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go-OpenOffice.org immernoch der größte Mist

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  1. go-OpenOffice.org immernoch der größte Mist

    Autor: naranha 01.11.08 - 18:09

    Wie die wenigsten wissen, verwendet auch Ubuntu die (von Novell) "verbesserte" OpenOffice-Distribution go-oo.org. Angeblich soll diese schneller laufen und durch eine höhere Kompatibilität zu Microsfts Office-Formaten ein höheres Maß an Interoperabilität gewährleisten.

    Jetzt, da ich mal die Debian-pakete von der offiziellen Webseite installiert habe, merke ich erst, dass die meisten Bugs, von denen ich dachte sie seien ein Problem von Openoffice unter Linux (da sie unter Windows nicht auftraten), in Wirklichkeit dieser Distribution zu zuschreiben sind.

    Der einzige Vorteil, den das Paket meiner Meinung nach liefert ist die GStreamer Integration, die das einbinden von sämtlichen Video- und Soundformaten z.B. in Impress-Präsentationen erlaubt (natürlich lässt sich die Präsentation dann nicht mehr unter Windows öffnen...)

    Nun aber zu den Dingen die mir negativ aufgefallen sind:

    - Benutzerschnittstelle
    Das ist wohl das, was einem zuerst auffällt. Es mag zwar wahr sein, dass sich Openoffice standardmäßig nicht perfekt in den Gnome-Desktop integriert, jedoch finde ich die Anpassungen an das Human-LookAndFeel persönlich sehr unübersichtlich, die Buttons sind viel zu groß und es erschwert den Umstieg von Windows.
    Darüber kann wohl noch hinwegsehen und das ist Geschmackssache... Was wirklich nervt:

    - Kaputte Dateien und regelmäßige Programmabstürze
    Das größte Problem an go-oo.org scheint der Umgang mit den Schriftarten zu sein. So kann es vorkommen, dass Sonderzeichen/Umlaute einmal korrekt dargestellt werden, beim nächsten Mal fehlerhaft. Das kann sich ändern wenn man das Programm neustartet, aber es können auch Darstellungsfehler beim Öffnen von Dokumenten entstehen, die vorher nicht da waren. Relativ schnell ist es mir sogar passiert, dass ich Dateien mit Sonderzeichen gar nicht mehr öffnen konnte, der Writer ist einfach nur noch abgeschmiert. Unter Windows und mit der "normalen" Openoffice Variante ließ sich die Datei fehlerfrei öffnen.

    - Darstellungsfehler im PDF-Export
    Beim PDF-Export von Impress-Präsentationen kam es häufig vor, dass manche Buchstaben mit merkwürdigen Sonderzeichen vertauscht wurden. Mit der Standarddistribution funktioniert das fehlerfrei.

    - Dokumentschriftarten ersetzen die GUI-Schriftarten
    Ich weiß nicht wie so etwas überhaupt passieren kann. Mir ist es jedoch schon 2x passiert, dass z.B. beim Schreiben eines Dokuments in Times New Roman die Schriftarten im Menü von Writer plötzlich ebenfalls durch Times New Roman ersetzt wurden.

    Fazit: Wer ernsthaft mit OO arbeiten möchte, sollte die Ubuntu Pakete komplett vom Rechner schmeißen und sich die offiziellen Pakete installieren. Die gravierenden Nachteile überwiegen die Vorteile bei Weitem. Es würde mich mal interessieren, ob ihr diese Erfahrungen bestätigen/widerlegen könnt...

  2. Re: go-OpenOffice.org immernoch der größte Mist

    Autor: ernestopheles 02.11.08 - 13:41

    Abend,

    hmhm nutze unter oss10.3 so zu sagen die Novell-Variante von ooorg. Die Fehler kann ich zum Teil bestätigen, die Original-Pakete von ooorg habe ich allerdings noch nicht probiert. Ist mal eine Idee ...

    Grüße ...

  3. Re: go-OpenOffice.org immernoch der größte Mist

    Autor: hmmm 02.11.08 - 15:19

    Ich hatte auch schon probleme als ich mit jemandem an einem dokument zusammengearbeitet habe der OOo unter ubuntu benutzt hat(ich win). Die nummerierungen hat es da durcheinander gebracht. Eventuell ist das auch darauf zurückzuführen.

