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Dose Cola > Daten

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  1. Dose Cola > Daten

    Autor: Insasse 11.04.08 - 19:34

    Das Problem bei diesem Vergleich ist, daß Musik, Filme und Software kein physikalisches Produkt ist. Die Dose im Supermarkt, die jemand stiehlt, ist danach weg. Der Zusammenhang zwischen Tat und Verlust für den Geschädigten, leuchtet sofort ein.
    Aber das Kopieren einer Aneinanderreihung von Einsen und Nullen verursacht nicht wirklich einen Schaden.
    Meiner Meinung nach mußt man da über neue Geschäftsmodelle nachdenken.
    Musiker verdienen dann beispielsweise wieder mehr Geld mit Konzerten.
    Dort wird Arbeit verrichtet, die natürlich auch bezahlt werden muß.
    Ein Kino lebt von der Dienstleistung, daß man Räumlichkeiten und Technik zur Verfügung stellt, wo man gemeinschaftlich ein großes, scharfes Bild und satten Klang genießen kann.
    Aber wie rechtfertigt man, daß Kopien von Daten verboten sind, die man per Datenträger verkauft oder per TV und Radio verschenkt hat?
    Wo entsteht da Schaden?

  2. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: Youssarian 11.04.08 - 20:38

    Insasse schrieb:

    > Aber das Kopieren einer Aneinanderreihung von
    > Einsen und Nullen verursacht nicht wirklich einen
    > Schaden.

    Das ist offensichtlich falsch.

    > Meiner Meinung nach mußt man da über neue
    > Geschäftsmodelle nachdenken.

    Geh Du voran und scheitere selbst auf dem Markt.

    > Musiker verdienen dann beispielsweise wieder mehr
    > Geld mit Konzerten.
    > Dort wird Arbeit verrichtet, die natürlich auch
    > bezahlt werden muß.

    Mit der kompletten Verneinung des rechtlichen
    Konstruktes des geistigen Eigentums stellst Du
    Dich außerhalb der Prinzipien dieses Rechts-
    staates auf.

  3. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: Catology 11.04.08 - 20:54

    Du glaubst also, ein Kunstwerk habe weniger Anspruch auf Schutz vor Diebstahl als eine Dose Cola, denn man kann ja digital kopieren, ohne, daß das Original entwendet ist?

    Du stiehlst letztendlich dem Künstler sein Brot - und das ist dann weg.

    Wo denkst du denn, wo sparen die Konzerne? An der Millionengage für fette Superstars? Am Gehalt der fetten Chefs? - Es wird bei den kleinen Angestellten gespart und an der Förderung neuer Künstler - und es wird der Kaufpreis erhöht.

    Welch ein primitives Denken... "Daten sind ja nichts Materielles. Die kann man gar nicht stehlen."

    Du meinst wohl, da arbeiten die Leute nur zu deinem Vergnügen? Die wollen eine Gegenleistung sehen. Und das ist nun mal Geld. Und wenn du dich um die Gegenleistung drückst, dann bist du nur ein Parasit und Schmarotzer. Und wenn dir die Produkte in qualitativer Hinsicht kein Geld wert sind, dann brauchst du sie auch nicht zu stehlen!

  4. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: Private Paula 11.04.08 - 20:55

    Insasse schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Aber das Kopieren einer Aneinanderreihung von
    > Einsen und Nullen verursacht nicht wirklich einen
    > Schaden.

    Ihr solltet mal den Gedanken los werden, dass durch das Kopieren von Daten keine Verluste entstehen. Mag bei oberflaechlicher Betrachtung stimmen, aber wenn die ganzen OS Entwickler keine regulaeren Jobs haetten, durch die sie genug Geld verdienen um den Lebensunterhalt zu bestreiten, wuerd es OS in diesem Masse nicht geben!

    > Musiker verdienen dann beispielsweise wieder mehr
    > Geld mit Konzerten.

    Irgendwie finde ich die Argumentation komisch. 15 Euro fuer eine CD sind zu viel Geld, deshalb kopiert man sie lieber, aber 50 Euro fuer ein 90minuetiges Konzert gehen vollkommen in Ordnung.

    Bin ich der Einzige hier, der diese Argumentation nicht versteht?

    > Dort wird Arbeit verrichtet, die natürlich auch
    > bezahlt werden muß.

    Und wo kommt die Musik her? Faellt die vom Himmel?

