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§202c und seine Folgen

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. §202c und seine Folgen

    Autor: Zweifler123 06.05.08 - 16:22

    Wann kommt der Paragraph, der gegen "die Vorbereitung einer Gedankenstraftat" vorgeht?

    Mit voller Geschwindigkeit in den Überwachungs- und Präventionsstaat! Nicht das Verbrechen selber, der Gedanke daran ist schon strafbar. Wer so denkt, den stört natürlich auch die Unschuldsvermutung...

    Zweifler123

  2. Re: §202c und seine Folgen

    Autor: Kugelfisch 06.05.08 - 17:24

    Die Ermittlungen gegen einige Hacksector-Member stützen sich wohl nicht nur auf §202c ab. Insbesondere der Handel mit geklauten Daten/Accounts/Exploits fällt nicht unter §202c und wird meines Erachtens völlig zurecht verfolgt.

    Mit Grüssen aus'm Ozean
    Kugelfisch
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  3. Re: §202c und seine Folgen

    Autor: Moe Blackup 06.05.08 - 17:34

    Kugelfisch schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Die Ermittlungen gegen einige Hacksector-Member
    > stützen sich wohl nicht nur auf §202c ab.
    > Insbesondere der Handel mit geklauten
    > Daten/Accounts/Exploits fällt nicht unter §202c
    > und wird meines Erachtens völlig zurecht verfolgt.

    Recht hast du.

    Zu denken gibt mir bei der Erfolgsmeldung lediglich die marktscheiherähnliche Medienlautstärke, mit der man den "Erfolg" kund tut und die Tatsache, dass man von den 33.000 angemeldeten Usern lediglich gegen 11 auch tatsächlich Verfahren eingeleitet hat (sprich: VIELLEICHT haben die ja was bächtig möses getan, wofür man sie auch belangen könnte).

    Sei mir bitte nicht böse, aber eine Erfolgsmeldung klingt IMHO anders.

  4. Re: §202c und seine Folgen

    Autor: baldrian 06.05.08 - 18:17

    Naja das hauptproblem an der sehe ich eben in der begruendung: "Vorbereitens des Ausspähens und Abfangens von Daten (§ 202 c StGB)"

    also heisst das wenn ich mich schlau mache wie das gemacht wird, und das muesste eigentlich jeder faehige admin machen. denn ich muss ja schauen wie ich mich wehren kann. und ich kann ja nur dagegen vorgehen wenn ich weiss wie es geht.

    das ist nur meine meinung.

  5. Re: §202c und seine Folgen

    Autor: Moe Blackup 06.05.08 - 18:27

    baldrian schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Naja das hauptproblem an der sehe ich eben in der
    > begruendung: "Vorbereitens des Ausspähens und
    > Abfangens von Daten (§ 202 c StGB)"
    >
    > also heisst das wenn ich mich schlau mache wie das
    > gemacht wird, und das muesste eigentlich jeder
    > faehige admin machen. denn ich muss ja schauen wie
    > ich mich wehren kann. und ich kann ja nur dagegen
    > vorgehen wenn ich weiss wie es geht.
    >
    > das ist nur meine meinung.


    Jetzt bleib mal auf dem Teppich !

    Seit wann muss ein Admin denn wissen, was bei ihm im Netzwerk vorgeht? Als nächstes behauptest du noch, dass ein Admin auch noch selber soche unsausprechbar böse kriminelle Software einsetzen sollte, um sein Netzwerk auf mögliche Angriffsflächen zu überprüfen !

    Aber mal im Ernst: gab es da nicht mal gerichtliches Gewürge (politisches Rückgeruder .. ennt es wie ihr wollt), dass ein Admin, sofern nicht mit "böswilligen Absichten", solche SW für das eigene Netz nutzen darf ? Wo er das herbekommt, ist in dem Fall irrelevant.

  6. Re: §202c und seine Folgen

    Autor: Aye 06.05.08 - 18:41

    Moe Blackup schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Aber mal im Ernst: gab es da nicht mal
    > gerichtliches Gewürge (politisches Rückgeruder ..
    > ennt es wie ihr wollt), dass ein Admin, sofern
    > nicht mit "böswilligen Absichten", solche SW für
    > das eigene Netz nutzen darf ? Wo er das
    > herbekommt, ist in dem Fall irrelevant.

    Dachte ich eigentlich auch.

    Auch eigentartig ist ja dieses "Anleitungen zum "Knacken" von Passwörtern". Eine solche Anleitung zu verschicken ist jetzt schon strafbar? Ich finde das Interesse an diesem, solange man es nicht illegal einsetzt sollte nicht unterdrückt werden oder strafbar sein.

