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Konditionierung der Kunden im Kindesalter?

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  1. Konditionierung der Kunden im Kindesalter?

    Autor: Frank Enstein 25.03.08 - 17:58

    Ist dies möglicherweise ein psychologischer Trick von Microsoft? Wer spielerisch lernt, dass man nicht "bescheisst", der besorgt sich vielleicht auch später keine illegalen Kopien von Microsoft-Produkten. Das erinnert mich doch stark an die Hirnwaschtour der deutschen Copyright-Mafia, die Vorträge an Schulen halten. Microsoft sollte sich mal lieber auf Spammer konzentrieren oder am besten gleich aufs Kerngeschäft, die Software. Denn ohne idiotensichere Microsoft-Produkte hätten wir das Problem gar nicht erst in dieser Größenordnung.

  2. Re: Konditionierung der Kunden im Kindesalter?

    Autor: Sicaine_t 25.03.08 - 18:10

    Siehs mal aus Sicht eines Softwareentwicklers(ha per Zufall bin ich einer...) man ist ein Mensch und kann nicht 100% cheatfreie Software entwickeln genausowenig wie es nicht moeglich ist 100% Bugfrei zu arbeiten. Natuerlich werden Bugs immer seltener je besser man ist/wird aber deswegen gibt es bei verdamt grosser umfangreicher Software immer noch irgendwo ein Bug.

    Um nun gleich die Leute darauf zu trainieren, dass man sowas nicht ausnutzt(was ja in unserer Gesellschaft eigentlich Standard sein sollte) verwendet MS jetzt nen relativ einfaches konzept + reputationszurueckgewinnungsmoeglichkeit! Ich finds gut

  3. Re: Konditionierung der Kunden im Kindesalter?

    Autor: Frank Enstein 25.03.08 - 18:30

    Sicaine_t schrieb:
    ------------------
    > Um nun gleich die Leute darauf zu trainieren, dass
    > man sowas nicht ausnutzt(was ja in unserer
    > Gesellschaft eigentlich Standard sein sollte)

    Das ist mir zu naiv. Wenn man Gelegenheiten und Schwächen nicht nutzt, dann wird man auf lange Sicht immer den Kürzeren ziehen. Auch in der Natur wird bis aufs Blut gecheatet. Das soll nicht heissen, dass Beschiss und Betrug gut ist, aber es ist eine mögliche Alternative. Ein System, bei dem alle fair spielen, gibt es nicht und es wäre auch schnell degeneriert, weil es gar nicht gefordert wird und auf Veränderungen der Umgebung und Bedingungen nicht schnell genug reagieren kann.

    > verwendet MS jetzt nen relativ einfaches konzept +
    > reputationszurueckgewinnungsmoeglichkeit!

    Soweit ich das sehe, ist ihre Methode komplett repressiv. Man wird nicht für "fair play" oder gute Taten, interessante Strategien gelobt, sondern nur bestraft, wenn man gegen irgendwelche Regeln verstößt. Ich möchte mal behaupten, es ist typisch authoritär wie man es von den USA oder China gewohnt ist. Fehlt eigentlich nur noch "3 strikes and you're out!".

    > Ich finds gut

    Ich nicht.


  4. Re: Konditionierung der Kunden im Kindesalter?

    Autor: Body Milk 25.03.08 - 19:00

    Frank Enstein schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das ist mir zu naiv. Wenn man Gelegenheiten und
    > Schwächen nicht nutzt, dann wird man auf lange
    > Sicht immer den Kürzeren ziehen. Auch in der Natur
    > wird bis aufs Blut gecheatet.

    Wobei die Natur die Rahmenbedingungen setzt welche analog dazu die Spiele-Entwickler setzen. Bloß die Natur ist durch die normative Kraft des faktischen eben unfehlbar, daher ein echter "Cheat" unmöglich. Elefanten können eben nicht fliegen. Cheaten in einem Computer-Spiel dagegen nutzt i.d.R. ungewollte Löcher aus bzw. maipuliert böswillig & mit Vorsatz, es ist quasi so, als würde jemand die Matrix hacken und den Chef raushängen.

    > Ein System, bei dem
    > alle fair spielen, gibt es nicht und es wäre auch
    > schnell degeneriert, weil es gar nicht gefordert
    > wird und auf Veränderungen der Umgebung und
    > Bedingungen nicht schnell genug reagieren kann.

    Das mag gesamtgesellschaftlich sicher zutreffen, jedoch nicht auf kleine geschlossene Systeme. Es gibt eben Regeln, alles was diesen nicht zuwider läuft ist erlaubt. Probiere doch mal beim Roulette-Spiel zu cheaten, dürfte schwer werden. Es verbietet Dir allerdings niemand im Casino einen Laptop daneben zu stellen, fragt sich bloß ob's was bringt.

    > Soweit ich das sehe, ist ihre Methode komplett
    > repressiv. Man wird nicht für "fair play" oder
    > gute Taten, interessante Strategien gelobt,
    > sondern nur bestraft, wenn man gegen irgendwelche
    > Regeln verstößt.

    Warum sollte man für bloßes sich-an-die-regeln-halten belohnt werden? Das ist die Vorraussetzung damit es überhaupt funktioniert, demnach also im Interesse eines jeden Nutzers. Cheated er, schadet er sich doch langfristig gesehen selber, da entweder alle cheaten oder keiner mehr da ist, der mit ihm spielt. Beides ginge am Sinn des ganzen deutlich vorbei - nämlich fairer Wettbewerb zwecks Schwanzvergleich.

    > Ich möchte mal behaupten, es ist
    > typisch authoritär wie man es von den USA oder
    > China gewohnt ist. Fehlt eigentlich nur noch "3
    > strikes and you're out!".

    Nicht alles was in China geschieht ist schlecht. Die 3'er Regel der USA finde ich BTW sehr gut. Fehltritte führen nicht direkt ins Verderben, aber Schwerkriminelle mit 40+ Straftaten auf dem Kerbholz würden so gar nicht erst enstehen.

    > > Ich finds gut
    >
    > Ich nicht.

    Ich kann nicht einsehen warum die Opfer der Cheaterei, also die normalen User, die Zeche für die egomanen Cheater zahlen sollen. Ich kann auch nicht verstehen warum die Allgmeinheit die Zeche dafür zahlen soll, wenn Mr. Dicke-Hose Gewalt-Rapper zum x-ten mal "die Hand ausrutscht", weil er seine "Ehre" beledigt sah.

    Deine Argumentation führt genau zu solchen Auswüchesen wie wir sie hier erleben. Aber gut, du hast es ja schon oben angedeutet: Survival of the fittest - wir sollten die Todestrafe wieder einführen, warum an Regeln wie "Menschenrecht" halten? Anders ist doch viel besser, zumindest für die Mehrheit... so what?



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