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Warum nur eine einseitige Bewertung?

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  1. Warum nur eine einseitige Bewertung?

    Autor: Jujuju 28.04.08 - 11:41

    Ich verstehe nicht wieso Lehrkörper immer meinen daß nur sie berechtigt sind Bewertungen der Leistung abzugeben. Sie sind es nicht. Zum Glück nicht. Die Leistung eines Lehrkörpers muß genauso bewertbar sein wie die eines Lernenden.

  2. Re: Warum nur eine einseitige Bewertung?

    Autor: ehem. Student 28.04.08 - 11:46

    Tja. Die Frage ist halt nur, ob das öffentlich zugänglich sein sollte.

    Ich will mal die Studierenden hören, wenn deren Noten mit Namen im Internet öffentlich zugägnlgich sind.


  3. Re: Warum nur eine einseitige Bewertung?

    Autor: Studierender 28.04.08 - 12:17

    ehem. Student schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Tja. Die Frage ist halt nur, ob das öffentlich
    > zugänglich sein sollte.

    Ja, die Professoren erbringen an öffentlichen Hochschulen eine Aufgabe für die Allgemeinheit und werden aus öffentlichen Mitteln dafür bezahlt. Da sollte man sich als Student, zukünftiger Student, Eltern oder einfach als Steuerzahler auch mal informieren dürfen, ob das Geld auch wirklich gut verwendet wird und die Profs ordentliche Lehre leisten.

    Man kann Professoren, die einen sehr öffentlichen Job machen, einfach nicht mit normalen Arbeitnehmern vergleichen, insbesondere durch deren Beamtenstatus und die grundgesetztlich garantierte Freiheit der Forschung und Lehre.

    > Ich will mal die Studierenden hören, wenn deren
    > Noten mit Namen im Internet öffentlich zugägnlgich
    > sind.

    Ach komm, das kann man doch nun wirklich überhaupt nicht miteinander vergleichen. Beim einen handelt es sich um eine subjektive Meinungsäusserung ("Wie gut oder schlecht fand ich die Vorlesung?"), beim anderen sind es die offiziellen Prüfungsergebnisse, deren Veröffentlichung ganz andere Konsequenzen nach sich ziehen könnte; Studierende sind hier auch in einer gänzlich anderen Lage.

    Ausserdem muss man auch schauen, wie das öffentliche Interesse aussieht. Bei einer Examensnote o.ä. gibt es dieses praktisch nicht und diejenigen, die das Ergebnis interessiert (z.B. potentielle Arbeitgeber), bekommen die Abschlußzeugnisse ja von den Bewerbern ausgehändigt. Bei Professoren gibt es allerdings ein öffentliches Interesse mit vielfältigen Zielgruppen (siehe oben).

  4. Re: Warum nur eine einseitige Bewertung?

    Autor: Artemis 28.04.08 - 12:24

    ehem. Student schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Tja. Die Frage ist halt nur, ob das öffentlich
    > zugänglich sein sollte.
    >
    > Ich will mal die Studierenden hören, wenn deren
    > Noten mit Namen im Internet öffentlich zugägnlgich
    > sind.
    >
    >


    In den USA wäre sowas überhaupt kein Problem. Dort kann sich kein Professor halten, der nicht auch gut von den Studierenden bewertet wird.

    In der deutschen Lehrevaluation (und ich habe das zwei Jahre mitgemacht) ist den Lehrenden die Bewertung ihrer Vorlesungen und ihrer Leistungen vollkommen schnuppe, denn es wird ihnen doch nichts passieren. Wenn ihre motivationslosen Monologe, die sich seit 10 oder mehr Jahren nicht mehr geändert haben, aber öffentlich bewertet werden, keksen sie aus und beißen tollwütig um sich.

    Unsere Prüfungsleistungen waren nur in so fern anonym, dass sie mit der Immatrikulationsnummer ausgehangen wurden. - Bei 300 (!) Studierenden in einer Vorlesung vielleicht noch relativ anonym, in einer 10-Mann-Veranstaltung auch nicht mehr so richtig.

