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Nebeneffekt.

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
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  1. Nebeneffekt.

    Autor: Al Friede 19.08.08 - 10:04

    Moin Volk,

    bei all dem Brimborium um den Datenklau ist doch der positivste Nebeneffekt, dass der Rest des Volkes nun vielleicht etwas sensibilierter mit den eigenen Daten umgeht.
    Dann wird mal
    - eben nicht bei einem "Umfrageanruf" der Name und die Anschrift genannt, weil man ja was gewinnen könne..
    - auf den Einsatz der Kundenkarten verzichtet..
    - bei Kartenzahlung der Quittungsbeleg nicht einfach in den Müll geworfen.
    - auf die Angabe von persönlichen Daten auf dubiosen Webseiten gelogen (mailinator.com lässt grüßen)
    - usw. usf. (wem erzähl ich das eigentlich? Ihr wissts ja selbst!)

    ..und vorallem, als Betroffener eines Datendiebstahls:
    Da wird mal schleunigst der Halter der Daten angezeigt, denn seine Aufgabe ist es zu verhindern, dass diese persönlichen/personenbezogenen Daten OHNE Zustimmung der betroffenen Person verteilt werden. Sorgfaltpflicht.

    In diesem Falle würd ich bei der DAK aber richtig Terror machen, wenn ich erfahren sollte, dass MEINE Daten ohne mein Abnicken einfach so weitergegeben wurden. Und das Abnicken besteht nicht in einem Telefonanruf a la "Dürfen wir? Ja? Machen wir!", sondern nur mit meinem "Willem" unter nem reellen Dokument (auf Klauseln und irreführenden Satzbau achten!).

    Meine Befürchtung ist nur, dass Otto Normaldeutscher, wie üblich, die Angelegenheit schnell vergisst, denn er, als kleines Licht kann ja sowieso nichts dagegen machen. *würg*

    Gruß
    Al Friede

  2. Re: Nebeneffekt.

    Autor: sirioso 19.08.08 - 10:18

    Al Friede schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Moin Volk,
    >
    > bei all dem Brimborium um den Datenklau ist doch
    > der positivste Nebeneffekt, dass der Rest des
    > Volkes nun vielleicht etwas sensibilierter mit den
    > eigenen Daten umgeht.
    > Dann wird mal
    > - eben nicht bei einem "Umfrageanruf" der Name
    > und die Anschrift genannt, weil man ja was
    > gewinnen könne..

    Haben sie schon, denn sie haben schon deine Tel.


    > - auf den Einsatz der Kundenkarten verzichtet..
    Richtig. Nur in manchen fällen ist dies doch sehr Hilfreich. So zücke ich beim tanken immer gleich die ADAC-Karte mit, bei den Benzinpreisen.

    > - bei Kartenzahlung der Quittungsbeleg nicht
    > einfach in den Müll geworfen.

    Sollte sowieso nicht gemacht werden. Wer keine Daten frei geben will, dürfte nicht mal mit Karte zahlen. Das Geld nur am Automaten holen. Und immer den selben Automaten, der Bewegungsprofile wegen.

    > - auf die Angabe von persönlichen Daten auf
    > dubiosen Webseiten gelogen (mailinator.com lässt
    > grüßen)

    Überhaupt nicht auf dubiosen Webseiten anmelden. Bewusste Falschangaben können ganz böse ins Auge gehen. Urkundenfälchung, Erschleichung von Dienstleistungen, ... . Genaues sagt dir dein Anwalt.

    > ..und vorallem, als Betroffener eines
    > Datendiebstahls:
    > Da wird mal schleunigst der Halter der Daten
    > angezeigt, denn seine Aufgabe ist es zu
    > verhindern, dass diese
    > persönlichen/personenbezogenen Daten OHNE
    > Zustimmung der betroffenen Person verteilt werden.
    > Sorgfaltpflicht.

    Das Callcenter ist in den seltensten Fällen der halter der Daten, sondern immer der Auftraggeber. Dessen Daten zu bekommen ist aber schwierig und die schlimmen sitzen im Ausland und sind nur schlecht juristisch greifbar. Du hast nur Kosten und Stress.

