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das seit seid ihr alle, und bringt euch deswegen um.

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  1. das seit seid ihr alle, und bringt euch deswegen um.

    Autor: nixx 06.06.08 - 15:57


    Mal ehrlich: Du wirst niemals im Lotto gewinnen. Andereseits hast Du gute Aussichten, Dich für den Rest Deines Lebens bei einem Drecksjob totzuschuften. All das, da Du aller Wahrscheinlichkeit nach in der falschen Bevölkerungsschicht geboren wurdest. Fakt ist: Du bist einer unserer Lohnsklaven. Tut uns leid!

    Deshalb hast Du nicht die Bildung, Erziehung, Beziehungen, Manieren, Auftreten und den guten Geschmack um jemals einer von uns zu werden. Um genau zu sein: Man bräuchte wahrscheinlich ein Buch, dessen Dicke vergleichbar mit den Gelben Seiten ist, um all die unfairen Vorurteile aufzuzählen, die wir Dir gegenüber haben. Deshalb sind wir auch so beruhigt zu wissen, dass Du immer noch an die albernen Märchen von "Gerechtigkeit" und "gleiche Chancen für alle" in Deutschland glaubst.

    Natürlich war in einem hierarchischem System wie dem unseren nie viel Platz an der Spitze. Mal abgeseghen davon, was sind schon hier - und uns gefällt es hier oben so gut, dass wir beabsichtigen, dass so beizubehalten. Aber es gibt immer welche, noch niedriger auf der Gesellschaftsleiter als Du, denen Du Dich überlegen fühlen und von Zeit zu Zeit die Zähne eintreten kannst. Selbst ein Tellerwäscher findet ganz einfach einem armen Penner, der noch niedriger in der Hackordnung zum Spotten und Spucken steht. Sei dankbar für alle Migranten, Asylsuchende, Prostituierte und Obdachlose.

    Vergiss niemals: Wenn alle von Euch wirtschaftlich so abgesichert und sozial privilegiert wären wie wir, gäbe es niemanden, der die ganzen langweiligen, gefährlichen und schlechtbezahlten Arbeiten in unserer Wirtschaft machen würde. Und niemanden, um unsere Kriege zu kämpfen oder blindlings Befehle in unserern totalitären Aktiengesellschaften zu befolgen. Und mit Sicherheit niemanden, der demütig seinem Tode entgegentritt ohne ein erfülltes und kreatives Leben gehabt zu haben. Deshalb unsere Bitte. Mach weiter so! Du hast wahrscheinlich auch nicht den gleichen gierigen, zwingenden Trieb, Reichtum, Macht uind Ansehen zu besitzen, den wir haben. Und obwohl Du vielleicht ernsthaft Dein Leben verändern möchtest, hast Du auch Angst vor genau dieser herbeigewünschten Veränderung, somit also Dich und Deinesgleichen in einem ängstlichen Zustand der Vorhölle hältst. Und so gehst Du mechanisch durch dein Leben, Deine zugewiesene Rolle spielend, verängstigt darüber, was andere denken würden, solltest Du jemals wagen, aus der starren Ordnung auszubrechen.

    Natürlich probieren wir, Euch gegeneinander auszuspielen, wann immer und wie es uns passt: gutbezahlte gegen schlechtbezahlte Arbeiter, Gewerkschaftsmitglieder gegen Nichtmitglieder, Männer gegen Frauen, Deutsche Arbeiter gegen Italienische gegen Polnische gegen Türkische gegen Kurdische gegen Vietnamesische... Immer wieder drücken wir die Löhne unter Berufung auf den "Wirtschaftsstandort Deutschland", "ausländische Konkurrenz", dem Gesetz von "Angebot und Nachfrage", "innere Sicherheir" oder dem "Schuldenberg". Wir schmeissen Dich auf die Arbeitslosenmüllhalde, wenn Du aus der Reihe tanzt oder unsere Profite gefährdest. Und um Dir mal gelegentlich eine kleine Pause von der Eintönigkeit unserer täglichen wirtschaftlichen Erpressung zu gönnen, erlauben wir Dir an unseren inszenierten Mach-ein-Kreuz-Falschspielchen teilzunehmen, dem gemeinen Pöbel besser bekannt als "Wahlen". Zum Glück hast Du keine Ahnung, was wirklich vor sich geht - stattdessen machst Du Fremde, Schwarzarbeiter, Juden, Sozialschmarotzer, Krankfeiernde, auf Bäumen lebende Umweltschützer und unzählige andere für Deine unangenehme Lage verantwortlich.
    Wir sind auch überaus erfreut darüber, dass viele Euch immer noch den "Arbeitsethos" umarmen, obwohl die meissten Jobs in unserer Wirtschaft die Umwelt verschmutzen, Deinen körperlichen und emotionalen Gesundheitszustand allmählich zerstören und im Grunde genommen Dein einziges Leben förmlich aus Dir heraussaugen. Es liegt auf der Hand, dass wir nicht viel über Arbeit wissen, aber wir sind zweifellos froh, dass Du es weisst.

    Natürlich könnte Leben anders sein. Die Gesellschaft könnte intelligent organisiert sein, um die wahren Bedürfnisse der Menschen zu befriedigen. Du und Deinesgleichen könnten gemeinsam kämpfen, um Euch von unserer Herrschaft zu befreien. Aber das weisst Du nicht. Eigentlich kannst Du Dir noch nicht einmal vorstellen, dass ein anderes Leben möglich ist. Und das ist wahrscheinlich die größte und bedeutsamste Leistung unseres Systems - Dich Deiner Phantasie, Deiner Kreativität, Deiner Fähigkeiten, selbst zu handeln und zu denken, zu berauben.
    Daher möchten wir Dir aufrichtig von unserem ganzen herzlosen Herzen danken. Deine Aufopferung ermöglicht unseren korrupten Luxus; Deine Arbeit erhält unser System. Vielen, vielen Dank dafür, "Deinen Platz" zu kennen - ohne es überhaupt zu wissen.
    BONNZEN IN DEUTSCHLAND UND DER GANZEN WELT

  2. aktion: dank den bürgerinnen und bürgern

    Autor: wiesodennbloß 11.06.08 - 01:45

    Diese Danksagung nett gestaltet und ausgedruckt, mit Schokoladenmünzen oder wahlweise Gänseblümchen versehen, würde sicherlich vielen Leuten einen kurzen Moment anerkennender Wertschätzung zugestehen.
    Der die Produktion ist einfach und billig, das Verteilen leicht und unauffällig. Die richtigen Motive werden, zusätzlich zum Text auch vermittelt:
    1. Friss dich faul und fett, bleibe saumselig und nett - wir unterstützen dich dabei.
    2. Die Schönheit die wir die zeigen wird in deiner Hand zum eingehen neigen.


    Auf viele glückliche Maulesel

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