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Wie lange lassen wir uns einen konstruierten Massengeschmack diktieren?

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  1. Wie lange lassen wir uns einen konstruierten Massengeschmack diktieren?

    Autor: push_the_button 20.05.08 - 13:05

    Ein paar *Überlegungen* von mir...

    Das Problem ist doch:

    hier gehts immer nur um MASSENGESCHMACK und dieser wird einem von den Radio und TV Medien vorgesetzt.

    Wenn ich die Charts sehe, egal welche, bekomme ich das kotzen. Seit Ewigkeiten geht das nun schon so. Gekauft wird, was im Radio läuft und im Radio laufen die Charts.
    Die Sender wiederum geben natürlich vor, nur das zu spielen, worauf die Leute grade am meisten abfahren und das spiegelt sich nunmal in den aktuellen Charts wieder.

    Von wegen... wenn die Masse weiter dumm bleibt (gilt für jedes Thema, nicht nur Musik) und brav den Einheitsbrei konsumiert, der ihr vorgesetzt wird, ändert sich auch nie was an entsprechend darauf aufgebauten Geschäftsideen!
    Ein Kreislauf, den die Musikindustrie am wenigstens ändern will und den wir anscheinend ebenso wenig ändern wollen, weil es ja so bequehm ist.

    Woher soll ich (als jemand, der seine Zeit auch mit arbeiten verbringen muss) jemals andere Künstler kennen lernen (ruhig von meinem Geschmack ausgehend), wenn mir immer nur der gleiche Mist Tag für Tag im Radio unterwegs usw. aufgetischt wird?
    Es gibt bestimmt noch hundert anderer "Robbie Williams" (um mal 1 Massenbeispiel zu nennen) da draussen, nur höre ich nie von denen.

    Klar, das Internet bringt theoretisch die Möglichkeiten mit sich, dass jeder für sich entscheidet, was er konsumiert und vor allem auch mal unbekannterer bzw neue Künstler zu entdecken. Nur: dafür sind wir alle zu faul. Wir wollen eine Musikplattform, die uns den Massengeschmack täglich in den ipod pumpt, auf das wir den gleichen Kram unterwegs hören können, der eigentlich sowieso im Radio und auf MTV läuft. Klasse.
    Internetradio find ich nur stellenweise eine Alternative. Radiosender, die mal was Neues wagen, gehen schneller unter als man zuhören kann und der Rest orientiert sich wieder an der Masse. Da kann man noch nicht mal groß einen Strick draus drehen, denn man ist ja darauf angewiesen Gewinn durch Werbung zu machen, sonst geht der Sender bald flöten. Also wieder auf die Massenprodukte zielen...
    Projekte, bei denen die Leute soviel zahlen wie sie Lut haben, mögen auch interessant sein, sind aber zum Stück weit ebenso zum scheitern verurteilt.

    Klar, gäbe es sowas wie ein weltweites universales Musikarchiv und ich hätte durch ein Abo Zugriff darauf, könnte es mir total egal sein, was die Masse macht. Jeder sucht sich seine Musik. Hört sich etwas kommunistisch an, denn dann gäbe es ja keine supverdienenden Megastars mehr ;-)
    Andererseits, Künstler, welche die Masse zu hundertausenden begeistern würde es trotzdem geben. Es müsste ja nicht bedeuten, dass sämtliche Werbeformen ebenso austerben. Im Gegentei, denn Künstler, welche wirklich den großen Reibach machen wollen, müssten dies zukünftig verschärft durch ihre Live-Auftritte reinholen. Also in der Tat schwer schuften gehen ;-)

    Irgendwo stand mal vor Ewigkeiten, dass der illegale Download von mp3s zwar die Absatzzahlen der CDs schmälert, Live Konzerte aber zunehmend größeren Zulauf erfahren. Klar, runtergeladen hat man sich dann die Musik zwar, möchte aber einen geiler Künstler eben auch live sehen...

    Nur mal so ein paar Hintergrundgedanken von mir. Danke fürs Mitlesen ;-)

    Grüße
    Michael

  2. Re: Wie lange lassen wir uns einen konstruierten Massengeschmack diktieren?

    Autor: MusicLover 20.05.08 - 17:22

    So ganz verstehe ich Deinen Standpunkt nicht. Wo ist denn nun das Problem, das Du beschreiben willst?

    Es stimmt, in den Charts steht heute zu 90% Schrott und im durchschnittlichen Pop-Radio läuft zur Prime Time eben dieser Schrott. Wobei das natürlich hochgradig subjektiv empfunden ist - ich bin schon ein paar Tage älter und mein Musikgeschmack ist einfach ein anderer. In den 80ern fanden Leute meines (heutigen) Alters die Sachen auch beschissen, die damals in den Charts liefen und ich allesamt cool fand.
    Aber heute gibt es Alternativen!

    Selbst die großen Sender haben Abends/Nachts Spartenprogramme, wo man neue Sachen vorgestellt bekommt die eben *nicht* Mainstream sind. 1Live zum Beispiel liefert einiges im Indie-Sektor, überall zu empfangen als Webstream. Muss man nur tun und gezielt anhören, und das ist in der Tat anstrengend.
    Oder eben Napster: Ich habe selbst ein Abo und höre mich nach Lust und Laune durch alle Genres. Hier ein Tipp in einem Blog, da ein Verweis in einer Amazon-Kritik, dort eine Empfehlung von Napster selbst - hör ich mir halt mal an (Napster hat eine überraschend große Library, wo eben nicht nur der Topseller Kram aus den Charts zu finden ist).
    Für diese Nutzung sind gerade solche viel geschmähten Miet-Modelle wie Napster super. Wie sonst könnte ich legal eine CD in Ruhe komplett zwei, dreimal zuhause anhören und dann entscheiden, ob sie mir gefällt resp. gefallen könnte? Den Service bezahle ich mit EUR 10,- im Monat. Wo ist das Problem?
    Sorry, aber die ganzen Billigheimer da draußen, die alles für 1 Euro oder möglichst für lau wollen, gehen mir tierisch auf den S***.

    Fazit: Es stimmt, im Radio läuft viel Schrott, da bekommt man zur Hauptzeit keine Anregungen. Trotzdem habe ich in den letzten Jahren viele Bands neu entdeckt, die ich super finde und inzwischen auf Konzerten gesehen habe usw. - auch ohne Radio.

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