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Bertelsmann-Tochter geht unter die Raubkopierer...

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  1. Bertelsmann-Tochter geht unter die Raubkopierer...

    Autor: Dariusz 22.03.05 - 11:52

    Aber wie soll ich das denn jetzt verstehen? Filesharingnetzwerke sind doch Böse. Und Bertelsmann mischt da jetzt mit? Sind die jetzt auch böse? Und wer da was herunterlädt ist doch ein Raubkopierer (weil nur Raubkopierer nutzen P2P-Netze). Und dafür soll ich Geld bezahlen, damit ich Raubkopierer werden darf?

    Ich verstehe das nicht.

  2. Re: Bertelsmann-Tochter geht unter die Raubkopierer...

    Autor: Netzwerk-IT-Profi 22.03.05 - 11:58

    Es ist sicher so, daß die Negativ-Werbung, die die großen Musikkonzerne in den vergangenen Jahren gegenüber den P2P-Netzen betrieben haben, in nicht ungehörigen Maßen das Geschäft beeinträchtigen können. Was wird passieren? GNAB wird sterben (gegen ITunes hat es keine Chance und gegen die freien P2P-Netze auch nicht) und die Musikindustrie hat wieder Munition, um gegen die "bösen Raubkopierer" zu schiessen. Ich frage mich nur, ob das auch schon so im Businessplan der Firma verankert ist.

    Dariusz schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Aber wie soll ich das denn jetzt verstehen?
    > Filesharingnetzwerke sind doch Böse. Und
    > Bertelsmann mischt da jetzt mit? Sind die jetzt
    > auch böse? Und wer da was herunterlädt ist doch
    > ein Raubkopierer (weil nur Raubkopierer nutzen
    > P2P-Netze). Und dafür soll ich Geld bezahlen,
    > damit ich Raubkopierer werden darf?
    >
    > Ich verstehe das nicht.


  3. Re: Bertelsmann-Tochter geht unter die Raubkopierer...

    Autor: Lukas 22.03.05 - 12:47

    > Und wer da was herunterlädt ist doch ein
    > Raubkopierer. Und dafür soll ich Geld bezahlen,
    > damit ich Raubkopierer werden darf?

    Nein, P2P heisst ja nicht automatisch das User beliebige Daten sharen bzw. herunterladen dürfen. Es bedeuted lediglich das du die Daten nicht von einem einzelnen Server beziehst sondern, zwecks besserer Performance und Bandbreiten-Einsparung beim Betreiber, von mehreren Usern (Peers) welche die Daten die du haben möchtest bereits besitzen. Es ist durchaus möglich Content über ein P2P Netz zu verbreiten und trotzdem die Kontrolle (bsp. zwecks Lizenskostenabrechnung mit den Rechteinhabern) über die innerhalb des Netzes gesharten Daten zu behalten.

    Bereits bestehende Angebote die technisch nach ähnlichem Prinzip arbeiten sind z.B. red/swoosh (www.redswoosh.com) oder Kontiki (www.kontiki.com).

    In diesem Fall würdest du ein Lied oder einen Film genauso legal erwerben wie wenn du im iTunes Store oder bei emusic einkaufst. Mit dem Unterschied das ein P2P Netz mit der Anzahl der User skalliert und nicht die Grätsche macht wenn der Andrang gross wird (bzw. genau im Gegenteil, je größer die Anzahl der User desto besser performt ein P2P Netz). Also eigentlich ein recht smarter Ansatz.

  4. Re: Bertelsmann-Tochter geht unter die Raubkopierer...

    Autor: Dariusz 22.03.05 - 13:05

    Verzeih mir, mein Beitrag war selbstverständlich ironischer Natur, nur habe ich vergessen die passenden Tags mitzuliefern. Das werde ich alsbald nacharbeiten. Mir ist selbstverständlich der technische Ansatz bekannt. Das Problem ist nur, daß P2P-Netze von der "Content-Industrie" seit mehreren Jahren verteufelt wird als Raubkopierer-Hort. Diese Werbung dürfte nicht sehr gut sein für den Firmenstart. Aber das ist ein hausgemachtes Problem.

    Lukas schrieb:
    -------------------------------------------------------
    >
    > Nein, P2P heisst ja nicht automatisch das User
    > beliebige Daten sharen bzw. herunterladen dürfen.
    > Es bedeuted lediglich das du die Daten nicht von
    > einem einzelnen Server beziehst sondern, zwecks
    > besserer Performance und Bandbreiten-Einsparung
    > beim Betreiber, von mehreren Usern (Peers) welche
    > die Daten die du haben möchtest bereits besitzen.
    > Es ist durchaus möglich Content über ein P2P Netz
    > zu verbreiten und trotzdem die Kontrolle (bsp.
    > zwecks Lizenskostenabrechnung mit den
    > Rechteinhabern) über die innerhalb des Netzes
    > gesharten Daten zu behalten.
    >
    > Bereits bestehende Angebote die technisch nach
    > ähnlichem Prinzip arbeiten sind z.B. red/swoosh
    > (www.redswoosh.com) oder Kontiki
    > (www.kontiki.com).
    >
    > In diesem Fall würdest du ein Lied oder einen Film
    > genauso legal erwerben wie wenn du im iTunes Store
    > oder bei emusic einkaufst. Mit dem Unterschied das
    > ein P2P Netz mit der Anzahl der User skalliert und
    > nicht die Grätsche macht wenn der Andrang gross
    > wird (bzw. genau im Gegenteil, je größer die
    > Anzahl der User desto besser performt ein P2P
    > Netz). Also eigentlich ein recht smarter
    > Ansatz.

