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nach dem Fachkräftemangel folgt der Jobabbau

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  1. nach dem Fachkräftemangel folgt der Jobabbau

    Autor: G-Punkt 10.10.08 - 10:29

    Die IT ist mehr Spielball der Finanzen und nicht einer längerfristigen Planung. Deswegen spiegelt sie die wirtschaftliche Situation um Faktor 10 übertrieben wieder.

    IT-Experten wachsen nicht an den Bäumen, und müssen sich ständig weiterbilden. Der Jobverlust hängt wie ein Damokles über ihnen. So kann man nicht existieren.

    Deswegen hat ich IT schon lange von der Liste der empfohlenen Berufsausbildungen gestrichen. Früher, als ich jung war, und gute Zeiten herrschten, war ich noch naiv um empfahl IT. Seit ich die Praxis gesehen habe rede ich anders.

    IT ist soetwas wie Theoretische Physik oder Philosophie: Interessant in der Ausbildung, aber untauglich für den Job.

  2. Re: nach dem Fachkräftemangel folgt der Jobabbau

    Autor: TimTim 10.10.08 - 10:50

    G-Punkt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Die IT ist mehr Spielball der Finanzen und nicht
    > einer längerfristigen Planung. Deswegen spiegelt
    > sie die wirtschaftliche Situation um Faktor 10
    > übertrieben wieder.
    >

    > Deswegen hat ich IT schon lange von der Liste der
    > empfohlenen Berufsausbildungen gestrichen. Früher,
    > als ich jung war, und gute Zeiten herrschten, war
    > ich noch naiv um empfahl IT. Seit ich die Praxis
    > gesehen habe rede ich anders.
    >
    > IT ist soetwas wie Theoretische Physik oder
    > Philosophie: Interessant in der Ausbildung, aber
    > untauglich für den Job.
    >
    >

    Naja, aber es hat doch auch was gutes, wenn einige Unternehmen IT-ler entlassen. Viele Unternehmen suchen heute händeringend Fachkräfte. Bei vielen Softwarefirmen wird das Wachstum zur Zeit nur daran behindert, dass es keine Programmierer auf dem freien Arbeitsmarkt gibt. Ich arbeite selber in einem kleinen Softwareunternehmen und hier wären seit längerem 2-3 Stellen zu besetzen. Aber denkst du man bekommt zur Zeit entsprechendes Personal? Nix, absolut leergefegt der Markt.


    Im Übrigen ist es doch so, dass je mehr Unternehmen sparen müssen, sie auf spezialisierte IT angewiesen sind. Im Grunde genommen ists ja tatsächlich so, je schlechter es der Wirtschaft geht, umso besser für "uns" :-)

    > IT-Experten wachsen nicht an den Bäumen, und
    > müssen sich ständig weiterbilden. Der Jobverlust
    > hängt wie ein Damokles über ihnen. So kann man
    > nicht existieren.

    Das ist aber grade der großte Vorteil. Eine Bürokraft, einen Bäcker oder einen Apotheker kannst du mal schnell durch jemand anderes ersetzen. In der IT ist die Einarbeitungszeit viel größer. Du bist extrem spezialisiert und dadurch - wenn du gut bist - für ein Unternehmen irgendwann auch unabkömmlich. Ich sehe das eher als großen Vorteil, dass man nicht so leicht ersetzbar ist. Bevor man jemand anderes 2 Jahre auf den Stand des aktuellen Entwicklers bringt, bietet man dem bisherigen lieber ein paar Euro mehr, damit er doch bleibt.

  3. Re: nach dem Fachkräftemangel folgt der Jobabbau

    Autor: testset 10.10.08 - 10:53

    G-Punkt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Die IT ist mehr Spielball der Finanzen und nicht
    > einer längerfristigen Planung. Deswegen spiegelt
    > sie die wirtschaftliche Situation um Faktor 10
    > übertrieben wieder.
    >
    > IT-Experten wachsen nicht an den Bäumen, und
    > müssen sich ständig weiterbilden. Der Jobverlust
    > hängt wie ein Damokles über ihnen. So kann man
    > nicht existieren.
    >
    > Deswegen hat ich IT schon lange von der Liste der
    > empfohlenen Berufsausbildungen gestrichen. Früher,
    > als ich jung war, und gute Zeiten herrschten, war
    > ich noch naiv um empfahl IT. Seit ich die Praxis
    > gesehen habe rede ich anders.
    >
    > IT ist soetwas wie Theoretische Physik oder
    > Philosophie: Interessant in der Ausbildung, aber
    > untauglich für den Job.
    >
    >

    Was für ein Blödsinn. Informatik-Berufe sind eben fast immer alles andere als interessant in der Ausbildung. Der Job ist sehr häufig anspruchsvoll und psychisch anstrengend (BurnOut-Synd. war beim letzten Arbeitgeber durchaus ein Thema), manchmal (10% der Arbeitszeit bei mir :)) aber wirklich interessant. Und die Sache mit dem Spielball der Finanzwelt. Es kommt eben drauf an. Sehr viele unterschiedliche Stellen, Positionen, Verantwortungsbereiche... man kann das so pauschal nicht sagen.

