Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Security
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Telekom bespitzelte eigene Mitarbeiter

Skandal zur richtigen Zeit

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Skandal zur richtigen Zeit

    Autor: Astorek 25.10.08 - 18:13


    Keine Frage, was die Telekom da an Datenschutzverletzungen begangen hat, sucht ihresgleichen und ist auf keinen Fall hinnehmbar.

    Nichtsdestotrotz bin ich der Telekom in gewisser Weise sogar dankbar. Durch den Skandal, der sich durch alle möglichen Medienformaten zieht und es somit - pardon - jeder Vollhorst mitkriegt, werden einige Leute, die sich zum Thema Datenschutz bisher noch keine Gedanken gemacht haben, sensibilisiert.

    Gerade der neueste Fall zeigt zusätzlich noch: Nicht nur bestimmte Berufsgruppen (bspw. Journalisten) sind von der Spitzelaffäre betroffen, auch der stinknormale Arbeitnehmer kann ausgehorcht und überwacht werden. (Wobei ich gestehe, dass der Datenskandal in Lidl-Märkten noch stärkeren Einfluß nahm, aber das nur nebenbei...)


    Die Skandale kommen gerade zur rechten Zeit, in der solche Totalüberwachungsmaßnahmen wie Bundestrojaner, Vorratsdatenspeicherung und gar "körperlicher Datenschutz" (Stichwort Ganzkörperscanner) von Politikern beschlossen werden. Normalerweise mischen sich in solchen Belangen nur Leute ein, die Ahnung von der Materie haben ("Hackerparagraph"), hier hoffe ich, dass einige "Ich habe doch nichts zu verbergen"-Kritiker endlich aufwachen...


    Was stellenweise an haarsträubende Gesetze schon beschlossen wurden, ist eigentlich ein Skandal, bedauerlicherweise bleibt das den meisten Bürgern verschlossen, weil es sie nicht unmittelbar betrifft... Bis es irgendwann als Selbstverständlichkeit angesehen wird, seine persönlichen Daten dem Staat freizugeben...

  2. Mitarbeiter fühlen sich schon bespitzelt ...

    Autor: CyberMob 25.10.08 - 18:57

    ... wenn sie entgegen der ausdrücklichen Weisung des Verantwortlichen oder der Hauptgesellschafter arbeiten. In Zukunft wird das wohl so aussehen, dass in einem Unternehmen jeder Angestellte machen kann was er will. Heutzutage fühlt man sich schon wie VW-Lopez persönlich, wenn man aufgrund von Differenzen den Brötchengeber wechselt. Nie mehr angestellt sein oder sich Mitarbeiter halten ist die einzige Möglichkeit.

  3. Re: Skandal zur richtigen Zeit

    Autor: Hassashin 25.10.08 - 19:00

    Astorek schrieb:

    > Was stellenweise an haarsträubende Gesetze schon
    > beschlossen wurden, ist eigentlich ein Skandal,
    > bedauerlicherweise bleibt das den meisten Bürgern
    > verschlossen, weil es sie nicht unmittelbar
    > betrifft... Bis es irgendwann als
    > Selbstverständlichkeit angesehen wird, seine
    > persönlichen Daten dem Staat freizugeben...

    Ums mal polemisch auf den Punkt zu bringen, warum mit viel Aufwand neue Gesetze erlassen und die innere Sicherheit reformieren, es geht auch einfacher: die Telekom wieder verstaatlichen (vorher aber bitte das Netz ausgliedern und der Bundesnetzagentur unterstellen) und direkt ins Innenministerium eingliedern. Dann haben Schäuble, Zypries und Merkel ihren Horchposten frei Haus.

    Immerhin hat die T-Com inzwischen reichlich Erfahrung, die Infrastruktur, keine Skrupel und auch genug Mitarbeiter und Manager, die sich einen Dreck um Legalität kümmern. Nebenbei spart es Millionen, weil ja alles schon da ist.

