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Merkwürdiger Artikel

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  1. Merkwürdiger Artikel

    Autor: MartinP 04.06.08 - 19:30

    "Es wird auch möglich sein, damit Fahrzeuge auf Straßen oder Schienen zu orten."
    Klingt ja fast so, als ob Galileo die Fahrzeuge ortet.
    Ich denke eher, dass es so ist, wie bei den GPS-basierten Systemen, daß die Fahrzeuge eine On-Board-Unit haben, die für die Positionsbestimmung die Galileo-Navigationsdaten, den "Fingerprint" des Gleises und weitere Daten nutzt. Diese OBU sendet dann z. B. per GSM-R die Positionsdaten an die Leitstelle.

    Gründe, warum man neben den Galileo-Daten noch weitere Infos brauchen könnte:
    1) Tunnels ohne Empfang
    2) Genauigkeit von Galileo ist doch nicht so viel besser, als GPS, und man hat die Befürchtung, daß die Daten nicht für die Unterscheidung einzelner Parallelgleise reicht.
    3) Man arbeitet derzeit mit GPS, und braucht bis Galileo läuft die Zusatzdaten.

    Ob die Bahn-Genehmigungs-Behörden wohl schnell genug sind, daß das System beim Galileo-Start genutzt werden kann?

  2. Re: Merkwürdiger Artikel

    Autor: Jaja! 04.06.08 - 19:57

    ich glaube nicht das dieses system in deutschland jemals eingestzt wird:

    die hauptmerkmale sollen ja eine erhöhte sicherheit (wörtlich könne der abstand zwischen zügen reguliert werden) und eine genaue ortung zu sonstigen zwecken sein.

    zum thema sicherheit kann in deutschland ein solches system nicht beitragen, denn

    1. bei zügen, die bis 160km/h auf die strecke bringen gibt es die punktförmigen zugbeeinflussungsanlagen sprich gleismagnete, die einen zug am überfahren eines haltesignals hindern (bzw. ihn vor dem übernächsten streckenblock stoppen).

    bei schienenfahreugen über 160km/h erfolgt eine linienförmige zugbeeinflussung - das sind kabel in der mitte des gleises, die permanent informationen über die erlaubte geschwindigkeit, vorsignal und hauptsignal übertragen.
    somit braucht der fahrer die signale an der strecke nicht mehr beachten, er sieht sie auf seinen display. sonstige funktion wie PZB.

    2. fahren unsrere vollbahnen mit im punkt 1 genannten verfahren abgesichert im s.g. raumabstand, d.h. es können keine züge aufeinander auffahren oder aufeinanderprallen, da die signale einen streckenblock (und den davor!) einfach sperren, wenn ein schienenfahrzeug diesen belegt.
    in bahnhofsregionen oder überleitstellen erfolgt eine flankensicherung in form der stellung der weichen bei einfahrt eines zuges.

    3. die erfassung eines fzg innerhalb eines blockes erfolgt sehr ausfallsicher über gleisstromkreise oder achsenzähler wie angesprochen..
    eine genauere ortung die genauer als 1km (typ. blockabstand) erfasst ist einfach sinnlos. zudem ist so ein system ausfallkritischer und die sichere endlage kann bezweifelt werden.

    4. selbst bei einsatz des gps/galileo system würden die kosten immens steigen, denn die bisherige technik kann auf grund der langlebigkeit und planungsgrenze für die o.g. systeme nicht in 50 jahren abgeschafft werden können...

    in anderen ländern (wie usa) wo die strecken so lang sind, das die deutsche technik mit blockabständen + sensoren + PZB/LZB zu teuer wäre oder bei straßenbahnen und werksbahnen wäre die technik jedoch wirklich überlegenswert, dnn diese bahnen fahren rel. ungesichert im zeitabstand (im gegensatz zum simmer sicheren raumabstand).

  3. Re: Merkwürdiger Artikel

    Autor: oli_s_ 04.06.08 - 20:29

    MartinP schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > "Es wird auch möglich sein, damit Fahrzeuge auf
    > Straßen oder Schienen zu orten."
    > Klingt ja fast so, als ob Galileo die Fahrzeuge
    > ortet.
    >

    Ich stimme zu, das liest sich als würde die Bahn bestimmen wo sie ist, und das dann dem Sateliten mitteilen. Ich bin was Galileo angeht nicht 100% auf dem Laufenden, aber ich gehe doch davon aus das eher der Umkehrschluß gilt.

  4. Re: Merkwürdiger Artikel

    Autor: Phaidros 05.06.08 - 04:06

    Galileo ist GPS sehr ähnlich - die Unterschiede liegen eher in der Anzahl der verwendeten Satelliten. Das Grundsystem ist jedoch identisch: Die Erde wird von einer Reihe von (geo)stationären Satelliten umgeben, welche jeweils eine Atomuhr besitzen. Jeder schickt sein individuelles Signal zur Erde wo ein Empfangsgerät durch die Zeit zwischen den Ankünften der Signale errechnen kann, wo genau es sich befindet. Jenachdem wieviele Satelliten zur Verfügung stehen, gewinnt die Berechnung an Genauigkeit was im Falle Galileos fast centimetergenaue Ortungen zulässt - zumindest wenn man für das entsprechende Signal bezahlt. Das kostenlose Signal dürfte in punkto Genauigkeit an das heutige GPS heranreichen - eventuell ist es auch genauer. Andere Signale sind für Rettungsdienste, Polizei, etc. reserviert.

