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2200 na dann lasst uns mal rechnen
Autor: Kannet Schreiwe 03.12.08 - 15:09
2200 richterliche Genehmigungen im Mai und Juni.
Das macht 2200/61 Tage, also 36,06 Genehmigungen pro Tag.
Demnach sind das: 36,06/24 also 1,525 Genehmigungen pro Stunde.
Man also in 60/1,525, ca. 40 Minuten sowas haben wenn's brennt.
Daher ist es also absoluter Humbug, wenn dauernd davon gesprochen wird, dass man im Eilfall die Onlinedurchsuchung auch ohne Richterbeschluss erlauben muss.
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Re: 2200 na dann lasst uns mal rechnen
Autor: bl4q 03.12.08 - 15:31
Wenn dir jemand erzählt er hat innerhalb einer Stunde eine Strecke von ca. 100km zurück gelegt glaubst du also dass er sich konstant mit exakt 100km/h vorwärts bewegt hat?
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Re: 2200 na dann lasst uns mal rechnen
Autor: SellerDert 03.12.08 - 15:45
Interessantes Zahlenspiel,
da hab ich auch eines, dass deiner Rechenart ähnelt.
Sagen wir 10.000.000 Bundesbürger kommen zwischen 17 Uhr und 18 Uhr nach Hause
Somit im Mittel um 17.30Uhr
Das heißt 10.000.000 kommen in 30min nach Hause.
Das bedeutet deiner Schlussfolgerung nach, dass jeder dieser Bürger im Schnitt
1800sec/10000000Bürger = 0,18msec für seinen Heimweg braucht.
Klingt logisch !?
Findest du den Fehler?
Gruß SellerDert -
Re: 2200 na dann lasst uns mal rechnen
Autor: bl4q 2bin 03.12.08 - 15:46
bl4q schrieb:
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> Wenn dir jemand erzählt er hat innerhalb einer
> Stunde eine Strecke von ca. 100km zurück gelegt
> glaubst du also dass er sich konstant mit exakt
> 100km/h vorwärts bewegt hat?
Das vielleicht nicht, aber er hiess ja auch "wenns brennt"
Obwohl, ich glaube ja es ginge noch viel schneller!
Wenn die verzweifelten deutschen Fahnder die Gelegenheit bekämen endlich einen _echten_ also nicht fingierten oder gefaketen Terrorfall in Deutschland vor zu weisen. Na dann, ich denke die hätten in 10 Minuten einen Richterbeschluss parat. Glaubt ihr nicht auch?
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Re: 2200 na dann lasst uns mal rechnen
Autor: tomjones 03.12.08 - 15:53
idio*
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Re: 2200 na dann lasst uns mal rechnen
Autor: Kannet Schreiwe 03.12.08 - 16:00
Entweder Du heisst HEINZ oder dein Chef Wolfgang.
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Re: 2200 na dann lasst uns mal rechnen
Autor: unnet rechne 03.12.08 - 16:01
Tolle Rechnung. Die werden doch nicht seriell eingereicht und nacheinander vom selben Richter bearbeitet.
Wenn in der ersten Mai-Woche bereits alle 1100 (im Mittel) Mai-Anträge eingereicht aber erst in der letzten Mai-Woche bearbeitet worden sind, dann sind das 3 Wochen Bearbeitungszeit. Trotzdem wurden im Mai 1100 Anträge bearbeitet.
So wie Du das rechnest hätte das dann 3 Wochen * 1100 Anträge also über 63 Jahre dauern müssen.
Gruß,
unnet rechne
Kannet Schreiwe schrieb:
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> 2200 richterliche Genehmigungen im Mai und Juni.
>
> Das macht 2200/61 Tage, also 36,06 Genehmigungen
> pro Tag.
>
> Demnach sind das: 36,06/24 also 1,525
> Genehmigungen pro Stunde.
>
> Man also in 60/1,525, ca. 40 Minuten sowas haben
> wenn's brennt.
>
> Daher ist es also absoluter Humbug, wenn dauernd
> davon gesprochen wird, dass man im Eilfall die
> Onlinedurchsuchung auch ohne Richterbeschluss
> erlauben muss.
>
>
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Re: 2200 na dann lasst uns mal rechnen - ja, das tun wir jetzt mal...
Autor: ekueku 03.12.08 - 17:59
Na, nun lasst doch mal diese dämliche Algebra und kommt auf die Tatsachen zurück. Golem schrieb:
> In 934 dieser Verfahren nutzten die Ermittler die Vorratsdaten.
> Bei 577 weiteren Verfahren liegen keine Angaben darüber vor...
Und in 96 Fällen leistete der Richter Widerstand.
Also in rund 1000 Fällen "Vorratsdaten" ergaunert, binnen Mai und Juni, welche offenbar noch viel weitergehende Details enthalten, als bloß herkömmlich Tel.-IP-Nr./Inhaber/Datum/Uhrzeit.
Hochgerechnet auf den 31. Dezember 2008 macht das 4000 "Terrorverdächtige" von denen 3998 noch frei herumlaufen dürfen.
Und jetzt vergleichen wir:
Nehmen wir mal an, bis 650 potentielle Gefährder im Reichstag, davon angenommen 498 Stück CDU-SPD-CSU.
Nun die Rechenaufgabe:
Wieviel Baseballschläger *) würde ein Volk maximal benötigen um die Gefahr zu beseitigen?
Auflösung?
LG,
eku
*) alternativ: Äxte, Hacken, Dreschflügel, Mistgabeln, Wagenheber... -
Re: 2200 na dann lasst uns mal rechnen - ja, das tun wir jetzt mal...
Autor: unnet rechne 03.12.08 - 19:48
Gut, dass es die Vorratsdatenspeicherung gibt: Das ist ja ein Aufruf zur Gewalt! Da kann das BKA jetzt gleich mal ne Anfrage stellen, wer das war... ;-)
Gruß,
unnet rechne
ekueku schrieb:
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> Na, nun lasst doch mal diese dämliche Algebra und
> kommt auf die Tatsachen zurück. Golem schrieb:
>
> > In 934 dieser Verfahren nutzten die Ermittler
> die Vorratsdaten.
> Bei 577 weiteren Verfahren
> liegen keine Angaben darüber vor...
>
> Und in 96 Fällen leistete der Richter Widerstand.
>
> Also in rund 1000 Fällen "Vorratsdaten" ergaunert,
> binnen Mai und Juni, welche offenbar noch viel
> weitergehende Details enthalten, als bloß
> herkömmlich Tel.-IP-Nr./Inhaber/Datum/Uhrzeit.
>
> Hochgerechnet auf den 31. Dezember 2008 macht das
> 4000 "Terrorverdächtige" von denen 3998 noch frei
> herumlaufen dürfen.
>
> Und jetzt vergleichen wir:
>
> Nehmen wir mal an, bis 650 potentielle Gefährder
> im Reichstag, davon angenommen 498 Stück
> CDU-SPD-CSU.
>
> Nun die Rechenaufgabe:
>
> Wieviel Baseballschläger *) würde ein Volk maximal
> benötigen um die Gefahr zu beseitigen?
>
> Auflösung?
>
> LG,
> eku
>
> *) alternativ: Äxte, Hacken, Dreschflügel,
> Mistgabeln, Wagenheber...