    Mag sein, dass einige SchülerInnen wie Studierende sich nicht an objektive Regeln der Bewertung halten - dem muss nachgegangen werden. Aber ein wenig Leistungsdruck für die Lehrenden ist meineserachtens gar nicht so schlecht in unserer ach so tollen "Bildungsgesellschaft".

    Und was verbietet einem schon nachzufragen, ob dem älteren Studierenden die Vorlesung bei Prof. XY gut gefallen hat oder er/sie lieber was anderes empfehlen würde. Bei solchen Fragen bekommt man auch noch Ratschläge wie man besonders gut durch die mündliche Prüfung kommt. (Kann sich jedes intelligente Individuum was zu denken.)

  5. Re: Warum nur eine einseitige Bewertung?

    Autor: titrat 28.04.08 - 12:43

    ehem. Student schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Tja. Die Frage ist halt nur, ob das öffentlich
    > zugänglich sein sollte.
    >
    > Ich will mal die Studierenden hören, wenn deren
    > Noten mit Namen im Internet öffentlich zugägnlgich
    > sind.

    Dieser Umkehrschluss ist Quatsch.
    Es gibt z.B. auch Hotelbewertungen oder Ärtze-Checks.
    Deswegen werden aber nicht gleich alle Daten von Omi Meier auf Mallorca oder Opa Heinz beim Urologen veröffentlicht.
    Gleiches gilt für Werkstatt-Checks oder Produkt-Tests.
    Nur bei der Lehre ist halt der Prof oder Lehrer der alleinige Leistungserbringer.
    Es ist ein asymetrisches Verhältnis, und zwar von öffentlicher Funktion des Leistungserbringers hin zu den Konsumenten.
    Und immer gilt im Verhältnis von Unternehmen/Profis hin zu Konsumenten (oder gar Kindern im Falle der Schule) auch asymetrisches Recht - un das ist gut so.

  6. Re: Warum nur eine einseitige Bewertung?

    Autor: grüntee 28.04.08 - 13:07

    Studierender schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ja, die Professoren erbringen an öffentlichen
    > Hochschulen eine Aufgabe für die Allgemeinheit und
    > werden aus öffentlichen Mitteln dafür bezahlt.

    Tun sie das? In erster Linie lehren sie ein Publikum, dass "ausgewählt" wurde - nämlich durch die Reifeprüfung/Matura/Studienberechtigungsprüfung/etc.

    > Da
    > sollte man sich als Student, zukünftiger Student,
    > Eltern oder einfach als Steuerzahler auch mal
    > informieren dürfen, ob das Geld auch wirklich gut
    > verwendet wird und die Profs ordentliche Lehre
    > leisten.

    Bei der Kontrolle der Verwendung stimme ich dir zu, allerdings hinterfrage ich die Kontrolle der "ordentliche Lehre". Wie kann der Köhler-Vincent beurteilen, ob der Uni-Prof gut unterrichtet? Umgekehrt hat der Uni-Prof wenig Ahnung vom Köhler Beruf. Ob jemand gut unterrichtet oder als Köhler erfolgreich ist, kann man weniger nach formalen Kriterien[1] beurteilen als vielmehr nach persönlicher Erfahrung - die einem "Außenstehenden" meist fehlt.

    Ergo ist eine Aufteilung des Aufgabenbereiches interner und externer Kritik besser, als eine Einmischung der "Öffentlichkeit" in ein System, von dem sie keine Ahnung hat (mal ganz hart formuliert :).

    [1] Einen groben Rahmen können sie aber dennoch bieten.

    >
    > Man kann Professoren, die einen sehr öffentlichen
    > Job machen, einfach nicht mit normalen
    > Arbeitnehmern vergleichen, insbesondere durch
    > deren Beamtenstatus und die grundgesetztlich
    > garantierte Freiheit der Forschung und Lehre.

    Nochmal, wie kommst du darauf das das Professorentum öffentlich ist?

    > Ach komm, das kann man doch nun wirklich überhaupt
    > nicht miteinander vergleichen. Beim einen handelt
    > es sich um eine subjektive Meinungsäusserung ("Wie
    > gut oder schlecht fand ich die Vorlesung?")

