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Falsch zitiert ("E-Books werden gedruckte Bücher verdrängen")

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  1. Falsch zitiert ("E-Books werden gedruckte Bücher verdrängen")

    Autor: Stephan Jaenicke 12.12.08 - 15:15

    Hallo,

    zu dem oben angegebenen Thema möchte ich sagen, dass ich im Interview, dass ich dem Magazin "Der Handel" gegeben habe, keineswegs gesagt habe, dass das gedruckte Buch vom E-Book verdrängt werden würde. Ich habe lediglich gesagt, dass das E-Book sich langfristig "signifikante Marktanteile" erobern würde.

    Bitte lesen Sie das Original-Interview unter

    http://www.derhandel.de/news/technik/pages/show.php?id=547

    und bilden sie sich selbst ein Urteil, was ich geäußert habe.

    Anscheinend hat zunächst ComputerBild.de missverständlich zitiert, alle anderen Seiten haben dann wohl einfach übernommen.

    Ich gehe nicht davon aus, dass das gedruckte Buch in absehbarer Zeit verdrängt werden könnte.

    Gruß aus Detmold,

    Stephan Jaenicke
    www.buchhandlung-jaenicke.de

  2. Re: Falsch zitiert ("E-Books werden gedruckte Bücher verdrängen")

    Autor: Siga 12.12.08 - 15:31

    Stephan Jaenicke schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > zu dem oben angegebenen Thema möchte ich sagen,
    > dass ich im Interview, dass ich dem Magazin "Der
    > Handel" gegeben habe, keineswegs gesagt habe, dass
    > das gedruckte Buch vom E-Book verdrängt werden
    > würde. Ich habe lediglich gesagt, dass das E-Book
    > sich langfristig "signifikante Marktanteile"
    > erobern würde.

    > Bitte lesen Sie das Original-Interview unter
    > www.derhandel.de
    > und bilden sie sich selbst ein Urteil, was ich
    > geäußert habe.

    > Anscheinend hat zunächst ComputerBild.de
    > missverständlich zitiert, alle anderen Seiten
    > haben dann wohl einfach übernommen.

    So funktioniert Journalismus in Deutschland inzwischen.
    dpa/reuters/PR-Meldungen unkommentiert weitergeben. Nichts überprüfen und nicht einmal nachdenken. Sonst landet man in Guantanamo oder bei Hartz4 weil man seine Quote nicht schafft. Das Problem ist bekannt. Lösungen gehen nicht mehr (VDS, Schikane,...) :-( und es wird klar was mit "Wehret den Anfängen" gemeint gewesen sein könnte.

    > Ich gehe nicht davon aus, dass das gedruckte Buch
    > in absehbarer Zeit verdrängt werden könnte.

    > Stephan Jaenicke
    > www.buchhandlung-jaenicke.de

    Ich habe jetzt nicht überprüft, ob das "stimmt" weil man hier anonym posten darf, aber gehe mal davon aus, das es stimmt. Zumindest das Interview klingt nicht nach "verdrängung" wenn ich nichts überlesen habe.

    Inhaltliche Diskussionen beginne ich jetzt mal nicht.

    Golem sollte sich schämen und wird armselig ein Update nachschieben wenn das Wochenende vorbei ist.

  3. @Golem

    Autor: Jay Äm 12.12.08 - 15:33

    Lest doch bitte mal den Text, prüft es und ändert es gegebenenfalls...

  4. Re: Falsch zitiert ("E-Books werden gedruckte Bücher verdrängen")

    Autor: asa (Golem.de) 12.12.08 - 19:11

    Hallo Herr Jaenicke,

    wir haben uns bei den strittigen Aussagen auf eine Vorabmeldung bezogen, die das Magazin "Der Handel", dass Sie interviewt hat, veröffentlichte. Dort hat man Sie offenbar "überzogen indirekt zitiert". Wir haben die Meldung entsprechend überarbeitet.

