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Make-UP-Funktion

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  1. Make-UP-Funktion

    Autor: :-) 22.08.08 - 09:37

    Jetzt ist die Katze aus dem Sack..

    Die erste Wunsch-Kamera ist da! Nicht dass das die Kamera meines Wunsches wäre, aber immerhin ist es eine Kamera, die Wünsche erfüllen kann.

    Da gibt es bald den Knopf "OMA" und schon erscheint auf dem Display eine Oma. OK, es ist zwar nicht meine Oma, die ist ja schließlich schon 20 Jahre tot, aber den modernen Menschen ficht das doch wohl nicht an, oder?

    Auch beim Thema Urlaub sehe ich da zahlreiche Entwicklungsmöglichkeiten: Man stellt einfach "Urlaub" ein und wählt aus einer Liste das Wunschland aus.. Knips! und schon ist das Urlaubsbild fertig.

    Diese Kamera wünsche ich mir von meinem persönlichen digitalen Weihnachtsmann :-)

    Vom echten Weihnachtsmann wünsche ich mir hingegen eine Kamera mit 8 Millionen Bayerkreuzen, die bei Verdoppelung des ISO-Wertes automatisch die Pixelzahl halbiert. Das scheint aber ein unerfüllbarer Wunsch zu sein.


  2. Re: Make-UP-Funktion

    Autor: GregoryBloom 22.08.08 - 09:53

    > Da gibt es bald den Knopf "OMA" und schon
    > erscheint auf dem Display eine Oma. OK, es ist
    > zwar nicht meine Oma, die ist ja schließlich schon
    > 20 Jahre tot, aber den modernen Menschen ficht das
    > doch wohl nicht an, oder?

    Ich glaub' die Kamera macht aus der Oma dann 'ne 20 Jährige...
    Die Kamera is sicher praktisch, wenn man nur hässliche Leute in seiner Umgebung hat.

  3. Re: Make-UP-Funktion

    Autor: GG 22.08.08 - 10:51


    > Die Kamera is sicher praktisch, wenn man nur
    > hässliche Leute in seiner Umgebung hat.

    autsch!


  4. Re: Make-UP-Funktion

    Autor: Louis Jacques Mande Daguerre 22.08.08 - 15:26

    Alors, honi soit qui mal y pense! Als ich im Jahre des Herrn 1837 die dann nach mir so benannte « Daguerrotypie » entwickelte, wollte man das neue Verfahren noch als erkenntnistheoretische Revolution deuten.
    Qua « Kamerablick » sollte endlich ein « unverstellter Zugang zur Wirklichkeit » moeglich sein, c'était un pas inouï quant à la recherche de la réalité...tel on croyait à l'époque. Ludwig Feuerbach ist drauf reingefallen, der ganze « anschauende », anthropologische Materialismus, der Empirismus, Positivismus usw...

    Es gibt ueberhaupt keinen « unverstellten » Zugang zur Realitaet. Weder von rechts, noch von links. Insofern war es doch lange ueberfaellig, die /symbolische Zensur/ der « Wirklichkeitsspiegelung », des (Licht-) « Abdrucks der Wirklichkeit » dadurch auch dem letzten Ignoranten vor Augen zu fuehren, indem man den Akt /symbolischer Aufladung/ gleich in die Kamera mit einbaut : die « symbolische Aufladung » eines Motivs mit den Stimmungen, Wuenschen, Projektionen - den zunaechst und zumeist unbewussten Gehalten existenzialer Gestimmtheit - erledigt der Apparat in Echtzeit - etwas, das sowieso passierte, nur bis dato vom eigentlichen Photographieren verfahrenstechnisch vor- und/oder nachgelagert war.