    ...die du aber zur Grundlage der Geldverteilung machen willst (siehe oben). Also eine de facto Gleichstellung mit den Studierenden-Noten (siehe unten).

    > , beim
    > anderen sind es die offiziellen
    > Prüfungsergebnisse, deren Veröffentlichung ganz
    > andere Konsequenzen nach sich ziehen könnte;
    > Studierende sind hier auch in einer gänzlich
    > anderen Lage.

    > Bei Professoren gibt es allerdings
    > ein öffentliches Interesse mit vielfältigen
    > Zielgruppen (siehe oben).

    Und wieder: Welches öffentliche Interesse?

  7. Re: Warum nur eine einseitige Bewertung?

    Autor: DER GORF 28.04.08 - 13:12

    ehem. Student schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Tja. Die Frage ist halt nur, ob das öffentlich
    > zugänglich sein sollte.
    >
    > Ich will mal die Studierenden hören, wenn deren
    > Noten mit Namen im Internet öffentlich zugägnlgich
    > sind.
    >
    >

    Wenn Studieren umsonst wäre, würde ich dir sogar zustimmen.

    - Es gibt nichts das eine million Chinesen nicht billiger tun könnten.

    - Alle Verdächtigen sind schuldig, sonst wären sie ja keine Verdächtigen.

  8. Re: Warum nur eine einseitige Bewertung?

    Autor: Anonymous 28.04.08 - 13:23

    Jujuju schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ich verstehe nicht wieso Lehrkörper immer meinen
    > daß nur sie berechtigt sind Bewertungen der
    > Leistung abzugeben. Sie sind es nicht. Zum Glück
    > nicht. Die Leistung eines Lehrkörpers muß genauso
    > bewertbar sein wie die eines Lernenden.

    Klar doch. Aber nicht durch anonymes Gequake und Verleumdungen.

  9. Re: Warum nur eine einseitige Bewertung?

    Autor: jm2c 28.04.08 - 18:22

    grüntee schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Studierender schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja, die Professoren erbringen an
    > öffentlichen
    > Hochschulen eine Aufgabe für die
    > Allgemeinheit und
    > werden aus öffentlichen
    > Mitteln dafür bezahlt.
    >
    > Tun sie das? In erster Linie lehren sie ein
    > Publikum, dass "ausgewählt" wurde - nämlich durch
    > die
    > Reifeprüfung/Matura/Studienberechtigungsprüfung/et
    > c.

    Ja, das tun sie, denn es steht jedem frei, diese schulische Laufbahn einzuschlagen und die Prüfungen zu bestehen. Insofern "wählt" sich das Publikum selbst aus, auch wenn das vielleicht ein etwas zu idealistischer Glaube ist.

    > > Da
    > sollte man sich als Student,
    > zukünftiger Student,
    > Eltern oder einfach als
    > Steuerzahler auch mal
    > informieren dürfen, ob
    > das Geld auch wirklich gut
    > verwendet wird und
    > die Profs ordentliche Lehre
    > leisten.
    >
    > Bei der Kontrolle der Verwendung stimme ich dir
    > zu, allerdings hinterfrage ich die Kontrolle der
    > "ordentliche Lehre". Wie kann der Köhler-Vincent
    > beurteilen, ob der Uni-Prof gut unterrichtet?

    Indem er feststellt, dass da viel Stoff hängengeblieben ist, er den Vorlesungen folgen konnte, der Professor Wert auf solche "Nebensächlichkeiten" wie eine verständliche Aussprache, leserliche Schrift, ein funktionieredes Mikro etc.pp. gelegt hat.

    > Umgekehrt hat der Uni-Prof wenig Ahnung vom Köhler
    > Beruf. Ob jemand gut unterrichtet oder als Köhler
    > erfolgreich ist, kann man weniger nach formalen
    > Kriterien[1] beurteilen als vielmehr nach
    > persönlicher Erfahrung - die einem
    > "Außenstehenden" meist fehlt.

