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Schleichwerbung ...

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  1. Re: Schleichwerbung ...

    Autor: jnpeters 30.03.05 - 13:12

    Mathias Schindler schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Golem hat hier recht viel aus dem Interview
    > herausgeholt.

    Zustimmung. Hier im Forum kann man halt mal wieder wunderschön beobachten, dass es gewisse Leute gibt, die jegliche Kritik an der Wikipedia sofort als Kriegserklärung auffassen

    cu

    Jan
    PS: nur zur Klarstellung: ich nutze die Wikipedia selbst sehr gerne (lesend und schreibend) - nur bin ich mir über die prinzip-bedingten Schwächen durchaus im Klaren.

  2. Re: Schleichwerbung ...

    Autor: Chaoswind 30.03.05 - 13:13

    Nibbler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > ... oder was soll dieses Interview? Hier wird
    > versucht dem Leser glaubhaft zu machen, bei
    > Wikipedia gäbe es keine Kontrollorgane, die
    > Änderungen überwachen.

    Tatsaechlich? Offenbar haben wir vollkommen unterschiedliche
    Interviews gelesen.

    Was die Dame schreibt ist doch so vollkommen richtig. Letztlich
    hab ich keine vertretbare Garantie dafuer das das was ich in
    diesem moment auf der WP lese auch so stimmt. Ohne umfassenderen
    aufwand weiss ich nicht mal wie alt oder umstritten die Texte sind.

    Ich hab das doch schon oft genug selbst erlebt. Da gibt es haeufig Texte die partiell vollkommen falsch oder zumindest sehr fehlerhaft sind und keiner kümmert sich darum. Manche bleiben sogar Monate und Jahre stehen.

    Und oft genug hab ich solche Texte geaendert, haeufig ohne jeden Kommentar und bis heute hat das keinen interessiert, gab es keine Nachfrage, keinen Kommentar dazu, keine rueckaenderung.

    Wikipedia hat zweifelsohne ein sehr effektive Konzept, aber in der momentanen auspraegung auch ein sehr schwierig aufwendig Transparentes.

  3. Re: Schleichwerbung ...

    Autor: Luebke73 30.03.05 - 13:14

    Mathias Schindler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Nicht-Debian-Nutzer schrieb:
    >
    > > Menno... Die Encarta-Redaktion findet
    > Wikipedia
    > ganz mies. Schluchz... die Welt ist
    > total
    > ungerecht... Heul...
    >
    > Diesen Eindruck hatte ich nicht. Dass sie sich um
    > Differenzierung bemühen und sich das recht
    > herausnehmen, Verkaufsargumente für ihr Produkt zu
    > nennen halte ich für vertretbar.
    >
    > Genauso, daß sie die Methode kritisieren und nicht
    > das Ergebnis, daß sie nicht deutlich behaupten,
    > daß ihre Texte "besser" (grusel, was ist schon
    > besser) seien, finde ich interessant und sollte
    > bei Gelegenheit einmal diskutiert werden... :)

    Das das Ergebnis der Wikipedia nicht direkt kritisiert wird, zeigt, welchen Respekt mittlerweile auch Microsoft vor "Open"-Projekten hat. Wenn du sie nicht besiegen kannst, dann verbünde dich mit Ihnen (oder stelle dich wenigstens nicht dagegen). Leider ist das bei M$ nicht immer so, aber so einem Gesicht kann man ja auch nichts böses zutrauen, oder? ;-)
    Vielleicht ist Encarta auch nicht so ein dickes Standbein, dass man weitere Image-Schäden durch gezinkte "Closed/Open"-Vergleiche riskieren möchte, schließlich gibt's da schon genug Lächerliches auf anderen Marktsegmenten (ich denke da an Server-Sicherheit, Patch-Managment etc.)

    Nicht zuletzt braucht M$ doch Futter für den neuen IE7...