    Musiker verbringen Monate damit Songs zu schreiben und um Studio aufzunehmen. Auch diese Arbeit sollte bezahlt werden, und nicht nur das 90minuetige rumhampeln auf der Buehne.

    > Ein Kino lebt von der Dienstleistung, daß man
    > Räumlichkeiten und Technik zur Verfügung stellt,
    > wo man gemeinschaftlich ein großes, scharfes Bild
    > und satten Klang genießen kann.

    Stell Dir mal vor, es wuerden nicht mehr zehntausende DVDs verkauft werden, sondern die Einnahmen wuerden vollkommen durch die Kinobesucher gedeckt werden. Wuerdest Du Dir Kinokarten fuer 40 Euro kaufen? Ich nicht. Mir sind die derzeitigen Preise schon zu hoch.

    > Aber wie rechtfertigt man, daß Kopien von Daten
    > verboten sind, die man per Datenträger verkauft
    > oder per TV und Radio verschenkt hat?
    > Wo entsteht da Schaden?

    Genau genommen entsteht auch kein Schaden, wenn ich Geldscheine kopiere...

    --
    Warum UNIX/Linux schaedlich ist:
    'kill' macht Menschen zu brutalen, blutruenstigen Bestien,
    'killall' zuechtet regelrecht Massenmoerder,
    'whoami' loest bei psychisch labilen Personen Existenzkrisen aus!

  5. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: Schindler 11.04.08 - 21:15

    Catology schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Du glaubst also, ein Kunstwerk habe weniger
    > Anspruch auf Schutz vor Diebstahl als eine Dose
    > Cola, denn man kann ja digital kopieren, ohne, daß
    > das Original entwendet ist?
    >
    > Du stiehlst letztendlich dem Künstler sein Brot -
    > und das ist dann weg.
    >
    > Wo denkst du denn, wo sparen die Konzerne? An der
    > Millionengage für fette Superstars? Am Gehalt der
    > fetten Chefs? - Es wird bei den kleinen
    > Angestellten gespart und an der Förderung neuer
    > Künstler - und es wird der Kaufpreis erhöht.
    >
    > Welch ein primitives Denken... "Daten sind ja
    > nichts Materielles. Die kann man gar nicht
    > stehlen."
    >
    > Du meinst wohl, da arbeiten die Leute nur zu
    > deinem Vergnügen? Die wollen eine Gegenleistung
    > sehen. Und das ist nun mal Geld. Und wenn du dich
    > um die Gegenleistung drückst, dann bist du nur ein
    > Parasit und Schmarotzer. Und wenn dir die Produkte
    > in qualitativer Hinsicht kein Geld wert sind, dann
    > brauchst du sie auch nicht zu stehlen!

    Die Schmarotzer sind die, die sich sich zwichen Künstler und Kunden stellen. Und das ist die Content-Industrie! Und die Leute geben trozdem oder gerade deswegen (Youtube) ihr Geld für Content aus. Die kleinen Künstler können sich durch dass Internet besser vermarkten und Aufmerksamkeit auf sich ziehen.

  6. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: Youssarian 11.04.08 - 21:19

    Schindler schrieb:

    > Die Schmarotzer sind die, die sich sich zwichen
    > Künstler und Kunden stellen. Und das ist die
    > Content-Industrie!

    Warum nur "Schmarotzer"? Nenne sie doch gleich
    "Parasiten" und fordere deren Ausrottung. Dann
    erkennt man besser, wohin Du den Kahn steuern
    willst.

  7. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: Schindler 11.04.08 - 21:23

    Youssarian schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Schindler schrieb:
    >
    > > Die Schmarotzer sind die, die sich sich
    > zwichen
    > Künstler und Kunden stellen. Und das
    > ist die
    > Content-Industrie!
    >
    > Warum nur "Schmarotzer"? Nenne sie doch gleich
    > "Parasiten" und fordere deren Ausrottung. Dann
    > erkennt man besser, wohin Du den Kahn steuern
    > willst.

    Welchen Kahn?!

  8. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: Kokospalme 11.04.08 - 21:44

    Hast du (und auch andere) dir schon mal Gedanken gemacht, dass es auch andere Methoden der Finanzierung gibt? Bei OS ist es üblich Spenden zu sammeln, ich denke darüber kommt schon eine nennenswerte Summe zusammen. Einige Künstler wie z.B. Radiohead haben das erkannt und gehen neue Wege. Die Leute sind durchaus bereit für gute Musik und ähnliches zu zahlen, nur seine Kunden zu verklagen und als Verbrecher abzustempeln ist definitiv der falsche Weg. Das wird nie funktionieren.

