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Ernst gemeinte Frage
Autor: Alexo 30.10.08 - 06:47
Diese Frage ist ernst gemeint and alle die mir eine korrekte Antwort geben können: Warum ist es so schwer eine Software zu schreiben die JA und NEIN kreuze sammelt und speichert? Ich verstehe diese immer wieder aufkeimende Diskussion nicht und die damit entstehenden Probleme. Ich bitte um Aufklärung - wer kann.
Danke
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Re: Ernst gemeinte Frage
Autor: Ebula 30.10.08 - 08:01
Alexo schrieb:
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> Diese Frage ist ernst gemeint and alle die mir
> eine korrekte Antwort geben können: Warum ist es
> so schwer eine Software zu schreiben die JA und
> NEIN kreuze sammelt und speichert? Ich verstehe
> diese immer wieder aufkeimende Diskussion nicht
> und die damit entstehenden Probleme. Ich bitte um
> Aufklärung - wer kann.
> Danke
>
>
Ich denke das Problem dabei steht nicht im Schreibender Software als viel mehr dabei ein klares und deutliches Pflichtenheft zu erstellen. Die Anforderung mit JA/NEIN Button ist ja nur ein Teil. Es kommt noch "Abbrechen" und "Korrektur" dazu. Von Gesetzlichen Anforderungen die erfühlt sein müssen, wie Transparents des Ergebnis gar nicht zu reden. Aber wie so oft ist das Problem das die Leute nicht wissen was sie wollen,sondern nur wissen was sie nicht wollen. aber das ist generelles Problem bei der Software Entwicklung. Was is sagen will reinhandwerklich ist wohl kein Problem. Auftrag gebe und ihre Unerntschlossenheit ist wohl hier das Problem.
Eine Hauptbeweggrund ist ja das man durch Wahlcomputer zu schnelleren Ergebnisse kommen will, aber dann kommen noch andere tolle Ideen dazu. Ich wäre ja dafür jeder Kandidat bekommt eine Kiste und jeder Wähler eine genormte Kugel. Dann brauch man am Ende nur noch Kisten Wiegen und man hätte auch schnelles Ergebnis *FG* -
Re: Ernst gemeinte Frage
Autor: Himuralibima 30.10.08 - 10:01
Alexo schrieb:
> Warum ist es so schwer eine Software zu schreiben die JA und
> NEIN kreuze sammelt und speichert?
Das ist gar nicht schwer.
Schwer ist es, eine Software zu schreiben, die genau die richtige Anzahl von Kreuzen sammelt, auch wenn sie es mit eher schlichten, oder albernen oder bösartigen Menschen zu tun hat. Außerdem muß die Wahl auch noch geheim sein, kein Wahlhelfer soll sehen, wer wie stimmt. Und besonders schwer ist es, zu verhindern, daß diese ach so einfache Software einfach mal im Vorübergehen von bösen Buben manipuliert wird, so daß die Hälfte der FDP-Stimmen bei den Grünen landet oder umgekehrt.
Schwer sind dann auch solche Kleinigkeiten wie die Schriftgröße der Wahlvorschläge (6-Punkt-Schrift ist nicht Jedermanns Sache), unerwartete zusätzliche Bedienschritte wie eine abschließende Bestätigung oder die zu gut versteckte Möglichkeit, absichtlich weder mit JA noch mit NEIN abzustimmen, sondern mit UNGÜLTIG. Solche Kleinigkeiten gibt es ziemlich viele, und sie sind normalerweise Sache eines Designers. Software-Entwickler übersehen sie meistens.
Für die Gewählten geht es um viel Geld, um sehr viel. Da ist so mancher versucht, seinen Chancen nachzuhelfen. Deshalb sind in das herkömmliche Wahlverfahren Kontrollen eingebaut (Vier-Augen-Prinzip, öffentliche Auszählung). Die Kontrollmöglichkeit öffentliche Auszählung fehlt beim Wahlcomputer entweder vollständig oder sie ist derart kompliziert, daß Otto Normalverbraucher mit der Kontrolle überfordert ist und selbst Mathematiker Superschlau Mühe hat, den Algorithmus nachzuvollziehen.
Je länger man darüber nachdenkt, umso bestechender ist die geniale Einfachheit des Papierwahlverfahrens. -
Re: Ernst gemeinte Frage
Autor: der Vorteil 30.10.08 - 10:05
Wozu sollte man seine Stimme am WC ungültig abgeben?
