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Den Bock zum Gärtner ... wie das denn?

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  1. Den Bock zum Gärtner ... wie das denn?

    Autor: JoePhi 17.06.08 - 18:12

    auf diese Aussagen musste man ja nicht lange warten? Wieso den Bock zum Gärtner?
    Wenn die Studie von einem unabhängigen Institut kommt, dann ist es im Grundsatz erst einmal egal wo die Gelder herkommen.

    Man wird ja annehmen können, dass das Ministerium schon dafür gesorgt hat, dass es keine Klausel gibt, in der je nach Studienausgang weitere Geldzuflüsse definiert sind.

    Bei dem Thema drehen sich mir sowieso schon die Fußnägel hoch. Natürlich muss man sich über die Belastung von elektrischen Funkwellen Gedanken machen.

    Aber bis jetzt hat jedes renommierte Institut eine ähnlich Aussage gemacht ... ich kenne keine Studie, die Horrorszenarien vorlegt, die in irgend einer Art und Weise die Untersuchungsergebnis gefälscht haben oder verfälscht wiedergegeben haben.

    Irgendwie ermüdet das Thema. Man sollte die Studie für mind 10 Jahre ansetzten und dies unabhängig halten (meinetwegen auch zu 100% von Steuergeldern zahlen lassen), so dass endlich dieses unreflektierte Geheule aufhört.

  2. Re: Den Bock zum Gärtner ... wie das denn?

    Autor: koller 17.06.08 - 18:51

    Wenn Wissenschaftler nicht eindeutig beweisen können, dass etwas schädlich ist, kann man das nicht mit Unschädlichkeit gleichsetzen.

    Wenn ich im Dunkeln nichts sehe, heisst das nicht dass ich im leeren Raum stehe...

    Meiner Meinung nach sollte die Beweislage umgekehrt werden, im Zweifel für den "Angeklagten", sprich: Es muss eindeutig bewiesen werden, dass es unschädlich ist. Dann sieht die Sache schon anders aus.
    Des weiteren muss man sich die Bereiche der Studien anschauen, die meistens nur auf die Erwärmung des Gewebes durch Mikrowellenstrahlung fokussiert sind. Ob gepulste Strahlung ausser einem warmen Ohr auch Schäden (langfristig) an den Zellen hervorrufen kann, wird meines Wissens überhaupt nicht untersucht.

    Und Studien die , wenn auch nur mit-, von den Profiteuren finanziert werden, verlieren bei mir schonmal enorm an Glaubwürdigkeit.

    Neutral oder nicht, "ein bisschen schwanger" gibt es nicht!

    Nicht immer alles glauben was man einem erzählt, da gabs schon genug Mist den man früher auch als unbedenklich beworben hat (Asbest, Röntgenstrahlen, Radioaktivität...).


    JoePhi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > auf diese Aussagen musste man ja nicht lange
    > warten? Wieso den Bock zum Gärtner?
    > Wenn die Studie von einem unabhängigen Institut
    > kommt, dann ist es im Grundsatz erst einmal egal
    > wo die Gelder herkommen.
    >
    > Man wird ja annehmen können, dass das Ministerium
    > schon dafür gesorgt hat, dass es keine Klausel
    > gibt, in der je nach Studienausgang weitere
    > Geldzuflüsse definiert sind.
    >
    > Bei dem Thema drehen sich mir sowieso schon die
    > Fußnägel hoch. Natürlich muss man sich über die
    > Belastung von elektrischen Funkwellen Gedanken
    > machen.
    >
    > Aber bis jetzt hat jedes renommierte Institut eine
    > ähnlich Aussage gemacht ... ich kenne keine
    > Studie, die Horrorszenarien vorlegt, die in irgend
    > einer Art und Weise die Untersuchungsergebnis
    > gefälscht haben oder verfälscht wiedergegeben
    > haben.
    >
    > Irgendwie ermüdet das Thema. Man sollte die Studie
    > für mind 10 Jahre ansetzten und dies unabhängig
    > halten (meinetwegen auch zu 100% von Steuergeldern
    > zahlen lassen), so dass endlich dieses
    > unreflektierte Geheule aufhört.