    Gruss
    Hassashin

    --
    Schäuble muss weg!
    http://www.onlinetrojaner.de/

  4. Re: Skandal zur richtigen Zeit

    Autor: Uli H. 26.10.08 - 12:35

    Astorek schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Nichtsdestotrotz bin ich der Telekom in gewisser
    > Weise sogar dankbar. Durch den Skandal, der sich
    > durch alle möglichen Medienformaten zieht und es
    > somit - pardon - jeder Vollhorst mitkriegt, werden
    > einige Leute, die sich zum Thema Datenschutz
    > bisher noch keine Gedanken gemacht haben,
    > sensibilisiert.
    Solange in den Hauptnachrichtensendungen jeder Anschlag irgendwo in der Welt oder jeder noch so stümperhafte Anschlagsversuch oder auch nur Verdacht auf eine Anschlagvorbereitung in Deutschland breitgetreten wird, aber nicht in Relation zu den täglichen Verkehrstoten setzt, wird die unvernünftige Angst vor dem Terrorismus anhalten.
    Darum werden immer noch zu viele bereit sein, die Bürgerrechte aufzugeben, die ihre Vorfahren - teilweise blutig - erkämpft haben.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Mentis International Human Resources GmbH, Großraum Nürnberg
  2. BWI GmbH, Bonn, Meckenheim
  3. KDO Service GmbH, Oldenburg
  4. Verlag C.H.BECK, München Schwabing

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. Asus PG279Q ROG Monitor 689€, Corsair Glaive RGB Maus 34,99€)
  2. 14,97€
  3. 107,00€ (Bestpreis!)
  4. 419,00€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Endpoint Security: IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten
Endpoint Security
IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

Tausende Geräte in hundert verschiedenen Modellen mit Dutzenden unterschiedlichen Betriebssystemen. Das ist in großen Unternehmen Alltag und stellt alle, die für die IT-Sicherheit zuständig sind, vor Herausforderungen.
Von Anna Biselli

  1. Datendiebstahl Kundendaten zahlreicher deutscher Firmen offen im Netz
  2. Metro & Dish Tisch-Reservierung auf Google übernehmen
  3. Identitätsdiebstahl SIM-Dieb kommt zehn Jahre in Haft

iPad OS im Test: Apple entdeckt den USB-Stick
iPad OS im Test
Apple entdeckt den USB-Stick

Zusammen mit iOS 13 hat Apple eine eigene Version für seine iPads vorgestellt: iPad OS verbessert die Benutzung als Tablet tatsächlich, ein Notebook-Ersatz ist ein iPad Pro damit aber immer noch nicht. Apple bringt aber endlich Funktionen, die wir teilweise seit Jahren vermisst haben.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablets Apple bringt neues iPad Air und iPad Mini
  2. Eurasische Wirtschaftskommission Apple registriert sieben neue iPads
  3. Apple Es ändert sich einiges bei der App-Entwicklung für das iPad

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

  1. TLS-Zertifikat: Gesamter Internetverkehr in Kasachstan kann überwacht werden
    TLS-Zertifikat
    Gesamter Internetverkehr in Kasachstan kann überwacht werden

    In Kasachstan müssen Internetnutzer ab sofort ein spezielles TLS-Zertifikat installieren, um verschlüsselte Webseiten aufrufen zu können. Das Zertifikat ermöglicht eine staatliche Überwachung des gesamten Internetverkehrs in dem Land.

  2. Ari 458: Elektro-Lieferwagen aus Leipzig kostet knapp 14.000 Euro
    Ari 458
    Elektro-Lieferwagen aus Leipzig kostet knapp 14.000 Euro

    Ari 458 ist ein kleiner Lieferwagen mit Elektroantrieb, den der Hersteller mit Aufbauten für verschiedene Einsatzzwecke anbietet. Die Ausstattung ist einfach, dafür ist das Auto günstig.

  3. Quake: Tim Willits verlässt id Software
    Quake
    Tim Willits verlässt id Software

    Seit 24 Jahren ist Tim Willits einer der entscheidenden Macher bei id Software, nun kündigt er seinen Rückzug an. Was er künftig vorhat, will der ehemalige Leveldesigner und studierte Computerwissenschaftler erst nach der Quakecon verraten.


  1. 17:52

  2. 15:50

  3. 15:24

  4. 15:01

  5. 14:19

  6. 13:05

  7. 12:01

  8. 11:33