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Achtung: Es geht NICHT um IP-Logs von Downloadern oder sogar deren Herausgabe!

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  1. Achtung: Es geht NICHT um IP-Logs von Downloadern oder sogar deren Herausgabe!

    Autor: Samoa 07.10.08 - 23:13

    Auch wenn Golem das mit dem Zitat der "umfassende IP-Speicherung und IP-Auswertung" vielleicht so darstellen will - RapidShare ist weiterhin sicher! Naja, Golem.de/ Holtzbrinck ist eben auch eine von der Industrie bezahlte Seite.

    Hier mal eine kurze Zusammenfassung worum es in dem Urteil GENAU ging:

    1.
    Ausgangspunkt für den Streitfall war der Upload von IBM Software im Jahr 2006 auf rapidshare.DE

    2.
    Es geht in dem Urteil nicht um die Downloader, nur die Uploader.

    3.
    Es geht auch nicht um die Herausgabe von IP-Adressen. Rapidshare verweist hierbei unter anderem auf das Fernmeldegeheimnis und das Gericht sieht auch "keine Veranlassung" sich mit dieser Fragestellung zu beschäftigen.

    Zitat:
    "Die Antragsgegner sind auf ihre datenschutzrechtlichen Ausführungen in der zweiten Instanz nicht mehr substantiiert zurückgekommen, so dass auch der Senat keine Veranlassung hat, sich aus Anlass dieses Rechtsstreits mit den komplexen datenschutzrechtlichen Fragen im Zusammenhang mit dem TMG näher zu befassen. Der vorliegende Rechtsstreit bietet dem Senat insbesondere keine Veranlassung, sich mit der in der Rechtsprechung zum Teil kontrovers erörterten Frage (siehe z. B. AG Berlin CR 08, 194) zu befassen, ob bzw. unter welchen Voraussetzungen IP-Adressen von Nutzern gespeichert oder gar herausgegeben werden dürfen."

    4.
    Nach Auffassung des Gerichts sollte Rapidshare aber neben diversen "Filtermechanismen" bei wiederholtem Upload von urheberrechtlich geschütztem Material von derselben (statischen) IP-Adresse diese IP dauerhaft bannen!
    Selbst wenn es im Ausland durchaus der Fall sein kann, das ganze Stadtteile dieselbe statische IP nutzen.

    5.
    Weil dies natürlich bei dynamischen IPs und Proxies nicht greift, soll Rapidshare nach Auffassung des Gerichts Uploader mit dynamischer IP oder Proxies von ihrem Dienst ausschließen bzw. für diese ein Registrierungsverfahren zur Feststellung der Identität einrichten.

    6.
    Zudem ist man der Meinung, das Uploads von bereits bekannten "Wiederholungstätern" gesondert geprüft werden müssen. Der Wort- und MD5-Filter reiche hier nicht mehr aus. In diesen Fällen müsse auch der Inhalt der jeweiligen Datei geprüft werden. Sollte das Archiv verschlüsselt sein, ist der Upload zurück zu weisen.


    Soviel zur Meingung des Oberlandesgerichts Hamburg, was jetzt konkret daraus wird kann nur die Zeit zeigen. Es sind schon etliche Urteile und Berufungen ins Land gegangen und RapidShare steht immer noch.

    Obwohl schon bereits ein viertel Jahr vergangen ist, ist bis jetzt ÜBERHAUPT GAR NICHTS von Seiten RapidShares in Sachen Uploader-Bann, was vielleicht auch daran liegt, das RapidShare.COM seinen Sitz in der Schweiz hat!
    Hätte man vielleicht auch im Artikel erwähnen können, liest sich ja als wäre das ganze erst Gestern passiert und RapidShare jetzt plötzlich ab Morgen unsicher (was vielleicht auch ein wenig die Absicht hinter diesem Artikel war).

  2. Mehr kotzen als man gegessen hat

    Autor: Capdevila 08.10.08 - 09:16

    OLG Hamburg schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Sollte das Archiv verschlüsselt sein, ist der
    > Upload zurück zu weisen.

    Bei sowas wird mir echt schlecht... Hallo? Geht's noch? Ich werd doch wohl meine Firmendaten und/oder Nacktfotos meiner Freundin noch vor ungewolltem Zugriff schützen dürfen?

    Moah... wie hat Jürgen noch mal gesagt? "Da kri'sch Plack!"

  3. Re: Achtung: Es geht NICHT um IP-Logs von Downloadern oder sogar deren Herausgabe!

    Autor: rapidman 08.10.08 - 09:34

    Danke für die Infos, da liest sich schon ein ganz klein wenig anders als der Artikel hier auf Golem.

    Sollte Rapidshare wirklich den Upload passwortgeschütze Dateien verweigern ist der weg klar, man packt die Dateien wie immer, nur etwas kleiner, verschlüsselt mit Password, nennent die .rar oder .zip Datei in .bin um, packt das ganze nochmal, ohne Passwort, und ab dafür.

    Das Spiel kann man bis zum St. Nimmerleinstag fortsetzen.

    IP-Filter, sei es nun statisch oder durch Authentifizierung von dymnischen IPs macht wenig Sinn. Statisch dürften nicht allzu viele IPs sein, diejenigen auf die das zutrifft dürften in der Tat zu den "großen" gehören, und da soll es mit auch recht sein, da diese i.d.R. auch wirklich Geld dafür nehmen, es also tatsächlich um den Verkauf von Waren geht die einem nicht gehören.

