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Geile Idee

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  1. Geile Idee

    Autor: Raven 26.02.08 - 16:39

    "Datensicherung bei Datenverlust" ist wirklich eine geniale Idee und übertrifft die Konzepte "Viren beseitigen, wenn sie schon auf dem Rechner sind" und "Firewall, die dort sitzt, wo die Pakete niemals ankommen sollten" nochmal um Längen. :)

  2. Re: Geile Idee

    Autor: Ra-Tiel 26.02.08 - 16:58

    Meinen Glückwunsch zu dieser äußerst passenden Umschreibung des Prinzips.

    xDDD

    Man muss aber fairerweise sagen, dass es eventuell eine sinnvolle Anwendungsmöglichkeit gäbe: wenn das Programm bei Eingang einer "Gefahrenmeldung" welche ausreicht um eine Sicherung auszulösen sofort alle Netzwerkadapter deaktivieren würde und erst nach erfolgreichem Abschluss wieder freigeben würde (was natürlich die Präsenz eines lokalen Backup-Mediums wie Streamer oder externe HDD voraussetzt).

    Klar, Sicherungen auf Netzlaufwerken oder FTP-Servern würden damit unmöglich. Allerdings ist es auch relativ sinnfrei, wie schon angemerkt wurde, dass das Backup läuft während der Benutzer sich fleißig You(Tube|Porn|Sonstwas) Videos in den IE saugt - und der Angriff den Rechner während der laufenden Sicherung treffen kann.

    Irgendwie wage ich aber zu bezweifeln, dass das Programm dazu in der Lage ist, bzw diese Art von Absicherung für den Notfall tatsächlich von den Entwicklern eingeplant wurde.



    Raven schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > "Datensicherung bei Datenverlust" ist wirklich
    > eine geniale Idee und übertrifft die Konzepte
    > "Viren beseitigen, wenn sie schon auf dem Rechner
    > sind" und "Firewall, die dort sitzt, wo die Pakete
    > niemals ankommen sollten" nochmal um Längen. :)

  3. Kann die Software auch...

    Autor: ichichich 26.02.08 - 17:01

    ...bei Bedarf die Iris schließen?
    Ich lege mich jede Nacht mit der Angst im Nacken schlafen, die Goa’uld könnten unentdeckt in meinen Rechner eindringen und ihn als Wirt benutzen...

  4. Re: Kann die Software auch...

    Autor: nono1 26.02.08 - 17:31

    ichichich schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > ...bei Bedarf die Iris schließen?
    > Ich lege mich jede Nacht mit der Angst im Nacken
    > schlafen, die Goa’uld könnten unentdeckt in meinen
    > Rechner eindringen und ihn als Wirt benutzen...


    oder telefonieren?

  5. Re: Geile Idee

    Autor: Raven 26.02.08 - 17:45

    > Man muss aber fairerweise sagen, dass es eventuell
    > eine sinnvolle Anwendungsmöglichkeit gäbe: wenn
    > das Programm bei Eingang einer "Gefahrenmeldung"
    > welche ausreicht um eine Sicherung auszulösen
    > sofort alle Netzwerkadapter deaktivieren würde und
    > erst nach erfolgreichem Abschluss wieder freigeben
    > würde (was natürlich die Präsenz eines lokalen
    > Backup-Mediums wie Streamer oder externe HDD
    > voraussetzt).

    Mir fällt gar nichts ein, was man zu dieser Softwaregattung "fairerweise" sagen könnte. Otto Normalverbraucher in Sicherheit zu wiegen, indem man ihm weismacht, eine Datensicherung könne man bis zu dem Zeitpunkt verschieben, wenn es zu spät ist, ist einfach nur große Scheiße. Normalerweise bespaßen diese Tools ja nur mit Popups über angebliche "Angriffe", was weder Nutzen noch großartigen Schaden bringt, aber ihnen eine scheinbare Existenzberechtigung gibt. Kann man mit leben ... Aber bei sowas hört's doch echt auf.

    > Irgendwie wage ich aber zu bezweifeln, dass das
    > Programm dazu in der Lage ist, bzw diese Art von
    > Absicherung für den Notfall tatsächlich von den
    > Entwicklern eingeplant wurde.

  6. Re: Geile Idee

    Autor: Ra-Tiel 27.02.08 - 08:25

    Daher ja auch das "eventuell".

    In vielen Firmen wird z.B. nicht täglich ein Backup gemacht (meist aus Zeit/Kostengründen), sondern nur wöchentlich ein inkrementelles Image der Datenpartition erstellt.

    Natürlich kann so eine "last minute" Aktion niemals eine vernünftige Backupstrategie ersetzen, sondern höchstens nur ergänzen. Und die Aussicht auf eine eventuell gelungene Notsicherung wenn die Daten (und Arbeit) von mehreren Arbeitstagen auf dem Spiel stehen ist doch gar nicht soooooo un attraktiv, oder?