Himuralibima schrieb:
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> Alexo schrieb:
>
> > Warum ist es so schwer eine Software zu
> schreiben die JA und
> NEIN kreuze sammelt und
> speichert?
>
> Das ist gar nicht schwer.
>
> Schwer ist es, eine Software zu schreiben, die
> genau die richtige Anzahl von Kreuzen sammelt,
> auch wenn sie es mit eher schlichten, oder
> albernen oder bösartigen Menschen zu tun hat.
> Außerdem muß die Wahl auch noch geheim sein, kein
> Wahlhelfer soll sehen, wer wie stimmt. Und
> besonders schwer ist es, zu verhindern, daß diese
> ach so einfache Software einfach mal im
> Vorübergehen von bösen Buben manipuliert wird, so
> daß die Hälfte der FDP-Stimmen bei den Grünen
> landet oder umgekehrt.
>
> Schwer sind dann auch solche Kleinigkeiten wie die
> Schriftgröße der Wahlvorschläge (6-Punkt-Schrift
> ist nicht Jedermanns Sache), unerwartete
> zusätzliche Bedienschritte wie eine abschließende
> Bestätigung oder die zu gut versteckte
> Möglichkeit, absichtlich weder mit JA noch mit
> NEIN abzustimmen, sondern mit UNGÜLTIG. Solche
> Kleinigkeiten gibt es ziemlich viele, und sie sind
> normalerweise Sache eines Designers.
> Software-Entwickler übersehen sie meistens.
>
> Für die Gewählten geht es um viel Geld, um sehr
> viel. Da ist so mancher versucht, seinen Chancen
> nachzuhelfen. Deshalb sind in das herkömmliche
> Wahlverfahren Kontrollen eingebaut
> (Vier-Augen-Prinzip, öffentliche Auszählung). Die
> Kontrollmöglichkeit öffentliche Auszählung fehlt
> beim Wahlcomputer entweder vollständig oder sie
> ist derart kompliziert, daß Otto Normalverbraucher
> mit der Kontrolle überfordert ist und selbst
> Mathematiker Superschlau Mühe hat, den Algorithmus
> nachzuvollziehen.
>
> Je länger man darüber nachdenkt, umso bestechender
> ist die geniale Einfachheit des
> Papierwahlverfahrens.
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Re: Ernst gemeinte Frage
Autor: Tantalus 30.10.08 - 10:31
der Vorteil schrieb:
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> Wozu sollte man seine Stimme am WC ungültig
> abgeben?
Aus dem selben Grund, warum man einen Wahlzettel leer abgeben will: Weil mann evtl mit keiner der zur Wahl stehenden Parteien/Kandidaten einverstanden ist, aber dennoch nicht auf sein Wahlrecht verzichten will.
Gruß
Tantalus -
Re: Ernst gemeinte Frage
Autor: Gonnic 30.10.08 - 10:33
> der Vorteil schrieb:
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> > Wozu sollte man seine Stimme am WC
> ungültig
> abgeben?
Ich möchte meine Stimme weder gültig noch ungültig am oder im WC abgeben...
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Re: Ernst gemeinte Frage
Autor: der Vorteil 30.10.08 - 10:55
Das hat aber theoretisch nur symbolischen und praktisch garkeinen Wert. Im deutschen Wahlsystem zählen zur ermittlung der Prozente einzig und allein die abgegebenen gültigen Stimmen.
Ungültiger Stimmzettel = Kein Stimmzettel
Sollte also ein WC verwedet werden entspräche einem ungultigem Papier-Stimmzettel wenn du zu den Wahlhelfern gehst und ihnen sagst das du bewusst nicht zur Wahl gehst.
Durch die öffentlichkeit hat das sogar einen viel rebellischeren Charakter :)
Tantalus schrieb:
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> der Vorteil schrieb:
> --------------------------------------------------
> -----
> > Wozu sollte man seine Stimme am WC
> ungültig
> abgeben?
>
> Aus dem selben Grund, warum man einen Wahlzettel
> leer abgeben will: Weil mann evtl mit keiner der
> zur Wahl stehenden Parteien/Kandidaten
> einverstanden ist, aber dennoch nicht auf sein
> Wahlrecht verzichten will.
