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Haben sie eigentlich ein Prüfschema veröffentlicht?

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  1. Haben sie eigentlich ein Prüfschema veröffentlicht?

    Autor: Ich schon wieder 27.10.08 - 16:01

    Das scheint mir ja beinahe eine Glaubensfrage zu werden, ob Wahlcomputer sicher oder unsicher sind.
    Nett wäre es, wenn die Prüfer mal ein Schema/Plan veröffentlichen würden die die Sicherheit derartiger Geräte belegen würde.

  2. Re: Haben sie eigentlich ein Prüfschema veröffentlicht?

    Autor: byti 27.10.08 - 16:18

    > Das scheint mir ja beinahe eine Glaubensfrage zu
    > werden, ob Wahlcomputer sicher oder unsicher
    > sind.
    > Nett wäre es, wenn die Prüfer mal ein Schema/Plan
    > veröffentlichen würden die die Sicherheit
    > derartiger Geräte belegen würde.

    Das geht garned. Wahlcomputer bzw. Wahlsysteme sind von Prinzip her immer unsicher weil es "komplexe BlackBox"en sind. Es ist von einem Laien nicht mehr nachvollziehbar wie das funktioniert und wo Probleme auftauchen könnten. Es gibt eine Regel die besagt das Komplexe Systeme immer Fehler/Unsicherheiten/Sicherheitslücken haben. Mit dem Grad der Komplexität steigt auch die Fehlerrate. Deswegen werden die neuen Systeme (egal ob Windows, Handys, Autos etc.) auch immer anfälliger anstatt besser. Was hier aber ned viel ausmacht, weil halt die Fehler mit der Verbesserten Funktion aufgewogen werden.

    Aber das kann man NICHT auf Wahlcomputer anwenden. Ein Wahl muss für den Durchschnitts-Laien MECHANISCH nachvollziebar sein. (Mechanisch in Bezug auf den Ablauf, was geht da vorsich) Von Anfang bis Ende. Sonst is das keine Freie Wahl mehr, sondern nur eine Statistik. Der Komfort wiegt den Verlust an Kontrolle niemals auf.

    Ich bin Elektroniker.. einer von der Hardcore-Sorte. Und glaubt mir... Wahlcomputer sind ein Supergau. Ich kenn Leute die waren von ihren "elektronischen Geräten" so überzeugt das sie ihr Leben dafür verpfändet hätten. Und dann stellte sich raus, das der Baustein X unter den Scenario Y mit dem Steuerprogramm Z dazu entschlossen hat alles was bei Varialbe V über 8 Bit geht (256) in die Tonne zu treten bzw. nicht mehr zu zählen. Sowas fällt aber dann nur auf, wenn man ganz ganz genau hinguckt. So einen Mist hab ich schon soo oft gesehen. Ich hab Fälle gesehen da haben solche Fehler Menschen Gliedmaßen oder das Leben gekostet. (Produktionsmaschinen) Sicherheitstechnik... was strengeres bezüglich den Vorgaben gibt normal ned. Und trotzdem passiert sowas immer wider. Und bei der Wahl gehts ned um Menschenleben...

  3. Re: Haben sie eigentlich ein Prüfschema veröffentlicht?

    Autor: Ainer v. Fielen 27.10.08 - 16:24

    Ich schon wieder schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Nett wäre es, wenn die Prüfer mal ein Schema/Plan
    > veröffentlichen würden die die Sicherheit
    > derartiger Geräte belegen würde.

    Das ist nicht nötig, denn:

    "Laut Dressel hat es in der Vergangenheit keine nennenswerten Schwierigkeiten für Wähler oder Wahlvorstände mit den Rechnern gegeben. Auch die Kläger hätten keinen "einzigen Fall einer Unregelmäßigkeit, einer Manipulation oder einer sonstigen Auffälligkeit" schildern können, weshalb der Bundestag im Rahmen des Wahlprüfungsverfahrens die Sicherheit der Wahl mit diesen Wahlgeräten festgestellt und die Wahleinsprüche zurückgewiesen habe. "

    Ausserdem: "Die Abstimmung mit elektronischen Wahlgeräten ist sicher. "

    Erinnert mich irgendwie an einen anderen Politikersatz: "Die Renten sind sicher!"


    ___________

    "Aufgrund der globalen Klimaerwärmung sowie der gegenwärtigen Finanzkrise wird das Licht am Ende des Tunnels nun abgeschaltet!"