    Bezeichnest Du gerade einen Stundenten, der eine Vorlesung besucht, als "Aussenstehenden"? Naja, bei manchen Profs kommt man sich vielleicht so vor, die würde ich dann aber eher als nicht so gut bezeichnen... immerhin bewerten hier Studenten, die die Vorlesung/das Seminar besucht haben.

    > > Ach komm, das kann man doch nun wirklich
    > überhaupt
    > nicht miteinander vergleichen. Beim
    > einen handelt
    > es sich um eine subjektive
    > Meinungsäusserung ("Wie
    > gut oder schlecht
    > fand ich die Vorlesung?")
    >
    > ...die du aber zur Grundlage der Geldverteilung
    > machen willst (siehe oben). Also eine de facto
    > Gleichstellung mit den Studierenden-Noten (siehe
    > unten).

    Das geht glaub ich in die falsche Richtung, bei dem Atikel und dem Portal geht es darum, das Studenten für Studenten (ihre Nachfolger im nächsten Semester) die besuchten Vorlesungen und deren Profs bewerten, damit diese sich leichter tun, die für sie sinnvollen Vorlesungen rauszusuchen, und nicht erst hinterher feststellen müssen, dass das Semester für die Katz war.

    Auf die Besoldung hat das doch keinen Einfluss.

    Ausserdem ist es ja nicht so, dass da unbedingt ein "gut" oder "schlecht" rauskommt, sondern Studenten sich die Profs raussuchen können, die ihnen besser liegen.

    > > , beim
    > anderen sind es die
    > offiziellen
    > Prüfungsergebnisse, deren
    > Veröffentlichung ganz
    > andere Konsequenzen
    > nach sich ziehen könnte;
    > Studierende sind
    > hier auch in einer gänzlich
    > anderen Lage.
    >
    > > Bei Professoren gibt es allerdings
    > ein
    > öffentliches Interesse mit vielfältigen
    >
    > Zielgruppen (siehe oben).
    >
    > Und wieder: Welches öffentliche Interesse?

    Siehe oben: Ich muss mir am Anfang des Semesters meinen Semesterplan erstellen, und ich brauch objektive Kriterien dafür. Das ist ein öffentliches Interesse. "Öffentlich" heisst schliesslich nicht, "jeder hat ein Interesse" (wer ist eigentlich Köhler-Vincent?), sondern lediglich "es gibt eine Gruppe mit berechtigtem Interesse".

    Ich kann die Profs auch gut verstehen, die nicht gerne berwertet werden, wer lässt sich schon gerne bewerten und noch dazu anonym. Das ist eben ein Interessenkonflikt - bisher haben Richter bei der Abwägung meistens zugunsten der freien Meinungsäußerung entschieden, und zwar aufgrund des öffentlichen Interesses.

    -jm2c

  10. Re: Warum nur eine einseitige Bewertung?

    Autor: Metzlor 28.04.08 - 23:48

    grüntee schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Studierender schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Ja, die Professoren erbringen an
    > öffentlichen
    > Hochschulen eine Aufgabe für die
    > Allgemeinheit und
    > werden aus öffentlichen
    > Mitteln dafür bezahlt.
    >
    > Tun sie das? In erster Linie lehren sie ein
    > Publikum, dass "ausgewählt" wurde - nämlich durch
    > die
    > Reifeprüfung/Matura/Studienberechtigungsprüfung/et
    > c.

    1. Bezahlen jetzt die meißten Studiengebühren, also ist es eine Art Dienstleistung und im Dienstleistungsgewerbe ist es üblich das man mit anderen Dienstleistern verglichen wird!

    > > Da
    > sollte man sich als Student,
    > zukünftiger Student,
    > Eltern oder einfach als
    > Steuerzahler auch mal
    > informieren dürfen, ob
    > das Geld auch wirklich gut
    > verwendet wird und
    > die Profs ordentliche Lehre
    > leisten.
    >
    > Bei der Kontrolle der Verwendung stimme ich dir
    > zu, allerdings hinterfrage ich die Kontrolle der
    > "ordentliche Lehre". Wie kann der Köhler-Vincent
    > beurteilen, ob der Uni-Prof gut unterrichtet?
    > Umgekehrt hat der Uni-Prof wenig Ahnung vom Köhler
    > Beruf. Ob jemand gut unterrichtet oder als Köhler
    > erfolgreich ist, kann man weniger nach formalen
    > Kriterien[1] beurteilen als vielmehr nach
    > persönlicher Erfahrung - die einem
    > "Außenstehenden" meist fehlt.

