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Vodafone-Intranet-Zugang ist kein Internetzugang

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  1. Vodafone-Intranet-Zugang ist kein Internetzugang

    Autor: Anonymer Nutzer 13.08.08 - 03:16

    Das ist ein Internetzugang:

    1. global eindeutige IP-Adresse mindestens für die Dauer der Sitzung
    2. Verwendbarkeit aller auf IP basierenden Protokolle
    3. Forwarding von Datenpaketen in beide Richtungen (sog. Routing)
    4. Kein Rumgepfusche in den Datenpaketen seitens des Providers

    Das gibt es bei Vodafone:

    1. nur lokal gültige IP-Adresse aus Vodafones Intranet (Konflikte mit eigenen LAN-Adressen vorprogrammiert)

    2. nur TCP und eingeschränkt UDP verwendbar

    3. keinerlei Forwarding, nicht einmal zu anderen Vodafone-Intranet-Teilnehmern

    4. An den Netzgrenzen wird von Vodafone in den Datenpaketen rumgepfuscht, um der Gegenstelle im Internet vorzuspiegeln, sie kommuniziere mit einem richtigen Internetteilnehmer. (die Gegenstelle z. B. Google würde die Anfragen ansonsten mangels Punkt 1. nicht beantworten). Die Pfuscherei funktioniert aber nur mit wenigen simpel gestrickten TCP-Protokollen wie HTTP und POP3 und bspw. nicht mit FTP, SIP (VoIP) und erst Recht nicht mit den üblichen P2P-Protokollen.

    Was hier verkauft wird, ist schlicht eine Mogelpackung. Die Vertragsspirenzchen sind bloß noch das Sahnehäubchen.

  2. Re: Vodafone-Intranet-Zugang ist kein Internetzugang

    Autor: jucs 13.08.08 - 11:37

    > 1. nur lokal gültige IP-Adresse aus Vodafones
    > Intranet (Konflikte mit eigenen LAN-Adressen
    > vorprogrammiert)

    Es gibt absolut genug private Adressräume. Unfug...

    > 4. An den Netzgrenzen wird von Vodafone in den
    > Datenpaketen rumgepfuscht, um der Gegenstelle im
    > Internet vorzuspiegeln, sie kommuniziere mit einem
    > richtigen Internetteilnehmer. (die Gegenstelle z.
    > B. Google würde die Anfragen ansonsten mangels
    > Punkt 1. nicht beantworten). Die Pfuscherei
    > funktioniert aber nur mit wenigen simpel
    > gestrickten TCP-Protokollen wie HTTP und POP3 und
    > bspw. nicht mit FTP, SIP (VoIP) und erst Recht
    > nicht mit den üblichen P2P-Protokollen.

    Du sprichst hier aber nicht von schlichtem NAT? Es ist technisch völlig einwandfrei, dieses für den Zugang zum Internet zu verwenden. Und es ist dabei auch völlig egal, ob du jetzt P2P-Protokolle oder HTTP weiterleitest.

    Da der Umstieg auf IPv6 auf sich warten lässt und es schlicht bald nicht mehr genug Adressen gibt, wird es auch bei "normalen" Internetanschlüssel demnächst wohl immer mehr NAT geben.

    Sämtliche Einschränkungen lassen sich per VPN umgehen.

  3. Re: Vodafone-Intranet-Zugang ist kein Internetzugang

    Autor: Anonymer Nutzer 13.08.08 - 14:39

    jucs schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Es gibt absolut genug private Adressräume.

    Und wegen Vodafone numeriert man seine Netze um, oder was?

    > Du sprichst hier aber nicht von schlichtem NAT?

    Nein. Vodafone verfälscht Daten indem z. B. Bilder in Webseiten so stark neu komprimiert werden, daß optische Fehler sichtbar werden. Ein Internetprovider hat nichts weiter zu tun, als Daten weiterzuleiten.

    > Es
    > ist technisch völlig einwandfrei, dieses für den
    > Zugang zum Internet zu verwenden. Und es ist dabei
    > auch völlig egal, ob du jetzt P2P-Protokolle oder
    > HTTP weiterleitest.

    Du kannst Dich ja mal bei Vodafone ins Intranet einwählen und versuchen einen anderen Teilnehmer in diesem Intranet zu erreichen. Es wird Dir mangels Forwarding nicht gelingen. Wie genau soll dann bitte Peer-2-Peer funktionieren?

    > Da der Umstieg auf IPv6 auf sich warten lässt und
    > es schlicht bald nicht mehr genug Adressen gibt,

    Schwachsinn, ich bin schon seit 2003 mit IPv6 unterwegs und seit 2005 läuft IPv6 im Produktivbetrieb.

    > wird es auch bei "normalen" Internetanschlüssel
    > demnächst wohl immer mehr NAT geben.

    Intranetzugang mit Web-Proxy mag für Oma Krause sogar ausreichend sein. Ist halt nur kein Internetzugang. Mit einem Fahrrad kommt man auch von A nach B, aber es ist deswegen trotzdem kein Auto.

