1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Google stellt alte…

Mags haben eh nur kurze wirtschaftliche Auswertedauer

  1. Thema

Neues Thema


  1. Mags haben eh nur kurze wirtschaftliche Auswertedauer

    Autor: Siga 10.12.08 - 12:13

    Es geht nicht an, das man Mags praktisch gar nicht bekommt. Elektronisch gar nicht und als Print muss man Flohmärkte Antiquariate durchstöbern und Platz/Wohnraum wächst nicht auf Bäumen.

    Nach 3 Monaten interessiert sich keine Sau mehr für den Spiegel oder die Bildzeitung vom 1. Januar 2007.
    Also könnte man das so organisieren, das die Mags kostenfrei verfügbar sind. Wenn der Verlag das selber macht, muss es kostenfreien Zugriff erlauben, kann aber die Werbung kontrollieren und abkassieren. Also z.b. die Werbung in den Seiten/PDFs verändern. Wenn man das nicht will (keine Werbung oder man braucht/will alte Alternate-Prospekte), bezahlt man 1 Cent pro Seite o.ä. (Dafür müsste es MicroPayment geben was leider nicht wirklich effizient existiert. Penner haben/machen MicroPayment, wieso haben BonzoBanker kein MicroPayment ? Weil die nur Scheine haben. Münzgeld ist für die ein Zeichen der Armseligkeit.).

    Wenn der Verlag das nicht macht oder nicht mehr existiert, macht die ZentralBibliothek das. Evtl muss sie Werbung anbieten und einen Teil an die Verlage oder Autoren abdrücken.
    Ebenso Dienstleister die Print-Anwendungen darauf anbieten. Die könnten 10% des Endpreises abdrücken. Z.B. wenn man ein Spiegel-Foto oder besser aus der GEO als Poster drucken lässt.

    Hier zieht dasselbe Argument wie bei den SchutzfristVerlängerungen für englische MusikAufnahmen: Wenn man diese Fristen verlängert, entzieht man der Gemeinschaft die Möglichkeit, an die Aufnahmen zu kommen und effektiv werden die meisten Aufnahmen ja nirgendwo verkauft (Flohmarkt, Schallplatten) und die Künstler haben oft auch nichts davon und im Radio wird es auch nicht gespielt. Dafür gewährt die Gemeinschaft eigentlich keine Schutzfristen. Aber Lobbyismus bestimmt leider das Handeln.

    Und wenn man nicht mehr so jung ist, freut man sich über SlimCases bei DVD-Boxen und ich würde Mags elektronisch sammeln. Die ct landet bei mir im Altpapier wenn die HalbjahresCD da ist. (Verschenken geht nicht, weil ich Artikel für Bekannte/Verwandte rausschneide).
    Ich würde für US-Mags auch geringe Preise bezahlen. Der Versand macht Abos oft unrentabel.
    Electronic Gaming Monthly aber gibt es iirc z.b. für $ 30 international als JahresAbo. Das sind aber vermutlich die fetten BonzoVerlage, die viel Geld über Werbung einnehmen und die Mags sind oft so bunt, das man glaubt, Amis hätten eine Rosa Brille auf oder ständigs stoned/flashed/... und man angst kriegt, Augenkrebs zu kriegen.
    Es gibt sehr günstige US-Zeitschriften im Abo. Viele kosten wegen Porto aber viel zu viel. Da sind die Amis einfach nur doof. Wenn man mal sieht, wie wenig Abonnenten/Ladenverkäufe die (Amis/DeutschMags) teilweise haben, sollten die ruhig international(er) agieren.
    Die meisten Mags gibts eh nur im Abo. Viele sind schwarz-weiss bzw. könnten auf Farbe als PDF/HTML verzichten bzw. auch als ASCII erscheinen.

  2. Re: Mags haben eh nur kurze wirtschaftliche Auswertedauer

    Autor: mhe 10.12.08 - 13:07

    Werden sie aber nicht tun.
    Weil viele Verlage für einzelne Artikel Geld nehmen.

    Und Anton Armleuchter wird von Max Mustermann darauf hingewiesen das Zeitschrift XYZ in der Februarausgabe einen interessanten Artikel zum Thema Potenzstörungen bei Mitt-40ern hatte.
    Diese Ausgabe ist aber eben schon seit einem Monat vergriffen.
    Also geht A.A. ins Internet, sucht den Artikel und kauft ihn sich für 1,50€.

    Das macht sicher nicht jeder so - aber es wird definitiv eine ganze Menge A.A.'s und M.M.'s geben die es so machen.