  3. Grundlage: Nicht-Existenz ist nicht beweisbar

    Autor: genau 17.06.08 - 19:06

    koller schrieb:
    -------------------------------------------------------
    ...
    > Meiner Meinung nach sollte die Beweislage
    > umgekehrt werden, im Zweifel für den
    > "Angeklagten", sprich: Es muss eindeutig bewiesen
    > werden, dass es unschädlich ist. Dann sieht die
    > Sache schon anders aus.

    Äh, ja genau:

    Zitat:
    >>"Elektrosmog ist sicher gefährlich, weil noch niemand beweisen konnte, dass keine Gesundheitsgefahr besteht."
    Man kann nur etwas beweisen, was wirklich existiert - Nicht-Existenz ist nicht beweisbar. Kein Wissenschaftler kann daher nachweisen, dass Elektrosmog absolut unschädlich ist - auch wenn dies objektiv so ist. Aber man kann berechnen, innerhalb welcher Grenzen sich schädliche Wirkungen bewegen würden, wenn es sie gäbe. Und die wären beim Elektrosmog so klein, dass sie - im Vergleich zu bekannten Umweltgefahren - zu vernachlässigen sind.<<
    Die Quelle empfehle ich gleichzeitig im Ganzen als Lektüre:
    http://www.gwup.org/themen/texte/elektrosmog/
    ...und ich möchte JoePhi offiziell zustimmen.

  4. Und noch was: Radioaktivitätvergleich

    Autor: genau 17.06.08 - 19:09

    koller schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Nicht immer alles glauben was man einem erzählt,
    > da gabs schon genug Mist den man früher auch als
    > unbedenklich beworben hat (Asbest,
    > Röntgenstrahlen, Radioaktivität...).

    Nocheinmal ein Zitat von besagter Quelle (http://www.gwup.org/themen/texte/elektrosmog/)
    >>"Die Wirkung von Elektrosmog wird ebenso bagatellisiert wie einst die von Radioaktivität und Röntgenstrahlen"
    Nein, bei Radioaktivität und Röntgenstrahlen handelt es sich um ionisierende Strahlen, deren schädliche Wirkungen man seit Jahrzehnten genau kennt. Gäbe es vergleichbare Wirkungen durch Elektrosmog, sie wären längst genauso bekannt. Selbst wenn man auf biologische Effekte stößt, bedeutet das noch keineswegs, dass sie gesundheitsschädlich sind. Rechnungen und Messungen ergaben, dass Handys mit Strahlungsleistungen von 0,1 bis 1 W nur lokale Erwärmungen im Kopfbereich um höchstens 0,1° erzeugen können. Die auf den Körper einwirkenden Feldstärken der Basisstationen, die von der Bevölkerung vor allem bei Sichtkontakt (!) gefürchtet werden, sind um mehrere Zehnerpotenzen schwächer und können daher mit Sicherheit nicht thermisch wirksam sein. Im Sinne des Vorsorgeprinzips ist zudem bei den Grenzwerten noch ein Sicherheitsfaktor von 50 berücksichtigt. Eine Schadwirkung ist daher auszuschließen (9).<<

    ...na?

  5. Re: Grundlage: Nicht-Existenz ist nicht beweisbar

    Autor: caveman99 17.06.08 - 19:10

    Zur Grundlageninfo und zur Recherche (was gibt es WIRKLICH für Untersuchungen und was sagen sie aus, fernab von politischer Agitation in jegliche Richtung) ist auch das EMF-Portal sehr gut geeignet.

    http://www.emf-portal.de/

  6. Re: Und noch was: Radioaktivitätvergleich

    Autor: Rainer Haessner 17.06.08 - 19:37


    > noch ein Sicherheitsfaktor von 50 berücksichtigt.
    > Eine Schadwirkung ist daher auszuschließen
    > (9).<<

    Das ist so nicht ganz richtig. Außer unspezifischer dielektrischer Erwärmung gibt es keine Wechselwirkungsmöglichkeit. Selbst zur Anregung einer simplen Rotation sind signifikant größere Frequenzen nötig, von Vibrationen oder Elektronenübergängen wollen wir erst gar nicht reden.