  5. Re: Merkwürdiger Artikel

    Autor: TimTim 05.06.08 - 08:21

    Phaidros schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Galileo ist GPS sehr ähnlich - die Unterschiede
    > liegen eher in der Anzahl der verwendeten
    > Satelliten. Das Grundsystem ist jedoch identisch:
    > Die Erde wird von einer Reihe von (geo)stationären
    > Satelliten umgeben, welche jeweils eine Atomuhr
    > besitzen.
    Soweit ich weiß besitzt der erste richtige Galileo-Satellit sogar zwei Atomuhren. Er nimmt aber auch eine Sonderstellung ein und ist auch zusätzlich für die Positionierung der anderen Satelitten verantwortlich.
    Ich denke die kostenlose (und auch die nichtkostenlose) Variante wird etwas genauer sein, schließlich will man den Amis doch zeigen, wer in diesem Gebiet führend ist... Naja, gut für uns, können wir Europäer doch demnächst selbst entscheiden, in welchen Gebieten des Planeten wir den kostenlosen Empfang gestatten und zu Krisenzeiten evtl. deaktivieren bzw. die Genauigkeit zurück fahren.

  6. Re: Merkwürdiger Artikel

    Autor: TimTim 05.06.08 - 08:24

    TimTim schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Phaidros schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----

    > Soweit ich weiß besitzt der erste richtige
    > Galileo-Satellit sogar zwei Atomuhren. Er nimmt
    > aber auch eine Sonderstellung ein und ist auch
    > zusätzlich für die Positionierung der anderen
    > Satelitten verantwortlich.



    "An Bord von Giove-B befinden sich deshalb zwei Rubidium-Atomuhren sowie eine neuartige Wasserstoff-Maser-Uhr (Microwave Amplification by Stimulated Emission of Radiation), die noch genauer ist als die herkömmlichen Atomuhren." Um golem.de zu zitieren :-)

  7. Re: Merkwürdiger Artikel

    Autor: o_ro 05.06.08 - 08:53

    Quatsch, erstens die Satelitten laufen auf sehr nahen Umlaufbahnen, keine Geostationären. Aus diesem Grund dauert es nach dem einschalten der Navis auch immer bis die Geräte den Almanach d.h. den Katalog mit den aktuellen Umlaufbahnen gelesen haben.
    Zweitens haben auch die GPS Satelitten mehre Atomuhren an Bord, ob zur Ausfallsicherung oder um die verschiedenen Dienste (zivil/militärisch) zu trennen weiss ich nicht genau.

    Gruß,
    o_ro

  8. Re: Merkwürdiger Artikel

    Autor: Tuuut-Tuuut! 05.06.08 - 09:00

    > in anderen ländern (wie usa) wo die strecken so
    > lang sind, das die deutsche technik mit
    > blockabständen + sensoren + PZB/LZB zu teuer wäre
    > oder bei straßenbahnen und werksbahnen wäre die
    > technik jedoch wirklich überlegenswert, dnn diese
    > bahnen fahren rel. ungesichert im zeitabstand (im
    > gegensatz zum simmer sicheren raumabstand).

    Da stimme ich dir zu. Das System ist für wenig befahrene (eingleisige)Zubringerstrecken und Strecken in Osteuropa (wo Technik (Kupfer etc) von den Gleisen abmontiert wird) gut geeignet. Es lassen sich durch die gesicherte exakte Position von wenigen Zugleitern mehrere Fahrzeuge kontrollieren. Außerdem kann es sein, dass man den strecken- und zeitverschwendenden Raumabstand gegen einen relativen Bremswegabstand ( + Sicherheitsabstand)ersetzen kann und somit durch die leichtere Überwachung der Position Personal einsparen kann und durch den relativen Bremswegabstand die Kapazitäten erhöhen kann ( Bsp. schnellere Zugfolge bei Stoßzeiten)
    Es wird sicher nicht auf Hauptstrecken eingesetzt werden, da dort ETCS ja erstmal gesetzt sein dürfte.
    Auf den Nachweis der mindestens gleichen Sicherheit bin ich allerdings auch gespannt und die Schnelligkeit der Zulassungsmühlen der Bahn.

  9. Re: Merkwürdiger Artikel

    Autor: Öröcöptör 05.06.08 - 09:13

    Nochmal Quatsch. 24000km würde ich nicht als Erdnah bezeichnen. Das ist den GEOs (36000km) sehr viel nähfer als LEO (500km)

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