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Waffenhersteller und Händler werden auch nicht mitverantwortlich für Schiessereien, Morde oder Überfälle gemacht. Schon komisch oder?

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  1. Waffenhersteller und Händler werden auch nicht mitverantwortlich für Schiessereien, Morde oder Überfälle gemacht. Schon komisch oder?

    Autor: Puh 08.10.08 - 13:01

    Wurde jemals in der Geschichte ein Waffenhersteller oder Waffenhändler mitverantwortlich für Schiessereien, Moder oder Überfälle mit seinen Waffen gemacht?

    Wurde ein Messerhersteller mit zu Verantwortung gezogen, wenn ein Irrer Menschen mit seinem Produkt abgestochen hat?

    Werden Autohersteller auch verklagt wenn jemand mit einem seiner Autos auf der Autobahn oder Innenstadt Amok fährt und zig Menschen tötet?

    Nein, denn Waffen töten nicht, sondern Menschen töten!

    Nicht Server begehen Urheberrechtsverletzungen, sondern Menschen!

    Werden Waffenhersteller dazu verpflichtet zu überwachen was mit ihren Waffen geschieht? Nein.

    Warum sollen Filehoster dazu verpflichtet werden zu schauen was die Benutzer auf ihren Server laden?

    Kann es sein, dass die Rechtsanwälte von Rapidshare einfach nur unfähig sind?

  2. Re: Waffenhersteller und Händler werden auch nicht mitverantwortlich für Schiessereien, Morde oder Überfälle gemacht. Schon komisch oder?

    Autor: Django79 08.10.08 - 13:13

    Puh schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Nicht Server begehen Urheberrechtsverletzungen,
    > sondern Menschen!
    >
    > Warum sollen Filehoster dazu verpflichtet werden
    > zu schauen was die Benutzer auf ihren Server
    > laden?

    Weil Filehoster in aller Regel Menschen sind.

    Um Deiner Logik weiter zu folgen: Waffenhersteller dürfen ihre Produkte nicht an jedermann legal abgeben, also dürfen es Filehoster auch nicht.

    MfG
    Django79

  3. Re: Waffenhersteller und Händler werden auch nicht mitverantwortlich für Schiessereien, Morde oder Überfälle gemacht. Schon komisch oder?

    Autor: Puh 08.10.08 - 13:25

    Django79 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Puh schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Nicht Server begehen
    > Urheberrechtsverletzungen,
    > sondern
    > Menschen!
    >
    > Warum sollen Filehoster dazu
    > verpflichtet werden
    > zu schauen was die
    > Benutzer auf ihren Server
    > laden?
    >
    > Weil Filehoster in aller Regel Menschen sind.
    >
    > Um Deiner Logik weiter zu folgen: Waffenhersteller
    > dürfen ihre Produkte nicht an jedermann legal
    > abgeben, also dürfen es Filehoster auch nicht.
    >
    > MfG
    > Django79
    >


    Ach und Waffenhersteller sind keine Menschen, so so ...

    Waffenhersteller geben überhaupt nicht an Jedermann oder Irgendwen ab, sie stellen nur her - verkaufen tun die Waffen andere, aber ganz egal, denn die Gesetze schützen überhaupt nicht davor dass jeder zu jedem Hauptbahnhof in jeder deutschen Großstadt gehen kann und dort Waffen (und auch Drogen) kaufen kann.

  4. Re: Waffenhersteller und Händler werden auch nicht mitverantwortlich für Schiessereien, Morde oder Überfälle gemacht. Schon komisch oder?

    Autor: Unplugged 08.10.08 - 13:35

    Puh schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Waffenhersteller geben überhaupt nicht an
    > Jedermann oder Irgendwen ab, sie stellen nur her -
    > verkaufen tun die Waffen andere, aber ganz egal,
    > denn die Gesetze schützen überhaupt nicht davor
    > dass jeder zu jedem Hauptbahnhof in jeder
    > deutschen Großstadt gehen kann und dort Waffen
    > (und auch Drogen) kaufen kann.


    Du trifftest nun aber weit vom Thema ab. Btw können dich Gesetze davor nicht schützen, Gesetze legen nur fest was Recht und was Unrecht ist. Der Vollzug erfolgt beispielsweise durch die Polizei.

  5. Re: Waffenhersteller und Händler werden auch nicht mitverantwortlich für Schiessereien, Morde oder Überfälle gemacht. Schon komisch oder?

    Autor: Django79 08.10.08 - 13:48

    Puh schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ach und Waffenhersteller sind keine Menschen, so
    > so ...

    Das schrieb wer an welcher Stelle?

    > Waffenhersteller geben überhaupt nicht an
    > Jedermann oder Irgendwen ab, sie stellen nur her -

    Genau. Und sobald die Waffe fertig ist, verschwindet sie von Zauberhand aus der Fabrik/Werkstatt und materialisiert im Laden oder direkt in den Händen des Endkunden. - Du weißt aber schon, wie Vertrieb funktioniert, oder?