    Klar, eine tägliche Sicherung auf einem offline Medium (Streamer, Bandroboter, ext. HDD, meinetwegen auch DVD-RAM) ist um einiges sicherer und effizienter.

    Nur erklär das mal einem Kunden wenn er die Kosten und den Aufwand sieht (Anschaffungskosten für Hardware und Software, Mitarbeiter die Bänder/Rohlinge/etc wechseln müssen, Downtime der verschiedenen Server zur Sicherung, ...). ;)


    Raven schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Mir fällt gar nichts ein, was man zu dieser
    > Softwaregattung "fairerweise" sagen könnte. Otto
    > Normalverbraucher in Sicherheit zu wiegen, indem
    > man ihm weismacht, eine Datensicherung könne man
    > bis zu dem Zeitpunkt verschieben, wenn es zu spät
    > ist, ist einfach nur große Scheiße. Normalerweise
    > bespaßen diese Tools ja nur mit Popups über
    > angebliche "Angriffe", was weder Nutzen noch
    > großartigen Schaden bringt, aber ihnen eine
    > scheinbare Existenzberechtigung gibt. Kann man mit
    > leben ... Aber bei sowas hört's doch echt auf.

  7. Re: Geile Idee

    Autor: fangorn 27.02.08 - 08:38

    Ra-Tiel schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Daher ja auch das "eventuell".
    >
    > In vielen Firmen wird z.B. nicht täglich ein
    > Backup gemacht (meist aus Zeit/Kostengründen),
    > sondern nur wöchentlich ein inkrementelles Image
    > der Datenpartition erstellt.
    >
    > Natürlich kann so eine "last minute" Aktion
    > niemals eine vernünftige Backupstrategie ersetzen,
    > sondern höchstens nur ergänzen. Und die Aussicht
    > auf eine eventuell gelungene Notsicherung wenn die
    > Daten (und Arbeit) von mehreren Arbeitstagen auf
    > dem Spiel stehen ist doch gar nicht soooooo un
    > attraktiv, oder?
    >
    > Klar, eine tägliche Sicherung auf einem offline
    > Medium (Streamer, Bandroboter, ext. HDD,
    > meinetwegen auch DVD-RAM) ist um einiges sicherer
    > und effizienter.
    >
    > Nur erklär das mal einem Kunden wenn er die Kosten
    > und den Aufwand sieht (Anschaffungskosten für
    > Hardware und Software, Mitarbeiter die
    > Bänder/Rohlinge/etc wechseln müssen, Downtime der
    > verschiedenen Server zur Sicherung, ...). ;)
    >
    > Raven schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Mir fällt gar nichts ein, was man zu
    > dieser
    > Softwaregattung "fairerweise" sagen
    > könnte. Otto
    > Normalverbraucher in Sicherheit
    > zu wiegen, indem
    > man ihm weismacht, eine
    > Datensicherung könne man
    > bis zu dem Zeitpunkt
    > verschieben, wenn es zu spät
    > ist, ist einfach
    > nur große Scheiße. Normalerweise
    > bespaßen
    > diese Tools ja nur mit Popups über
    > angebliche
    > "Angriffe", was weder Nutzen noch
    > großartigen
    > Schaden bringt, aber ihnen eine
    > scheinbare
    > Existenzberechtigung gibt. Kann man mit
    > leben
    > ... Aber bei sowas hört's doch echt auf.

    Jede Sicherungsstrategie, die das manuelle Eingreifen eines Benutzers erfordert ist das Geld nicht wert! Sie wird dann nämlich erfahrungsgemäß nicht konsequent betrieben!

    Bei heutigen Festplattengrößen bleiben eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
    1. automatischer Bandwechselautomat, der in max. 8 Stunden den kompletten Bestand sichern kann -> bei großen Datenbeständen exorbitant teuer!
    2. zweiter Satz Festplatten mit mindestens gleicher Größe, der immer nur währende des Backups läuft. Sinnvollerweise in RAID5 oder RAID6 Konfiguration.

    Und natürlich muss der Backup Operator in der Lage sein, vollautomatische Sicherungsstrategien ohne Fremdeinwirkung zu programmieren und zu überwachen.