    MfG
    Thomas

  4. Re: Schleichwerbung ...

    Autor: Mathias Schindler 30.03.05 - 13:20

    Chaoswind schrieb:

    > Was die Dame schreibt ist doch so vollkommen
    > richtig. Letztlich
    > hab ich keine vertretbare Garantie dafuer das das
    > was ich in
    > diesem moment auf der WP lese auch so stimmt. Ohne
    > umfassenderen
    > aufwand weiss ich nicht mal wie alt oder
    > umstritten die Texte sind.

    Völlig richtig. Niemand bei Wikipedia kann für die Richtigkeit von Informationen garantieren. Damit sind wir in guter Gesellschaft, denn auch Microsoft und andere Hersteller garantieren für nichts. Eigentlich müssten sich Disclaimer wie unter http://corporate.britannica.com/termsofuse.html für Enzyklopädisten wie Offenbarungseide lesen, aber dieser gesunde Realismus bleibt halt offenbar teilweise auf der PR-Strecke. Gerade dein letzter Satz gilt dabei recht universell.

    Der Unterschied ist, daß wir bei Wikipedia mit Transparenz versuchen, diese Stellen herauszuarbeiten. Änderungen bleiben nachvollziehbar, umstrittene Artikel werden gekennzeichnet und die öffentlichen Diskussionen sind ein Versuch, Fakten zu klären. Das ist komplett work in progress und gerade in den Seitenstraßen des Weltwissens liegt so manche umgekippte Mülltonne auf der Straße.

    > Wikipedia hat zweifelsohne ein sehr effektive
    > Konzept, aber in der momentanen auspraegung auch
    > ein sehr schwierig aufwendig Transparentes.

    Es steht noch der Beweis aus, daß diese Methode geeignet ist, auf breiter Front eine hohe Qualität der Texte dauerhaft zu gewährleisten. Ob es dazu noch sichernder Maßnahmen bedarf, ist diskutierbar und alle sind herzlich dazu eingeladen. Wir haben in den vier Jahren Wikipedia durchaus einige Qualitätserfolge erzielt und die Konsolidierung steht noch aus. Es ist denkbar, daß wir ein Modell ausprobieren, das entfernt wie das von debian aussieht: Ein Stable-Branch mit "gesichertem" Wissen, ein testing-Feld (mit wenigen automatisierten Sicherungsverfahren ohne Aufwand) und die bleeding edge wie gehabt. Alles ist möglich.

    Mathias

  5. Re: Schleichwerbung ...

    Autor: Mathias Schindler 30.03.05 - 13:24

    Luebke73 schrieb:

    > Das das Ergebnis der Wikipedia nicht direkt
    > kritisiert wird, zeigt, welchen Respekt
    > mittlerweile auch Microsoft vor "Open"-Projekten
    > hat.

    ..oder wie egal ihnen das Ergebnis ist, weil man mittlerweile über so viel Erfahrung verfügt, um die Belastbarkeit der Kunden mit Schund sehr gut abschätzen zu können. Es gibt einige Hinweise darauf, daß die Qualität der Texte nicht zwingend ein gewichtiges Kaufargument sein muss.

    > Vielleicht ist Encarta auch nicht so ein dickes
    > Standbein, dass man weitere Image-Schäden durch
    > gezinkte "Closed/Open"-Vergleiche riskieren
    > möchte, schließlich gibt's da schon genug
    > Lächerliches auf anderen Marktsegmenten (ich denke
    > da an Server-Sicherheit, Patch-Managment etc.)

    Es gibt Hinweise, daß die Bedeutung von Encarta in dem Firmenangebot rückläufig ist.

    ;athias

  6. Re: Schleichwerbung ...

    Autor: Chaoswind 30.03.05 - 13:31

    Mathias Schindler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Was die Dame schreibt ist doch so vollkommen
    > > richtig. Letztlich hab ich
    > > keine vertretbare Garantie dafuer das das was
    > > ich in diesem moment auf der WP lese auch so
    > > stimmt. Ohne umfassenderen
    > > aufwand weiss ich nicht mal wie alt oder
    > > umstritten die Texte sind.
    > Völlig richtig. Niemand bei Wikipedia kann für die
    > Richtigkeit von Informationen garantieren. Damit
    > sind wir in guter Gesellschaft, denn auch
    > Microsoft und andere Hersteller garantieren für nichts.