    Besser Hinhaltetaktik am Callcenter. Reden lassen und Kosten verursachen. Hab schon mal einen ca. 15 Minuten zappeln lassen und am Ende abgesagt. Der hat sich gefreut.

    > In diesem Falle würd ich bei der DAK aber richtig
    > Terror machen, wenn ich erfahren sollte, dass
    > MEINE Daten ohne mein Abnicken einfach so
    > weitergegeben wurden. Und das Abnicken besteht
    > nicht in einem Telefonanruf a la "Dürfen wir? Ja?
    > Machen wir!", sondern nur mit meinem "Willem"
    > unter nem reellen Dokument (auf Klauseln und
    > irreführenden Satzbau achten!).

    Dann mach mal. Die sichern sich immer ab. Ausserdem hast du wieder Kosten am Hals, die du vorstrecken musst. Am Ende auf Grund der Verträge zwischen Callcenter und Auftraggeber nicht mal etwas in der Hand hast.


    > Meine Befürchtung ist nur, dass Otto
    > Normaldeutscher, wie üblich, die Angelegenheit
    > schnell vergisst, denn er, als kleines Licht kann
    > ja sowieso nichts dagegen machen. *würg*

    Da du kein kleines Licht bist, dann klage mal schön. Sitzt dann Jahrelang vor Gericht. Überweist einen Hunderter nach dem anderen an deinen Rechtsanwalt. Und ob du sie am Ende Gerichtlich greifen kannst ist immernoch fraglich.

  3. Re: Nebeneffekt.

    Autor: Al Friede 19.08.08 - 10:59

    sirioso schrieb:
    > > - eben nicht bei einem "Umfrageanruf" der Name
    > > und die Anschrift genannt, weil man ja was
    > > gewinnen könne..
    >
    > Haben sie schon, denn sie haben schon deine Tel.

    Nunja, die kann auch mitm Zufallsgenerator erwischt worden sein.

    > > - auf den Einsatz der Kundenkarten verzichtet..

    > Richtig. Nur in manchen fällen ist dies doch sehr
    > Hilfreich. So zücke ich beim tanken immer gleich
    > die ADAC-Karte mit, bei den Benzinpreisen.

    Stimmt.. 2 cent/l ist ne Einsparung.. mhh.. die ADAC-Karte ist ja eigentlich nicht wirklich eine Kundenkarte (im Sinne von Kaufen und Punkte sammeln).

    > > - bei Kartenzahlung der Quittungsbeleg nicht einfach in den Müll
    > > geworfen.
    >
    > Sollte sowieso nicht gemacht werden.

    Wird aber.. und das ist hammermässig genug.

    > Wer keine Daten frei geben will, dürfte nicht mal mit Karte
    > zahlen. Das Geld nur am Automaten holen. Und immer
    > den selben Automaten, der Bewegungsprofile wegen.

    Huh..dann machste Dich aber schäublisch verdächtig :)))

    > > - auf die Angabe von persönlichen Daten auf dubiosen Webseiten gelogen
    > (mailinator.com lässt grüßen)
    >
    > Überhaupt nicht auf dubiosen Webseiten anmelden.

    Stümmt :) Aber gehen wir mal nicht von uns aus, die sich etwas besser in dem Metier auskennen...

    > Bewusste Falschangaben können ganz böse ins Auge gehen.

    Hey, natürlich im gesetzlichen Rahmen (Foren etc.).
    Ich will/wollte/werde niemanden zu einer Straftat verleiten.
    Soweit kommt das noch.

    > > ..und vorallem, als Betroffener eines Datendiebstahls:
    > > Da wird mal schleunigst der Halter der Daten angezeigt, denn seine
    > > Aufgabe ist es zu verhindern, dass diese persönlichen/personenbezogenen
    > > Daten OHNE Zustimmung der betroffenen Person verteilt werden.

    > Das Callcenter ist in den seltensten Fällen der
    > halter der Daten, sondern immer der Auftraggeber.