    - Autor unbekannt -

  4. Die Renten sind sicher!

    Autor: Supporter 27.10.08 - 16:43

    Da mal was für dich "Mainstreamer" ;)

    http://www.youtube.com/watch?v=KiLMH_p-iao

  5. Re: Haben sie eigentlich ein Prüfschema veröffentlicht?

    Autor: Der Kaiser 28.10.08 - 01:20

    > Das geht garned. Wahlcomputer bzw. Wahlsysteme sind von Prinzip her immer unsicher weil es "komplexe BlackBox"en sind.
    Und wenn sie so "durchsichtig" sind, dann weiss man wie man sie manipulieren kann. So oder so also Unsinn.

  6. Re: Haben sie eigentlich ein Prüfschema veröffentlicht?

    Autor: byti 28.10.08 - 09:07

    > Und wenn sie so "durchsichtig" sind, dann weiss
    > man wie man sie manipulieren kann. So oder so also
    > Unsinn.

    Du darfst das ned zu wörtlich nehmen. Bei Blackbox handelt es sich um einen Begriff aus der Steinzeitelektronik. Das heist einfach nur, du hast eine Schwarze Kiste... du schickst was rein, es kommt was raus... und keiner weiß was genau da drin passiert.

    => http://de.wikipedia.org/wiki/Black_Box_(Systemtheorie)


  7. Re: Haben sie eigentlich ein Prüfschema veröffentlicht?

    Autor: Himuralibima 28.10.08 - 10:38

    Ich schon wieder schrieb:

    > Nett wäre es, wenn die Prüfer mal ein Schema/Plan
    > veröffentlichen würden die die Sicherheit
    > derartiger Geräte belegen würde.

    Sowohl der Hersteller als auch die verantwortlichen Politiker glauben an security by obscurity. Es wird deshalb alles geheimgehalten. Was das bei einem Computer bedeutet, muß Golem-Lesern wohl nicht näher erörtert werden.

    Der größte Unsicherheitsfaktor ist aber, wie üblich, gar nicht der Computer selbst, sondern der DAU als Wahlhelfer. Das Papierwahlverfahren ist bei einem mittleren Wahlhelfer-IQ von 100, wie man ihn voraussetzen darf, relativ manipulationsfest, denn zum Zählen reicht das. Zum Vergleichen von Prüfsummen reicht IQ 100 aber offenbar nicht, weil man dazu verstanden haben müßte, wozu das gut ist.

    Selbst wenn man die Wahlelektronik halbwegs sicher machen könnte, was manche nicht ohne Grund bezweifeln, wäre sie so kompliziert, daß Otto Normalverbraucher sie nicht kontrollieren könnte. Genau dieser Otto Normalverbraucher tritt als Wahlhelfer an und ist das eigentliche Risiko, sobald er überfordert ist.

  8. Re: Haben sie eigentlich ein Prüfschema veröffentlicht?

    Autor: Der Kaiser 29.10.08 - 00:39

    > Du darfst das ned zu wörtlich nehmen. Bei Blackbox
    > handelt es sich um einen Begriff aus der
    > Steinzeitelektronik. Das heist einfach nur, du
    > hast eine Schwarze Kiste... du schickst was rein,
    > es kommt was raus... und keiner weiß was genau da
    > drin passiert.
    Ich meinte nur selbst wenn es keine Blackbox wäre, sondern OpenSource Hardware, Betriebssystem, Software, dann wäre das System so transparent das es ein leichtes wäre es zu manipulieren, da du ja weisst wo du ansetzen musst.

  9. Re: Haben sie eigentlich ein Prüfschema veröffentlicht?

    Autor: byti 29.10.08 - 09:17

    > Ich meinte nur selbst wenn es keine Blackbox wäre,
    > sondern OpenSource Hardware, Betriebssystem,
    > Software, dann wäre das System so transparent das
    > es ein leichtes wäre es zu manipulieren, da du ja
    > weisst wo du ansetzen musst.

    Ich hätte mich evtl. noch präziser ausdrücken sollen. Auch wenns Opensource währe... es ist für den Laien und Normalbürger/wähler immer noch eine Blackbox.

    Aber ... ein offenes System hätte den Vorteil das ziemlich schnell alle Lücken gefunden werden. Wird das Systemdesign möglichst einfach gehalten, währs evtl sogar möglich eine Wasserdichte Geschichte zu Konstruieren. Aber wie ich schon geschrieben habe... Elektronik kann sehr unberechenbar sein. Braucht blos der Hersteller der Mircokontroller ein Firmwareupdate machen... Wie gesagt... Wahlcomputer sind mir extrem unsympatisch.

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