    Aber ...

    Die dielektrische Erwärmung ...

    Nein, die ist nicht gefährlich, aber man kann sie hören. Und zwar dann, wenn die HF mit einer Frequenz im Hörbereich moduliert ist. Dann gibt es halt periodische expansionen und Kontraktionen, mithin schlicht Schallwellen. Die Intensitäten und Auswirkungen dieser körperinternen Schallquellen vermag ich jetzt nicht ansatzweise abzuschätzen, aber dieser effekt ist eindeutig da.

  7. Re: Und noch was: Radioaktivitätvergleich

    Autor: erklärbär 17.06.08 - 19:52

    > >>"Die Wirkung von Elektrosmog wird ebenso
    > bagatellisiert wie einst die von Radioaktivität
    > und Röntgenstrahlen"
    > Nein, bei Radioaktivität und Röntgenstrahlen
    > handelt es sich um ionisierende Strahlen, deren
    > schädliche Wirkungen man seit Jahrzehnten genau
    > kennt.

    Als Herr Röntgen die Strahlung entdeckte und die Schuhändler diese Methode bei jedem Kunden anwendeten, um zu schauen ob der Schuh auch richtig passt, war es nicht bekannt.

    Somit ist deine Aussage irgendwie wertlos. Jetzt nach Jahrzehnten der Forschung weiß man mehr. Boar. Darauf kommt nur ein Heise äh Golem Poster. ;)

    Gruß,

  8. Re: Und noch was: Radioaktivitätvergleich

    Autor: ikebins 17.06.08 - 20:01

    erklärbär schrieb:
    -------------------------------------------------------
    >Darauf kommt nur ein Heise äh Golem Poster.
    > ;)

    Wo kann man die bestellen und in welchen Größen gibts die? *scnr*

  9. Warum geht es eigentlich nie um Mikrowellen?

    Autor: Kley 17.06.08 - 20:09

    Ich lese immer nur von Elektrosmog, also den elektromagnetischen Feldern.

    Was ist mit den Mikrowellen? Okay, die sind nicht so stark wie im Mikrowellenherd (*g*), aber sind sie deshalb komplett ungefährlich?

    Ich mein jetzt nicht, dass das Ding etwas erhitzt/röstet, sondern eher, die Art wie Mikrowellen wirken.

    Ich bin vor kurzem auf ein altes Buch über Funktechnik gestoßen, in dem vor Mikrowellen, egal wie schwach sie sind abgeraten wurde.

  10. Re: Und noch was: Radioaktivitätvergleich

    Autor: lulula 17.06.08 - 20:32

    genau schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Nein, bei Radioaktivität und Röntgenstrahlen
    > handelt es sich um ionisierende Strahlen, deren
    > schädliche Wirkungen man seit Jahrzehnten genau
    > kennt.

    Aber damals nicht.

    > Gäbe es vergleichbare Wirkungen durch
    > Elektrosmog, sie wären längst genauso bekannt.

    Wieso?
    Man beschießt Menschen seit 100 Jahren mit Röntgenstrahlen.
    Mobilfunk lässt man in der aktuellen Form und Intensität gerade mal 10 Jahre auf Menschen wirken. Wieso soll man zu letzterem genausogute Daten haben wie bei erstem?

    > Selbst wenn man auf biologische Effekte stößt,
    > bedeutet das noch keineswegs, dass sie
    > gesundheitsschädlich sind.