    Da die Authentifizierung wohl logischerweise an einen Account gebunden werden muß (an was auch sonst?) wird sich User XY eben mehrer Accounts zulegen bzw. diese splitten in Up- und Download-Account oder eben wechseln sobald er gebannt wurde. Ich sehen schon, die Monatsabos schwinden und die Tages-Abos steigen.

    Außerdem, so könnte ich mir vorstellen, könnte es dann in Zukunft möglich sein Rapidpoint von einen auf den Account auf einen andere zu transferieren, was ja derzeit wohl nicht geht.

    Weitere Folge könnte sein daß einschlägige Portale nur noch Rapidshre-Links ausspucken wenn der Downloader mindestens einen verifizierten (nicht legalen) Upload nachweisen kann. Dabei geht es dann weniger darum leecher außen vor zu halten sondern vielmehr dafür die User zu Mittätern zu machen, was Ermittlungsbehöreden und sogar die "Privatermittler" der Industrie ausschliessen dürfte. Oder anderrum gedacht:

    Würde Firma x dem Ermittler Y erlauben Programm Z als köder auf Rapidshare zu alden hätten sie es indirekt für alle freigebene, da der Ermittlungsgrund ja eben genau der Umstand war daß es dort für die Msse downloadbar ist.

    So wird man dem problem also nicht beikommen. Könnte man jetzt noch viel dazu sagen, und zwar nicht nur Pro Filesharing und Contra Industrie, aber das würde jetzt hier den Rahmen sprengen. Schdae bloß, daß man sich an den Kern des Problem nach wie vor nicht rantraut und die Diskussin darüber medial abzuwürgen versucht. Wer nicht hören will muß fühlen.


  4. Re: Achtung: Es geht NICHT um IP-Logs von Downloadern oder sogar deren Herausgabe!

    Autor: Capdevila 08.10.08 - 09:39

    rapidman schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Sollte Rapidshare wirklich den Upload
    > passwortgeschütze Dateien verweigern ist der weg
    > klar, man packt die Dateien wie immer, nur etwas
    > kleiner, verschlüsselt mit Password, nennent die
    > .rar oder .zip Datei in .bin um, packt das ganze
    > nochmal, ohne Passwort, und ab dafür.

    Genau :) Oder die verschlüsselte .rar-Datei in Tante_Ernas_Hochzeit.avi umbenennen und schon ist Ruhe im Karton ;)

    > Das Spiel kann man bis zum St. Nimmerleinstag
    > fortsetzen.

    FACK!

  5. Re: Achtung: Es geht NICHT um IP-Logs von Downloadern oder sogar deren Herausgabe!

    Autor: tonydanza 08.10.08 - 10:29

    Vielen Dank!

    Samoa schrieb:
    -------------------------------------------------------
    ...

  6. Re: Achtung: Es geht NICHT um IP-Logs von Downloadern oder sogar deren Herausgabe!

    Autor: rterfgdfg 08.10.08 - 12:45

    und wie erklärst du dir den brief den ein bekannter von der staatsanwaltschaft erhalten hat für einen download bei rs ?!

    nix is sicher

  7. Re: Mehr kotzen als man gegessen hat

    Autor: Django79 08.10.08 - 12:50

    Capdevila schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Bei sowas wird mir echt schlecht... Hallo? Geht's
    > noch? Ich werd doch wohl meine Firmendaten
    > und/oder Nacktfotos meiner Freundin noch vor
    > ungewolltem Zugriff schützen dürfen?
    >
    > Moah... wie hat Jürgen noch mal gesagt? "Da
    > kri'sch Plack!"

    Du lädst Firmendaten und Nacktfotos Deiner Freundin bei RapidShare hoch? Das gehört eigentlich schon als eigener Sachverhalt gerichtlich gestraft. ;-)

    MfG
    Django79

  8. Re: Achtung: Es geht NICHT um IP-Logs von Downloadern oder sogar deren Herausgabe!

    Autor: Floppy-Drive 08.10.08 - 15:31

    Blabla, das will ich sehen!

    Bisher wurde noch kein einziger wegen Rapidshare abgemahnt!
    Hast du vielleicht irgendwelche handfesten Beweise (Gerichtsbescheide ect.), oder arbeitest du nur für ProMedia und willst hier ein bisschen FUD streuen?

    RS ist das sicherste und einfachste System was es bisher an Main-Stream Filesharing gab. Wenn du also nicht mehr als Gerüchte zu bieten hast, kannst du gleich wieder gehen!

  9. Re: Mehr kotzen als man gegessen hat

    Autor: Floppy-Drive 08.10.08 - 15:34

    Django79 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    >
    > Du lädst Firmendaten und Nacktfotos Deiner
    > Freundin bei RapidShare hoch? Das gehört
    > eigentlich schon als eigener Sachverhalt
    > gerichtlich gestraft. ;-)
    >

    Warum? Als Online-Backup ist das doch völlig legitim! Das halbe TeraByte an dauerhaftem Speicherplatz für jeden Premium-Account bei Rapidshare allein ist das Geld schon wert im Vergleich zu anderen Online-Speicher Diensten!
    Erst wenn er die Links zu seinen Dateien veröffentlicht, könnte ihn seine Freundin belangen!

    Außerdem ging es beim Ablehnen von verschlüsselten Dateien NUR um Uploads von "bekannten Wiederholungstätern" (deshalb ja auch die Idee mit der Registrierung) und nicht generell um alle Uploads!
    Wobei die Diskussion sowieso überflüssig ist, da sich Rapidshare allem Anschein nach sowieso kein Stück um die Meinungen des OLG Hamburg gekümmtert hat.

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