    Falsch. Sie liefern eine bediengte Garantie durch die
    tatsache das deren Texte von Leuten geschrieben und ueberprüft
    werden die von der Materie eine gewisse Ahnung haben.

    Ich schrieb vertretbar, nicht absolut.

    Bei der Pedia weiss ich eben nicht ob der Text über das
    Paarungsverhalten Australischer Borkenkaefer von einem
    Biologen stammt oder ob da ein Metzger aus Klein-Ackersdorf
    irgendwas aus seinem 100 Jahre alten Lexikon abgekupfert hat.

    Der unterschied liegt im Vertrauen und im Aufwand dieses zu untermauern. Und dieser Aufwand ist bei der Pedia in der momentanen Form schlicht grösser.

    > steht noch aus. Es ist denkbar, daß wir ein Modell
    > ausprobieren, das entfernt wie das von debian
    > aussieht: Ein Stable-Branch mit "gesichertem"
    > Wissen, ein testing-Feld (mit wenigen
    > automatisierten Sicherungsverfahren ohne Aufwand)
    > und die bleeding edge wie gehabt. Alles ist
    > möglich.

    Ein fortschritt waere schon wenn jeder Artikel einen Marker bekommt der anzeigt wie alt und wie umstritten er gerade ist.
    Es ist schon recht aufwendig wenn ich immer erst zu den Kommentaren und dem Versionsstand switchen muss um muehsam zu
    erfahren ob ich gerade einen 3 Monate alten oder einen 3 Minute
    alten Artikel lese, ob er teil einer heftigen Umstrukturierung oder eines Editwar ist oder ob er als Stable angesehen werden kann.

    Das daneben noch eine Kompetenz-Offenlegung stattfindet verlang ich nicht mal, das waere dann zuviel Bürokratie zu verlangen das jeder der an einem Artikel mitarbeitet erkennbar darlegt welchen zugang er zu der Thematik eigentlich hat ;)

  7. Re: Schleichwerbung ...

    Autor: Neutrum 30.03.05 - 13:35

    > Letztlich
    > hab ich keine vertretbare Garantie dafuer das das
    > was ich in
    > diesem moment auf der WP lese auch so stimmt. Ohne
    > umfassenderen
    > aufwand weiss ich nicht mal wie alt oder
    > umstritten die Texte sind.

    Und wer garantiert mir, dass die klassische Enzyklopädien mit "richtigen" Informationen aufwarten?
    Vor Allem in einer Zeit, in welcher das Wissen ständig korrigiert und angepasst werden muss...
    Selbst die Wissenschaft streitet ununterbrocher über so ziemlich alle Themen.

    Es gibt weder RICHTIG, noch FALSCH !

    Ich glaube, dass die meisten Menschen das aufgezeigte Wissen in Enzyklopädien als unfehlbar sehen. Dies ist allerdings ein Trugschluss. Weder ein Mensche, noch eine Software wird jemals das gesamte Wissen eines Gebietes erfassen können, oder es annährend "richtig" darstellen. Denn "richtig" steht immer in Relation zu etwas "falschem" und diese Begriffe sind, wie jeder Mensch wohl selber sehr gut im täglichen Leben beobachten kann, absolut subjektive Urteile.

    Generell ist so ziemlich alles "richtig" UND "falsch"... je nach Perspektive...

  8. Re: Schleichwerbung ...

    Autor: Mathias Schindler 30.03.05 - 13:44

    Chaoswind schrieb:

    > Falsch. Sie liefern eine bediengte Garantie durch
    > die
    > tatsache das deren Texte von Leuten geschrieben
    > und ueberprüft
    > werden die von der Materie eine gewisse Ahnung
    > haben.