    Es geht um Lehre! Studenten sind dort keine Außenstehenden, wohl eher insider, sie lernen ja das was der Prof. versucht ihnen beizubringen!

    >
    > Ergo ist eine Aufteilung des Aufgabenbereiches
    > interner und externer Kritik besser, als eine
    > Einmischung der "Öffentlichkeit" in ein System,
    > von dem sie keine Ahnung hat (mal ganz hart
    > formuliert :).
    >
    > [1] Einen groben Rahmen können sie aber dennoch
    > bieten.

    Wenn du Handwerker holst und mit seiner arbeit unzufrieden bist, darfst du deine Meinung über ihn ja auch kundtun, obwohl du kein Fachmann bist!

    >
    > >
    > Man kann Professoren, die einen sehr
    > öffentlichen
    > Job machen, einfach nicht mit
    > normalen
    > Arbeitnehmern vergleichen,
    > insbesondere durch
    > deren Beamtenstatus und
    > die grundgesetztlich
    > garantierte Freiheit der
    > Forschung und Lehre.
    >
    > Nochmal, wie kommst du darauf das das
    > Professorentum öffentlich ist?
    >
    > > Ach komm, das kann man doch nun wirklich
    > überhaupt
    > nicht miteinander vergleichen. Beim
    > einen handelt
    > es sich um eine subjektive
    > Meinungsäusserung ("Wie
    > gut oder schlecht
    > fand ich die Vorlesung?")
    >
    > ...die du aber zur Grundlage der Geldverteilung
    > machen willst (siehe oben). Also eine de facto
    > Gleichstellung mit den Studierenden-Noten (siehe
    > unten).

    Das ist Falsch, er hat geschrieben das sie aus öffentlichen Mitteln(Steuergelder) bezahlt werden!

    > > , beim
    > anderen sind es die
    > offiziellen
    > Prüfungsergebnisse, deren
    > Veröffentlichung ganz
    > andere Konsequenzen
    > nach sich ziehen könnte;
    > Studierende sind
    > hier auch in einer gänzlich
    > anderen Lage.
    >
    > > Bei Professoren gibt es allerdings
    > ein
    > öffentliches Interesse mit vielfältigen
    >
    > Zielgruppen (siehe oben).
    >
    > Und wieder: Welches öffentliche Interesse?

    Bildung geht uns alle etwas an, wie groß war denn der Medienrummel z. B. bei der Pisa Studie?

    Wenn du einen Nachhilfelehrer XX €/Std. zahlst und dieser dir nichts beibringt, sagst du dann auch ok, ich bin ja der Dumme?

  11. Re: Warum nur eine einseitige Bewertung?

    Autor: huahuahua 29.04.08 - 16:06

    Jujuju schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ich verstehe nicht wieso Lehrkörper immer meinen
    > daß nur sie berechtigt sind Bewertungen der
    > Leistung abzugeben. Sie sind es nicht. Zum Glück
    > nicht. Die Leistung eines Lehrkörpers muß genauso
    > bewertbar sein wie die eines Lernenden.


    Dann, so im Umkehrschluss, ist es ebenso berechtigt, Noten und Bewertungen der Schüler und Studenten öffentlich zu machen.
    Ich warte täglich auf ein solches Portal, welches schon vom Start weg illegal sein dürfte, jedoch eigentlich nichts anderes täte, als die besagten Lehrer- und Prof-Bewertungsportale - nur eben in die andere Richtung.

    So könnte man hervorragend auf Faulheit und unheilbare Dummheit einzelner Dauerschulschwänzer und Im-Unterricht-Dummschwäzer-Großmäuler hinweisen.

    Auch jede fünf oder sechs in Klassenarbeiten oder sonstigen Prüfungen könnten problemlos in einer öffentlich zugänglichen Datenbank festgehalten und publik gemacht werden.