    //----------------------------//
    about 75% of my comments may
    contain ironic, sarcastic and
    eventualy cynical content.
    //----------------------------//

  3. Re: Mags haben eh nur kurze wirtschaftliche Auswertedauer

    Autor: Siga 10.12.08 - 13:22

    Das mit Artikeln versenden macht nur Arbeit. Es ist eher ein Vorwand, die Artikel nicht freizugeben oder es ist eine Dienstleistung/Werbung/Marketing-Maßnahme.
    Auch rede ich von ein paar Monaten. Es gibt Stiftung Warentest-Artikel ("Test von TFT-Fernsehern", OkoTest testes Weihnachtsgebäck, Okotest testet Schoko-Osterhasen,...) u.ä. die in dem Zeitraum ruhig Geld damit abgreifen sollen/müssen wie sie sollen. Aber wenn sich quasi keiner mehr dafür interessiert, ist es wenig sinnvoll und nicht rechtmäßig, die Sachen vorzuenthalten. Da könnte man Werbung daneben machen. Z.B. onlinehändler die diese TFT-Fernseher anbieten und bei Kauf kriegt man Provision. Händler die mehr Provision abdrücken kriegen lesbarere Schrift o.ä.

    Wenn jemand Geld damit macht, muss er etwas davon abdrücken. An den Autor abdrücken fände ich aber deutlich sinnvoller als an den Verlag. PrintArtikel=zeitlich begrenztes Recht, einen Text zu printen und zu verkaufen (print und online). Momentan ist dem noch nicht so und wird es wohl auch vorerst nicht werden.

    Spiegel ist iirc kostenfrei als Archiv im Internet.

    Wir reden von MikroGeldMengen. Bei ct schreibt man als Externer für Ruhm und Ehre bzw. um Aufträge abzugreifen. Iirc 200 Mark pro Seite oder Doppelseite oder Artikel.

    Mantelseite kostet 500-700 Euro bei WAZ. Am Ende von:
    http://www.dwdl.de/article/story_18907,00.html

    Peanuts ernähren Arme Journalisten:
    http://blog.kooptech.de/2008/07/vg-wort-und-der-pixelsegen/

    Da siehste mal das ausserhalb der IT/BWL-Branche keine 100 Euro Stundensatz existieren.

  4. Re: Mags haben eh nur kurze wirtschaftliche Auswertedauer

    Autor: mhe 10.12.08 - 13:55

    Artikel für Geld an Zahlende User versenden macht Arbeit?
    Glaube ich nicht.
    Einmal einrichten, ein oder zwei Leute zeitweise für die Verwaltung und Administration abstellen und man hat einen guten CashFlow.

    Spiegel und Focus zum Beispiel nehmen gerne mal den ein oder anderen Euro pro Artikel, Tageszeitungen (vor allem große und überregionale) auch.

    Lobenswert dagegen ist der ADAC meine ich.
    Autotests kann man sich kostenlos im PDF Format ziehen, wenn man auf genauere Vergleiche und Online-Ressourcen aus vergangenen Heften zurückgreifen will, muss man sich auf deren Seite anmelden - mit der eigenen Mitgliedsnummer. Ergo, man zahlt mit seinem Abo und kann dem Altpapier zuführen was des Altpapieres ist.

    //----------------------------//
    about 75% of my comments may
    contain ironic, sarcastic and
    eventualy cynical content.
    //----------------------------//

  5. Re: Mags haben eh nur kurze wirtschaftliche Auswertedauer

    Autor: Siga 10.12.08 - 14:16

    mhe schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Artikel für Geld an Zahlende User versenden macht
    > Arbeit?
    > Glaube ich nicht.
    > Einmal einrichten, ein oder zwei Leute zeitweise
    > für die Verwaltung und Administration abstellen
    > und man hat einen guten CashFlow.

    Online=0 Personen, bezahlte Dienstleister (CDN/COntentDeliveryNetwork+FirstgateCliykAndBuyMicropay...)
    Offline(für die Mags)=Bezahl mal jemanden. Die Hälfte geht an Sozialabgaben+Steuer drauf. Das bezahlst Du dann als Kunde mit. Sowas ist teuer. Evtl nicht mal wenn man online zahlt. Aber was machst Du mit einem SchülerReferat wo ein Brief + Geld im Briefumschlag steckt und Du den Artikel finden müsstest/willst ? Siehe ct-Editorial vor vielen jahren mit den Bildern von "BestechungsSüssigkeiten".
    Ich meinte offline/print, weil es das schon lange gibt. Du meintest evtl. online was aber oft gar nicht existiert.
    Gedruckte Exemplare wegwerfen ist doof und lagern ist billig. Aber das ROI lässt sich nicht verhehlen und somit wäre es besser/billiger/einfacher, kein Exemplar lagern zu müssen. NachdruckDienste wären nett.
    Kleinvieh macht auch Mist. Das sind keine fetten Deals und fette Gewinne. Das ist Kleinkram.

    http://www.dwdl.de/features/printview/index.php?id=18322
    Einzelverkauf 5000 Exemplare FTD (täglich), 15,000 Börse online (iirc wöchentlich). Die Stückzahlen sind mikroskopisch. Im Prinzip kann man die auch bei ivw nachlesen. Mach das mal und erschrick und überleg Dir, ob elektromischer Vertrieb nicht viel besser wäre. Man spart Porto+Druckkosten. Manche Verlage gehen ja dazu über.