    > Sämtliche Einschränkungen lassen sich per VPN
    > umgehen.

    VPN würde voraussetzen, daß man bei Vodafone andere IP-Protokolle als TCP nutzen könnte: AH, ESP, PPTP, GRE, IP-ENCAP, L2TP, um mal ein paar zu nennen.

    ciao, jtsn

  4. Re: Vodafone-Intranet-Zugang ist kein Internetzugang

    Autor: jucs 13.08.08 - 15:25

    > Und wegen Vodafone numeriert man seine Netze um,
    > oder was?

    Wenns sein muss, könnte das passieren, ja - zumindest dann, wenn Du gleichzeitig im Internet und deinem Heimnetz arbeiten magst.

    > Nein. Vodafone verfälscht Daten indem z. B. Bilder
    > in Webseiten so stark neu komprimiert werden, daß
    > optische Fehler sichtbar werden. Ein
    > Internetprovider hat nichts weiter zu tun, als
    > Daten weiterzuleiten.

    Das ist nicht löblich, lässt sich aber aushebeln. Woher hast Du das eigentlich, hab ich noch nirgends gelesen?

    > Du kannst Dich ja mal bei Vodafone ins Intranet
    > einwählen und versuchen einen anderen Teilnehmer
    > in diesem Intranet zu erreichen. Es wird Dir
    > mangels Forwarding nicht gelingen. Wie genau soll
    > dann bitte Peer-2-Peer funktionieren?

    Es ist weder Aufgabe noch Intention der Vodafone-Flatrate, zu anderen Vodafone-Teilnehmern zu verbinden. Da mangelt es nicht an Forwarding; sowas nennt sich Firewall.

    > Schwachsinn, ich bin schon seit 2003 mit IPv6
    > unterwegs und seit 2005 läuft IPv6 im
    > Produktivbetrieb.

    Dann produktiviere mal schön weiter. Nenn mir einen deutschen Internetprovider für Endanwender, der IPv6-Adressen vergibt, und ich nehm alles zurück.

    Ich hab weiter nicht behauptet, IPv6 wäre unfertig oder nicht funktionsfähig. Außerdem interessiert mich nicht, was speziell du machst (seit 2003 oder auch 1989), sondern wie die Gesamtlage ist. Und die ist, dass die meisten Server nicht über IPv6 erreichbar sind.

    > > wird es auch bei "normalen"
    > Internetanschlüssel
    > demnächst wohl immer mehr
    > NAT geben.
    >
    > Intranetzugang mit Web-Proxy mag für Oma Krause
    > sogar ausreichend sein. Ist halt nur kein
    > Internetzugang. Mit einem Fahrrad kommt man auch
    > von A nach B, aber es ist deswegen trotzdem kein
    > Auto.

    Insgesamt sehr interessant, was Oma Krause so alles mag. Schade daran ist nur, dass "Web-Proxies" und NAT so überhauptnichts mit einander zu tun haben...

    http://de.wikipedia.org/wiki/Network_Address_Translation
    http://en.wikipedia.org/wiki/Http_proxy#Web_proxy

    > VPN würde voraussetzen, daß man bei Vodafone
    > andere IP-Protokolle als TCP nutzen könnte: AH,
    > ESP, PPTP, GRE, IP-ENCAP, L2TP, um mal ein paar zu
    > nennen.

    Vollkommener Unsinn. Erstens gibt es VPN-Lösungen auf TCP- und UDP-Basis (http://en.wikipedia.org/wiki/OpenVPN#Networking), zweitens kann man auch IPsec-Verbindungen tunneln (durch TCP bzw. UDP), wenn dieses Protokoll nicht vom Router nativ unterstütz wird.

    Schließlich könnte man sogar durch den Web-Proxy von Oma Krause ein komplettes VPN tunneln.



    4 mal bearbeitet, zuletzt am 13.08.08 15:29 durch jucs.

  5. Re: Vodafone-Intranet-Zugang ist kein Internetzugang

    Autor: Anonymer Nutzer 13.08.08 - 16:01

    jucs schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Das ist nicht löblich, lässt sich aber aushebeln.
    > Woher hast Du das eigentlich, hab ich noch
    > nirgends gelesen?

    Vielleicht solltest Du das Produkt mal in der Praxis benutzen. Für mich ist hier EOD.

    ciao, jtsn

  6. Re: Vodafone-Intranet-Zugang ist kein Internetzugang

    Autor: jucs 13.08.08 - 16:15

    > Vielleicht solltest Du das Produkt mal in der
    > Praxis benutzen. Für mich ist hier EOD.

    Ich denke nein; ist ein schlechtes Angebot.

    Versteh mich nicht falsch, ich bin absolut gegen diese Einschränkungen. Aber ich finde, man sollte auf einem technisch sachlichen Niveau bleiben...

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