklung sich jammernd zu Wort melden
    > sollte.
    > Sicher, rosig siehts auch hier oft bei den
    > Arbeitsbedingungen nicht aus. Aber verglichen mit
    > genannten Branchen in großflächig unter HarzIV
    > bezahlt, Urlaubs und Krankengeld verweigert wird
    > und man sich für als Teilzeitkraft 24Stunden am
    > Tag abrufbereit halten muss ist das Jammern auf
    > sehr hohem Niveau. Immerhin dürfte den meisten in
    > unserer Branche die Arbeit auch Spaß machen, was
    > man bei diesen Personengruppen bei den Bedingungen
    > und Gehältern wohl selten antreffen dürfte.
    >
    > Also was möchte die Linke? Das man sich für das
    > Freizeitvergnügen ein nur Zertifizierte
    > "Fair-Work" Spiele für seine teure PS3 kauft und
    > sich anschließend beim Friseur für 5€ die Haare
    > schneiden lässt und das Trinkgeld spart?
    > Ich könnt kotzen...


  7. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: left, lefter, right 23.02.08 - 10:22

    Und trotzdem kann man das als Phishing bezeichnen...

  8. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: mb 23.02.08 - 10:46

    Zoddy schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wenn man die Branche der deutschen
    > Spieleentwicklung nicht kennt, sollte man darüber
    > auch nicht lamentieren. Denn in der geht es sehr
    > wohl katastrophal zu.
    Schön das du uns Einblick gibst.

    > Die Gehälter sind
    > lächerlich, erst recht wenn man vergleicht, was
    > man bekommen würde, wenn man nicht als
    > Spieleentwickler, sondern z.B. als
    > Anwendungsentwickler arbeiten würde. 2000€
    > brutto ist da schon das Höchstmaß und äußerst
    > selten. Meistens sind es aber 1000-1200€
    > brutto.
    Das ist (überraschend) niedrig.
    Im Gegensatz zur Friseurin kannst du aber durchaus in den von dir referenzierten Beruf Anwendungsentwickler umsatteln.
    Warum machst du es nicht?

    > Dazu kommen etliche unvergütete Überstunden,
    Ich kenne niemanden der als Entwickler seine Überstunden bezahlt bekommt.

    > nur
    > 26 Tage Urlaub (auch nach vielen Jahren
    > Arbeitszeit in der Firma)
    Immerhin bekommst du bezahlten Urlaub und ich krieg auch "nur" 25 nach 10 Jahren in der Firma.

    > und je näher das Release
    > rückt, umso katastrophaler wird das Ganze. Dann
    > wird auch mal durchaus im Büro übernächtigt.
    >
    > Sicher es gibt Branchen die noch schlechter sind,
    > aber die Spielebranche hier in Deutschland ist
    > dennoch als katastrophal zu bezeichnen. Und ich
    > finde es gut, das sich Deutschland endlich mal um
    > diesen vernachlässigten Sektor bemüht.
    Warum ist man dann nicht so fair und billigt gleich allen Arbeitnehmer die gleichen Rechte zu? Warum muss man das so einschränken?
    Warum sollte der unterbezahlte McD-Mitarbeiter auf ein Siegel für Fair-Work auf der Spielepackung achten, wenn es für ihn nix dergleichen gibt? Der fühlt sich doch verarscht.
    Um da was zu erreichen muss man schon ein "WIR"-Gefühl bei den Arbeitnehmer erzeugen, das kriegt aber nicht hin wenn man sich nur eine Berufsgruppe raussucht die vermutlich im Promille-Bereich in der Bevölkerung vertreten ist.

    > Denn
    > allgemein ist der IT-Sektor in Deutschland nicht
    > gerade das Gelbe vom Ei.
    Völlig richtig.

  9. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: sodiesdas 23.02.08 - 12:54

    mb schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > > Die Gehälter sind
    > lächerlich, erst recht
    > wenn man vergleicht, was
    > man bekommen würde,
    > wenn man nicht als
    > Spieleentwickler, sondern
    > z.B. als
    > Anwendungsentwickler arbeiten würde.
    > 2000€
    > brutto ist da schon das Höchstmaß und
    > äußerst
    > selten. Meistens sind es aber
    > 1000-1200€
    > brutto.
    > Das ist (überraschend) niedrig.
    > Im Gegensatz zur Friseurin kannst du aber durchaus
    > in den von dir referenzierten Beruf
    > Anwendungsentwickler umsatteln.
    > Warum machst du es nicht?

    vor allem kenne ich studios da werden artists und programmierer gar nicht eingestellt sondern praktisch quartalsweise unter vertrag genommen oder bis maximal ende des projekts. wenn das quartal zu ende geht weiss man nicht ob man weiter beschäftigt wird und spätestens wenn das projekt zu ende ist, ist erst mal feierabend bis ein neues projekt an land gezogen wurde.