    MicroPayment müsste einfacher und billiger sein als momentan.

    Gegen elektronische Abos hätte ich nichts. Wie gesagt sind manche US-Mags quasi unbezahlbar und die anderen will ich nicht und das Buchregal ist eh schon voll und tauschticket hat keine zehntel-abgestuften ticket-preise um das Zeug rauszuramschen.

  6. Re: Mags haben eh nur kurze wirtschaftliche Auswertedauer

    Autor: mhe 10.12.08 - 16:27

    Im Prinzip sag ich ja garnichts gegen e-paper.
    Ich denke größtenteils sind wir da sogar einer Meinung.
    Es gibt viel zu viel "Müll" der es nicht wert ist gedruckt zu werden, weil er nachdem man ihn halb gelesen hat - bzw. die Hälfte mit Werbung zugekleistert ist - weggeworfen wird.

    Ich habe als Beispiel zwei Tageszeitungen aboniert - als e-paper (eine aus meinem Wohnort, eine aus meiner Heimat). Meist überflieg ich auf dem Weg zur Arbeit die Headlines und lese dann in der Pause die interessanten Artikel. Die beiden bleiben dann eine Woche auf dem PDA und werden dann archiviert.

    Zeitschriften kaufe ich mir nur selten - wenn gute Artikel drin sind sind sie es Wert dafür auch mal die 5-7€ auszugeben, aber alles andere ist übertrieben (teilweise grauenhafte Rechtschreibung und bepflastert mit Werbung so das einem der Spass an einem Fachartikel nach dem ersten Absatz vergeht).

    Trotz alledem:
    Für gute Artikel und zum "richtigen" lesen brauche ich immer noch etwas altbackenes Papier. Da tut es kein e-book Reader, Net/Laptop oder PDA.

    Und was die Zahlung im Internet angeht:
    Davon werde ich jetzt bis sich gewaltig etwas getan hat Abstand nehmen ;-) Wie heisst es so schön?
    Service sales
    Sollte einigen Unternehmen zu denken geben der Satz

    //----------------------------//
    about 75% of my comments may
    contain ironic, sarcastic and
    eventualy cynical content.
    //----------------------------//

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Datenarchitektin / Datenarchitekt in der Anwendungsentwicklung (m/w/d)
    Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Köln
  2. IT Operations Manager (m/w/d)
    Masterflex SE, Gelsenkirchen
  3. Datenarchitektin / Datenarchitekt in der Anwendungsentwicklung (m/w/d)
    Bundesamt für Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben, Köln
  4. Senior Engineer (m/w/d) Cybersecurity Audits und Assessments
    TÜV SÜD Auto Service GmbH, Garching bei München

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Spiele-Angebote
  1. basierend auf Verkaufszahlen
  2. basierend auf Verkaufszahlen
  3. 12,24€ (UVP 34,99€) - günstig wie nie!


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Sparsity erklärt: Wie KI-Beschleuniger ihre Rechenleistung vervielfachen
Sparsity erklärt
Wie KI-Beschleuniger ihre Rechenleistung vervielfachen

Algorithmus des Monats Das Feature Sparsity verdoppelt bei Nvidia und AMD die Rechenleistung. Wir erklären, was es damit auf sich hat und warum es für KI interessant ist - obwohl es nicht neu ist.
Von Johannes Hiltscher

  1. Reed-Solomon-Codes Der Algorithmus, der kaputte Daten repariert
  2. Kalman-Filter Der Algorithmus, der Apollo zum Mond und zurück brachte
  3. Fourier-Transformation Der Algorithmus, den jeder benutzt und kaum einer versteht

Neue Teleskope von Unistellar: Endlich tragbar
Neue Teleskope von Unistellar
Endlich tragbar

CES 2024 Unistellar hat schon einige smarte Teleskope herausgebracht. Mit der Odyssey-Serie kommt jetzt eine Produktlinie mit neuen Features auf den Markt.
Von Mario Keller

  1. Astronomie Neue Methode zum Auffinden von Wasser auf Exoplaneten
  2. Sonnensystem Neue Erkenntnisse über Neptun und Uranus
  3. Astrophysik Neutronensterne können Quarks-Kerne besitzen

Softwareentwicklung: Scrum-Abenteuer auf der grünen Wiese
Softwareentwicklung
Scrum-Abenteuer auf der grünen Wiese

Wie wir anderthalb Jahre lang im Greenfield-Projekt Scrum versuchten, über Bord warfen und völlig deformierten - um dann zu erkennen, dass wir es lebten.
Ein Erfahrungsbericht von Rene Koch

  1. Scrum of Scrums Ein leichtgewichtiges agiles Framework