    Vereinfacht: Der Hersteller verkauft seine Waffen legal oder illegal an Händler, dieser verkauft sie legal/illegal an Endkunden oder weitere Händler, die sie dann legal/illegal weiterverkaufen.

    In unserem Vergleich enstpricht der Filehoster einem Händer, der die Ware (bzw. die Dienstleistung) an den Endkunden verkauft. Und ebenso, wie ein legaler Waffenhändler prüfen muss, an wen er die Knarre verkauft, muss nach dem Willen des Gesetzgebers auch der Filehoster prüfen, wem er seine Dienstleistung anbietet.

    > denn die Gesetze schützen überhaupt nicht davor
    > dass jeder zu jedem Hauptbahnhof in jeder
    > deutschen Großstadt gehen kann und dort Waffen
    > (und auch Drogen) kaufen kann.

    Stimmt. Aber ich habe letztens die Kalaschnikow wieder zurückbringen müssen, die ich am Berliner Hauptbahnhof gekauft habe, weil der Lauf verzogen war. War kein Problem, fiel unter Gewährleistung. Der Händler hat mir übrigens nicht nur das Geld zurückgegeben, sondern aus Kulanz sogar noch ein Tütchen Dope draufgepackt und mir noch am gleichen Abend 'ne frisch importierte Nutte geschickt. Das nenn' ich Service!

    Den gibt's aber nur am Hauptbahnhof. In jeder Großstadt, auch in Ihrer Nähe!

    MfG
    Django79

  6. Wie das ?

    Autor: Maxiklin 08.10.08 - 14:06

    [quote]Und ebenso, wie ein legaler Waffenhändler prüfen muss, an wen er die Knarre verkauft, muss nach dem Willen des Gesetzgebers auch der Filehoster prüfen, wem er seine Dienstleistung anbietet. [/quote]

    Wie soll das denn bitteschön laufen ? Beim Waffenhändler ist das klar, dafür gibts u.a. das polizeiliche FÜhrungszeugnis, Waffenschein usw. Bei Rapidshare kauft man ja zunächst einmal NUR dafür, X GB Speicherplatz zu bekommen bzw. das Recht, X GB pro Monat runterladen zu dürfen. Dafür benötigt man aber weder in Deutschland, noch sonstwo irgendwelche Unterlagen, das kann/darf jeder ab 18 (darunter ist man ja nur beschränkt vertragsfähig).

    In dem Urteil geht es aber nicht darum, daß Rapidshare prüfen muß, WER da irgendwas uploaded, sondern WAS upgeloaded wird. D.h. ALLES entpacken und prüfen, ob Urheberrecht verletzt wird oder nicht. Und um bei dem Vergleich zu bleiben, müßte der Waffenhändler sehr wohl kontrollieren, was der Käufer mit der Waffe tut, und das natürlich bei jeder Waffe. Dürfte sportlich werden :)

    Daß das Gericht diesen Filter nicht akzeptiert ist ja nun wirklich nicht verwunderlich, der ist eh die größte Lachnummer. Genausogut könnte man hergehen und nur genormte Verpackungen kontrollieren, in denen Waffen vom Hersteller verpackt werden und sobald diese blau ist oder das Paketband eine andere Farbe hat, braucht/darf der Zoll dort nicht mehr reinschauen :D. Jeder Idiot kann Dateien umbenennen und denselben INhalt hochladen und der FIlder läuft ins Leere.

    Und daß Rapidshare AUSSCHLIESSLICH dazu da ist, um mehr oder weniger illegale Software, Filme, Spiele etc. auszutauschen dürfte auch jedem klar sein. Denn alles andere, was legal bzw. umsonst zu bekommen ist, bekommt man auf den entsprechenden Herstellerseiten wesentlich einfacher und für lau (Treiber, Freeware, Demos usw.).
    Dasselbe gilt übrigens für alle anderen Anbieter in der Richtung wie Fileload, Uploaded.to usw.

    Ich frag mich nur, wieso Rapidshare es nicht so macht wie alle anderen Anbieter, nämlich ihren Sitz nach TOnga oder irgendwelche anderen Inseln verlagert, wo sie machen können, was sie wollen.

    Maxiklin

  7. Re: Waffenhersteller und Händler werden auch nicht mitverantwortlich für Schiessereien, Morde oder Überfälle gemacht. Schon komisch oder?

    Autor: Generalsnes 08.10.08 - 14:35

    Man hat sich leider Methoden von Unrechtsstaaten angewöhnt.
    Es müsste ja eigentlich auch einer person nachgewiesen werden,das eine bestimmte Person im Internet etwas getan hat.

    Weil man das nicht kann,hat man die störehaftung erfunden,wo man sich den nächst besten nimmt.

