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was steht da in der riesendatenmenge drin?

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  1. was steht da in der riesendatenmenge drin?

    Autor: andreasm 31.03.05 - 10:54

    also ich verstehe nicht, wieso dort so rießige Datenmengen entstehen. Was stehen da für Informationen drin?
    und wie werden die ausgewertet?

    Das ist doch so viel Zeugs, da brauchen die doch Jahre, um das auszuwerten, oder?

    Hat da jmd. Ahnung davon?

    Vielleicht ist ja hier jmd., der dort arbeitet ;-)

    ______________________
    Energieverschwendung ist out - Effizienz in!



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 31.03.05 10:55 durch andreasm.

  2. Re: was steht da in der riesendatenmenge drin?

    Autor: :-) 31.03.05 - 11:18

    andreasm schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > also ich verstehe nicht, wieso dort so rießige
    > Datenmengen entstehen. Was stehen da für
    > Informationen drin?
    > und wie werden die ausgewertet?
    >
    > Das ist doch so viel Zeugs, da brauchen die doch
    > Jahre, um das auszuwerten, oder?
    >
    > Hat da jmd. Ahnung davon?
    >
    > Vielleicht ist ja hier jmd., der dort arbeitet ;-)
    >
    > ___________
    > Energieeffizienz - Was ist das?
    >
    > 2 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.03.05 10:55.


    Ein Beispiel aus einem anderen Bereich kann ich dir geben.

    Laß mal einen Erdbeobachtungssatelliten um die Erde kreisen, immer von Pol zu Pol. Der scannt alle 10 Meter einen Streifen von 100km Breite ab. Das sind 10.000 Pixel pro Streifen. Bei einer kompletten Umkreisung (40.000km) sind das 4.000.000 Streifen, oder 40.000.000.000 Pixel. Wenn der das auch noch in 5 Spektralbereichen macht, dann sind das 200Gigabyte. Das ist aber nur eine Umkreisung. Um die ganze Erdoberfläche zu erfassen sind 400 Umkreisungen nötig. Somit erhältst du 80Terabyte. Das macht der Satellit aber nicht nur einmal, sondern kontinuierlich, Tag für Tag, Monat für Monat. Pro Jahr sind das rund 1000Terabyte.

  3. Re: was steht da in der riesendatenmenge drin?

    Autor: mayr 31.03.05 - 11:43

    Am CERN werden Stoßexpermiente mit kleinen Teilchen (Hadronen, daher der Name LHC) gemacht. Rund um die Kollisionszone befinden sich Detektoren, die die Spuren der entstehenden Teilchen erfassen. Das ganze ist dreidimensional und relativ hochauflösend, außerdem sind die Erfassungszeiten sehr kurz. Der ganze Prozess dauert nur ein Bruchteil einer Sekunde und wird dann wiederholt ausgeführt.
    Die Informationen, die in den Datenmengen stehen, sind also (neben Parametern des Versuchsaufbaus) die erwähnten Teilchenbahnen.
    Damit machen die Physiker am CERN dann Grundlagenforschung.

    Ja, das Auswerten der Daten dauert, im Schnitt pro Versuch etwa 5 Jahre...


    --
    Es gibt nur 10 Arten von Menschen: Solche, die das Binärsystem verstehen, und solche die es nicht tun.

    andreasm schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > also ich verstehe nicht, wieso dort so rießige
    > Datenmengen entstehen. Was stehen da für
    > Informationen drin?
    > und wie werden die ausgewertet?
    >
    > Das ist doch so viel Zeugs, da brauchen die doch
    > Jahre, um das auszuwerten, oder?
    >
    > Hat da jmd. Ahnung davon?
    >
    > Vielleicht ist ja hier jmd., der dort arbeitet ;-)
    >
    > ___________
    > Energieeffizienz - Was ist das?
    >
    > 2 mal bearbeitet. Zuletzt am 31.03.05 10:55.


  4. Re: was steht da in der riesendatenmenge drin?

    Autor: craesh 31.03.05 - 12:01

    andreasm schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > also ich verstehe nicht, wieso dort so rießige
    > Datenmengen entstehen. Was stehen da für
    > Informationen drin?
    > und wie werden die ausgewertet?
    >
    > Das ist doch so viel Zeugs, da brauchen die doch
    > Jahre, um das auszuwerten, oder?
    >
    > Hat da jmd. Ahnung davon?
    >
    > Vielleicht ist ja hier jmd., der dort arbeitet ;-)


    Dort arbeiten tu ich nicht, aber einer meiner Proffs baut eines der Grids auf :)

    Die paar Petabytes die pro Jahr anfallen sind ja noch garnichts, die sammeln doch bereits mehrere Terabytes pro Sekunde. Das werden, wie mayr schon geschrieben hat, sehr hochaufgeloest Daten zu den einzelnen Kollisionen gesammlt. Das passiert 11.000 mal in der Sekunde, die Daten werden dann erst von einigen tausend (oder waren es einige 10.000?) Chips auf interessante Features untersucht, so dass man im Vorfeld bereits die Datenmenge auf nur die interessanten Ereignisse reduzieren kann. Was eh schon altbekannt ist, und in 99,...% der Faelle vorkommt, wird bereits hier weggeschmissen. Aber es bleibt immernoch genug uebrig, was erst nachtraeglich untersucht werden kann.

    Die Datenmengen sind wirklich gewalltig, aber die kommen eigentlich nur dadurch zustande, dass man 11.000 mal ind er Sekunde Daten von mehreren 10.000 Sensorzellen sammeln muss, von denen auch man auch nicht alles wegschmeissen kann. Man sucht naemlich nach ganz bestimten und seltenen Ereignissen (die Chancen, dass sie geschehen, stehen nur so 1:Millionen, oder noch schlechter), aber selbst dann will man dieses Ereigniss so detailiert wie nur moeglich untersuchen koennen.

    Versuch mal ne Nadel im Heuhaufen zu suchen... im CERN wird eher ein Sandkorn im Heuhaufen gesucht! Dafuer braucht man einfach hohe Datenraten, einfach um die gewuenschte Genauigkeit zu ereichen.

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