    Interessant wird es demnaechst, wenn Computerspiele bzw. Computergraphik /im allgemeinen/ - wie ja in Filmen und speziellen Anwendungen schon ueblich - die « Darstellungs » -qualitaet erreichen, die man bisher als « Photorealismus » bezeichnete. An der aktuellen technischen Entwicklung kristallisiert sich schliesslich die heutige neue Absurditaet des Begriffs : welcher Sinn eignet noch der Rede vom « Photo-Realismus » - das ultimativ uneingeloeste Versprechen, die erscheinende Objektwelt qua sinnlicher « Wirklichkeit », « die Dinge wie sie wirklich sind », ohne subjektive Eintraege, darzustellen im Medium des « Lichtbildes »?

    Die Apparatur sollte urspruenglich den Blick auf das « Ding an sich » freigeben, « Abbildung » der Wirklichkeit anstatt ihrer begrifflichen Reproduktion und den damit verbundenen Schwierigkeiten des Vermittlungsprozesses. Daher das Utopisch-Euphorische des « Photorealismus ».

    Die neue Technik wird hoffentlich die lange ueberfaellige Popularisierung der Einsicht in die Unentrinnbarkeit des Vermittlungsproblems zeitigen. Wenn Simulation und Manipulation rein optisch (auch wenn es - gottseidank - /noch/ andere Wahrheitskriterien gibt) nicht mehr vom « Original » zu unterscheiden sind, macht es auch keinen Sinn mehr, von « Photorealismus » zu sprechen. Vielleicht moechte dann ein gesundes Mass an Skepsis und Zweifel bei den Menschen mehr Verbreitung finden im alltaeglichen Umgang mit Bildern. (!?)

    Entschuldigung fuer die Redundanz, /sine repetitio est mater studiorum/.

  5. Re: Make-UP-Funktion

    Autor: :-) 23.08.08 - 17:54

    Hallo Luis,

    vielen Dank für deine Darstellung.

    Die Annahme, mit einem Foto der Realität näher zu kommen, ist nicht so abwegig. Photographie lebt vom Licht. Selten aber ist das Ereignis auch die Quelle des Lichtes. In der Regel ist es vielmehr der Ort einer weiteren Manipulation von schon mehrfach manipuliertem Licht. Zwar mag das Photon vom Ereignis berichten, aber sein Informationsgehalt ist gering: Es ist da, oder nicht da.

    Tatsächlich ist die Anzahl entscheidend, genauer gesagt, es ist die "Große Zahl" und damit kommt die Statistik ins Spiel, mit samt ihren Kenngrößen. Farbe erweist sich als die Abweichung vom spektralen Mittelwert. Der Bildinhalt wird durch Änderungen der Intensität (Anzahl der Photonen) in Abhängigkeit vom geometrischen Ort geprägt.

    Die Adaption liefert den "künstlichen" Horizont und damit "nur einen statistischen" Referenzwert. Das Interpretieren all dieser statistischen Kennwerte ist die Kunst des Schauens.

    Natürlich bieten sich hier genügend Möglichkeiten, die Statistik künstlich (künstlerisch) zu beeinflussen. Eine Statistik ist dann wirkungsvoll, wenn sie bestimmte Aussagen macht. Fehlen diese Aussagen, fehlt auch die Wirkung. Und genau da kann man wirkungsvoll eingreifen... Manche nennen es Blendwerk, für andere ist es gleichberechtigte Kunst. Eingebaut in einem Fotoapparat könnte man es Roboterkunst nennen, automatische Kunst, oder Kunst eines Automaten, wie auch immer.

    Da nun auch Wirkung ihre Kenngrößen hat, lässt sich künstlich eine Wirkung generieren, die zum gewünschten Ziel führt: Begeisterung und Erstaunen, aber auch Selbstzufriedenheit durch Annäherung an einen Erwartungswert. Diese Rückkopplung eines biologischen Systems auf ein technisches, ist die Kunst des Herstellers von Fotoapparaten. Man könnte darauf verzichten, das hieße aber, auf eine Geschäftsidee zu verzichten. Dazu schraubt man die Erwartungen in die Höhe und hat somit ein Potential, dass man gewinnbringend abschöpfen kann.

