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Scheiss Kriegsspiele

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  1. Re: Scheiss Kriegsspiele

    Autor: Mülli 29.03.05 - 23:09

    Ich muss dir zustimmen, obwohl ich hin und wieder auch gerne eine Runde HL2 zocke. Die Ächtung realistischer Shooter und die gleichzeitige Billigung von Horrorshootern wie Doom kann ich aber so nicht stehen lassen. Die Grenzen zwischen den beiden Genres verlaufen fließend und ich wage zu behaupten, dass es da draußen genug Hirnis gibt, die den Unterschied vor lauter Klingeltondownloaden nicht mehr ganz gebacken bekommen. Fakt ist: würden nicht täglich Bilder von grausigen Ereignissen auf die Menschen einprasseln, wären sie auch nicht so abgestumpft und dadurch leicher sensibilisierbar für das Unrecht das täglich in der Welt geschieht. Ist wie mit der Politik: würden die Politiker nicht tattäglich ihr Unvermögen aufs Neue demonstieren, wäre die Politikverdrossenheit in diesem Land quasi nicht vorhanden und es könnte wirklich konstruktive Verbesserungen angegangen werden. So mault halt jeder nur rum, weil man es nicht anders kennt und es sowieso jeder macht. Das Ergebnis ist eine Spirale, die so leicht nicht mehr durchbrochen werden kann.

  2. Re: Scheiss Kriegsspiele

    Autor: Johnny Cache 30.03.05 - 00:30

    Hansel schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Mich kotzen die vielen Kriegsspiele, die im 2ten
    > Weltkrieg spielen, deshalb an, weil ich meistens
    > nur die amerikanische oder englische Seite wählen
    > kann. Darauf sch.. ich, denn ich will endlich mal
    > als Wehrmachtssoldat durch die Gegend ballern!

    Wird nicht passieren. Dagegen sprechen zig Argumente.
    Mal von der Vergangenheit abgesehen, wüßte ich nicht warum jemand einen bösen und dazu noch einen verlierer spielen möchte. Das widerspricht doch völlig der allgemeinen Motivation.

  3. Re: Scheiss Kriegsspiele

    Autor: Ms. Orphelia 30.03.05 - 06:57

    Mülli schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > So mault halt jeder nur rum, weil man es nicht anders
    > kennt und es sowieso jeder macht. Das Ergebnis ist
    > eine Spirale, die so leicht nicht mehr
    > durchbrochen werden kann.

    Ein Krieg könnte ungeahntes Potenzial freigeben, deshalb
    ist es gut immer in Übung zu bleiben mit dem "nur Pixelhaufen"
    Training.
    Nich physisch, sondern ideologisch.
    God bless America, Heil!


  4. Re: Scheiss Kriegsspiele

    Autor: XHess 30.03.05 - 09:50

    > Wenn Du durch die Stadt rennst (Sarajevo), damit
    > dich kein Heckenschütze erwischt und auf einmal
    > fällt ein Schuss und du siehst wie deine Schwester
    > mit halb zerschossenen Gesicht neben dir
    > zusammenbricht. Ab diesem Zeitpunk möchte ich
    > gerne das du deinen Kommentar (von oben) nochmal
    > wiederholst.´

    Wenn du durch die Stadt läufst und siehst wie deine kleine Schwester vom Auto weggefangen wird, dann wirst du Dir sicher auch nochmal überlegen ob du je ins Auto steigst. Sollen wir nun alle Autos abschaffen? Liegt doch wohl bei jedem selber was er spielt oder was er fährt, solange er keinen anderen damit schadet ist es doch gut so. Tut er es doch, dann soll er auch dafür bluten.
    Deine Argumentation ist mal nen bisschen schwach, alles damit abzutun.
    Im übrigen bin ich leidenschaftlicher Shooter und Kriegsspiel? (BF1942) Fan und dazu noch ein absoluter Kriegsgegner. So nun haste was zum grübeln wie das zusammen passen soll. :-)

