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    Autor: c2008hristian 06.08.08 - 15:43

    Dieser Artikel enthält einige Fehler. Auffallend ist, dass der Artikel 2 Tage vor der Vorstellung des neuen Softwarestacks von Openmoko veröffentlicht wurde ohne diesen zu berücksichtigen.

    Der Reihe nach:

    >Das Modell Neo Freerunner soll auch für Endanwender geeignet sein.

    Egal, ob man das Gerät bei einem Distributor oder direkt im Openmoko-Webshop kauft - der Käufer wird darauf hingewiesen, dass es sich um ein Entwicklergerät handelt. Das gerät wird also nicht als für "Endanwender geeignet" verkauft. Für ein Entwicklergerät ist der Neo sogar schon ziemlich weit. Man sollte sich mal derzeitige Android-Entwickler-Hardware anschauen, die bekommt man nicht mal in einen Rucksack, so klobig ist die.

    ================

    >Um das OpenMoko-Mobiltelefon einzuschalten, muss der seitliche Knopf fast neun
    >Sekunden gedrückt werden, erst dann vibriert das Gerät leicht und blendet
    >einen Startbildschirm ein, bevor die Meldungen des Linux-Kernels 2.6.24 über
    >das Display rauschen. Doch damit ist der Startvorgang noch nicht vorbei - fast
    >drei Minuten braucht der Freerunner, bis er bereit ist."


    Es wird hier der Eindruck vermitteln, als ob man jedes mal 9 Sekunden den Knopf drücken muss und dann drei Minuten warten muß, wenn man das Gerät verwenden will. Booten (bei z.B. Palm heißt das Reset) muß man aber nur einmal, danach reicht es, das Gerät aus dem Standby zu holen (im Millisekunden-Bereich). Demnächst wird geschrieben: "Beim Palm Treo muß man zunächst den Batteriedeckel öffnen, eine Bürocklammer in ein kleines Loch stecken, und dann 60 sekunden warten um das Gerät einzuschalten."

    =================

    Danach folgt ein länglicher Test eines Softwareimages (Openmoko2007.2), welches seit Monaten nicht mehr weiterentwickelt wird, da man die von Golem gefundenen Schwächen bemerkt hatte (nur 8 Monate vor Golem).

    >Die OpenMoko-Entwickler wollen mittelfristig ihre Gtk-Oberfläche durch Qtopia
    >ersetzen.

    Mittelfristig? In zwei Tagen!! Dass dieser Test der alten Software 2 Tage bevor Openmoko2008.8 der breiten Öffentlichkeit vorgestellt wird, veröffentlicht wird, ist scheint fast böse Absichtzu sein. Demnächst testen sie ausführlich den Apple Newton (am besten eine Entwicklerversion) und vergleichen ihn mit WM6, um Apples Performance im Mobil-Bereich zu untersuchen. Oder man installiert DR-Dos auf einem Dell-Rechner und wundert sich, dass dieser neue Rechner noch nicht einmal einen Mauszeiger hat.

    Im weiteren Test beschwert sich der Autor über die Soft-Tastatur (kein Querty, keine Umlaute, zu klein). Entgangen ist Ihm, das diese Probleme alle der Vergangenheit angehören. Auch ein Installer, ein Konfigurationsprogramm und eine GPS-Anwendung findet er zwar nicht, sind aber in OM2008.8 enthalten. Genauso läßt sich unter Qtopia sehr einfach (grafisch) eine Wlan-Verbidung konfigurieren - auch wenn er das bestreitet.

    ====================
    Apropos QTopia:

    > Momentan ist Qtopia durch die experimentelle Unterstützung erst recht noch
    > nicht für den Einsatz auf dem Freerunner geeignet.

    Natürlich gibt es ein QTopia-Image für den Freerunner und das läuft wunderbar stabil - auch mit Ton.

    =======================

    > Software kann über Opkg nachinstalliert werden, eine Paketverwaltung, die auf
    > Ipkg basiert und sie erweitert. Ipkg wiederum orientiert sich an Debians Apt
    > und kam seinerzeit auch schon auf dem Sharp Zaurus und auf den mit Linux
    > bespielten Compaq iPaqs zum Einsatz.
    >
    > Das ist auf aktuellen Linux-Systemen wesentlich komfortabler gelöst.

    IPKG (Version 2) basiert zwar auf dem Dateiformat von DPGK und hat mit Apt erstmal nix am Hut, aber egal. Aber wie man auf die Idee kommt, das aktuelle Linux-Systeme komfortablere Lösungen haben??? Z.B. Ubuntu (=sehr komfortabel) basiert auf Apt!

    =======================
    > Der Start der Applikationen ist immer deutlich verzögert. Gerade zum Anrufen
    > ist dies nervig, da auch hier extra die Telefonanwendung gestartet werden
    > muss, bevor gewählt werden kann.

    Manchem müßte man mal erklären, dass man bei einem Multitaskingsystem nicht jede Anwendung sofort schließen muß.
    Demnächst: Einfach die Telefonanwendung im Hintergrund weiterlaufen lassen - der Neo hat ausreichen RAM. Dann "startet" sie auch in wenigen Millisekunden.

    Zu guter letzt zum Video: Viele denken jetzt, dass die Software Scrollbalken verwendet - wahrscheinlich auch der Autor, weswegen er mit seinem komischen Stift immer am Rand des Displays rumhantiert. Dem ist nicht so - das ist lediglich eine Anzeige, um zu wissen, wo man sich gerade befindet, (kinetisches) scrollen geht ganz einfach mit dem Finger auf dem Gesamten Display.

    Auch der Hinweis, dass Windowsnutzer es schwer haben werden, den Neo zu konfigurieren ist einfach nur FUD. Da der Neo den USB-Host-Mode unterstützt, kann man einfach eine beliebige USB-Tastatur (Bluetooth-Tastaturen gehen auch) anschließen und direkt auf dem Neo arbeiten.
    Der USB-Host-Mode, d.h. die Möglichkeit beliebige USB-Geräte (UMTS-Stick, Maus, Tastatur, Webcam, Digicam, Scannner, Drucker, Soundkarte) anzuschließen ist übrigens eines der coolen Features des Neo, die der Autor in seinem "neutralen" Bericht unter den Tisch fallen lässt. Lieber schreibt er über sein ästhetisches Empfindung über das Gehäuse eines Entwicklergerätes.

    Außerdem einfach falsch im Artikel:

    >Der X-Server ist aber auch sinnvoll, da so der integrierte Grafikbeschleuniger >genutzt werden kann.


    Selten habe ich solch einen schlechten, phantasiereichen Artikel gelesen. Man kann eigentlich nur bösartige Absicht dahinter vermuten.

    Christian

    P.S.: Weder arbeite ich für Openmoko, noch hege ich sonstige positive Emotionen für dieses Unternehmen. Mich ärgert schlicht dieser als ernsthafte Berichterstattung daherkommende Dreck.

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