    Richtig. Aber noch schlechter kann man es auschließen.
    So wegen absence of evidence und evidence of absence und so.

    > Rechnungen und
    > Messungen ergaben, dass Handys mit
    > Strahlungsleistungen von 0,1 bis 1 W nur lokale
    > Erwärmungen im Kopfbereich um höchstens 0,1°
    > erzeugen können.

    Die Messung will ich sehen, die Aussagen über etwas trifft, was sie garnicht misst.

    > Die auf den Körper einwirkenden
    > Feldstärken der Basisstationen, die von der
    > Bevölkerung vor allem bei Sichtkontakt (!)
    > gefürchtet werden,

    Dass es Hysteriker gibt ist leider auch kein Nachweis der Ungefährlichkeit.

    > sind um mehrere Zehnerpotenzen
    > schwächer und können daher mit Sicherheit nicht
    > thermisch wirksam sein.

    Nö, das heißt es ganz sicher nicht.
    Es heißt nur, dass die thermische Wirkung entsprechend geringer ist.

    Und auch das ist fraglich. In Wohngebieten stehen die Antennen gerne mal auf dem Dach eines Zweifamilienhauses in ein paar Metern höhe. Da kann es schon sein, dass man in der Wohnung im Nachbarhaus voll in der Keule sitzt. Und das dann nicht die paar Muten am Tag beim Telefonieren sondern Vollzeit.

    > Im Sinne des
    > Vorsorgeprinzips ist zudem bei den Grenzwerten
    > noch ein Sicherheitsfaktor von 50 berücksichtigt.

    Sicherheitsfaktor von was?
    Wir haben keine Ahnung, ob überhaupt eine Schädigung voliegt, schon gleich garnicht wie die Schädigung wirken würde und bei welcher Feldstärke. Diese uns unbekannte Feldstärke nehmen wir mal 50 oder was?

    Erinnert irgendwie an Franz Joseph Strauss. Als Tschernobyl damals in die Luft flog, sagte er: "Wir haben noch keine Informationen darüber was passiert ist, aber eine Gefährdung kann ausgeschlossen werden".

    > Eine Schadwirkung ist daher auszuschließen

    Genau. Sowas sagte er ;-)

    Ich persönlich bin der Ansicht, dass Mobilfunk hochwahrscheinlich ungefährlich ist. Aber kein Mensch hat bisher Daten, mit welchen man eine Gefährdung mit Sicherheit ausschließen kann, dafür ist das ganze einfach noch zu jung.



  11. Re: Den Bock zum Gärtner ... wie das denn?

    Autor: antifunker 17.06.08 - 20:39

    koller schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Meiner Meinung nach sollte die Beweislage
    > umgekehrt werden, im Zweifel für den
    > "Angeklagten", sprich: Es muss eindeutig bewiesen
    > werden, dass es unschädlich ist. Dann sieht die
    > Sache schon anders aus

    Ist nicht die Mobilfunkstrahlung hier der Angeklagte?
    Der Spruch sagt, dass man unschuldig ist, bis die Schuld bewiesen ist.
    Das, was du meinst, ist die Schäuble-Logik: Jeder ist schuld, man muss nur herausfinden an was.

  12. Antworten

    Autor: genau 17.06.08 - 21:34

    > Wieso?
    > Man beschießt Menschen seit 100 Jahren mit Röntgenstrahlen.
    > Mobilfunk lässt man in der aktuellen Form und Intensität gerade mal 10 Jahre auf Menschen wirken.

    Alles von besagter Quelle: http://www.gwup.org/themen/texte/elektrosmog/

    "Die biologischen Wirkungen von Elektrosmog sind noch gar nicht bekannt, die jetzigen Grenzwerte sind zu hoch."