    Greetz XHess

  5. Re: Scheiss Kriegsspiele

    Autor: JTR 30.03.05 - 09:54

    Deine_Mutter schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Dieser Dreck kotzt mich voll an. Schön sauber, es
    > werden "nur" Soldaten sterben. Es wird ein
    > Klischee dargestellt, was absolut Realitätsfremd
    > ist. Im Krieg sterben Unschuldige (Mütter mit
    > ihren Kindern im Arm), das wird natürlich schön
    > weggemacht, weil man ist ja "Human". Für Menschen
    > die noch nie einen Krieg erlebt haben, entsteht
    > ein absolut falscher Eindruck. Ego Shooter, ok,
    > aber KEINE Kriegsspiele. Demächst kommt ein Film
    > in die Kinos "Gunner Palace", dort wird gezeigt
    > was die GIs im Irakkrieg leiden müssen und
    > empfinden. Ein vollkommener Mist ist das,
    > schliesslich hat Amerika mit diesem Krieg
    > angefangen (nicht wegen Osama, sondern wegen ÖL).
    > Die GIs sind die Aggressoren, nicht das irakische
    > Volk. Es würde mich auch nicht wundern, wenn
    > daraus in irgendeiner Form ein Spiel enstehen
    > würde.

    Was hat das eine mit dem anderen zu tun, ausser dass das Spiel als Backgroundgeschichte den Krieg benutzt? Wer Spiele, egal in welcher Weise, mit echtem Krieg vergleicht, hat eh nix kapiert. Das ist ein Spiel, mehr will es nicht sein und es will auch nicht mehr als für ein paar Stunden unterhalten. Da brauche ich keine Moralpredigt, denn das ist nicht mehr unterhaltsam und relaxen kann man grad auch nicht. Also wieder mal ein Äpfel-Birnen-Vergleich. Setzen, 6!


  6. Re: Scheiss Kriegsspiele

    Autor: original-krieg 30.03.05 - 10:34


    > > Dieser Dreck kotzt mich voll an. Schön
    > sauber, es
    > werden "nur" Soldaten sterben. Es
    > wird ein
    > Klischee dargestellt, was absolut
    > Realitätsfremd
    > ist. Im Krieg sterben
    > Unschuldige (Mütter mit
    > ihren Kindern im
    > Arm), das wird natürlich schön
    > weggemacht,
    > weil man ist ja "Human".

    > Was hat das eine mit dem anderen zu tun, ausser
    > dass das Spiel als Backgroundgeschichte den Krieg
    > benutzt? Wer Spiele, egal in welcher Weise, mit
    > echtem Krieg vergleicht, hat eh nix kapiert.

    auf nichts anderes wollte "deine mutter " doch hinaus; nämlich dass viele
    leute "nichts kapieren", und gerade deswegen bei ihnen ein angeblich
    realistisches kriegsspiel das bild von echten militärischen konflikten
    noch mehr verzerrt als die berichterstattung der embedded reporters
    abends in der tagesschau.

    ich glaube ein realistisches spiel, wo auch mal eine granate versehentlich
    in ein krankenhaus einschägt, oder ein bot aus deinem team plötzlich
    anfängt kinder zu vergewaltigen und du deswegen ständig verlierst, wäre
    ein prima anti-kriegsspiel.

    ich mag gewaltspiele sehr - aber nur wenn sie unrealistisch sind - spiele,
    in deren geschichte echter krieg verherrlicht oder rechtfertigt wird, sind
    leider nur zu perfekt um leute, die "nichts kapieren", zu soldaten zu erziehen.
    nicht umsonst lassen auch armeen heute computerspiele entwickeln.