  10. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: AuchInsider 23.02.08 - 13:20

    Das Problem der Spielebranche ist, dass sie im Gegensatz zu McDonalds und zur Anwendungsentwicklung gerade junge Kräfte mit dem Versprechen in einer coolen Branche ganz viel zu erreichen ködert.
    Ich weiß, dass oftmals Hochschulabsolventen 6-12 Monate unbezahlte Praktika absolvieren.
    Das können sich nur diejenigen leisten deren Eltern das unterstützen.
    Die Bezahlung der normalen Angestellten ist auch unterdurchschnittlich schlecht und zwar nicht nur der Entwickler, sondern auch der Marketing- und PR-Kräfte.
    Da sind 1000€ netto nicht selten.
    Die Träume junger Menschen derart auszunutzen ist fies.
    Andererseits kann sich kaum ein Studio in Deutschland höhere Budgets leisten. Ein Siegel würde also nur zur Verlagerung auf den Balkan oder nach Kanada führen. Gerade Kanada subventioniert Arbeitsplätze im Games-Bereich massiv mit bis zu 50% Lohnzuschuss, dagegen kommen deutsche Studios nicht an.
    Sie sind also in der Klemme: entweder mies bezahlen oder auswandern.

    Was ich an der Diskussion hier nicht verstehe, 1920 haben also die Nazis schon in der deutschen IT-Industrie Wählerstimmen eingefangen? Also bei Konrad Zuse oder bei wem? das muss ja richtig was gebracht haben.

    sodiesdas schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > mb schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > > Die Gehälter sind
    > lächerlich, erst
    > recht
    > wenn man vergleicht, was
    > man
    > bekommen würde,
    > wenn man nicht als
    >
    > Spieleentwickler, sondern
    > z.B. als
    >
    > Anwendungsentwickler arbeiten würde.
    >
    > 2000€
    > brutto ist da schon das Höchstmaß
    > und
    > äußerst
    > selten. Meistens sind es
    > aber
    > 1000-1200€
    > brutto.
    > Das ist
    > (überraschend) niedrig.
    > Im Gegensatz zur
    > Friseurin kannst du aber durchaus
    > in den von
    > dir referenzierten Beruf
    > Anwendungsentwickler
    > umsatteln.
    > Warum machst du es nicht?
    >
    > vor allem kenne ich studios da werden artists und
    > programmierer gar nicht eingestellt sondern
    > praktisch quartalsweise unter vertrag genommen
    > oder bis maximal ende des projekts. wenn das
    > quartal zu ende geht weiss man nicht ob man weiter
    > beschäftigt wird und spätestens wenn das projekt
    > zu ende ist, ist erst mal feierabend bis ein neues
    > projekt an land gezogen wurde.
    >


  11. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: ssssssssssssssssss 23.02.08 - 13:22

    also doch ibm
    aus der traum :(


  12. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: JoJoDat 23.02.08 - 13:31

    AuchInsider schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das Problem der Spielebranche ist, dass sie im
    > Gegensatz zu McDonalds und zur
    > Anwendungsentwicklung gerade junge Kräfte mit dem
    > Versprechen in einer coolen Branche ganz viel zu
    > erreichen ködert.

    Und wie unterscheidet sich das von einer Bekannten von
    mir, die Ihren coolen Lebenstraum als freischaffende
    Künstlerin auslebt ?

  13. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: ssssssssssssssss 23.02.08 - 13:36

    > Und wie unterscheidet sich das von einer Bekannten von
    > mir, die Ihren coolen Lebenstraum als
    > freischaffende Künstlerin auslebt ?

    naja da wird keiner geködert und die arbeitsbedingungen sind hinreichend bekannt xD

  14. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: Zoddy 23.02.08 - 16:22

    mb schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das ist (überraschend) niedrig.
    > Im Gegensatz zur Friseurin kannst du aber durchaus
    > in den von dir referenzierten Beruf
    > Anwendungsentwickler umsatteln.
    > Warum machst du es nicht?

    Nicht das wir uns falsch verstehen, aber ich bin kein Spieleentwickler. Ich kenne mich nur in der Branche aus, weil ich zeitweise in einem Haus gearbeitet habe, wo es auch Spielehersteller gab. Und da hat man sich untereinander oft ausgetauscht.

    > Ich kenne niemanden der als Entwickler seine
    > Überstunden bezahlt bekommt.