    In diesem Falle wäre es die DAK, nicht das CC, denn als Kassenmitglied hast Du mit denen einen Deal abgeschlossen.
    Es ist, wie es mit einer Ehe sein sollte: "Drum prüfe wer sich ewig bindet."
    :)

    > Dessen Daten zu bekommen ist aber schwierig und die schlimmen sitzen im
    > Ausland und sind nur schlecht juristisch greifbar.
    > Du hast nur Kosten und Stress.

    Wenn EU-Ausland, dann greifbar.. aus dem Grund geh ich übrigens bei unterdrückten Nummern nicht oder sehr ungerne ans Teflon, und wenn, dann melde ich mich nicht mit Namen. Einfach nur "Ja" reicht aus..

    > Besser Hinhaltetaktik am Callcenter. Reden lassen
    > und Kosten verursachen. Hab schon mal einen ca. 15
    > Minuten zappeln lassen und am Ende abgesagt. Der
    > hat sich gefreut.

    Das geht auch: Mikrofon stummschalten, Lautsprecher ganz leise und etwas wirklich Sinnvolles erledigen... zwischendurch auf's Display schauen, ob die noch dran sind. Die Bestzeit lag bei knapp 20 Minuten..
    Es geht auch ohne Reden :)

    > > In diesem Falle würd ich bei der DAK aber richtig Terror machen, wenn ich
    > > erfahren sollte, dass MEINE Daten ohne mein Abnicken einfach so
    > > weitergegeben wurden.

    > Dann mach mal. Die sichern sich immer ab.

    Und..? das gleiche Recht hast Du auch. Bist Du nicht einverstanden mit dem Vertrag, musste ihn auch nicht unterzeichnen.

    > Ausserdem hast du wieder Kosten am Hals, die du vorstrecken musst. Am Ende
    > auf Grund der Verträge zwischen Callcenter und Auftraggeber nicht mal
    > etwas in der Hand hast.

    Naja, mit ner Rechtschutzversicherung sollte es machbar sein.
    Zumal solche Telefongespräche immer sehr kurz ausfallen, wenn man nachfragt, wie man denn ausgerechnet an die Adresse/Telefonnummer gekommen ist.
    Dann erübrigt sich der Rest auch.. manchmal ist es zu offentsichtlich und in diesem Falle sogar nachweisbar.

    > > Meine Befürchtung ist nur, dass Otto Normaldeutscher, wie üblich, die
    > > Angelegenheit schnell vergisst, denn er, als kleines Licht kann
    > > ja sowieso nichts dagegen machen. *würg*

    > Da du kein kleines Licht bist, dann klage mal schön.
    > Sitzt dann Jahrelang vor Gericht. Überweist einen Hunderter nach dem anderen
    > an deinen Rechtsanwalt. Und ob du sie am Ende Gerichtlich greifen kannst ist
    > immernoch fraglich.

    Nenn mir eine Alternative..
    Sich nicht gegen den Missbrauch der Daten wehren?
    Das kann es nun wirklich nicht sein.

    Man kann explizit untersagen, die erfassten Daten an Dritte weiterzugeben. Dieses Recht steht jedem zu und sollte auch genutzt werden.

    Grüßle
    Al

  4. Re: Nebeneffekt.

    Autor: sirioso 19.08.08 - 11:57

    > Stimmt.. 2 cent/l ist ne Einsparung.. mhh.. die

    Aha, dann ist eine Preiserhöhung von 1 Cent an den Tanken zur Urlaubszeit auch nicht schlimm. Nee, das macht bei mir schon was aus in der Brieftasche. Dafür fahren andere extra in Nachbarort, weil dort der Joguhrt beim Aldi einen cent billiger ist.

    > ADAC-Karte ist ja eigentlich nicht wirklich eine
    > Kundenkarte (im Sinne von Kaufen und Punkte
    > sammeln).
    >

    noch nicht. Aber es gibt schon einige Angebote, wo man prozente bekommt, nur weil man da Mitglied ist. Auch wenn ich die eher selten nutze. Und was mit den Daten da passiert, wenn bei Tanke die Karte durchgezogen wird? Wer weiss das schon.

    > Huh..dann machste Dich aber schäublisch verdächtig
    > :)))
    >

    oh.