  7. Re: Scheiss Kriegsspiele

    Autor: Stefan Steinecke 30.03.05 - 10:39

    Ich finde dein Posting sehr gut. Da sind einige Dinge klarer formuliert, als ich es hingekr... -hinbekommen hätte.

    original-krieg schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > > > Dieser Dreck kotzt mich voll an.
    > Schön
    > sauber, es
    > werden "nur" Soldaten
    > sterben. Es
    > wird ein
    > Klischee
    > dargestellt, was absolut
    > Realitätsfremd
    >
    > ist. Im Krieg sterben
    > Unschuldige (Mütter
    > mit
    > ihren Kindern im
    > Arm), das wird
    > natürlich schön
    > weggemacht,
    > weil man ist
    > ja "Human".
    >
    > > Was hat das eine mit dem anderen zu tun,
    > ausser
    > dass das Spiel als
    > Backgroundgeschichte den Krieg
    > benutzt? Wer
    > Spiele, egal in welcher Weise, mit
    > echtem
    > Krieg vergleicht, hat eh nix kapiert.
    >
    > auf nichts anderes wollte "deine mutter " doch
    > hinaus; nämlich dass viele
    > leute "nichts kapieren", und gerade deswegen bei
    > ihnen ein angeblich
    > realistisches kriegsspiel das bild von echten
    > militärischen konflikten
    > noch mehr verzerrt als die berichterstattung der
    > embedded reporters
    > abends in der tagesschau.
    >
    > ich glaube ein realistisches spiel, wo auch mal
    > eine granate versehentlich
    > in ein krankenhaus einschägt, oder ein bot aus
    > deinem team plötzlich
    > anfängt kinder zu vergewaltigen und du deswegen
    > ständig verlierst, wäre
    > ein prima anti-kriegsspiel.
    >
    > ich mag gewaltspiele sehr - aber nur wenn sie
    > unrealistisch sind - spiele,
    > in deren geschichte echter krieg verherrlicht oder
    > rechtfertigt wird, sind
    > leider nur zu perfekt um leute, die "nichts
    > kapieren", zu soldaten zu erziehen.
    > nicht umsonst lassen auch armeen heute
    > computerspiele entwickeln.
    >
    >


  8. Wehrmacht - das kollektive Böse??

    Autor: Hansel 30.03.05 - 13:23

    Johnny Cache schrieb:

    > Wird nicht passieren. Dagegen sprechen zig
    > Argumente.
    > Mal von der Vergangenheit abgesehen, wüßte ich
    > nicht warum jemand einen bösen und dazu noch einen
    > verlierer spielen möchte. Das widerspricht doch
    > völlig der allgemeinen Motivation.

    Die damaligen Deutsche waren nicht alle das sogenannte Böse, denn darunter waren viele ganz normale und durchschnittliche Leute, die sich nicht von den heutigen Jugendlichen, Arbeiter oder Intellektuellen unterscheiden. Und viele dieser Menschen haben unser Land zum Ende des Krieges gegen die unzähligen Bomberflotten und zigtausenden Bomben mit ihrem Leben verteidigt und beschützt. Darin sehe ich keine Verlierer, sondern Helden. Außerdem hat die deutsche Armee auch viele siegreiche Schlachten geführt, für die es sich Computerspiele zu programmieren lohnt. Ebenso waren damals z.B. die Amerikaner oder Engländer auch nicht alle Engel, darunter gab es auch viele Verbrecher gegen die Menschlichkeit, ebenso wie bei den Deutschen. In Russland wurden von Stalin Millionen Menschen der eigenen Bevölkerung abgeschlachtet. Trotzdem können wir in Computerspielen die russische Seite spielen.




  9. Re: Wehrmacht - das kollektive Böse??

    Autor: Peter Fischer 30.03.05 - 13:27

    Hansel schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > abgeschlachtet. Trotzdem können wir in
    > Computerspielen die russische Seite spielen.

    Was auch sicherlich darin begründet liegt, dass wir nunmal verloren haben. Aber man darf dabei nicht vergessen: Die Aggressoren kamen aus Deutschland.