    Die Vorabmeldung von "Der Handel" finden Sie hier:

    http://www.presseportal.de/pm/55779/1318665/der_handel

    Der Volltext:

    Der Handel: E-Books bedrohen auch große Buchhändler

    Frankfurt/Main (ots) - Der Buchhandel steht vor einer Umwälzung in Folge der aufkommenden digitalisierten Bücher, mahnt Stephan Jaenicke, Vorstandsmitglied des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, im Gespräch mit DerHandel.de, der Onlineausgabe des Wirtschaftsmagazins Der Handel (Deutscher Fachverlag, Frankfurt am Main). "Am Anfang werden E-Books sicher nur von einem exklusiven Nutzerkreis genutzt werden, mittelfristig werden sie aber sicher signifikante Marktanteile erobern," sagt Jaenicke. "Die Herausforderung für die Branche ist riesig."

    Jaenicke warnt, dass das gedruckte Buch nach und nach von der digitalisierten Form verdrängt werde. Darunter würden nicht nur die kleinen Händler leiden. "Dieses Schreckensszenario geht auch an den großen Filialisten nicht vorbei. Im Gegenteil: Wenn das gedruckte Buch in ferner Zukunft einmal eine Art Nischenprodukt sein sollte, haben kleine unabhängige Buchhandlungen bessere Chancen, es als 'Kultprodukt' zu vermarkten als die großen Ketten."

    Für die Branche werde es höchste Zeit, sich mit dem Thema E-Books zu beschäftigen, betont Buchhändler Jaenicke. "Einerseits sind sich viele Kollegen gar nicht klar darüber, welche Umwälzungen sich dadurch für die Branche ergeben. Andererseits befassen sich viele nicht mit dem Thema, weil sie fürchten, dass jede Aktivität in Bezug auf E-Books die kommenden Entwicklungen nur beschleunigen wird.
    Die Entwicklungen werden aber auf jeden Fall kommen. Es ist nur die Frage, ob man den Markt der E-Books komplett den großen Playern wie Amazon und Google überlässt oder auch selbst noch mitspielen möchte."

  5. Re: Falsch zitiert ("E-Books werden gedruckte Bücher verdrängen")

    Autor: asa (Golem.de) 12.12.08 - 19:24

    Hallo!

    Ihre Aussagen sind völlig überspitzt. Ich empfehle erst genau hinzusehen, und dann zu urteilen. Wir haben uns bei den strittigen Aussagen auf eine Vorabmeldung bezogen, die das Magazin "Der Handel", dass das Interview durchgeführt hat, selbst veröffentlichte. Dort hat man offenbar falsche Aussagen als indirekte Rede dargestellt.

    Wir haben die Meldung entsprechend überarbeitet, da gibt es nichts zu verstecken.

    Die Vorabmeldung von "Der Handel" mit den strittigen Passagen finden Sie hier:
    http://www.presseportal.de/pm/55779/1318665/der_handel

  6. Die Bedeutung von e-Books ist gering, wenn man nicht ....

    Autor: M.Kessel 30.12.08 - 10:32

    ... Sorge dafür trägt, das das zukünftige e-Book einen reellen Vorteil vor dem normalen Buch hat. Es muss sich ohne Probleme auf zukünftige, jetzt noch unbekannte Anzeigegeräte konvertieren lassen, und muss unter dem "fair-use" Prinzip vertrieben werden. Also kein DRM, und ein giut konvertierbares offenes Format (z.B. XML)

    Dazu ist letztendlich eine komplette Überarbeitung des Urheberrechtes notwendig, in dem solche Medien anhand der Anzahl von Downloads bezahlt werden.

    Ist das nicht gegeben, dann werden e-books niemals die normalen Bücher ersetzen können.

    Man muss die Bücher auf noch nach einem Lebensalter auf einem anderen Weg lesen können, als einem speziellen Lesegerät. Es handelt sich ja nicht um "billige" Musik. ;)

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