    Diese Garantie wird nirgends gegeben oder belegt. Es ist nicht auffindbar, wer die Artikel geschrieben hat (http://de.encarta.msn.com/encyclopedia_761559898/Tsunami.html#endads, vielleicht ist das offline ja anders, ich meine, ich habe in dem Antisemitismusstreit gegen Encarta mal was von einzelnen Artikeln mit Autorennamen) gelesen. Einige Fehler in Encarta-Texten lassen sich zum Beispiel dadurch erklären, daß eine fachfremde Person einen Text aus der englischen Encarta übersetzt hat, ohne dass jemand den sinnentstellenden Fehler merken konnte. Da Microsoft einen externen Dienstleister beauftragt, die Inhalte zu pflegen, gibt es noch nicht einmal eine direkte Einflussnahme für den Hersteller auf die Art, wie die Texte zustande kommen. Ob in den Verträgen mit dem Dienstleister Qualifikationsmindesthürden (seien sie nun faktischer oder struktureller Natur) genannt werden, veröffentlicht Microsoft nicht. Insofern kann man zwar "hoffen", daß ein Artikel von einer Person geschrieben wurde, die sachlich einen gewissen Einblick hat, daß sie wenigstens die vorhandene Literatur sinnig ausschlachten kann, aber das erreicht noch nicht einmal das mit "bedingt" geköpfte Wort "Garantie". Microsoft könnte hier sicherlich Klarheit schaffen.

    > Ich schrieb vertretbar, nicht absolut.

    Vertretbar ist, zu jedem Artikel Autorennamen zu nennen (tun sie das mittlerweile in der offline-version, ich weiss es nicht) und eine Versionshistorie mit einzelnen Personen zuschreibbaren Änderungen anzubieten.

    > Bei der Pedia weiss ich eben nicht ob der Text
    > über das
    > Paarungsverhalten Australischer Borkenkaefer von
    > einem
    > Biologen stammt oder ob da ein Metzger aus
    > Klein-Ackersdorf
    > irgendwas aus seinem 100 Jahre alten Lexikon
    > abgekupfert hat.

    Richtig. Aber du kannst
    a) den Autor fragen
    b) den Artikel für falsch bis zum Beleg des Gegenteils halten und ihn als solches markieren.


    > Der unterschied liegt im Vertrauen und im Aufwand
    > dieses zu untermauern. Und dieser Aufwand ist bei
    > der Pedia in der momentanen Form schlicht
    > grösser.

    Vermutlich auch deshalb, weil wir noch nicht über das Vertrauen verfügen, das einer Marke wie Microsoft zugestanden wird. Und weil wir es uns nicht leisten können, die Daten nicht zu veröffentlichen.

    > Ein fortschritt waere schon wenn jeder Artikel
    > einen Marker bekommt der anzeigt wie alt und wie
    > umstritten er gerade ist.

    Den ersten Teil setzen einige Mirrors um, den zweiten Teil könnte man mit vertretbarem Aufwand herstellen. Danke für den Tipp, ich kann das ja mal vorschlagen oder selbst ausprobieren.

    > Es ist schon recht aufwendig wenn ich immer erst
    > zu den Kommentaren und dem Versionsstand switchen
    > muss um muehsam zu
    > erfahren ob ich gerade einen 3 Monate alten oder
    > einen 3 Minute
    > alten Artikel lese, ob er teil einer heftigen
    > Umstrukturierung oder eines Editwar ist oder ob er
    > als Stable angesehen werden kann.

    Da gebe ich dir recht, das dürften auch die wenigsten machen, auch wenn es anzuraten wäre.

    > Das daneben noch eine Kompetenz-Offenlegung
    > stattfindet verlang ich nicht mal, das waere dann
    > zuviel Bürokratie zu verlangen das jeder der an
    > einem Artikel mitarbeitet erkennbar darlegt
    > welchen zugang er zu der Thematik eigentlich hat
    > ;)

    Es ist legitim, im Zweifel einen Autor dazu zu fragen. Wenn dies auf der Benutzerseite oder Benutzerdiskussionsseite geschieht, wäre es für alle einsehbar. Es stünde den Autoren frei, ob und wie sie antworten, von gruppendynamischen Herdentriebsformen einmal abgesehen

    Mathias

  9. Re: Schleichwerbung ...

    Autor: Mathias Schindler 30.03.05 - 13:45

    Neutrum schrieb:

    > Es gibt weder RICHTIG, noch FALSCH !

    Diese Ansicht teile ich nicht.