    Jesus is coming. Look busy.

  10. Re: Wehrmacht - das kollektive Böse??

    Autor: :-) 30.03.05 - 13:33

    Hansel schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Die damaligen Deutsche waren nicht alle das
    > sogenannte Böse, denn darunter waren viele ganz
    > normale und durchschnittliche Leute, die sich
    > nicht von den heutigen Jugendlichen, Arbeiter oder
    > Intellektuellen unterscheiden. Und viele dieser
    > Menschen haben unser Land zum Ende des Krieges
    > gegen die unzähligen Bomberflotten und
    > zigtausenden Bomben mit ihrem Leben verteidigt und
    > beschützt. Darin sehe ich keine Verlierer, sondern
    > Helden. Außerdem hat die deutsche Armee auch viele
    > siegreiche Schlachten geführt, für die es sich
    > Computerspiele zu programmieren lohnt. Ebenso
    > waren damals z.B. die Amerikaner oder Engländer
    > auch nicht alle Engel, darunter gab es auch viele
    > Verbrecher gegen die Menschlichkeit, ebenso wie
    > bei den Deutschen. In Russland wurden von Stalin
    > Millionen Menschen der eigenen Bevölkerung
    > abgeschlachtet. Trotzdem können wir in
    > Computerspielen die russische Seite spielen.
    >


    Was fehlt dir denn in deiner Spielesammlung? Das Dr. Mengele-Spiel?

  11. Re: Scheiss Kriegsspiele

    Autor: clever.smart 30.03.05 - 13:42

    original-krieg schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > > > Dieser Dreck kotzt mich voll an.
    > Schön
    > sauber, es
    > werden "nur" Soldaten
    > sterben. Es
    > wird ein
    > Klischee
    > dargestellt, was absolut
    > Realitätsfremd
    >
    > ist. Im Krieg sterben
    > Unschuldige (Mütter
    > mit
    > ihren Kindern im
    > Arm), das wird
    > natürlich schön
    > weggemacht,
    > weil man ist
    > ja "Human".
    >
    > > Was hat das eine mit dem anderen zu tun,
    > ausser
    > dass das Spiel als
    > Backgroundgeschichte den Krieg
    > benutzt? Wer
    > Spiele, egal in welcher Weise, mit
    > echtem
    > Krieg vergleicht, hat eh nix kapiert.
    >
    > auf nichts anderes wollte "deine mutter " doch
    > hinaus; nämlich dass viele
    > leute "nichts kapieren", und gerade deswegen bei
    > ihnen ein angeblich
    > realistisches kriegsspiel das bild von echten
    > militärischen konflikten
    > noch mehr verzerrt als die berichterstattung der
    > embedded reporters
    > abends in der tagesschau.
    >
    > ich glaube ein realistisches spiel, wo auch mal
    > eine granate versehentlich
    > in ein krankenhaus einschägt, oder ein bot aus
    > deinem team plötzlich
    > anfängt kinder zu vergewaltigen und du deswegen
    > ständig verlierst, wäre
    > ein prima anti-kriegsspiel.
    >
    > ich mag gewaltspiele sehr - aber nur wenn sie
    > unrealistisch sind - spiele,
    > in deren geschichte echter krieg verherrlicht oder
    > rechtfertigt wird, sind
    > leider nur zu perfekt um leute, die "nichts
    > kapieren", zu soldaten zu erziehen.
    > nicht umsonst lassen auch armeen heute
    > computerspiele entwickeln.
    >
    >

    netter beitrag und in vielen punkten stimme ich dir zu.
    aber sag mir doch mal, warum gibt es menschen die "nichts kapieren"?
    kommen die so blöd auf die welt, oder sind wir erwachsenen schuld?
    das problem mit "realistischen" spielen wird wohl in den nächsten 5 jahren noch viel größer. wenn rechner und grafikleistung bald so groß sind, das wir wirklich keinen unterschied mehr merken.
    ich denke wir haben versagt. unsere medien sind nur noch schund und keiner macht etwas. unsere kinder verblöden, weil wir nicht in der lage sind ihnen zu zeigen was real ist, was leben bedeutet.
    90% der Spielsachen für kids haben mit stärke, zerstörung und tod zu tun und wer bezahlt den schwachsinn - wir.