    Zu der Sache mit der Weiterbildung: 1. das hält einen geistig auch recht fit. 2. Je früher man begreift, dass man nicht alles können muss, desto früher ist man in einem IT-Job zufrieden und kann sich auf die eine Nische konzentrieren, die einem zusagt oder die sonst kein anderer machen will.

  4. Re: nach dem Fachkräftemangel folgt der Jobabbau

    Autor: Bob Blaumann 10.10.08 - 11:19

    Ich war auch mal Feuer und Flamme für die Idee, in der IT-Industrie meine Brötchen zu machen. Nach einigen Jahren habe ich die Branche gewechselt. Was in der IT an heißer Luft gehandelt wird ist der helle Wahnsinn.
    Rückblickend kommt mir die Zeit vor wie Lufttreterei, Projektfrickeleien ohne nachhaltigen Wert. Knöppedrücker und Laberer, nicht alle. Aber viel zu viele.
    Ach und die Nasen von der Bitkomm sind das Paradebeispiel für Wind schaufelnde Quatschköpfe...

  5. Re: nach dem Fachkräftemangel folgt der Jobabbau

    Autor: Theo Rethiker 10.10.08 - 13:43

    G-Punkt schrieb:

    > IT ist so etwas wie Theoretische Physik oder
    > Philosophie: Interessant in der Ausbildung, aber
    > untauglich für den Job.

    Ich kenne theoretische Physiker, die ihr Geld mit IT verdienen.



  6. Re: nach dem Fachkräftemangel folgt der Jobabbau

    Autor: cba 10.10.08 - 15:37

    > Ich arbeite selber
    > in einem kleinen Softwareunternehmen und hier
    > wären seit längerem 2-3 Stellen zu besetzen. Aber
    > denkst du man bekommt zur Zeit entsprechendes
    > Personal? Nix, absolut leergefegt der Markt.

    Versucht es doch mal mit mehr Geld. Oder meinst du mit "entsprechendes Personal" gut, billig und willig?

    Wenn man sich seit ein paar Jahren das Gequatsche über den Mangel anhört, dann müssten stark steigende Löhne eigentlich die Konsequenz sein. Ok, sie sind auch gestiegen, aber bei weitem nicht so sehr, wie gejammert wird. Und auf die Idee den Nachwuchs selbst ausbilden, kommt immer noch keiner. Das sind absolut hausgemachte Probleme. Gerade kleine Firmen müssen kreativ werden, da sie für Absolventen nunmal potentiell unattraktiver sind.

  7. Re: nach dem Fachkräftemangel folgt der Jobabbau

    Autor: Svenja2 11.10.08 - 03:43

    Wer bist du und wie kommst du zu dieser unsinnigen Aussage? Weiterqualifizierung ist in jedem Berufsfeld die Voraussetzung für Arbeitsplatzsicherheit. Durch ihre Schnelllebigkeit bietet die IT auch mehr Möglichkeiten zur persönlichen Weiterentwicklung. Davon abgesehen sind die Verdienstmöglichkeiten vergleichsweise gut, ebenso das Arbeitsplatzangebot. Die gegenwärtige Krise als Referenz zu nehmen, ist unangebracht. Andere Branchenverbände werden für 2009 zu ähnlichen Aussagen in Sachen Arbeitsplatzabbau gelangen.

    G-Punkt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Die IT ist mehr Spielball der Finanzen und nicht
    > einer längerfristigen Planung. Deswegen spiegelt
    > sie die wirtschaftliche Situation um Faktor 10
    > übertrieben wieder.
    >
    > IT-Experten wachsen nicht an den Bäumen, und
    > müssen sich ständig weiterbilden. Der Jobverlust
    > hängt wie ein Damokles über ihnen. So kann man
    > nicht existieren.
    >
    > Deswegen hat ich IT schon lange von der Liste der
    > empfohlenen Berufsausbildungen gestrichen. Früher,
    > als ich jung war, und gute Zeiten herrschten, war
    > ich noch naiv um empfahl IT. Seit ich die Praxis
    > gesehen habe rede ich anders.
    >
    > IT ist soetwas wie Theoretische Physik oder
    > Philosophie: Interessant in der Ausbildung, aber
    > untauglich für den Job.
    >
    >


  8. Schwarzseher

    Autor: Pümpel 11.10.08 - 20:56

    G-Punkt schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Deswegen hat ich IT schon lange von der Liste der
    > empfohlenen Berufsausbildungen gestrichen. Früher,
    > als ich jung war, und gute Zeiten herrschten, war
    > ich noch naiv um empfahl IT. Seit ich die Praxis
    > gesehen habe rede ich anders.

    Meine Studenten hier haben auch in den "Krisenzeiten" sehr guten Einstieg in den Arbeitsmarkt gefunden. Zeiten, in denen Absolventen anderer Studiengänge jahrgangsweise keine Arbeitsplätze gefunden haben. Die Aussage ist somit ganz und gar nicht richtig. Der Trugschluss: Nicht-IT Fachkräfte wäre nicht betroffen.

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