    Mathias

  10. Re: Schleichwerbung ...

    Autor: Chaoswind 30.03.05 - 13:49

    Neutrum schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Letztlich hab ich keine vertretbare
    > > Garantie dafuer das das was ich in
    > > diesem moment auf der WP lese auch so stimmt.
    > Und wer garantiert mir, dass die klassische
    > Enzyklopädien mit "richtigen" Informationen
    > aufwarten?

    Die Redaktion gibt eine vertretbare Garantie. Vertretbar
    heisst das auch Leute geschrieben haben die halbwegs ahnung
    haben und recherche betrieben haben. Und das ein Sicherungs-Prozess vorhanden ist der Fehler minimiert.

    > Vor Allem in einer Zeit, in welcher das Wissen
    > ständig korrigiert und angepasst werden muss...

    Das ist aber nun auch sehr spezifisch. Es gibt auch genug
    Wissen das Stable ist. Todesdaten und Biographien z.b. grösstenteils ;)

    > Selbst die Wissenschaft streitet ununterbrocher
    > über so ziemlich alle Themen.

    Ja, aber selten ueber die Basis.

    > Es gibt weder RICHTIG, noch FALSCH !

    Stimmt nicht, Fakten-Wissen ist definierbar richtig ;)

    Abgesehen davon find ich es ziemlich muehsig immer diese
    Absolutheit einiger Leute zu sehen. Eine Wissenssammlung kann
    immer nur den aktuellen Stand des Wissens wiederspiegeln und
    natuerlich kann sich da auch mal was aendern. Aber deshalb
    muss man das vorhandenen Wissen doch nicht falsch oder Fehlerhaft wiedergeben.

    > Ich glaube, dass die meisten Menschen das
    > aufgezeigte Wissen in Enzyklopädien als unfehlbar sehen.

    Je nach Gebiet haben sie da doch nicht so unrecht.
    Aber mich kümmert das eher wenig. Ich weiss selbst wie kritisch
    man eine Quelle bewerten muss und darum geht es mir doch gar nicht. Wie gesagt, diese Absolutheits-ansprüche sind ziemlich muehsig.

  11. Re: Schleichwerbung ...

    Autor: Chaoswind 30.03.05 - 14:09

    Mathias Schindler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Falsch. Sie liefern eine bediengte Garantie
    > > durch die tatsache das deren Texte von
    > > Leuten geschrieben und ueberprüft
    > > werden die von der Materie eine gewisse Ahnung
    > Diese Garantie wird nirgends gegeben oder belegt.

    Ich hab ja auch nicht gesagt das die Schriftlich existiert.

    > Es ist nicht auffindbar, wer die Artikel geschrieben hat

    Das ist auch ziemlich irrelevant. Damit weiss ich immer noch
    nicht mehr ueber die Bewertbarkeit des Artikels. Schoen waere
    es natuerlich, zuzueglich eines kleinen Lebenslaufs wie es bei Zeitschriften ueblich ist.

    > Einige Fehler in Encarta-Texten lassen sich zum
    > Beispiel dadurch erklären, daß eine fachfremde
    > Person einen Text aus der englischen Encarta
    > übersetzt hat, ohne dass jemand den
    > sinnentstellenden Fehler merken konnte. Da

    Ah, klar, das ist auch eine Fehlerquelle :)

    > werden, veröffentlicht Microsoft nicht. Insofern
    > kann man zwar "hoffen", daß ein Artikel von einer
    > Person geschrieben wurde, die sachlich einen
    > gewissen Einblick hat, daß sie wenigstens die
    > vorhandene Literatur sinnig ausschlachten kann,
    > aber das erreicht noch nicht einmal das mit
    > "bedingt" geköpfte Wort "Garantie". Microsoft
    > könnte hier sicherlich Klarheit schaffen.

    Im Falle Microsofts stimmt das. Das ist keien Etablierte
    Firma die sich mit Wissensansammlung beschaeftigt. Ich wuerde
    der Encarta z.b. auch kein Stueck weiter trauen als der Pedia,
    genau genommen trau ich ihr sogar noch weniger (aber mehr aus persoenlicher ueberzeugung und Erfahrung). Aber bei einem
    bekannten Namen wie Brockhaus oder der Britanica sieht das halt anders aus. Da weiss ich wer dahinter steht und ich kann ihnen
    problemlos vertrauen.