  12. Re: Wehrmacht - das kollektive Böse??

    Autor: clever.smart 30.03.05 - 14:03

    :-) schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hansel schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Die damaligen Deutsche waren nicht alle
    > das
    > sogenannte Böse, denn darunter waren
    > viele ganz
    > normale und durchschnittliche
    > Leute, die sich
    > nicht von den heutigen
    > Jugendlichen, Arbeiter oder
    > Intellektuellen
    > unterscheiden. Und viele dieser
    > Menschen
    > haben unser Land zum Ende des Krieges
    > gegen
    > die unzähligen Bomberflotten und
    > zigtausenden
    > Bomben mit ihrem Leben verteidigt und
    >
    > beschützt. Darin sehe ich keine Verlierer,
    > sondern
    > Helden. Außerdem hat die deutsche
    > Armee auch viele
    > siegreiche Schlachten
    > geführt, für die es sich
    > Computerspiele zu
    > programmieren lohnt. Ebenso
    > waren damals z.B.
    > die Amerikaner oder Engländer
    > auch nicht alle
    > Engel, darunter gab es auch viele
    > Verbrecher
    > gegen die Menschlichkeit, ebenso wie
    > bei den
    > Deutschen. In Russland wurden von Stalin
    >
    > Millionen Menschen der eigenen Bevölkerung
    >
    > abgeschlachtet. Trotzdem können wir in
    >
    > Computerspielen die russische Seite spielen.
    >
    > Was fehlt dir denn in deiner Spielesammlung? Das
    > Dr. Mengele-Spiel?
    >


    wahrscheinlich, hört sich fast so an.
    am besten ausschwitz verteidigen um weitere medizinische versuche an juden, schwulen und mißgebildeten durch zu führen um dafür den nobel-preis zu bekommen.

    ich bekomme pickel, wenn ein halbwüchsiger von "wir deutsche...." schwafelt. dann reihe dich ein in diese gruppe der verantwortlichen.
    deutschland hat 2 weltkriege begonnen und folgten im zweiten einem hirnverbrannten. die soldaten in den lagern haben sicherlich auch nicht gewusst, was da für rauch aus dem schornstein kommt.
    vielleicht ist es eine frage von anstand und piätet.

  13. Re: Scheiss Kriegsspiele

    Autor: vanDusen 30.03.05 - 14:06

    clever.smart schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > ich kann diesen schwachsinn nicht mehr lesen.
    > da wird gekotzt und gefaucht gegen kriegsspiele,
    > horrorspiele, etc.
    > wenn es keinen markt für solche spiele geben
    > würde, würde sie wohl auch keiner entwickeln. der
    > markt ist aber verdammt groß - also findet euch
    > damit ab.

    1.) der Markt heiligt nicht alles. Angebot und Nachfrage als legitimierende Instanzen einsetzen und ansehen ist leider weit verbreitet und spricht für die Dummheit unserer Ordnung.


    > menschen haben schon immer krieg geführt und
    > werden es auch weiter tun, das liegt wohl in der
    > natur des menschen. und wenn man darwin glaubt,
    > wird nur der stärkere überleben. und die
    > geschichte ist ein beweiß für diese theorie.