    > Nenn mir eine Alternative..
    > Sich nicht gegen den Missbrauch der Daten wehren?
    >

    In einfachen Fällen ignoriere ich es. In schweren Fällen, Info an Verbraucherzentralen. Die freuen sich immer über beweiskräftiges Material.


    > Das kann es nun wirklich nicht sein.
    >
    > Man kann explizit untersagen, die erfassten Daten
    > an Dritte weiterzugeben. Dieses Recht steht jedem
    > zu und sollte auch genutzt werden.
    >

    Zeig mir mal eine ERP / CRM Lösung, bei der bei den Kundendaten ein Feld ist, in dem man für die Weitergabe der daten einen haken für Erlaubniss/Untersagung stetzen darf. Mir ist da noch keins unter die Finger gekommen. Ok, man könnte villeicht ein Freifeld dafür einrichten oder definieren. Aber OutOfTheBox? Bisher nichts gesehen.

  5. Re: Nebeneffekt.

    Autor: Al Friede 19.08.08 - 12:21

    sirioso schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > Stimmt.. 2 cent/l ist ne Einsparung.. mhh..
    >
    > Aha, dann ist eine Preiserhöhung von 1 Cent an den
    > Tanken zur Urlaubszeit auch nicht schlimm.

    Du verstandest mich miss :)
    Ich habe meine Aussage ernst und absolut unironisch gemeint..

    > Nee, das macht bei mir schon was aus in der Brieftasche.
    eben, denn Kleinvieh macht auch Mist..

    > > ADAC-Karte ist ja eigentlich nicht wirklich
    > > eine Kundenkarte (im Sinne von Kaufen und Punkte sammeln).
    > noch nicht. Aber es gibt schon einige Angebote, wo
    > man prozente bekommt, nur weil man da Mitglied
    > ist.
    Mhh.. ich sollte mir'n Kartenlesegerät anschaffen und zu sehen, welche Daten auf dem ollen Streifen hinterlegt sind..

    > > Nenn mir eine Alternative..
    > Sich nicht gegen den Missbrauch der Daten wehren?

    > In einfachen Fällen ignoriere ich es.
    Gut.. da stimme ich Dir zu, denn da braucht man aus der Mücke keinen Elefanten zu machen..

    > In schweren Fällen, Info an Verbraucherzentralen. Die freuen
    > sich immer über beweiskräftiges Material.
    Stimmt auch wieder :)

    > > Man kann explizit untersagen, die erfassten Daten an Dritte weiterzugeben.
    > > Dieses Recht steht jedem zu und sollte auch genutzt werden.
    >
    > Zeig mir mal eine ERP / CRM Lösung, bei der bei
    > den Kundendaten ein Feld ist, in dem man für die
    > Weitergabe der daten einen haken für
    > Erlaubniss/Untersagung stetzen darf.

    Wo ist da das Problem? Zeig mir eine ERP/CRM-Lösung, die AS-IS ausgeliefert wird und gleich (richtig) produktiv arbeitet. Es sind immer irgendwelche Anpassungen oder Module nötig, bis diese wirklich produktiv sind.. und einen Feldnamen, Typ Boolean, in eine Tabelle einzusetzen, sollte wahrlich nicht das Problem sein. Ich schweife ab, sorry :)

    Wenn man einen Vertrag vor sich hat, sollte man die Klauseln (auch das Kleingedruckte, selbst wenn es schlecht für die Augen ist ;) ) lesen.
    Findet man eine Klausel, die auf das Thema "Datenherausgabe" etc. bezieht, kann man entweder von einem Abschluss absehen oder diesen expliziten Vertragspunkt separat behandeln (Zusatzvereinbarung zum Vertrag, Herausnehmen oder Wandlung des betreffenden Vertragpunktes, etc. ).
    Ist der Vertragspartner nicht dazu bereit, hat er Pech gehabt.

    Vertrag kommt von Vertragen, denn als potenzieller Kunde unterzeichnet man schliesslich keine Kapitulationsurkunde, sondern ein für beide Seiten verbindliches und gewinnbringendes Verhältnis.
    Wir sollten mehr Feilschen.. steht nirgendwo geschrieben, dass das verboten ist..

    Frei nach "Life of Brian": "10?? 10 für diese Flasche??"

    Gruß

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