    Die ganze Site lahmzulegen und 11/30.000 zu verhaften ist auch echt schwach. Ich sage mal, da sind jetzt mindestens drei neue Foren a 5.000 Usern draus geworden... Totaler Erfolg... ¬___¬'

  7. Re: §202c und seine Folgen

    Autor: _Michael_ 06.05.08 - 19:24

    Aye schrieb:
    > Ich finde
    > das Interesse an diesem, solange man es nicht
    > illegal einsetzt sollte nicht unterdrückt werden
    > oder strafbar sein.

    Dann wäre es auch ok, wenn Anleitungen zum Steuerbetrug, Bombenbau, Fälschung von Papieren - schließlich zeigen sie ja nur prinzipiell wie es geht.

    Das Problem ist die Doppelmoral hier, die dann auch jeder potentielle Straftäter ausnutzen könnte. Denn einem Schlüsseldienst muss zuvor gelehrt werden wie er Türen knackt. Ein Admin muss die Schwachstellen seiner Software auch erzählt bekommen und ein Arbeiter beim Waffenhersteller muss wissen wie er die Waffen bauen soll. Genauso müssen Finanzbeamter die Steuertricks kennen um sie erkennen zu können.

    Statt gegen solche Anleitungen vorzugehen, was generell nur punktuell möglich ist, sollte man sich die Anleitungen durchlesen und an entsprechend anderer Stelle ansetzen. Z.b. sollte man nich ohne Registrierung beim Händler die Chemikalien bekommen die "stark" auf Bombembau hindeuten. Also lieber beim eigentlichen Problem ansetzen anstatt dummen Dokumenten im Netz hinterjagen, die in Sekunden 1000-fach vervielfältigt sind.

  8. Re: §202c und seine Folgen

    Autor: baldrian 06.05.08 - 19:43

    _Michael_ schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Aye schrieb:
    > > Ich finde
    > das Interesse an diesem,
    > solange man es nicht
    > illegal einsetzt sollte
    > nicht unterdrückt werden
    > oder strafbar sein.
    >
    > Dann wäre es auch ok, wenn Anleitungen zum
    > Steuerbetrug, Bombenbau, Fälschung von Papieren -
    > schließlich zeigen sie ja nur prinzipiell wie es
    > geht.
    >
    > Das Problem ist die Doppelmoral hier, die dann
    > auch jeder potentielle Straftäter ausnutzen
    > könnte. Denn einem Schlüsseldienst muss zuvor
    > gelehrt werden wie er Türen knackt. Ein Admin muss
    > die Schwachstellen seiner Software auch erzählt
    > bekommen und ein Arbeiter beim Waffenhersteller
    > muss wissen wie er die Waffen bauen soll. Genauso
    > müssen Finanzbeamter die Steuertricks kennen um
    > sie erkennen zu können.
    >
    > Statt gegen solche Anleitungen vorzugehen, was
    > generell nur punktuell möglich ist, sollte man
    > sich die Anleitungen durchlesen und an
    > entsprechend anderer Stelle ansetzen. Z.b. sollte
    > man nich ohne Registrierung beim Händler die
    > Chemikalien bekommen die "stark" auf Bombembau
    > hindeuten. Also lieber beim eigentlichen Problem
    > ansetzen anstatt dummen Dokumenten im Netz
    > hinterjagen, die in Sekunden 1000-fach
    > vervielfältigt sind.
    >
    >
    soe sieht es doch aus. und wenn ich jetzt an dieser stelle mal vom admin ausgehe. der sich dort informiert und evtl auch noch diese "boese" software herruntergeladen hat. und dann noch mit den leuten dort fleissig disskutiert ist er einer von den 11 usern die man dann via haftbefehl und hausdurchsuchung einsackt.

    und jetzt noch eine sache mehr, es gibt auch einige die sich sehr gut als admin machen wuerden aber aufgrund fehlender zertifikate keinen job bekommen die ebenso solche software benutzen damit sie wenn sie dann doch mal glueck haben einen job in diesem secktor zu bekommen ebenfalls im auge dieser fander lande. echt super unser deutsches gesetz. nur weil man eine software besitzt heisst das noch lange nicht das man sie eben an falscher stelle einsetzt.

    mal wieder ein grund mehr unseren deutschen staat so zu lieben wie er ist.

    argh ich koennte mal wiede aus der haut fahren wenn ich so etwas lese.

  9. Re: §202c und seine Folgen

    Autor: Kugelfisch 06.05.08 - 21:12

    Ich will §202c keinesfalls unterstützen, im Gegenteil, ich halte es beispielsweise für unsinnig, Sniffer und ähnliche Sicherheits- und Analysewerkzeuge zu verbieten. Ebenso sollten Diskussionen über Sicherheitslücken und deren Ausnutzung nicht verboten werden - die Behebung einer Sicherheislücke bedingt erst deren Erkennung. Schön wäre ja, wenn es keine Sicherheisprobleme gäbe, dem ist aber leider nicht so.

    Was hingegen völlig zurecht verboten ist, ist der der Tools Einsatz mit der Absicht, fremde Daten zu klauen, sowie der Handel mit den geklauten Daten.