    > > Ich schrieb vertretbar, nicht absolut.
    > Vertretbar ist, zu jedem Artikel Autorennamen zu
    > nennen (tun sie das mittlerweile in der
    > offline-version, ich weiss es nicht) und eine
    > Versionshistorie mit einzelnen Personen
    > zuschreibbaren Änderungen anzubieten.

    Warum? Relevant ist der Prozess der zu dem Artikel fuehrt und
    die darbietung. Es geht schliesslich um den Aufwand den man
    betreiben muss um einen Artikel als Aktzeptabel anzuerkennen.

    > > Bei der Pedia weiss ich eben nicht ob der
    > > Text über das Paarungsverhalten
    > > Australischer Borkenkaefer von einem
    > > Biologen stammt oder ob da ein Metzger aus
    > > Klein-Ackersdorf irgendwas aus seinem 100
    > > Jahre alten Lexikon abgekupfert hat.
    > Richtig. Aber du kannst
    > a) den Autor fragen

    Sofern er einen Account hat und antwortet und ueberhaupt noch
    existiert. Ausserdem kostet das natuerlich auch viel Zeit. Mitunter zuviel Zeit.

    > b) den Artikel für falsch bis zum Beleg des
    > Gegenteils halten und ihn als solches markieren.

    Das ist eine prinzipielle moelichkeit, ja. Aber das hilft nun
    recht wenig ;)

    > > Der unterschied liegt im Vertrauen und im Aufwand
    > > dieses zu untermauern. Und dieser Aufwand ist bei
    > > der Pedia in der momentanen Form schlicht
    > > grösser.
    > Vermutlich auch deshalb, weil wir noch nicht über
    > das Vertrauen verfügen, das einer Marke wie
    > Microsoft zugestanden wird.

    Zum einen. Zum anderen aber liegt es im Prozess selber.
    Wie gesagt, man kann nicht ohne weiteres festlegen wie
    vertrauenswuerdig ein Artikel ist.

    Die grosse Staerke der Pedia ist halt momentan auch ihre Schwaeche.

  12. Re: Schleichwerbung ...

    Autor: Mathias Schindler 30.03.05 - 14:17

    Chaoswind schrieb:

    > Ich hab ja auch nicht gesagt das die Schriftlich
    > existiert.

    In welcher Form denn bitte sonst, außer in einer metaphysischen "weilishaltso"-Form.

    > [Unfähige übersetzen Texte falsch]

    > Ah, klar, das ist auch eine Fehlerquelle :)

    Die Art, wie der Fehler entstanden ist, ist nur für denjenigen interessant, der sich darum bemüht, ihn auszubügeln. Aus Kundensicht sind natürlich auch veraltete Informationen falsch und das geht sogar soweit, daß es unfair wird, einem gedruckten Buch die Fehler vorzuhalten, die seit Redaktionsschluss entstanden, weil sich die Welt weitergedreht hat. Oder man lässt wieder die Hosen herunter und stellt klar, wann etwas so war und dann gibt man sich irgendwann die Kugel, wenn man zu jedem Faktum noch gleich den Stand dazuschreiben muss.

    >

    > Aber bei einem
    > bekannten Namen wie Brockhaus oder der Britanica
    > sieht das halt anders aus. Da weiss ich wer
    > dahinter steht und ich kann ihnen
    > problemlos vertrauen.

    Die Marke Brockhaus ist ein Sammelbegriff für eine Reihe von Produkten, von denen ein gewisser Teil über eine sorgfältige redaktionelle Betreuung im Hause verfügt.


    > a) den Autor fragen
    >
    > Sofern er einen Account hat und antwortet und
    > ueberhaupt noch
    > existiert.

    Kontaktaufnahme ist technisch auch mit nicht angemeldeten Nutzern möglich, aber fehleranfälliger.

    > Ausserdem kostet das natuerlich auch
    > viel Zeit. Mitunter zuviel Zeit.