    2.) Darwin hat nicht behauptet, dass der Stärkere überlebt, sondern dass der Angepasstere überlebt("surviving of the FITTEST"). Die These, dass der Stärkere überlebt ist historisch gesehen die faschistische Verkehrung dieses Gedankens. Würde der Stärkere überleben, gäbe es wahrscheinlich heute noch Dinos ;-)
    Außerdem hat die Geschichte selbst noch nie etwas bewiesen. Vermeintlich beweisen tun Interpretationen der Geschichte. Davon gibt es aber verdammt viele. In den Geisteswissenschaften gibt es keine Beweise, nur Argumente - mal stärkere, mal schwächere.

    > das bedeutet nicht, dass ich krieg toll, geil oder
    > legitim finde.
    > aber mir geht dieses gejammere ziemlich auf den
    > nerv.

    Kann ich verstehen.

    > bevor man spiele dieser art verbietet, sollte man
    > vielleicht solche sendungen wie explosiv und den
    > anderen menschenverdummenden schwachsinn
    > verbietet, der sicherlich sehr viel schädlicher
    > ist als dieses spiel. wenn es so wie im artikel
    > stimmt, ist es mal ein spiel das ein bisschen der
    > geschichte entspricht und das finde ich schon mal
    > einen erfolg.

    Wahrscheinlich gibt es solche Sendungen, weil es einen Markt dafür gibt;-) Hier beißt sich Deine argumentative Ratte in den Schwanz.

    > kriegsspiele sollten noch graumsamer werden und
    > den krieg von allen seiten zeigen. zerfetzte
    > kinder, mütter die um ihre kinder weinen die gegen
    > den "feind" in den krieg gezogen sind und dabei
    > drauf gegangen sind, aber vorher einen "feind"
    > erschossen haben und diew mutter des "feindes" die
    > genau so trauert wie die andere mutter.

    hhhhmmmmmm?!

    > trotzdem bin ich froh, das damals nicht die
    > deutschen gewonnen haben......
    >

    Hier gebe ich dir volkommen Recht.

    Spiel ist spiel, Realität ist Realität. Ist banal und einfach. Ein Spiel wird nie den Krieg einholen. Sollte das Spiel dennoch das Rennen machen, dann verliert es den Spielcharakter und würde zum Krieg.

    vanDusen


  14. Re: Scheiss Kriegsspiele

    Autor: :-) 30.03.05 - 14:15

    clever.smart schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > netter beitrag und in vielen punkten stimme ich
    > dir zu.
    > aber sag mir doch mal, warum gibt es menschen die
    > "nichts kapieren"?

    Weil alle immer wieder von vorne anfangen müssen. Und von den Erfahrungen kann/ darf nur der übrig gebliebene reden. Deshalb halten sich die Siegergeschichten auch so lange, weil die Verlierer nie zu Wort kommen.


    > kommen die so blöd auf die welt, oder sind wir
    > erwachsenen schuld?
    > das problem mit "realistischen" spielen wird wohl
    > in den nächsten 5 jahren noch viel größer. wenn
    > rechner und grafikleistung bald so groß sind, das
    > wir wirklich keinen unterschied mehr merken.

    Die Sinneseindrücke und erlebten Erfahrungen werden im Gehirn an der gleichen Stelle abgelegt wie die real erlebten. Es gibt keinen Extraplatz dafür, es vermischt sich alles. Wenn also mal eine Entscheidung ansteht, wird assoziiert, aber womit denn, wenn es nur noch Computererfahrungen sind?


    > ich denke wir haben versagt. unsere medien sind
    > nur noch schund und keiner macht etwas. unsere
    > kinder verblöden, weil wir nicht in der lage sind
    > ihnen zu zeigen was real ist, was leben bedeutet.
    > 90% der Spielsachen für kids haben mit stärke,
    > zerstörung und tod zu tun und wer bezahlt den
    > schwachsinn - wir.


    Wenn man die Spieleentwicklung der letzten Jahre anschaut, dann gibt es nur noch Instant-Spielsachen. Lego hat sich da wunderbar angepaßt und stellt nur noch Sachen her, die aus drei Teilen bestehen. Die Ab- oder Anforderungen an das Kind besteht nur noch aus einem kurzen Zusammenstecken und schon ist das Glückserlebnis vollkommen.