    Es gibt mittlerweile so viele Publikationen, dass selbst Experten sie kaum noch überblicken. Datenbanken wie die Information Ventures in Philadelphia haben bis Mitte 2002 über 25.000 wissenschaftliche Arbeiten gesammelt, die von Fachleuten ausgewertet wurden. Wenn die in Deutschland geltenden Grenzwerte eingehalten werden, sind nach Meinung internationaler Experten und Gremien Schadwirkungen ausgeschlossen (2,4,5,8,9,11).

    "Die neuen, digital gepulsten Hochfrequenztechniken sind besonders gefährlich."

    Seit einem halben Jahrhundert gibt es Fernsehen, das zu ca. 80% aus gepulsten Signalen besteht. Negative Auswirkungen auf die Gesundheit sind nicht bekannt. Dafür, dass andere gepulste Signale, wie die des digitalen Mobilfunks, gesundheitsschädlich sind, gibt es bisher ebenfalls keinerlei epidemiologische Anhaltspunkte (4,5,10).

    "Langzeitwirkungen des Elektrosmogs sind unbekannt."

    Nieder- und hochfrequente technische Felder gibt es seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts, also seit gut drei Generationen. Diese Zeit, in der sich unsere Lebenserwartung verdoppelt hat, ist sicher lang genug, um mögliche Langzeitwirkungen ausschließen zu können.

    > Nachweise:
    * (1) Bergqvist U, Vogel E (eds.): Possible health implications of subjective symptoms and electromagnetic fields. A report prepared by an european group of experts for the European Commission, Directorate-General V. National Institute for Working Life, Solna/ Sweden (1997)
    * (2) Health Council of the Netherlands (2002)
    * (3) Inskip PD et al: Cellular-Telephone Use and Brain Tumors. New England J. of Medicine 344:79-86 (2001)
    * (4) Kröling P: Krank durch Elektrosmog? Skeptiker 11: 89-96 (1998). In: Heilungsversprechen. Zwischen Versuch und Irrtum. Skeptisches Jahrbuch III (Shermer&Traynor,Eds.).Alibri, Aschaffenburg, S.156-173 (2000)
    * (5) Kröling P: Elektrosmog - ein Gesundheitsrisiko? Eine Literaturübersicht zur aktuellen Diskussion. Physikal. Med., Rehabil.-Med., Kurortmed. 9:103-109 (1999)
    * (6) Johansen C et al: Cellular telephones and cancer - a nationwide cohort study in Denmark. J. Nat. Cancer Inst. 93:203-207 (2001)
    * (7) Lock W et al: Alter und Krebs. Eine Analyse der Krebsmortalität in Deutschland von 1900-1990. Versicherungsmedizin 47:157-165 (1995)
    * (8) Ludwig U, Schmundt H: Sender unterm Kirchendach. Der Spiegel 20:183-186 (2002)
    * (9) Positionspapier des VDE (www.vde.com), Frankfurt (2002)
    * (10) Rubner J: Süddeutsche Zeitung, 6.4.2001, S.11
    * (11) "Stewart-Report" der Independent Expert Group on Mobile Phones, in: Mobile Phones and Health (Mai 2000)
    * (12) Verkasalo PK et al: Magnetic fields of high voltage power lines and risk of cancer in Finnish adults: nationwide cohort study. Brit. Med. Journal 313:1047-1051 (1996)
    * (13) Wolf R: Vom Sinn und Unsinn der Sinnestäuschung. Wie uns Wahrnehmen und Denken in die Irre führen. Studium Generale der Universität Würzburg (1998)
    * (14) Wolf R: Das 11. Gebot: Du sollst dich nicht täuschen. Skeptiker 12:140-149 (1999)
    * Günter Nimtz: Gefahr Elektrosmog? Handy - Mikrowelle - Alltagsstrom. Biophysikalische Wirkung elektromagnetischer Strahlung. Richard Pflaum, München (2003)
    * Leitgeb N.: Machen elektromagnetische Felder krank? Springer- Verlag, Wien 2000

  13. Re: Und noch was: Radioaktivitätvergleich

    Autor: sdafasdf13214 17.06.08 - 22:22

    Rainer Haessner schrieb:

    > Die dielektrische Erwärmung ...
    >
    > Nein, die ist nicht gefährlich, aber man kann sie
    > hören. Und zwar dann, wenn die HF mit einer
    > Frequenz im Hörbereich moduliert ist. Dann gibt es
    > halt periodische expansionen und Kontraktionen,
    > mithin schlicht Schallwellen. Die Intensitäten und
    > Auswirkungen dieser körperinternen Schallquellen
    > vermag ich jetzt nicht ansatzweise abzuschätzen,
    > aber dieser effekt ist eindeutig da.
    >

    Das musst du mir jetzt nochmal genau erklären. Man soll EM-Wellen hören, weil Schallwellen (in der Luft) entstehen? So viel kann die Luft doch gar nicht absorbieren, dass da eine nennenswerte Schwingung entstehen könnte?

    Quellen würden mich da sehr interessieren...

  14. Re: Warum geht es eigentlich nie um Mikrowellen?

    Autor: fsdafasr234asfd 17.06.08 - 22:26

    Kley schrieb:
    -------------------------------------------------------
    [...]

    Mikrowellen sind auch EM-Wellen, gesagtes gilt auch für sie...

  15. Re: Antworten

    Autor: erklärbär 17.06.08 - 23:02

    genau schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Wieso?
    > Man beschießt Menschen seit 100
    > Jahren mit Röntgenstrahlen.
    > Mobilfunk lässt
    > man in der aktuellen Form und Intensität gerade
    > mal 10 Jahre auf Menschen wirken.
    >
    > Alles von besagter Quelle: www.gwup.org

    Die dortigen Quellen sind ___nicht immer___ ernst zu nehmen. Alles außer Fachartikel und Fachbücher ist nur blabla. Tut mir leid, ist aber so. Es gibt genügend Halbinformierte, die gerne über Themen schreiben die a.) die Öffentlichkeit bewegt, b.) über die der Schreiber wenig weiß und c.) ggf. eine vorgefasste Meinung besitzt und diese gezielt in seinem "Werk" ausschmückt.

    Z.B. würde ich von einem Handy-Hasser kein Buch über die Gefährlichkeit von EM-Strahlung lesen wollen. Oder umgekehrt. In der Wissenschaft ist die Neutralität zwar nicht immer, aber meistens gegeben. Ausnahmen bestätigen die Regel

    > "Die neuen, digital gepulsten
    > Hochfrequenztechniken sind besonders gefährlich."
    >
    > Seit einem halben Jahrhundert gibt es Fernsehen,
    > das zu ca. 80% aus gepulsten Signalen besteht.
    > Negative Auswirkungen auf die Gesundheit sind
    > nicht bekannt. Dafür, dass andere gepulste
    > Signale, wie die des digitalen Mobilfunks,
    > gesundheitsschädlich sind, gibt es bisher
    > ebenfalls keinerlei epidemiologische Anhaltspunkte
    > (4,5,10).

    Aso, weil gepulste Signal im Fernseher ungefährlich sind (man sitzt ja auch immer mit dem Ohr dran), sind auch gepulste Laser/oder sonst was völlig ungefährlich. Ähnliche Prinzipien mit anderen Anwendungsgebieten lassen sich i.d.R. nicht vergleichen.

    > "Langzeitwirkungen des Elektrosmogs sind
    > unbekannt."
    >
    > Nieder- und hochfrequente technische Felder gibt
    > es seit Beginn des vergangenen Jahrhunderts, also
    > seit gut drei Generationen. Diese Zeit, in der
    > sich unsere Lebenserwartung verdoppelt hat, ist
    > sicher lang genug, um mögliche Langzeitwirkungen
    > ausschließen zu können.