    Eigentlich sollte es ja kein problem sein da odf ja ein offener standard ist, aber scheinbar fehlt es noch an etwas wie dem acid test für odf.

    Vielleicht sollte Openoffice den selben weg gehen wie mozilla und forks das benutzen der marke zu verbieten. Ohne werden fehler halt auch leicht mal dem upstream zugeschrieben auch wenn es nicht stimmt.

    Strikt redhat openoffice nicht auch für seine distro um? Ist es da auch mehr als anpassungen am look&feel?

    naranha schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wie die wenigsten wissen, verwendet auch Ubuntu
    > die (von Novell) "verbesserte"
    > OpenOffice-Distribution go-oo.org. Angeblich soll
    > diese schneller laufen und durch eine höhere
    > Kompatibilität zu Microsfts Office-Formaten ein
    > höheres Maß an Interoperabilität gewährleisten.
    >
    > Jetzt, da ich mal die Debian-pakete von der
    > offiziellen Webseite installiert habe, merke ich
    > erst, dass die meisten Bugs, von denen ich dachte
    > sie seien ein Problem von Openoffice unter Linux
    > (da sie unter Windows nicht auftraten), in
    > Wirklichkeit dieser Distribution zu zuschreiben
    > sind.
    >
    > Der einzige Vorteil, den das Paket meiner Meinung
    > nach liefert ist die GStreamer Integration, die
    > das einbinden von sämtlichen Video- und
    > Soundformaten z.B. in Impress-Präsentationen
    > erlaubt (natürlich lässt sich die Präsentation
    > dann nicht mehr unter Windows öffnen...)
    >
    > Nun aber zu den Dingen die mir negativ aufgefallen
    > sind:
    >
    > - Benutzerschnittstelle
    > Das ist wohl das, was einem zuerst auffällt. Es
    > mag zwar wahr sein, dass sich Openoffice
    > standardmäßig nicht perfekt in den Gnome-Desktop
    > integriert, jedoch finde ich die Anpassungen an
    > das Human-LookAndFeel persönlich sehr
    > unübersichtlich, die Buttons sind viel zu groß und
    > es erschwert den Umstieg von Windows.
    > Darüber kann wohl noch hinwegsehen und das ist
    > Geschmackssache... Was wirklich nervt:
    >
    > - Kaputte Dateien und regelmäßige
    > Programmabstürze
    > Das größte Problem an go-oo.org scheint der Umgang
    > mit den Schriftarten zu sein. So kann es
    > vorkommen, dass Sonderzeichen/Umlaute einmal
    > korrekt dargestellt werden, beim nächsten Mal
    > fehlerhaft. Das kann sich ändern wenn man das
    > Programm neustartet, aber es können auch
    > Darstellungsfehler beim Öffnen von Dokumenten
    > entstehen, die vorher nicht da waren. Relativ
    > schnell ist es mir sogar passiert, dass ich
    > Dateien mit Sonderzeichen gar nicht mehr öffnen
    > konnte, der Writer ist einfach nur noch
    > abgeschmiert. Unter Windows und mit der "normalen"
    > Openoffice Variante ließ sich die Datei fehlerfrei
    > öffnen.
    >
    > - Darstellungsfehler im PDF-Export
    > Beim PDF-Export von Impress-Präsentationen kam es
    > häufig vor, dass manche Buchstaben mit
    > merkwürdigen Sonderzeichen vertauscht wurden. Mit
    > der Standarddistribution funktioniert das
    > fehlerfrei.
    >
    > - Dokumentschriftarten ersetzen die
    > GUI-Schriftarten
    > Ich weiß nicht wie so etwas überhaupt passieren
    > kann. Mir ist es jedoch schon 2x passiert, dass
    > z.B. beim Schreiben eines Dokuments in Times New
    > Roman die Schriftarten im Menü von Writer
    > plötzlich ebenfalls durch Times New Roman ersetzt
    > wurden.
    >
    > Fazit: Wer ernsthaft mit OO arbeiten möchte,
    > sollte die Ubuntu Pakete komplett vom Rechner
    > schmeißen und sich die offiziellen Pakete
    > installieren. Die gravierenden Nachteile
    > überwiegen die Vorteile bei Weitem. Es würde mich
    > mal interessieren, ob ihr diese Erfahrungen
    > bestätigen/widerlegen könnt...
    >


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