    Ja.

    >
    > > b) den Artikel für falsch bis zum Beleg
    > des
    > Gegenteils halten und ihn als solches
    > markieren.
    >
    > Das ist eine prinzipielle moelichkeit, ja. Aber
    > das hilft nun
    > recht wenig ;)

    In der aktuellen Situation nichts, aber es macht uns die Sache leichter, die Artikel auszubessern.

    > Die grosse Staerke der Pedia ist halt momentan
    > auch ihre Schwaeche.

    Ying und Yang.

  13. Re: Schleichwerbung ...

    Autor: Chaoswind 30.03.05 - 15:17

    Mathias Schindler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Ich hab ja auch nicht gesagt das die
    > > Schriftlich existiert.
    > In welcher Form denn bitte sonst, außer in einer
    > metaphysischen "weilishaltso"-Form.

    Das kommt ganz auf das Produkt selber an. Bei der Encarta existiert es wohl nicht.

    Aber abgesehen davon impliziert die Existenz einer Redaktion
    bereits das da eine Ziel-Orientierte Firma dahinter steht, Leute die halbwegs ahnung davon haben und zumindest genuegend Übung und Werkzeug besitzen und obendrein nur eine Finale Version zugaenglich machen.

    D.h. zum einen entfaellt schon mal der Punkt das man herausfinden muss in welchem Zustand der artikel gerade ist.
    Daneben hat man auch eine viel bessere Grundlage fuer eine Bewertung. Denn welche Firma verbreitet schon mutwillig falsche Artikel und beschaeftigt unfaehiges Personal.

    Natuerlich sind das nur annahmen, aber auf annahmen und Vertrauen basiert nun mal unsere gesamte Existenz.

    Der Punkt ist das bei einem Reaktions-Lexikon Automatisch weniger Recherche betreiben muss und es glaubwürdiger und leichter zugaenglich ist.

    IMHO waere dieser Effekt uebrigens auch bei der Pedia erreichbar indem sich Fach-Gruppen versammeln die ausgiebig
    bezueglich ihrer Kompetenz geprüft werden und dann entsprechend
    Artikel ihres Fach-Gebiets bereinigen, Ueberwachen und ihr OK
    dazu geben, also einen Marker setzen der bei Gruppen-Fremder bearbeitung verschwindet.

    Nachteil ist natuerlich der aufwand des ganzen und scheinbar der Widerwillen auf breiter Front gegen so ein vorgehen.

    > > Ah, klar, das ist auch eine Fehlerquelle :)
    > Die Art, wie der Fehler entstanden ist, ist nur
    > für denjenigen interessant, der sich darum bemüht,
    > ihn auszubügeln.

    Also ich find das schon interessant. Das die Encarta platt uebersetzt wusste ich bisher nicht.

    Gibts das Vorgehen nicht auch bei der Wikipedia? Das Artikel aus anderen Sprachen kopiert und uebersetzt werden?

    > Aus Kundensicht sind natürlich
    > auch veraltete Informationen falsch und das geht
    > sogar soweit, daß es unfair wird, einem gedruckten
    > Buch die Fehler vorzuhalten, die seit

    Jo, aber bei einem Buch weiss man das es veraltet ist.
    Bei einer Website im uebrigen auch wenn nichts anderes
    da steht, also das Aenderungsdatum irgendwo steht.

    Wobei das Datum alleine auch nicht viel hilft. Man weiss ja nicht was konkret geaendert wurde, ob nun lediglich ein Schreibfehler korrigiert oder der Artikel umgeschrieben wurde.

    > > Aber bei einem bekannten Namen wie
    > > Brockhaus oder der Britanica
    > Die Marke Brockhaus ist ein Sammelbegriff für eine
    > Reihe von Produkten, von denen ein gewisser Teil
    > über eine sorgfältige redaktionelle Betreuung im
    > Hause verfügt.

    Eine Marke die bei Lexika eben einen sehr guten Ruf hat.
    Ausserdem schreiben die ihre Artikel ja nicht jedes Jahr neu sondern haben eine gewachsene und etablierte Sammlung.