    So hätten es Personalchefs und andere für Einstellungen Verantwortliche bedeutend leichter, sich die "guten" unter der Bewerberschwemme herauszufiltern.
    Illegale Hinweise auf Zeugnissen oder in "schwarzen" Datenbanken wären dann völlig überflüssig.

    Auch normale Arbeitnehmer könnten super bewertet werden. Dann hätte jemand, der frisch wegen Faulheit und Dauerkrankfeierns oder Diebstahl gefeuert wurde berechtigter Weise in Zukunft null Chance auf Neueinstellung und könnte die Renten- und Arbeitslosenkasse erheblich entlasten, wenn er sich dann gleich einen Strick nähme.

    Ja, betet das Schutzmäntelchen auf Recht der freien Meinungsäußerung und sonstiges Wischiwaschi unserer Rechtprechung herunter. Doch dann möchte ich in zehn, zwanzig Jahren auch kein Gejammer über eine Lehrkräftedürre und völlig überzogene Gehälter für die wenigen noch verbliebenen Lehrkräfte hören!
    Auch das Rumgeheule, wegen katastrophaler PISA-Ergebnisse braucht dann keiner mehr, denn die Wurzeln befinden sich in der ständigen, Jahrzehnte langen Beschneidung der Rechte von Lehrern und Eltern, sowie der immer größer werdenden Zahl von Eltern, die nicht mehr mit Lehrern zusammenarbeiten, sondern jede Gelegenheit nutzen, sich an heutigen Lehrkräften für die Fehler der eigenen Schulzeit zu rächen.

    Die späte Rache allerdings, werden wir alle erfahren, wenn Deutschland zum Entwicklungsland und Billiglohnland der EU abgerutscht sein wird, weil hier nur noch ungebildete Prolls leben werden und wenige Großverdiener, um die Penner zu verwalten!!

  12. Re: Warum nur eine einseitige Bewertung?

    Autor: Artemis 29.04.08 - 17:27

    Es geht doch auch gar nicht darum, das Lehrpersonal persönlich zu diffamieren und sich über ihre letzte Peinlichkeit lustig zu machen. - Solcher Art Diskussionsbeitrag sollte in keinem Forum zu finden sein und damit ohne Vorwarnung von Mods gelöscht werden.

    Aber eine aktive und absolut unabhängige "Lehrevaluation" ist etwas, was ich mir sehr wünsche für die deutsche Lernwüste.

    Ich hätte es mir für mein Studium gewünscht. - Hätte ich nach der Schule gewusst, was mir in zwei Jahren in Berlin klar gemacht wurde, hätte ich in München studiert ...

    Ich wünsche es mir für meine Kinder. - Allein vom Standort der Schule kann ich nicht klar auf die Leistungsfähigkeit und -freudigkeit der LehrerInnen schließen. Mit solchen kurzen Denkwegen kann man sich ganz schon in die Brennnesseln setzen. Und die Kinderlein baden es aus.

    Leider gibt es ja in Deutschland noch nicht die freie Wahl der Schule, sonst würden allein schon aus Marketinggründen Schulen ein gewisses Ranking zulassen. - Und fehlgeleitete lebensfrustrierte und einfach untalentierte LehrerInnen aussortieren. (Wenn das doch nur heute schon möglich wäre ...)

    So gehen meine Kinder in eine Schule, die ich allgemein als toll beschreiben kann (denn ich habe lange gesucht und mich mit Eltern und Kindern in der freien Welt austauschen müssen). Nur an einem Tag mag mein Jüngster nicht zur Schule; woran das woll liegen mag?!