  9. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: MarekP. 11.04.08 - 21:46

    > Bin ich der Einzige hier, der diese Argumentation
    > nicht versteht?

    vermutlich ja..ein Konzert ist für ein paar Tausend Menschen Exklusiv...für eine Exklusiv CD meiner Lieblingsband die nur in einer Auflage von ein paar tausend verkauft wird und das Erlebnis eines Live-Konzerts gibt wird wohl fast jeder 50€ hinblättern..

  10. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: Catology 11.04.08 - 21:51

    Einen Dreck können die! Die gehen einfach unter in all dem.

    Schindler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Catology schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Du glaubst also, ein Kunstwerk habe
    > weniger
    > Anspruch auf Schutz vor Diebstahl als
    > eine Dose
    > Cola, denn man kann ja digital
    > kopieren, ohne, daß
    > das Original entwendet
    > ist?
    >
    > Du stiehlst letztendlich dem
    > Künstler sein Brot -
    > und das ist dann
    > weg.
    >
    > Wo denkst du denn, wo sparen die
    > Konzerne? An der
    > Millionengage für fette
    > Superstars? Am Gehalt der
    > fetten Chefs? - Es
    > wird bei den kleinen
    > Angestellten gespart und
    > an der Förderung neuer
    > Künstler - und es wird
    > der Kaufpreis erhöht.
    >
    > Welch ein
    > primitives Denken... "Daten sind ja
    > nichts
    > Materielles. Die kann man gar nicht
    > stehlen."
    >
    > Du meinst wohl, da arbeiten die Leute
    > nur zu
    > deinem Vergnügen? Die wollen eine
    > Gegenleistung
    > sehen. Und das ist nun mal
    > Geld. Und wenn du dich
    > um die Gegenleistung
    > drückst, dann bist du nur ein
    > Parasit und
    > Schmarotzer. Und wenn dir die Produkte
    > in
    > qualitativer Hinsicht kein Geld wert sind,
    > dann
    > brauchst du sie auch nicht zu stehlen!
    >
    > Die Schmarotzer sind die, die sich sich zwichen
    > Künstler und Kunden stellen. Und das ist die
    > Content-Industrie! Und die Leute geben trozdem
    > oder gerade deswegen (Youtube) ihr Geld für
    > Content aus. Die kleinen Künstler können sich
    > durch dass Internet besser vermarkten und
    > Aufmerksamkeit auf sich ziehen.
    >


  11. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: Schindler 11.04.08 - 23:15

    Catology schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Einen Dreck können die! Die gehen einfach unter in
    > all dem.
    >
    Dann spielen die halt in der Fußgängerzone odder in einer Bar oder sonst wo.

  12. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: lachen ist gesund 11.04.08 - 23:25

    Youssarian schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Mit der kompletten Verneinung des rechtlichen
    > Konstruktes des geistigen Eigentums stellst Du
    > Dich außerhalb der Prinzipien dieses Rechts-
    > staates auf.

    Rofl diese Formulierung ist zu drollig.

    Stell mir gerade vor wie du einen Falschparker mit den Worten "Mit der kompletten Verneinung des rechtlichen
    Konstruktes der Straßenverkehrsordnung stellst Du Dich außerhalb der Prinzipien dieses Rechtsstaates auf." zurechtweist.

    Bist schon ein putziges Kerlchen :D

  13. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: Insasse 12.04.08 - 00:16

    Youssarian schrieb:
    > Mit der kompletten Verneinung des rechtlichen
    > Konstruktes des geistigen Eigentums stellst Du
    > Dich außerhalb der Prinzipien dieses Rechts-
    > staates auf.

    Bin ich jetzt ein Gedankenverbrecher, Staatsfeind oder sowas? :)