>
> Gruß
> Tantalus
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Re: Ernst gemeinte Frage
Autor: Tantalus 30.10.08 - 10:58
der Vorteil schrieb:
-------------------------------------------------------
> Das hat aber theoretisch nur symbolischen und
> praktisch garkeinen Wert. Im deutschen Wahlsystem
> zählen zur ermittlung der Prozente einzig und
> allein die abgegebenen gültigen Stimmen.
> Ungültiger Stimmzettel = Kein Stimmzettel
> Sollte also ein WC verwedet werden entspräche
> einem ungultigem Papier-Stimmzettel wenn du zu den
> Wahlhelfern gehst und ihnen sagst das du bewusst
> nicht zur Wahl gehst.
> Durch die öffentlichkeit hat das sogar einen viel
> rebellischeren Charakter :)
Hmmm... Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen: Vor den Augen der Wahlhelfer (und aller anderen anwesenden) genüsslich den Stimmzettel in der Mitte durchreissen... :-D
Gruß
Tantalus -
Re: Ernst gemeinte Frage
Autor: Klarsteller 30.10.08 - 13:21
Alexo schrieb:
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> Diese Frage ist ernst gemeint and alle die mir
> eine korrekte Antwort geben können: Warum ist es
> so schwer eine Software zu schreiben die JA und
> NEIN kreuze sammelt und speichert? Ich verstehe
> diese immer wieder aufkeimende Diskussion nicht
> und die damit entstehenden Probleme. Ich bitte um
> Aufklärung - wer kann.
> Danke
Hier geht es um Wahlen, also nicht um eine Ja/ Nein-Entscheidung, sondern um eine Auswahl aus mehreren Optionen, z.B. Parteien oder Kandidaten.
Ja/Nein-Entscheidungen haette man allenfalls bei Abstimmungen (also bei Sachentscheidungen), nicht bei Personalentscheidungen.
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Re: Ernst gemeinte Frage
Autor: Doomchild 30.10.08 - 14:38
Und jetzt auf deutsch? Sogar Dein Nick ist falsch geschrieben. Gruselig. :/
Die Idee mit den Kugeln ist allerdings gut...Solange die Waagen zählen können. :)
Ebula schrieb:
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>
> Ich denke das Problem dabei steht nicht im
> Schreibender Software als viel mehr dabei ein
> klares und deutliches Pflichtenheft zu erstellen.
> Die Anforderung mit JA/NEIN Button ist ja nur ein
> Teil. Es kommt noch "Abbrechen" und "Korrektur"
> dazu. Von Gesetzlichen Anforderungen die erfühlt
> sein müssen, wie Transparents des Ergebnis gar
> nicht zu reden. Aber wie so oft ist das Problem
> das die Leute nicht wissen was sie wollen,sondern
> nur wissen was sie nicht wollen. aber das ist
> generelles Problem bei der Software Entwicklung.
> Was is sagen will reinhandwerklich ist wohl kein
> Problem. Auftrag gebe und ihre Unerntschlossenheit
> ist wohl hier das Problem.
>
> Eine Hauptbeweggrund ist ja das man durch
> Wahlcomputer zu schnelleren Ergebnisse kommen
> will, aber dann kommen noch andere tolle Ideen
> dazu. Ich wäre ja dafür jeder Kandidat bekommt
> eine Kiste und jeder Wähler eine genormte Kugel.
> Dann brauch man am Ende nur noch Kisten Wiegen und
> man hätte auch schnelles Ergebnis *FG*
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"Hey, I rock the unfree world, that's my specialty." - Jello Biafra -
Re: Ernst gemeinte Frage
Autor: Himuralibima 30.10.08 - 17:03
der Vorteil schrieb:
> Sollte also ein WC verwedet werden entspräche
> einem ungultigem Papier-Stimmzettel wenn du zu den
> Wahlhelfern gehst und ihnen sagst das du bewusst
> nicht zur Wahl gehst.
Rein rechnerisch ja. Allerdings nur dann, wenn es nur eine Stimme pro Wähler gibt. Hat man mehrere, dann muß man nicht alle nutzen, sondern kann gezielt die eine oder andere ungültig machen. Das ist dann mit einer trotzigen Erklärung nicht mehr gleichwertig.