  8. Re: Geile Idee

    Autor: fangorn 27.02.08 - 08:46

    fangorn schrieb:

    > Jede Sicherungsstrategie, die das manuelle
    > Eingreifen eines Benutzers erfordert ist das Geld
    > nicht wert! Sie wird dann nämlich erfahrungsgemäß
    > nicht konsequent betrieben!
    >
    > Bei heutigen Festplattengrößen bleiben eigentlich
    > nur zwei Möglichkeiten:
    > 1. automatischer Bandwechselautomat, der in max. 8
    > Stunden den kompletten Bestand sichern kann ->
    > bei großen Datenbeständen exorbitant teuer!
    > 2. zweiter Satz Festplatten mit mindestens
    > gleicher Größe, der immer nur währende des Backups
    > läuft. Sinnvollerweise in RAID5 oder RAID6
    > Konfiguration.
    >
    > Und natürlich muss der Backup Operator in der Lage
    > sein, vollautomatische Sicherungsstrategien ohne
    > Fremdeinwirkung zu programmieren und zu
    > überwachen.
    >

    Das hört sich jetzt so an, als ob das nur für Firmen gilt. Aber für den Heimnutzer mit seiner einen Festplatte gilt das genauso. Wie will man denn eine 500 GB Platte anders sichern als mit einer anderen Festplatte. Mit DVD-Ram wird der Nutzer zum Disk Jockey -> öfter als einmal im Monat wird das niemand freiwillig machen. "preiswerte" Streamer haben Kapazitäten von unter 100 GB.

    Sicher, inkrementelle Backups sind nicht so groß wie Vollbackups. Aber wer schon mal Dateien wiederhergestellt hat weiß, dass drei oder vier aufeinander folgende inkrementelle Backups die absolute Schmerzgrenze darstellen. Darüber hinaus könnte man die verlorenen Dateien auch gleich noch einmal erstellen.

  9. Re: Geile Idee

    Autor: Raven 27.02.08 - 11:40

    > > Jede Sicherungsstrategie, die das
    > manuelle
    > Eingreifen eines Benutzers erfordert
    > ist das Geld
    > nicht wert! Sie wird dann
    > nämlich erfahrungsgemäß
    > nicht konsequent
    > betrieben!

    ACK

    > [...] Das hört sich jetzt so an, als ob das nur für
    > Firmen gilt. Aber für den Heimnutzer mit seiner
    > einen Festplatte gilt das genauso. [...]
    > Sicher, inkrementelle Backups sind nicht so groß
    > wie Vollbackups. Aber wer schon mal Dateien
    > wiederhergestellt hat weiß, dass drei oder vier
    > aufeinander folgende inkrementelle Backups die
    > absolute Schmerzgrenze darstellen. Darüber hinaus
    > könnte man die verlorenen Dateien auch gleich noch
    > einmal erstellen.

    Das kommt drauf an, wie geschickt es gelöst ist, nicht? Apples Time Machine z. B. erstellt vollständige Backups, indem neue Daten kopiert und alte per Hardlink referenziert werden (vermutlich lässt sich so etwas mit rsync nahezu nachbauen). So kann die Sicherung auch stündlich erfolgen, ohne überflüssiges Datenvolumen zu erzeugen oder die Wiederherstellung zu erschweren. Man "sieht" lauter Vollbackups auf dem Sicherungsmedium, hat aber gleichzeitig die Vorteile eines inkrementellen. Für den Heimnutzer mit seiner einen (Backup-)Festplatte ist das schon sehr schön. Und wie du schon sagst -- die Hauptsache ist, dass es regelmäßig automatisch läuft.

  10. Re: Geile Idee

    Autor: Ra-Tiel 27.02.08 - 13:25

    fangorn schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Jede Sicherungsstrategie, die das manuelle
    > Eingreifen eines Benutzers erfordert ist das Geld
    > nicht wert! Sie wird dann nämlich erfahrungsgemäß
    > nicht konsequent betrieben!
    Eine - leider - sehr zutreffende Aussage.

    > Bei heutigen Festplattengrößen bleiben eigentlich
    > nur zwei Möglichkeiten:
    > 1. automatischer Bandwechselautomat, der in max. 8
    > Stunden den kompletten Bestand sichern kann ->
    > bei großen Datenbeständen exorbitant teuer!
    > 2. zweiter Satz Festplatten mit mindestens
    > gleicher Größe, der immer nur währende des Backups
    > läuft. Sinnvollerweise in RAID5 oder RAID6
    > Konfiguration.
    Wozu muss die ganze Festplatte gesichert werden? Als absolutes Minimum braucht man doch nur die Datenbestände. Ob das jetzt ein Datenordner im Dateisystem oder eine einzelne Datenbankdatei ist, sei jetzt mal dahingestellt. Diese Daten sollten auch auf "kleinen" Wechseldatenträgern (DVD, Bandkassetten, meinetwegen auch USB-Stick für ein Kurzzeitback von <1 Tag) gut und relativ schnell zu sichern sein.

    Für die installierten Programme hat man sowieso ein komplettes Festplattenimage das man unmittelbar nach der Installation gemacht hat. Hat man doch, oder? ;)

    > Und natürlich muss der Backup Operator in der Lage
    > sein, vollautomatische Sicherungsstrategien ohne
    > Fremdeinwirkung zu programmieren und zu
    > überwachen.
    Absolut! Nur leider reduziert sich das meist auf:
    - NTBackup und einmal pro Woche einen Blick ins EventLog
    oder
    - Acronis und einmal pro Woche einen Blick ins EventLog.

    :/

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