  14. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: Ekud 12.04.08 - 00:27

    Insasse schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das Problem bei diesem Vergleich ist, daß Musik,
    > Filme und Software kein physikalisches Produkt
    > ist. Die Dose im Supermarkt, die jemand stiehlt,
    > ist danach weg. Der Zusammenhang zwischen Tat und
    > Verlust für den Geschädigten, leuchtet sofort ein.
    >
    > Aber das Kopieren einer Aneinanderreihung von
    > Einsen und Nullen verursacht nicht wirklich einen
    > Schaden.
    > Meiner Meinung nach mußt man da über neue
    > Geschäftsmodelle nachdenken.
    > Musiker verdienen dann beispielsweise wieder mehr
    > Geld mit Konzerten.
    > Dort wird Arbeit verrichtet, die natürlich auch
    > bezahlt werden muß.
    > Ein Kino lebt von der Dienstleistung, daß man
    > Räumlichkeiten und Technik zur Verfügung stellt,
    > wo man gemeinschaftlich ein großes, scharfes Bild
    > und satten Klang genießen kann.
    > Aber wie rechtfertigt man, daß Kopien von Daten
    > verboten sind, die man per Datenträger verkauft
    > oder per TV und Radio verschenkt hat?
    > Wo entsteht da Schaden?
    >
    Ich mach mir Tage/Wochen/Monate lang mühe diese 1 und 0 so zurechtzubekommen, das draus ein lauffähiges Programm wird.
    Ich kann damit meinen Lebensunterhalt verdienen aber nein, dadurch das jeder alles kopieren kann (ohne das Gesetz zu fürchten), muss ich mir eine zweite Arbeitsstelle suchen und kann nur in der Freizeit programmieren.
    Die Programme werden natürlich auch gut, aber nicht derart wie, wenn ich den ganzen Tag mich nur mit den Programm beschäftigen würde und dazu noch Geld bekomm.

    Das ist der Schaden.


  15. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: Anon 12.04.08 - 00:39

    Solche Gesetzte wären also die Lösung? Wer dazu ja sagen kann der sollte mal generell erstmal an seiner Anständigkeit arbeiten bevor er über andere jammert.



    Ekud schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Insasse schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Problem bei diesem Vergleich ist, daß
    > Musik,
    > Filme und Software kein physikalisches
    > Produkt
    > ist. Die Dose im Supermarkt, die
    > jemand stiehlt,
    > ist danach weg. Der
    > Zusammenhang zwischen Tat und
    > Verlust für den
    > Geschädigten, leuchtet sofort ein.
    >
    > Aber
    > das Kopieren einer Aneinanderreihung von
    >
    > Einsen und Nullen verursacht nicht wirklich
    > einen
    > Schaden.
    > Meiner Meinung nach mußt
    > man da über neue
    > Geschäftsmodelle nachdenken.
    >
    > Musiker verdienen dann beispielsweise wieder
    > mehr
    > Geld mit Konzerten.
    > Dort wird
    > Arbeit verrichtet, die natürlich auch
    > bezahlt
    > werden muß.
    > Ein Kino lebt von der
    > Dienstleistung, daß man
    > Räumlichkeiten und
    > Technik zur Verfügung stellt,
    > wo man
    > gemeinschaftlich ein großes, scharfes Bild
    >
    > und satten Klang genießen kann.
    > Aber wie
    > rechtfertigt man, daß Kopien von Daten
    >
    > verboten sind, die man per Datenträger
    > verkauft
    > oder per TV und Radio verschenkt
    > hat?
    > Wo entsteht da Schaden?
    >
    > Ich mach mir Tage/Wochen/Monate lang mühe diese 1
    > und 0 so zurechtzubekommen, das draus ein
    > lauffähiges Programm wird.
    > Ich kann damit meinen Lebensunterhalt verdienen
    > aber nein, dadurch das jeder alles kopieren kann
    > (ohne das Gesetz zu fürchten), muss ich mir eine
    > zweite Arbeitsstelle suchen und kann nur in der
    > Freizeit programmieren.
    > Die Programme werden natürlich auch gut, aber
    > nicht derart wie, wenn ich den ganzen Tag mich nur
    > mit den Programm beschäftigen würde und dazu noch
    > Geld bekomm.
    >
    > Das ist der Schaden.
    >
    >


  16. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: Insasse 12.04.08 - 00:43

    Private Paula schrieb:
    > Ihr solltet mal den Gedanken los werden, dass
    > durch das Kopieren von Daten keine Verluste
    > entstehen. Mag bei oberflaechlicher Betrachtung
    Habe ich nie behauptet. Wenn etwas woanders umsonst zu haben ist, was andere für Geld verkaufen, entsteht natürlich Verlust, aber nicht zwangsläufig Schaden.

    > stimmen, aber wenn die ganzen OS Entwickler keine
    > regulaeren Jobs haetten, durch die sie genug Geld
    > verdienen um den Lebensunterhalt zu bestreiten,
    > wuerd es OS in diesem Masse nicht geben!
    Gutes Stichwort, Software entsteht auch ohne Geld für jede Kopie zu verlangen, und nicht unbedingt die Schlechteste.