    Und ich kenne etliche die Überstunden entweder bezahlt bekommen, oder sie abbauen dürfen. In der Spielebranche (aber leider auch in vielen anderen Firmen) wird das einfach als normal hingenommen, wenn man etliche Überstunden macht, diese aber "kurioserweise" im Datennirwana verschwinden.

    > Warum ist man dann nicht so fair und billigt
    > gleich allen Arbeitnehmer die gleichen Rechte zu?
    > Warum muss man das so einschränken?
    > Warum sollte der unterbezahlte McD-Mitarbeiter auf
    > ein Siegel für Fair-Work auf der Spielepackung
    > achten, wenn es für ihn nix dergleichen gibt? Der
    > fühlt sich doch verarscht.
    > Um da was zu erreichen muss man schon ein
    > "WIR"-Gefühl bei den Arbeitnehmer erzeugen, das
    > kriegt aber nicht hin wenn man sich nur eine
    > Berufsgruppe raussucht die vermutlich im
    > Promille-Bereich in der Bevölkerung vertreten
    > ist.

    Ich sagte ja bereits, das es in anderen Branchen auch schlimm zugeht. Aber die IT-Branche im allgemeinen und der Spielesektor im Besonderen wurden stark vernachlässigt, oder sogar in den Schmutz gezogen ("Killerspiel"debatte). Und ich bin froh, das man sich endlich damit auseinandersetzt. Und wer weiß, vielleicht ist das ja nur der Anfang.


  15. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: Mene 23.02.08 - 16:40

    Also erstmal: Wie kommt ihr auf die idee jetzt so ein sigel für frisöre zu fordern?
    Die Situation is doch die: Die Spieleindustrie ist weltweit gesehen ein recht wichtiger faktor, mit starkem wachstum. Aber fast nix davon kommt aus deutschland, das will der Exportweltmeister Deutschland nun ändern, gibt deshalb Anreize. Und nun gibt es stimmen, die sagen, dass um als Firma eben diese Anreize zu erhalten grundsätzliche Arbeitsbedingungen gesichert werden müssen.

    Davon ab: Als Spieleentwickler muss man, denke ich, recht lange ein ziemlich hartes Informatiker Studium (bin selbst dabei) hinter sich gebracht haben, finde es hinkt etwas das mit nem Frisör zu vergleichen.
    Ich kenn selbst einen der bisher komplett ohne vergütung an nem spiel gearbeitet hat, jetzt kommt ein publisher ins spiel und vllt kriegt er später den ein oder anderen euro (auch wenn das meiste geld wohl schon für synchronsprecher eingeplant ist). Und von der Sorte gibt es in dem Sektor viele: Informatikstudenten, die aus reinem Interesse und Spaß an der Sache an spielen arbeiten. Auch wenn das in der heutigen zeit unglaubwürdig klingt, viele machens eben weil sies cool finden und nicht des geldes wegen, geld ist ja auch nicht alles ;D
    Letztlich muss dann halt jeder selber wissen ob er einen coolen job will, in dem man für harte arbeit und hohem niveau wenig geld bekommt oder ob man lieber für geld arbeitet, an projekten, die vllt auch spaß machen, aber doch vergleichsweise trocken sind (glaub nicht das ne lagerverwaltung ne chance gegen n spiel hat)

    ... ich persönlich nehm den geldteil fürs geld und den rest behalte ich hals hobby, zum spaß, nicht fürs geld, und wenn tatsächlich ma der ein oder andere euro reinkommt, dann is das natürlich noch besser ;D

  16. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: mb 23.02.08 - 20:42

    Mene schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Also erstmal: Wie kommt ihr auf die idee jetzt so
    > ein sigel für frisöre zu fordern?
    Ich fordere faire Arbeitsbedingungen für ALLE Arbeitnehmer.

    > Die Situation is doch die: Die Spieleindustrie ist
    > weltweit gesehen ein recht wichtiger faktor, mit
    > starkem wachstum.

    > Aber fast nix davon kommt aus
    > deutschland, das will der Exportweltmeister
    > Deutschland nun ändern, gibt deshalb Anreize. Und
    > nun gibt es stimmen, die sagen, dass um als Firma
    > eben diese Anreize zu erhalten grundsätzliche
    > Arbeitsbedingungen gesichert werden müssen.
    Das muss aber einiges an Geld aus dem Steuertopf kommen damit ein Arbeitgeber deswegen von den benannten 14 Stunden Tagen auf 8x5 runter geht.
    Warum sollte das mit (auch meinen) Steuergeldern gefördert werden? Das ist nach Deutschem Arbeitsrecht illegal und schon ein Fall für Handschellen.
    Krieg ich auch Förderung wenn ich heute keinen zusammenschlage?