  13. Re: Warum nur eine einseitige Bewertung?

    Autor: Psychoholic398 29.04.08 - 17:59

    Studierender schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > ehem. Student schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Tja. Die Frage ist halt nur, ob das
    > öffentlich
    > zugänglich sein sollte.
    >
    > Ja, die Professoren erbringen an öffentlichen
    > Hochschulen eine Aufgabe für die Allgemeinheit und
    > werden aus öffentlichen Mitteln dafür bezahlt. Da
    > sollte man sich als Student, zukünftiger Student,
    > Eltern oder einfach als Steuerzahler auch mal
    > informieren dürfen, ob das Geld auch wirklich gut
    > verwendet wird und die Profs ordentliche Lehre
    > leisten.
    Hmm, erschreckend wie wenig die Öffentlichkeit doch weiß: Ich kann jetzt nur für NRW sprechen, denn da ist es so geregelt, da Bildung ja Ländersache ist (so schon also nur für eine kleinere Öffentlichkeit verfügbar) kann ich nicht wissen, wie es andernorts ausschaut: Universitäten sind neuerdings pseudo-private Unternehmen, die sich eigenfinanzieren müssen. Zwar gibt es noch Kohle vom Land, aber das wird peu a peu abgebaut. Sorry, da sehe ich (zumindest prinzipiell und perspektivisch) keine öffentlichen Gelder mehr. Ich, als wissenschaftlicher Mitarbeiter bin kein Angestelter im öffentlichen Dienst des Landes NRW mehr (dann wäre mein Job als Dozent ja öffentlich), sondern bin Angestelter des "privaten" Unternehmens Universität "Gehteuchnixan". Finanziert werde ich z.B. durch Fördermittel, die ich selbst bei Unternehmen beantragt habe. Da geht die Reise hin, das wird immer mehr. Wenn nun mein Job theoretisch mal davon abhängen kann, was öffentlich diskutiert wird, dann finde ich das bedenklich, da sich dann einfach Leute in etwas reinmengen, was sie nix angeht! Punkt! Versteht mich nicht falsch. Ich finde diese Entwicklung richtig schlecht und entgegen allen Prinzipien, die ich in Bezug auf freie Bildung usw. habe, aber Dispute, die man als Privatmensch mit privaten Dienstleistern hat (bzw. genau mit konkreten Angestellten) sollte man nicht öffentlich und einseitig führen. Im Mittelalter hieß das Pranger. So gerne man das auch schon mal tun würde, so abwegig und unrechtmäßig wäre es Telekommitarbeiter öffentlich zu beurteilen, is aber nicht.

    >
    > Man kann Professoren, die einen sehr öffentlichen
    > Job machen, einfach nicht mit normalen
    > Arbeitnehmern vergleichen, insbesondere durch
    > deren Beamtenstatus und die grundgesetztlich
    > garantierte Freiheit der Forschung und Lehre.
    siehe oben. Das stimmt zwar noch, stirbt aber langsam aus. Tut mir leid, auch für mich selbst, aber unsere Demokratie krankt ein wenig im Bereich Bildung...
    >
    > > Ich will mal die Studierenden hören, wenn
    > deren
    > Noten mit Namen im Internet öffentlich
    > zugägnlgich
    > sind.
    >
    > Ach komm, das kann man doch nun wirklich überhaupt
    > nicht miteinander vergleichen. Beim einen handelt
    > es sich um eine subjektive Meinungsäusserung ("Wie
    > gut oder schlecht fand ich die Vorlesung?"), beim
    > anderen sind es die offiziellen
    > Prüfungsergebnisse, deren Veröffentlichung ganz
    > andere Konsequenzen nach sich ziehen könnte;
    > Studierende sind hier auch in einer gänzlich
    > anderen Lage.
    Kann man so oder so sehen.
    >
    > Ausserdem muss man auch schauen, wie das
    > öffentliche Interesse aussieht. Bei einer
    > Examensnote o.ä. gibt es dieses praktisch nicht
    > und diejenigen, die das Ergebnis interessiert
    > (z.B. potentielle Arbeitgeber), bekommen die
    > Abschlußzeugnisse ja von den Bewerbern
    > ausgehändigt. Bei Professoren gibt es allerdings
    > ein öffentliches Interesse mit vielfältigen
    > Zielgruppen (siehe oben).
    Neben Publikationen scheint an deutschen Hochschulen nur die Verteidigung / Disputation einer Promotion öffentlich zu sein (selbst ein Rigorosum ist geschlossen). Außerdem finde ich die Begriffe "öffentliches Interesse" und "Zielgruppen" zu vage und unspezifisch.


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