    > Irgendwie finde ich die Argumentation komisch. 15
    > Euro fuer eine CD sind zu viel Geld, deshalb
    > kopiert man sie lieber, aber 50 Euro fuer ein
    > 90minuetiges Konzert gehen vollkommen in Ordnung.

    Wer Redet denn von CDs? Ich rede von Nullen und Einsen.
    Für persönliche Auftritte kann der Künstler verlangen was er will. Schließlich gibt es nur ein Original. Der Moment ist einmalig und nicht reproduzierbar.

    > Und wo kommt die Musik her? Faellt die vom
    > Himmel?

    Musik wird schon seit Jahrtausenden gemacht. Und ich bin zuversichtlich, daß das auch noch eine Weile so bleiben wird.

    > Musiker verbringen Monate damit Songs zu schreiben
    > und um Studio aufzunehmen. Auch diese Arbeit
    > sollte bezahlt werden, und nicht nur das
    > 90minuetige rumhampeln auf der Buehne.

    Hmm, aber eben nur einmal pro Käufer. Für eine verschenkte Kopien kann man dann nur schwer nochmal die Hand aufhalten.

    > Stell Dir mal vor, es wuerden nicht mehr
    > zehntausende DVDs verkauft werden, sondern die
    > Einnahmen wuerden vollkommen durch die
    > Kinobesucher gedeckt werden. Wuerdest Du Dir
    > Kinokarten fuer 40 Euro kaufen? Ich nicht. Mir
    > sind die derzeitigen Preise schon zu hoch.

    Warum sollte man die Kinokarte verteuern?
    Warum nicht die Produktionskosten an den Markt anpassen?
    Müssen Filmstars, -Studios usw. Millionen verdienen?
    Wieso können nicht Filme an Portale wie Youtube einmal verkauft werden, die das Geld mit Werbung (wie jetzt auch) wieder reinholen?

    > Genau genommen entsteht auch kein Schaden, wenn
    > ich Geldscheine kopiere...

    Solange Du niemanden damit betrügst, indem Du behauptest, es sei keine Kopie sondern ein Original, ist daran eigentlich nichts auszusetzen.


  17. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: Käpten Körk 12.04.08 - 00:53

    Ekud schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Insasse schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Das Problem bei diesem Vergleich ist, daß
    > Musik,
    > Filme und Software kein physikalisches
    > Produkt
    > ist. Die Dose im Supermarkt, die
    > jemand stiehlt,
    > ist danach weg. Der
    > Zusammenhang zwischen Tat und
    > Verlust für den
    > Geschädigten, leuchtet sofort ein.
    >
    > Aber
    > das Kopieren einer Aneinanderreihung von
    >
    > Einsen und Nullen verursacht nicht wirklich
    > einen
    > Schaden.
    > Meiner Meinung nach mußt
    > man da über neue
    > Geschäftsmodelle nachdenken.
    >
    > Musiker verdienen dann beispielsweise wieder
    > mehr
    > Geld mit Konzerten.
    > Dort wird
    > Arbeit verrichtet, die natürlich auch
    > bezahlt
    > werden muß.
    > Ein Kino lebt von der
    > Dienstleistung, daß man
    > Räumlichkeiten und
    > Technik zur Verfügung stellt,
    > wo man
    > gemeinschaftlich ein großes, scharfes Bild
    >
    > und satten Klang genießen kann.
    > Aber wie
    > rechtfertigt man, daß Kopien von Daten
    >
    > verboten sind, die man per Datenträger
    > verkauft
    > oder per TV und Radio verschenkt
    > hat?
    > Wo entsteht da Schaden?
    >
    > Ich mach mir Tage/Wochen/Monate lang mühe diese 1
    > und 0 so zurechtzubekommen, das draus ein
    > lauffähiges Programm wird.
    > Ich kann damit meinen Lebensunterhalt verdienen
    > aber nein, dadurch das jeder alles kopieren kann
    > (ohne das Gesetz zu fürchten), muss ich mir eine
    > zweite Arbeitsstelle suchen und kann nur in der
    > Freizeit programmieren.
    > Die Programme werden natürlich auch gut, aber
    > nicht derart wie, wenn ich den ganzen Tag mich nur
    > mit den Programm beschäftigen würde und dazu noch
    > Geld bekomm.
    >
    > Das ist der Schaden.
    >
    >