    Was für ein Quatsch. Wenn morgen in der Bild steht "Die Ungefährlichkeit von Röntgenstrahlung wurde bewiesen, da die Lebenserwartung in D sich seit der Entdeckung verlängert hat" würdest du doch auch nur noch den Kopf schütteln, oder nicht?!

  16. Re: Den Bock zum Gärtner ... wie das denn?

    Autor: Viego 18.06.08 - 07:57

    Studien die auf gefälschten bzw erfundenen Daten fußen sind imho noch weniger glaubwürdig. Und da hatten wir doch im Mobilfunkbereich erst vor ca 1 Monate etwas.

    http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,555365,00.html

    Abgesehen mal davon ists doch eigentlich egal. Denn Elektrosmog haben wir eh in einem solchen Ausmaß, dass das bißchen Handy da auch nix mehr macht. Selbst aufm Land hast du in jedem 2. Haus nen Wlan-Strahler. Und von Tetra, Ukw, Kw, Lw, DVB-T etc brauch ich ja nicht erst anfangen ...

    regards

    koller schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > [...]
    > Und Studien die , wenn auch nur mit-, von den
    > Profiteuren finanziert werden, verlieren bei mir
    > schonmal enorm an Glaubwürdigkeit.
    > [...]

  17. Re: Den Bock zum Gärtner ... wie das denn?

    Autor: wushu 18.06.08 - 08:21

    JoePhi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    >
    > Irgendwie ermüdet das Thema. Man sollte die Studie
    > für mind 10 Jahre ansetzten und dies unabhängig
    > halten (meinetwegen auch zu 100% von Steuergeldern
    > zahlen lassen), so dass endlich dieses
    > unreflektierte Geheule aufhört.


    Wenn einer deiner Bekannten an Gehirntumor erkrankt ist, jetzt schon zum 2.Mal, dem Tod von der Schippe gesprungen ist und er das Handy selbst noch ins Krankenhaus mitnimmt und telefoniert, verstehst Du die Welt nimmer und ihn zum 2-mal nicht. Es gibt Menschen die verstehen nur durch Leid und Dresche.
    Ungefilterte Ignoranz verhindert Sichtweisen, die zu sehen nur dem gelingt der selber denkt.

  18. Re: Und noch was: Radioaktivitätvergleich

    Autor: Oliver_S 18.06.08 - 09:19

    sdafasdf13214 schrieb:
    -------------------------------------------------------

    >
    > Das musst du mir jetzt nochmal genau erklären. Man
    > soll EM-Wellen hören, weil Schallwellen (in der
    > Luft) entstehen? So viel kann die Luft doch gar
    > nicht absorbieren, dass da eine nennenswerte
    > Schwingung entstehen könnte?
    >
    > Quellen würden mich da sehr interessieren...

    Also sehen kann ich EM-Wellen :-)

    MfG Oliver


  19. Re: Den Bock zum Gärtner ... wie das denn?

    Autor: jacko j 18.06.08 - 09:30

    > Wenn die Studie von einem unabhängigen Institut
    > kommt, dann ist es im Grundsatz erst einmal egal
    > wo die Gelder herkommen.

    Nein! Weil das Institut dann nicht unabhängig ist. Das ist doch klar. Noch offensichtlicher kann man gar nicht mehr Einfluss ausüben.



  20. Re: Den Bock zum Gärtner ... wie das denn?

    Autor: Ingenieur 18.06.08 - 09:54

    koller schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Meiner Meinung nach sollte die Beweislage
    > umgekehrt werden, im Zweifel für den
    > "Angeklagten", sprich: Es muss eindeutig bewiesen
    > werden, dass es unschädlich ist. Dann sieht die
    > Sache schon anders aus.

    Das ist doch Blödsinn. So etwas geht nicht. Man kann keine Unschädlichkeit von irgendetwas nachweisen. Das ist so wie die Nichtexistenz von Außerirdischen. Man kann vielleicht irgendwann die Existenz beweisen, aber es ist unmöglich eine Nichtexistenz zu beweisen.

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