  8. Re: Wie das ?

    Autor: Django79 08.10.08 - 14:52

    Maxiklin schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wie soll das denn bitteschön laufen ? Beim
    > Waffenhändler ist das klar, dafür gibts u.a. das
    > polizeiliche FÜhrungszeugnis, Waffenschein usw.
    > Bei Rapidshare kauft man ja zunächst einmal NUR
    > dafür, X GB Speicherplatz zu bekommen bzw. das
    > Recht, X GB pro Monat runterladen zu dürfen. Dafür
    > benötigt man aber weder in Deutschland, noch
    > sonstwo irgendwelche Unterlagen, das kann/darf
    > jeder ab 18 (darunter ist man ja nur beschränkt
    > vertragsfähig).

    Die meisten illegalen Uploads erfolgen eben nicht über Accounts, sondern anonym. Das entspricht einem Waffenhändler, der eien Waffe verkauft, ohne oben genannte Dokumente verlangt zu haben.

    An dieser Stelle noch einmal der Hinweis, dass ich den Vergleich Waffenhändler <-> Filehoster nicht für sinnvoll halte. Aber er war ja auch nicht von mir - ich habe ihn lediglich basierend auf der Argumentation von puh fortgesponnen, um zu belegen, dass seine Argumentation Müll ist.

    Der Kern ist einfach der, dass man, wenn man eine Dienstleistung anbietet, die tendenziell illegales Handeln begünstigt, entweder mit den Folgen leben oder Gegenmaßnahmen ergreifen muss.

    Dass die vom Gericht verlangten Maßnahmen zwecklos bis undurchführbar sind, steht auf einem anderen Blatt. Der Filehoster hätte ja von vornherein geeignete Maßnahmen ergreifen können und somit die Fehlentscheidung des Gerichts gar nicht erst provoziert.

    MfG
    Django79

  9. "Mitstörer", nicht "Täter"!

    Autor: Manschi 08.10.08 - 14:54

    Puh schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wurde jemals in der Geschichte ein
    > Waffenhersteller oder Waffenhändler
    > mitverantwortlich für Schiessereien, Moder oder
    > Überfälle mit seinen Waffen gemacht?

    Für "Moder" erst mal ganz bestimmt nicht. ;)

    Du hast aber den Sinn dahinter nicht verstanden. Ich erklär's Dir:

    > Wurde ein Messerhersteller mit zu Verantwortung
    > gezogen, wenn ein Irrer Menschen mit seinem
    > Produkt abgestochen hat?

    Wenn er es an einer ganz bestimmten Stelle tut und man weiß, daß das immer Straftaten vorkommen, z.B. wenn Irre regelmäßig Menschen in einer Lagerhalle in Berlin abstechen, dann ist es sinnvoll, den Ort nicht mehr zugänglich zu machen oder dem Betreiber Auflagen zu machen.

    Genau das passiert hier. Der Unterschied ist nur, daß wir es hier mit dem Internet zu tun haben. In diesem Fall ist der Ort mit der Domain "rapidshare.de" gleichzusetzen.

    > Nein, denn Waffen töten nicht, sondern Menschen
    > töten!

    Das ist richtig, ist aber nicht das Thema. Es geht hier nicht um Täter, sondern um Mitstörer!

  10. "Ausland" alleine schützt nicht

    Autor: Manschi 08.10.08 - 15:00

    Maxiklin schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Ich frag mich nur, wieso Rapidshare es nicht so
    > macht wie alle anderen Anbieter, nämlich ihren
    > Sitz nach TOnga oder irgendwelche anderen Inseln
    > verlagert, wo sie machen können, was sie wollen.

    Vermutlich, weil sie da auch nicht machen können, was sie wollen. Wenn Du von Deutschland aus einen Server in Toguhipampalulu betreibst, wirst Du herangezogen, sobald der Betreiber (Du) ermittelt wird.

    Der "Vorteil" für Straftäter ist dort lediglich, daß die Ermittlung erschwert wird. Je nach Ausmaß und Störfaktor der Straftat werden aber auch dort Hebel in Bewegung gesetzt werden, um den Machenschaften ein Ende zu bereiten.

    Eigentlich finde ich das ganz gut so.

  11. Mach mal einen Hehlerware-Laden auf!

    Autor: Manschi 08.10.08 - 15:06

    Generalsnes schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Man hat sich leider Methoden von Unrechtsstaaten
    > angewöhnt.

    Blabla. Hier werden geistig Schaffende und das gesamte Umfeld geschützt. Das sind die, die Musik und Filme machen, Programme und Bücher schreiben und viele mehr.

    > Es müsste ja eigentlich auch einer person
    > nachgewiesen werden,das eine bestimmte Person im
    > Internet etwas getan hat.
    >
    > Weil man das nicht kann,hat man die störehaftung
    > erfunden,wo man sich den nächst besten nimmt.

    Warum auch nicht? Das ist auch der Grund, warum Hehlerei verboten ist. Es kann nicht angehen, daß jemand einen Laden aufmacht, groß "Hehlerware" drauf schreibt und der Hehler mit dem Diebesgut aus Deinem Wohnzimmer unbehelligt bleibt, nur weil er selbst es nicht geklaut hat.

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