    > Davon ab: Als Spieleentwickler muss man, denke
    > ich, recht lange ein ziemlich hartes Informatiker
    > Studium (bin selbst dabei) hinter sich gebracht
    > haben, finde es hinkt etwas das mit nem Frisör zu
    > vergleichen.
    Glaubst du tatsächlich eine typische Friseurin wäre in der Lage ein solches Studium erfolgreich zu absolvieren wenn sie wollte? Ich glaube nicht. Könntest du gut Haare schneiden? Ich könnte es nicht.
    Wenn also zwei verschiedene Menschen jeweils einen Beruf ergreifen der ihren genetischen Veranlagungen und von den Eltern geförderten Fähigkeiten entspricht, warum sollte der eine dann besser behandelt werden als der andere?

    Ich gebe zu das dies aber schon ein sehr radikaler Denkansatz ist. :-)

  17. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: Verappler 23.02.08 - 21:11

    mb schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Mene schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Also erstmal: Wie kommt ihr auf die idee
    > jetzt so
    > ein sigel für frisöre zu fordern?
    > Ich fordere faire Arbeitsbedingungen für ALLE
    > Arbeitnehmer.

    Was geht mich die Unterschicht an ?

    Softwareentwickler braucht das Land.

    Müllmann, Friseur und Putze kann jeder werden... da brauchts nicht mehr als einen Affen mit 'ner Socke voll Popcorn als Hirn...





  18. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: mithrawnuruodo 24.02.08 - 00:29

    Verappler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > mb schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Mene schrieb:
    >
    > --------------------------------------------------
    >
    > -----
    > > Also erstmal: Wie kommt ihr
    > auf die idee
    > jetzt so
    > ein sigel für
    > frisöre zu fordern?
    > Ich fordere faire
    > Arbeitsbedingungen für ALLE
    > Arbeitnehmer.
    >
    > Was geht mich die Unterschicht an ?
    >
    > Softwareentwickler braucht das Land.
    >
    > Müllmann, Friseur und Putze kann jeder werden...
    > da brauchts nicht mehr als einen Affen mit 'ner
    > Socke voll Popcorn als Hirn...
    >
    >

    ^^Arrogant³??

  19. Arbeiszeit

    Autor: knt 24.02.08 - 01:55

    Die Idee eines Fair-Work Siegels finde ich gut, nur die begrenzung auf die Spieleindustrie ist völlig unlogisch...

    > Ich frage mich, welche Zustaende in der
    > Spiele-Entwickler Branche denn so katastrophal
    > sind, dass man dafuer extra ein Siegel einfuehren
    > muss.
    Nun zum Beispiel ist es in vielen Software-Firmen üblich, das vor einem Release-Date die Arbeitszeit von 32 Stunden auf 50, oder gar 60 Stunden die Woche steigt. Sammstag + Sonntags Arbeit sind dabei auch keine Seltenheit - besonders wenn der Release am Montag ist.

  20. Re: Fair-Work nur für die "Elite"?

    Autor: Wawi 24.02.08 - 10:02

    jo, das is aber ganz normales arbeiten. eien firma mit 3 leuten bläht sich bei auftrag bis auf 30 oder mehr auf und nach ende des prjoekt schrumpft es wieder. willkommen im 2100 Jh.
    sodiesdas schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > mb schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > > Die Gehälter sind
    > lächerlich, erst
    > recht
    > wenn man vergleicht, was
    > man
    > bekommen würde,
    > wenn man nicht als
    >
    > Spieleentwickler, sondern
    > z.B. als
    >
    > Anwendungsentwickler arbeiten würde.
    >
    > 2000€
    > brutto ist da schon das Höchstmaß
    > und
    > äußerst
    > selten. Meistens sind es
    > aber
    > 1000-1200€
    > brutto.
    > Das ist
    > (überraschend) niedrig.
    > Im Gegensatz zur
    > Friseurin kannst du aber durchaus
    > in den von
    > dir referenzierten Beruf
    > Anwendungsentwickler
    > umsatteln.
    > Warum machst du es nicht?
    >
    > vor allem kenne ich studios da werden artists und
    > programmierer gar nicht eingestellt sondern
    > praktisch quartalsweise unter vertrag genommen
    > oder bis maximal ende des projekts. wenn das
    > quartal zu ende geht weiss man nicht ob man weiter
    > beschäftigt wird und spätestens wenn das projekt
    > zu ende ist, ist erst mal feierabend bis ein neues
    > projekt an land gezogen wurde.
    >


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