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  10. Re: §202c und seine Folgen

    Autor: :-) 06.05.08 - 23:31

    baldrian schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Naja das hauptproblem an der sehe ich eben in der
    > begruendung: "Vorbereitens des Ausspähens und
    > Abfangens von Daten (§ 202 c StGB)"
    >
    > also heisst das wenn ich mich schlau mache wie das
    > gemacht wird, und das muesste eigentlich jeder
    > faehige admin machen. denn ich muss ja schauen wie
    > ich mich wehren kann. und ich kann ja nur dagegen
    > vorgehen wenn ich weiss wie es geht.
    >
    > das ist nur meine meinung.


    Sicher, wenn du diese Position inne hast, wird auch kaum jemand mäckern. Es gehört eben zum Beruf, sowie ein Polizist an der Waffe ausgebildet wird. Aber du weißt sicher auch, welch ein Theater losgeht, wenn ein Polizist einen Schuß aus seiner Dienstwaffe abgibt.

    Wenn du dir am Arbeitsplatz mit Einwilligung des Arbeitgebers ein abgeschlossenes Netzwerk aufbaust und dort "Gegensoftware" entwickelst, dann kannst du das ja belegen und hast sogar das OK von oben.

    Private Schießübungen am lebenden Objekt damit zu begründen, du möchtest gerne lernen wie man bei Schußverletzungen erste Hilfe leistet, ist wohl etwas haarsträubend.


  11. Re: §202c und seine Folgen

    Autor: Lord_Pinhead 06.05.08 - 23:59

    Kugelfisch schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ich will §202c keinesfalls unterstützen, im
    > Gegenteil, ich halte es beispielsweise für
    > unsinnig, Sniffer und ähnliche Sicherheits- und
    > Analysewerkzeuge zu verbieten. Ebenso sollten
    > Diskussionen über Sicherheitslücken und deren
    > Ausnutzung nicht verboten werden - die Behebung
    > einer Sicherheislücke bedingt erst deren
    > Erkennung. Schön wäre ja, wenn es keine
    > Sicherheisprobleme gäbe, dem ist aber leider nicht
    > so.
    >
    > Was hingegen völlig zurecht verboten ist, ist der
    > der Tools Einsatz mit der Absicht, fremde Daten zu
    > klauen, sowie der Handel mit den geklauten Daten.
    >
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    Was wohl die Virenauthoren nicht davon abhält für das Organisierte Verbrechen ein paar nette kleine Helfer zu schreiben die dann über verschiedene Kanäle verbreitet werden und Bankdaten klauen oder andere Sachen. Vielleicht hat irgendein bekiffter Politiker gedacht das Viren auf Marktplätzen wie Ebay gehandelt werden und überhaupt kein Hersteller von Sicherheitssoftware würde sich da mit einklinken. Es gibt genug Auktionshäuser für Exploits im Ausland, aber die sind wohl kaum der Grund für den Hackerparagraphen, ich denke eher das der kleine dumme Bürger meinte das es da ein Gesetz geben muss und die Politiker haben für die Wählerstimme schnell was Löchriges aber schön klingendes zusammengezimmert.

    <sarkasmus>
    Wer ist dabei das wir PET Flaschen verbieten lassen weil man daraus den Kreditkartenersatz schneiden kann um eine Tür zu knacken, das ist ein Werkzeug für Böse Leute.
    Skalpele verletzen leute.
    Brenner machen die Musikindustrie kaputt
    </sarkasmus>

    Hu, da fallen mir doch gleich noch mehr hohle Phrasen ein aus dennen wir ein Gesetz oder ein Paragraphen schustern können.

    Was an den Vorwürfen der Bozilei ist würd ich gern mal wissen, woher wissen die das die Ware die die Leutchen daheim hatten illegal beschaft wurden? Handelt es sich um Microsoft Zeug das, wie in der Datenschleuder geschrieben, einfach als Austauschware für ein Garantiefall ausgegeben wird und nicht zurückgesendet? Ok, von den Warez mal abgesehen werden die wohl nicht viel von den bösen bösen Daten herstellen können die Sie suchen, wenn die Jungs auch nur annährend den Titel Hacker würdig wären, wären alle Festplatten nicht für dritte lesbar, was die Arbeit des BKA (Bozilei Komputa Abdeilung) spaßig macht (Beugehaft? Rubberhose-Attack? Guantanamo Bay wegen Terrorverdachts?). Wenn nicht (was ich eher denke), dann waren es Windows Maus Schubser die sich anscheinend etwas wichtig machen wollten, was ja schon der "Hack" der Seite beweist. Da hat wohl einer das Backup vergessen. Und dabei bringt Mysql ja so tolle möglichkeiten mit seine Backups zu machen.

    Genug warme Luft für Script Kiddies, heulen wir den Jungs lieber nicht nach, Script Kiddies sind schlimmer als Schlümpfe und vermehren sich schneller als Karnikel.

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