    Schnell kommt man zu dem Schluss: Eine Statistik lügt, wenn sie nicht den Erwartungen entspricht. Selbst eine seriöse Wissenschaft kann diesem Phänomen (gelegentlich) erliegen :-)

    Louis Jacques Mande Daguerre schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Alors, honi soit qui mal y pense! Als ich im Jahre
    > des Herrn 1837 die dann nach mir so benannte «
    > Daguerrotypie » entwickelte, wollte man das neue
    > Verfahren noch als erkenntnistheoretische
    > Revolution deuten.
    > Qua « Kamerablick » sollte endlich ein «
    > unverstellter Zugang zur Wirklichkeit » moeglich
    > sein, c'était un pas inouï quant à la recherche de
    > la réalité...tel on croyait à l'époque. Ludwig
    > Feuerbach ist drauf reingefallen, der ganze «
    > anschauende », anthropologische Materialismus, der
    > Empirismus, Positivismus usw...
    >
    > Es gibt ueberhaupt keinen « unverstellten » Zugang
    > zur Realitaet. Weder von rechts, noch von links.
    > Insofern war es doch lange ueberfaellig, die
    > /symbolische Zensur/ der « Wirklichkeitsspiegelung
    > », des (Licht-) « Abdrucks der Wirklichkeit »
    > dadurch auch dem letzten Ignoranten vor Augen zu
    > fuehren, indem man den Akt /symbolischer
    > Aufladung/ gleich in die Kamera mit einbaut : die
    > « symbolische Aufladung » eines Motivs mit den
    > Stimmungen, Wuenschen, Projektionen - den
    > zunaechst und zumeist unbewussten Gehalten
    > existenzialer Gestimmtheit - erledigt der Apparat
    > in Echtzeit - etwas, das sowieso passierte, nur
    > bis dato vom eigentlichen Photographieren
    > verfahrenstechnisch vor- und/oder nachgelagert
    > war.
    >
    > Interessant wird es demnaechst, wenn
    > Computerspiele bzw. Computergraphik /im
    > allgemeinen/ - wie ja in Filmen und speziellen
    > Anwendungen schon ueblich - die « Darstellungs »
    > -qualitaet erreichen, die man bisher als «
    > Photorealismus » bezeichnete. An der aktuellen
    > technischen Entwicklung kristallisiert sich
    > schliesslich die heutige neue Absurditaet des
    > Begriffs : welcher Sinn eignet noch der Rede vom «
    > Photo-Realismus » - das ultimativ uneingeloeste
    > Versprechen, die erscheinende Objektwelt qua
    > sinnlicher « Wirklichkeit », « die Dinge wie sie
    > wirklich sind », ohne subjektive Eintraege,
    > darzustellen im Medium des « Lichtbildes »?
    >
    > Die Apparatur sollte urspruenglich den Blick auf
    > das « Ding an sich » freigeben, « Abbildung » der
    > Wirklichkeit anstatt ihrer begrifflichen
    > Reproduktion und den damit verbundenen
    > Schwierigkeiten des Vermittlungsprozesses. Daher
    > das Utopisch-Euphorische des « Photorealismus ».
    >
    > Die neue Technik wird hoffentlich die lange
    > ueberfaellige Popularisierung der Einsicht in die
    > Unentrinnbarkeit des Vermittlungsproblems
    > zeitigen. Wenn Simulation und Manipulation rein
    > optisch (auch wenn es - gottseidank - /noch/
    > andere Wahrheitskriterien gibt) nicht mehr vom «
    > Original » zu unterscheiden sind, macht es auch
    > keinen Sinn mehr, von « Photorealismus » zu
    > sprechen. Vielleicht moechte dann ein gesundes
    > Mass an Skepsis und Zweifel bei den Menschen mehr
    > Verbreitung finden im alltaeglichen Umgang mit
    > Bildern. (!?)
    >
    > Entschuldigung fuer die Redundanz, /sine repetitio
    > est mater studiorum/.


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