    Mit dem fertigen Spielzeug lassen sich vielleicht noch drei vier Spielzüge machen und das war es dann. Also muß neu gekauft werden. Und genau das hat die Industrie erkannt und sich begeistert draufgestürzt.

    Wo käme man denn hin, wenn man alles wieder auseinander nehmen könnte und sich was völlig anderes damit machen ließe. Der Umsatz würde in den Keller gehen.

    Welch eine Lust war manchmal damit verbunden, alles, was man gebaut hatte auch wieder zerstören zu können. Man war destruktiv und konstruktiv. Mir war bei diesem Lego-Bauen bewußt geworden, was es bedeutet, wenn ein Archtekt ein ganzes Stadtviertel abreißen und selber wieder neu aufbauen darf.

    Wenn wir als Kinder Lust auf Kaputtmachen hatten, dann gingen wir in den Keller und hackten Holz. Nach ner halben Stunde war alles kurz und kleingeschlagen und schweißgebadet kamen wir wieder zurück und erhielten sogar noch ein Lob dafür. :-)

    Wie sieht das heute am Computer aus? Die Kinder haben Haltungsschäden, Kreislaufstörungen, sind übergewichtig und zum Schluß frustriert, weil ja eh nur alles virtuell war. Welche Eltern würden denn ihr Kind für die erfolgreiche Beseitigung von 99 Monstern ein Lob aussprechen wollen?

  15. Shellshock spielen :)

    Autor: ROFL 30.03.05 - 14:16

    da ist alles dabei - zivilisten und haustiere abmetzeln, foltern...

    :)

  16. Re: Wehrmacht - das kollektive Böse??

    Autor: Hansel 30.03.05 - 14:19

    Peter Fischer schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hansel schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > abgeschlachtet. Trotzdem können wir in
    >
    > Computerspielen die russische Seite spielen.
    >
    > Was auch sicherlich darin begründet liegt, dass
    > wir nunmal verloren haben. Aber man darf dabei
    > nicht vergessen: Die Aggressoren kamen aus
    > Deutschland.

    In vielen Kriegen waren die Amerikaner die Aggressoren bzw. die Nation, die ein anderes Land überfallen hat. Trotzdem gab es über sie Computerspiele. Siehe Vietnam- oder Irak- bzw. Golfkrieg.

  17. Re: Wehrmacht - das kollektive Böse??

    Autor: Hansel 30.03.05 - 14:21

    :-) schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hansel schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----

    > Was fehlt dir denn in deiner Spielesammlung? Das
    > Dr. Mengele-Spiel?

    nein. Und was fehlt Dir, ein Gehirn?


  18. Re: Wehrmacht - das kollektive Böse??

    Autor: Peter Fischer 30.03.05 - 14:45

    Hansel schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > In vielen Kriegen waren die Amerikaner die
    > Aggressoren bzw. die Nation, die ein anderes Land
    > überfallen hat. Trotzdem gab es über sie
    > Computerspiele. Siehe Vietnam- oder Irak- bzw.
    > Golfkrieg.

    Das waren aber alles offiziell Befreiungskriege - während es den Deutschen offiziell darum ging Terretorien zu erobern und nebenbei auch das Judentum auszurotten.

    Aber diese Diskussion führt hier zu weit. Technisch gesehen empfehle ich Dir speziell zum Thema 3. Reich die aktuelle Spiegel Serie zu lesen. Es wird dort immerhin versucht das Thema objektiv anzugehen.


    Jesus is coming. Look busy.

  19. Re: Wehrmacht - das kollektive Böse??

    Autor: Stefan Steinecke 30.03.05 - 14:52

    Du hast da in einigen Punkten sehr wahre Dinge gesagt -und ginge es hier nicht um Computerspiele, dann wäre dein Beitrag auch nicht so extrem doof!