    Und um ehrlich zu sein, das Brockhaus ausser den verschiedenen Varianten ihre Lexika noch anderes im Angebot hat wusst ich gar nicht. Ist das schon lange so?

    > > Die grosse Staerke der Pedia ist halt
    > > momentan auch ihre Schwaeche.
    > Ying und Yang.

    Weniger. Die Symbolisieren ewige Gegensaetze die sich ergaenzen.

    Pedias schwaeche dagegen ist IMHO nur eine frage der Entwicklung und Struktur, also weitgehend lösbar.

  14. Re: Schleichwerbung ...

    Autor: ueberulmen 31.03.05 - 00:22

    Nibbler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > jedoch
    > ist dieses "Interview" in meinen Augen nichts
    > anderes als eine Werbung die als redaktioneller
    > Inhalt getarnt werden soll.

    Deshalb auch die Überschrift. Schon klar.
    Der ganze "alles muss frei und für jeden sein"-Wahn grenzt teilweise echt schon an Paranoia, wenn's doch bloß gegen Microsoft geht.

  15. Re: Schleichwerbung ...

    Autor: >-)))*> 31.03.05 - 11:21

    ich glaub wir reden aneinander vorbei...


    Mathias Schindler schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > >-)))*> schrieb:
    >
    > > > Mach es besser: de.wikinews.org (SCNR)
    >
    > > ich meinte golem.de nicht wikipedia.
    >
    > Und ich meinte wikinews und schrieb es auch.
    >
    >


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Kaufberatung (2020)
Die richtige CPU und Grafikkarte

Grafikkarten und Prozessoren wurden 2019 deutlich besser, denn AMD ist komplett auf 7-nm-Technik umgestiegen. Intel hat zwar 10-nm-Chips marktreif, die Leistung stagniert aber und auch Nvidia verkauft nur 12-nm-Designs. Wir beraten bei Komponenten und geben einen Ausblick.
Von Marc Sauter

  1. SSDs Intel arbeitet an 144-Schicht-Speicher und 5-Bit-Zellen
  2. Schnittstelle PCIe Gen6 verdoppelt erneut Datenrate

Kailh-Box-Switches im Test: Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum
Kailh-Box-Switches im Test
Besser und lauter geht ein klickender Switch kaum

Wer klickende Tastatur-Switches mag, wird die dunkelblauen Kailh-Box-Schalter lieben: Eine eingebaute Stahlfeder sorgt für zwei satte Klicks pro Anschlag. Im Test merken unsere Finger aber schnell den hohen taktilen Widerstand.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Keychron K6 Kompakte drahtlose Tastatur mit austauschbaren Switches
  2. Charachorder Schneller tippen als die Tastatur erlaubt
  3. Brydge+ iPad-Tastatur mit Multi-Touch-Trackpad

  1. Magenta-TV-Stick im Test: Android-TV-Stick gleicht Magenta-TV-Schwächen nicht aus
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    Android-TV-Stick gleicht Magenta-TV-Schwächen nicht aus

    Eine bequeme Nutzung von Magenta TV verspricht die Telekom mit dem Magenta-TV-Stick. Wir haben uns die Hardware angeschaut und dabei auch einen Blick auf Magenta TV geworfen. Der Dienst hat uns derzeit noch zu viele Schwächen.

  2. Zurück in die Zukunft: Nike stellt neue Generation selbstschnürender Sneaker vor
    Zurück in die Zukunft
    Nike stellt neue Generation selbstschnürender Sneaker vor

    Nike hat mit dem Adapt BB 2.0 das nächste Sneaker-Modell mit automatischen Schnürsenkeln vorgestellt. Sie sollen komfortabler zu tragen und leichter anzuziehen sein als die Vorgänger.

  3. Lightning: Apple warnt vor einheitlichem EU-Ladegerät
    Lightning
    Apple warnt vor einheitlichem EU-Ladegerät

    Apple ist gegen eine mögliche EU-weite Regulierung für ein einheitliches Ladeverfahren für mobile Geräte und warnt vor Umwelt- und Akzeptanzproblemen.


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