  5. Re: Bertelsmann-Tochter geht unter die Raubkopierer...

    Autor: feyr 06.04.05 - 15:54

    Hallo,

    das stimmt nur bedingt, denn durch die Unsymmetrie zwischen der Upload und download Bandbreite benötigt man für eine gute Performance immmer mehrere Upload Clients für einen Download.
    Diese haben dann maximal Ihre Upload Bandbreite.

    Kleines Beispiel:
    Du hast einen 1Mbit Anschluß, kannst also im normalfall (bis auf ein paar Großstädte) mit 128k uploaden. Dann benötigst du zwischen 8 und 10 Upload um einen download zufrieden zu stellen.
    Super Performance sag ich da nur.

    D.h. die restliche Bandbreite wird dann von Caches oder Seed Peers aufgefangen die dann vom Provider betrieben werden. Insofern kein echtes P2P sondern eine Mischform.

    Darüber hinaus sind wesentliche Elemente zur Lizenzverwaltung zentral, soll das File geschützt werden muß es DRM Verschlüsselt werden, und um die Quelle zu authorisieren mit einem Hash Code verschlüsselt werden.Die Administration der Distribution ist auch nicht ganz einfach, da die Übertragungswege ja nicht eindeutig bekannt sind.


    Insgesamt ist solch ein System viel Komplexer und Fehleranfälliger als eine zentrale Downloadplattform.

    Hat eigentlich schonmal jemand kalkuliert was passiert wenn 10Mio das gleiche File abrufen wollen? Vielleicht noch ein Video mit 1Mbit Datenrate? Ich vermute mal daß dann zwischen 15 und 20Mio Uploader notwendig sind.

    Im Labor (siehe Fraunhofer Potato) funktioniert das ganz gut... Aber in der Breite?


    Grüsse
    feyr

    Dariusz schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Verzeih mir, mein Beitrag war selbstverständlich
    > ironischer Natur, nur habe ich vergessen die
    > passenden Tags mitzuliefern. Das werde ich alsbald
    > nacharbeiten. Mir ist selbstverständlich der
    > technische Ansatz bekannt. Das Problem ist nur,
    > daß P2P-Netze von der "Content-Industrie" seit
    > mehreren Jahren verteufelt wird als
    > Raubkopierer-Hort. Diese Werbung dürfte nicht sehr
    > gut sein für den Firmenstart. Aber das ist ein
    > hausgemachtes Problem.
    >
    > Lukas schrieb:
    > --------------------------------------------------
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    > >
    > Nein, P2P heisst ja nicht automatisch
    > das User
    > beliebige Daten sharen bzw.
    > herunterladen dürfen.
    > Es bedeuted lediglich
    > das du die Daten nicht von
    > einem einzelnen
    > Server beziehst sondern, zwecks
    > besserer
    > Performance und Bandbreiten-Einsparung
    > beim
    > Betreiber, von mehreren Usern (Peers) welche
    >
    > die Daten die du haben möchtest bereits
    > besitzen.
    > Es ist durchaus möglich Content
    > über ein P2P Netz
    > zu verbreiten und trotzdem
    > die Kontrolle (bsp.
    > zwecks
    > Lizenskostenabrechnung mit den
    >
    > Rechteinhabern) über die innerhalb des Netzes
    >
    > gesharten Daten zu behalten.
    >
    > Bereits
    > bestehende Angebote die technisch nach
    >
    > ähnlichem Prinzip arbeiten sind z.B.
    > red/swoosh
    > (www.redswoosh.com) oder
    > Kontiki
    > (www.kontiki.com).
    >
    > In
    > diesem Fall würdest du ein Lied oder einen
    > Film
    > genauso legal erwerben wie wenn du im
    > iTunes Store
    > oder bei emusic einkaufst. Mit
    > dem Unterschied das
    > ein P2P Netz mit der
    > Anzahl der User skalliert und
    > nicht die
    > Grätsche macht wenn der Andrang gross
    > wird
    > (bzw. genau im Gegenteil, je größer die
    >
    > Anzahl der User desto besser performt ein P2P
    >
    > Netz). Also eigentlich ein recht smarter
    >
    > Ansatz.


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