    Hansel schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Johnny Cache schrieb:
    >
    > > Wird nicht passieren. Dagegen sprechen
    > zig
    > Argumente.
    > Mal von der Vergangenheit
    > abgesehen, wüßte ich
    > nicht warum jemand einen
    > bösen und dazu noch einen
    > verlierer spielen
    > möchte. Das widerspricht doch
    > völlig der
    > allgemeinen Motivation.
    >
    > Die damaligen Deutsche waren nicht alle das
    > sogenannte Böse, denn darunter waren viele ganz
    > normale und durchschnittliche Leute, die sich
    > nicht von den heutigen Jugendlichen, Arbeiter oder
    > Intellektuellen unterscheiden. Und viele dieser
    > Menschen haben unser Land zum Ende des Krieges
    > gegen die unzähligen Bomberflotten und
    > zigtausenden Bomben mit ihrem Leben verteidigt und
    > beschützt. Darin sehe ich keine Verlierer, sondern
    > Helden. Außerdem hat die deutsche Armee auch viele
    > siegreiche Schlachten geführt, für die es sich
    > Computerspiele zu programmieren lohnt. Ebenso
    > waren damals z.B. die Amerikaner oder Engländer
    > auch nicht alle Engel, darunter gab es auch viele
    > Verbrecher gegen die Menschlichkeit, ebenso wie
    > bei den Deutschen. In Russland wurden von Stalin
    > Millionen Menschen der eigenen Bevölkerung
    > abgeschlachtet. Trotzdem können wir in
    > Computerspielen die russische Seite spielen.
    >
    >


  20. Re: Wehrmacht - das kollektive Böse??

    Autor: Kopfschüttler (unregistered) 30.03.05 - 15:08

    Stefan Steinecke schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Du hast da in einigen Punkten sehr wahre Dinge
    > gesagt -und ginge es hier nicht um Computerspiele,
    > dann wäre dein Beitrag auch nicht so extrem doof!
    >
    > Hansel schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Johnny Cache schrieb:
    >
    > > Wird
    > nicht passieren. Dagegen sprechen
    > zig
    >
    > Argumente.
    > Mal von der Vergangenheit
    >
    > abgesehen, wüßte ich
    > nicht warum jemand
    > einen
    > bösen und dazu noch einen
    >
    > verlierer spielen
    > möchte. Das widerspricht
    > doch
    > völlig der
    > allgemeinen
    > Motivation.
    >
    > Die damaligen Deutsche
    > waren nicht alle das
    > sogenannte Böse, denn
    > darunter waren viele ganz
    > normale und
    > durchschnittliche Leute, die sich
    > nicht von
    > den heutigen Jugendlichen, Arbeiter oder
    >
    > Intellektuellen unterscheiden. Und viele
    > dieser
    > Menschen haben unser Land zum Ende des
    > Krieges
    > gegen die unzähligen Bomberflotten
    > und
    > zigtausenden Bomben mit ihrem Leben
    > verteidigt und
    > beschützt. Darin sehe ich
    > keine Verlierer, sondern
    > Helden. Außerdem hat
    > die deutsche Armee auch viele
    > siegreiche
    > Schlachten geführt, für die es sich
    >
    > Computerspiele zu programmieren lohnt. Ebenso
    >
    > waren damals z.B. die Amerikaner oder
    > Engländer
    > auch nicht alle Engel, darunter gab
    > es auch viele
    > Verbrecher gegen die
    > Menschlichkeit, ebenso wie
    > bei den Deutschen.
    > In Russland wurden von Stalin
    > Millionen
    > Menschen der eigenen Bevölkerung
    >
    > abgeschlachtet. Trotzdem können wir in
    >
    > Computerspielen die russische Seite spielen.
    >
    >


    ... seelig sind die geistig armen. Und schiessen sich gegenseitig ins Grab. Leichenbestatter braucht das Land.

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