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Schwieriges Thema

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  1. Schwieriges Thema

    Autor: teris 06.10.08 - 17:42

    Hallo,

    ich finde das ist ein sehr schwieriges Thema. Das mit der Rücksendung begrüße ich so weit. Die Portokosten sind ja nur ein kleiner Teil der Kosten.

    Dazu kommt das Prüfen der Verpackung und evtl. noch ein Verlust weil man die Ware nicht mehr als Neu verkaufen kann, wenn z.B. die Verpackung verpflückt ist (geht bei diesen eingeschweißten Dingern ja nicht anders). Meine Kunden haben dadurch wesentlich höheren Personalaufwand, was die Preise treibt.

    Wenn das im Rahmen bleibt, kann ein Shop durchaus damit leben und das in die Kalkulation einbringen.

    Ein guter Kunde ist daran leider zugrunde gegangen:

    Er hat Flachbildfernseher verkauft. Pünktlich zur EM dieses Jahr gingen die Verkaufszahlen steil nach oben. Leider bekam er innerhalb der 2 Wochen 70% der Geräte wieder zurück - Teilweise mit ner Neubestellung um noch mal 2 Wochen zu testen. Die Portokosten mussten die Kunden zwar selbst tragen, aber dennoch hat es meinem Kunden das Genick gebrochen und Ihm in die Insolvenz geschickt. - Das hat auch für die Kunden folgen: Er konnte nicht alle Beträge wieder auszahlen, so dass manche nun gar nichts mehr haben. Weder Fernseher, noch Geld.

    Es gibt immer 2 Seiten. Das derzeitige Fernabsatzgesetzt macht es den Kunden meiner Meinung etwas zu leicht. Eine (kleine) Hemmschwelle sollte bestehen bleiben. z.B. die Hin- oder Rücksendekosten. - Wenn ich in ein Ladenlokal gehe habe ich das Benzin ja auch schon verfahren / die S-Bahn bezahlt und kann es nicht zurückverlangen.

    Bye,
    Sebastian

  2. Re: Schwieriges Thema

    Autor: rootkid 06.10.08 - 18:49

    teris schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hallo,
    >
    > ich finde das ist ein sehr schwieriges Thema. Das
    > mit der Rücksendung begrüße ich so weit. Die
    > Portokosten sind ja nur ein kleiner Teil der
    > Kosten.
    >
    > Dazu kommt das Prüfen der Verpackung und evtl.
    > noch ein Verlust weil man die Ware nicht mehr als
    > Neu verkaufen kann, wenn z.B. die Verpackung
    > verpflückt ist (geht bei diesen eingeschweißten
    > Dingern ja nicht anders). Meine Kunden haben
    > dadurch wesentlich höheren Personalaufwand, was
    > die Preise treibt.
    >
    > Wenn das im Rahmen bleibt, kann ein Shop durchaus
    > damit leben und das in die Kalkulation
    > einbringen.
    Ergo: Es schlägt sich auf den Verkaufpreis nieder.

    > Ein guter Kunde ist daran leider zugrunde
    > gegangen:
    >
    > Er hat Flachbildfernseher verkauft. Pünktlich zur
    > EM dieses Jahr gingen die Verkaufszahlen steil
    > nach oben. Leider bekam er innerhalb der 2 Wochen
    > 70% der Geräte wieder zurück - Teilweise mit ner
    > Neubestellung um noch mal 2 Wochen zu testen. Die
    > Portokosten mussten die Kunden zwar selbst tragen,
    > aber dennoch hat es meinem Kunden das Genick
    > gebrochen und Ihm in die Insolvenz geschickt. -
    > Das hat auch für die Kunden folgen: Er konnte
    > nicht alle Beträge wieder auszahlen, so dass
    > manche nun gar nichts mehr haben. Weder Fernseher,
    > noch Geld.
    >
    > Es gibt immer 2 Seiten. Das derzeitige
    > Fernabsatzgesetzt macht es den Kunden meiner
    > Meinung etwas zu leicht. Eine (kleine)
    > Hemmschwelle sollte bestehen bleiben. z.B. die
    > Hin- oder Rücksendekosten. - Wenn ich in ein
    > Ladenlokal gehe habe ich das Benzin ja auch schon
    > verfahren / die S-Bahn bezahlt und kann es nicht
    > zurückverlangen.
    >
    > Bye,
    > Sebastian
    Schön, das Ganze mal an einem Fallbeispiel zu sehen. Es fällt manchen Leuten leider schwer das aus einer Perspektive zu sehen, die nicht ihre Eigene ist. Leute, die meinen sie müssten alles Mögliche an Rechten einfordern können, weil sie nicht begreifen dass ihr Zweitausend Euro Fernseher dem Händler nur ein paar Euro Gewinn beschert, und dass er dem Kunden eigentlich einen Gefallen tut indem er das Risiko einer Rückgabe eingeht.

  3. Re: Schwieriges Thema

    Autor: Kaptn Blaumeise 07.10.08 - 15:24

    teris schrieb:
    -------------------------------------------------------

    Hallo teris,

    endlich mal jemand, der das differenzierter sieht.

    >
    > Wenn das im Rahmen bleibt, kann ein Shop durchaus
    > damit leben und das in die Kalkulation
    > einbringen.
    Wenn sowas aus dem Ruder läuft muss sich der Händler halt ansehen, woran es liegt, möglicherweise am Produkt, an der Werbung oder einzelne Kunden, die man ggf. einfach nicht mehr beliefern sollte.

    Das mit den Fernsehern ist zwar tragisch aber m.E. eher ein Einzelfall aus der Situation EM + Fernseh-Verkauf, als der Regelfall. Viele Ladengeschäfte sind mittlerweile dazu übergegangen (oder haben es schon seit langem) ebenfalls 2 Wochen Rückgabe-/Umtauschrecht zu gewähren. Das hätte also auch den Laden an der Ecke treffen können.


    >
    > Es gibt immer 2 Seiten. Das derzeitige
    > Fernabsatzgesetzt macht es den Kunden meiner
    > Meinung etwas zu leicht. Eine (kleine)
    > Hemmschwelle sollte bestehen bleiben. z.B. die
    > Hin- oder Rücksendekosten. - Wenn ich in ein
    > Ladenlokal gehe habe ich das Benzin ja auch schon
    > verfahren / die S-Bahn bezahlt und kann es nicht
    > zurückverlangen.

    Wohl wahr, mir als Kunde sind (aus eigener Erfahrung) aber leider mehr Fälle bekannt, in denen irgendwelche Händler rumflippen. Von daher finde ich die Änderung gut...

    Übrigens, wenn ich zur Post fahre das Paket abholen, hab ich den gleichen Sprit verfahren, aber im Laden will der Händler auch nicht erstmal einen Beitrag zur Miete, Lagerhaltung und Personalkosten haben.


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