    Was mich daran stört ist, das Leute wie Lars Ulrich (Drummer bei Metallica), der diese Verfolgung von Raubkopierern in den USA ja mit ins Rollen gebracht hat, oder auch die ganze Computerspielindustrie laut danach schreien jedem Raubkopierer durch absolut überzogene Strafen die Existenz zu vernichten. Und das obwohl sie ohne die Verbreitung von Kopien nie den Erfolg hätten den sie heute haben.
    Hätte man damals nicht die Demotapes bzw. C64- Disketten usw. kopiert und seinen Kumpels mitgegben hätten die alle nicht die Popularität.
    Jetzt machen sich aber die gleichen Leute ins Hemd, weil sie nur noch halb so viele Millionen nach hause tragen können.
    Beim Beispiel von Metallica kann ich zum Beispiel sagen, dass ich nie auf die Idee gekommen wäre mir die Platte runterzuladen. Das aber nicht weil das son tolles Album ist, sondern weil der Preis von 5€ in meinen Augen fair ist. Bei einer CD, die für 16 oder 17€ im Laden steht ist es aber genau umgekehrt.

  18. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: Insasse 12.04.08 - 01:10

    Ekud schrieb:
    > Ich mach mir Tage/Wochen/Monate lang mühe diese 1
    > und 0 so zurechtzubekommen, das draus ein
    > lauffähiges Programm wird.
    > Ich kann damit meinen Lebensunterhalt verdienen
    > aber nein, dadurch das jeder alles kopieren kann
    > (ohne das Gesetz zu fürchten), muss ich mir eine
    > zweite Arbeitsstelle suchen und kann nur in der
    > Freizeit programmieren.
    > Die Programme werden natürlich auch gut, aber
    > nicht derart wie, wenn ich den ganzen Tag mich nur
    > mit den Programm beschäftigen würde und dazu noch
    > Geld bekomm.
    >
    > Das ist der Schaden.

    Sehe ich ein. Aber Software entsteht auch ohne großartige Entlohnung.
    Im Grunde versuchst Du (mehr) Geld mit etwas zu verdienen, was der Markt so nicht hergibt.
    Es ist eben schwer einzusehen, warum man für eine Kopie, nochmal bezahlen soll. Du hast doch die Nullen und Eisen auch nur einmal angeordnet, nicht tausende Mal.
    Warum willst Du nochmal Geld, wenn ich die von Dir gekauften Nullen und Eisen verschenke, ich nehme Dir doch nichts weg/bekomme nichts Neues von Dir? Ich habe sie doch schon bezahlt.
    Das ist eben das "Problem". Daten sind nicht an physische Objekte gebunden. Deswegen kann man sie auch nur schwer schützen oder kontrollieren. Und eine Kopie ist eben kein Original, an dem Du mitgewirkt hast.
    Ich weiß, daß das erstmal radikal klingt und ich kann Dich auch verstehen. Aber so ist eben die Realität.
    Das Geschäftsmodell, mit Daten und den tausendfachen Kopien dieser Daten bei jeder neuen Kopie wieder zu verdienen, trägt sich eben nicht in der Weise, wie es manche gerne hätten.



  19. Re: Dose Cola > Daten

    Autor: N17 12.04.08 - 01:24

    Private Paula schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Mag bei oberflaechlicher Betrachtung
    > stimmen, aber wenn die ganzen OS Entwickler keine
    > regulaeren Jobs haetten, durch die sie genug Geld
    > verdienen um den Lebensunterhalt zu bestreiten,
    > wuerd es OS in diesem Masse nicht geben!

    Ähem! Es gibt wohl einige Linuxentwickler die ihre Arbeit bezahlt bekommen, aber deren Erzeugnisse werden nicht verkauft, sondern frei angeboten. Nungut, Micro$oft würds definitiv nicht geben, aber das wär nun wirklich kein Verlust...

  20. dann benutze doch OSS

    Autor: good idea oh lord 12.04.08 - 01:51

    Der OP hat nichts dagegen, dass du kostenlos OSS benutzt. Er will lediglich, dass du die Finger von seiner Software lässt oder dafür zahlst.

    Benutz GIMP wenn du magst, aber wenn du Photoshop willst, dann zahl dafür.

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Unabhängig von der Story und davon, ob man Star Trek oder Star Wars lieber mag - nach den jüngsten Staffeln wird deutlich: Discovery kann handwerklich nicht mit The Mandalorian mithalten. Achtung, Spoiler!
Ein IMHO von Tobias Költzsch

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