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Neuer Treiber verschafft Nvidia Vorteile im 3DMark Vantage

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  1. Neuer Treiber verschafft Nvidia Vorteile im 3DMark Vantage

    Autor: Medienmogul 24.06.08 - 13:55

    Neuer Treiber von Futuremark bisher nicht anerkannt

    Mit der neuen Version 177.39 hat Nvidia einen Treiber veröffentlicht, der die Berechnungen für die PhysX-Physikengine von der CPU auf die GPU verlagert. Für Diskussionen sorgen die Ergebnisse des synthetischen Benchmarks 3DMark Vantage, die zum Teil enorm gesteigert wurden.
    Nvidia hat mit der neuen Version 177.39 einen Treiber veröffentlicht, der die Aufgaben der Physikengine PhysX direkt auf der Grafikkarte berechnen kann. Mit der neuen Treiberversion hat Nvidia der neuen GeForce-GT-200-Serie und der 9800 GTX den Umgang mit der PhysX-Schnittstelle beigebracht, die Nvidia seit der Übernahme von Ageia nutzen kann. Offiziell listet Nvidia bisher nur den Treiber 177.35. Die neue Version mit PhysX-Unterstützung findet sich unter anderem bei tcmagazine.com.

    Durch die Verlagerung der Physikberechnung von der CPU auf die GPU steigert sich die Leistung bei Spielen, die von der PhysX-Engine ausgiebig Gebrauch machen. Für Wirbel sorgen die Steigerungen beim synthetischen Benchmark 3DMark Vantage. Futuremarks 3DMark Vantage ist ein Test für den Grafikprozessor (GPU) und die Rechenleistung des Hauptprozessors (CPU). Bei einem der CPU-Tests kann optional ein vorhandener Physikprozessor (PPU) zur Unterstützung hinzugeschaltet werden. Hier greift nun allerdings auch Nvidias Treiber ein und verbessert das Ergebnis dramatisch.

    Wie dem Futuremark-Forum zum 3DMark Vantage zu entnehmen ist, erhöht sich das Ergebnis des Einzeltests teilweise um das Fünffache - mit entsprechenden Auswirkungen auf das Gesamtergebnis des synthetischen Benchmarks. Einer der Tester berichtet, dass die Treiberversion 175.16 noch 4176 Punkte erreichte. Mit der Version 177.39 und den neuen PhysX-Treibern erreichte der Tester 5833 Punkte. Auch in anderen Fällen sind die Sprünge teilweise enorm.

    Wer nun Unreal Tournament 3 mit entsprechenden PhysX-Leveln spielt, profitiert tatsächlich von den neuen Treibern. Durch die besseren Resultate im Test für den Hauptprozessor verschafft sich Nvidia jedoch einen Vorteil, der bei weitem nicht für alle Spiele gilt. Und so wird eifrig diskutiert, ob Nvidia hier nicht (erneut) trickst, wie es auch ATI schon in der Vergangenheit getan hat.

    Dass Funktionen eines Treibers oder einer Grafikkarte nur für einen Teil der Spiele von Nutzen sind, ist normal. Daher sind Ergebnisse von synthetischen Benchmarks immer mit Vorsicht zu genießen. Ohne PhysX-Spiele sind die Topgrafikkarten von Nvidia bei weitem nicht so schnell, wie es die Ergebnisse des 3DMark Vantage vermitteln. An der Gewichtung des CPU-Tests sind also Zweifel angebracht, insbesondere, da Futuremark das Nutzen der GPU für einen CPU-Test nur bedingt zulässt (Futuremarks Driver Approval Policy (PDF)). Während des CPU-Test langweilt sich die GPU zudem größtenteils, so dass die Ergebnisse kaum realistisch sind.

    Optimierungen an der GPU dürfen das Ergebnis eines CPU-Tests nicht zu sehr beeinflussen. Auf der anderen Seite nutzt der 3DMark Vantage aber auch die alten PhysX-Boards, die die CPU-Werte ebenfalls steigern. Hier unterstützt die PPU den Test, sie lässt sich aber auch ausschalten. Die Meinungen zu Nvidias Treiber gehen weit auseinander. The Inquirer bezeichnet Nvidias Optimierungen etwa offen als Schummeln. In Futuremarks Foren wird hingegen kontrovers diskutiert, ob Nvidia die GPU für Physikberechnungen nutzen soll oder nicht. Ob Futuremark den Treiber 177.39 in die Liste der zugelassenen Treiber aufnimmt, ist noch offen.

    GeForce PhysX soll später auch für andere Grafikkarten der Serie 8 und 9 von Nvidia freigeschaltet werden. Bisher muss dafür eine .inf-Datei modifiziert werden. Golem.de wird den Treiber 177.39 für zukünftige Benchmarks vorerst nicht nutzen.

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